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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

15.026 Beiträge, Schlüsselwörter: Homöopathie, Psiram, Schulmedizin, Natalie Grams, Globuli, Homö-bashing
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 14:22
widersinn schrieb:Da verlangt die Wissenschaft, dass der Durchschnittsbürger ihr glaubt.
Verlangt wird lediglich, dass man sich an die Standards hält und die sind jedermann (selbst Laien) zugänglich. Zu diesen Standards zählen u.a. Studiendesign oder auch schrecklich banale Dinge wie zB dass Theorien nicht gegen Naturgesetze verstoßen können.
widersinn schrieb:Die Fakten, die die Wissenschaft anführt, können die meisten Menschen nicht überprüfen,
genausowenig, wie die Behauptungen der Homöopathen. Man muss sich halt für eine Seite Entscheiden.
In der Medizin geht es meistens um Studien (das sind genau genommen keine Fakten, aber das nur nebenbei). Der Unterschied liegt darin, dass wissenschaftliche Ergebnisse generell nachprüfbar und reproduzierbar sein müssen. Somit ist die Überprüfbarkeit gegeben.
Gerade klinische Studien sind häufig sehr einfach und selbst von Laien zu nachzuvollziehen, da dort mit Kontrollgruppen gearbeitet wird.

Dazu durchlaufen wissenschaftliche Studien den peer review Prozess. Der gewährleistet zwar keine absolute Sicherheit, ist jedoch ein Qualitätsmerkmal. Man kann daher getrost davon ausgehen, dass es keine Zauberstatistik abgewandt wurde (ein wenig Statistik kann übrigens jeder erlernen, der ernsthaftes Interesse hat)
Noch dazu werden Studien ausführlich in Artikeln besprochen und es gilt der Grundsatz "eine Studie ist keine Studie". So lange das Ergebnis nicht unabhängig reproduziert wurde, interessiert sich ohnehin keine Sau dafür, weil man aufgrund der Fülle von Publikationen sonst zu nichts anderem mehr käme.
Ist das System perfekt? Gewiss nicht.
Kennst du ein besseres? Lass hören.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 15:04
Nein, ich kenne kein besseres, habe ich auch nie behauptet.

Ich habe nur versucht, zu verdeutlichen, warum die Homöopathie nicht von jedermann als Humbug abgelehnt bzw. erkannt wird.

Und Studien gibt es zu Hauf, das ist richtig. Studien werden auch manchmal bewusst oder unbewusst in eine gewünschte, oder erwartete Richtung geschubst. Es gab ja in der Medizin auch schon Studien die komplett gefälscht waren, und das ist erst nach einiger Zeit aufgefallen.

Im Übrigen wird eine Studie, die die eigenen Erwartungen bestätigt, naturgemäß weniger hinterfragt als eine, die den eigenen Erwartungen wiederspricht.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 15:49
widersinn schrieb:Ich habe nur versucht, zu verdeutlichen, warum die Homöopathie nicht von jedermann als Humbug abgelehnt bzw. erkannt wird.
Dagegen hab ich nichts einzuwenden. Es ist mir völlig klar, wie es dazu kommen kann. Die Leute sollten weniger blind vertrauen und mehr prüfen, aber dieser Wunsch wird wohl unerhört bleiben.
widersinn schrieb:Im Übrigen wird eine Studie, die die eigenen Erwartungen bestätigt, naturgemäß weniger hinterfragt als eine, die den eigenen Erwartungen wiederspricht.
Stimmt. Neben dem Bestätigungsfehler gibt es weitere Fehlerquellen die auszuschliessen sind um endlich mal ein handfestes Ergebnis vorweisen zu können. Falschpositive oder falschnegative Ergebnisse zB. Oder Fehler 1. oder 2. Art. Designfehler...
Deshalb ist man bestrebt Ergebnisse möglichst zu reproduzieren. Das verstärkt die Aussagekraft und viele (für sich genommen) wenig aussagekräftige Einzelstudien werden zur Evidenz. Wie schon erwähnt. Eine Studie ist keine Studie. Viele hingegen haben durchaus Gewicht.
widersinn schrieb:Und Studien gibt es zu Hauf, das ist richtig. Studien werden auch manchmal bewusst oder unbewusst in eine gewünschte, oder erwartete Richtung geschubst. Es gab ja in der Medizin auch schon Studien die komplett gefälscht waren, und das ist erst nach einiger Zeit aufgefallen.
Auch das ist korrekt. Da braucht man gar nicht drum herum reden. Das ist Betrug und fertig. Und davor ist man leider nirgendwo sicher.
Abhilfe kann auch hier nur die Reproduktion des Ergebnisses bieten.
Allerdings muss ich sagen, dass die Zahl der gefälschten Studien gemessen an der Gesamtzahl aller Studien doch ziemlich gering scheint und mein Vertrauensvorschuss (mit dem ich generell geize) daher größer ist als bei Methoden deren jedwede Evidenz abgeht.

Um mal Klartext zu reden: Studien die im ScientificWorldJournal erscheinen (Baumgartners Wasserlinsen) oder (noch einfacher) exclusiv bei der Carstens-Stiftung veröffentlicht werden, braucht man nicht mal mit dem Hintern anzuschauen. Die Autoren wissen schon warum sie zu so einem Verlag gehen und nicht zum Lancet o.ä.(wo es durchaus homöopathische Studien gibt) Die versuchen ja nicht mal ihre "Ergebnisse" dem wissenschaftlichen Kreuzverhör auszusetzen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 16:00
wuec schrieb:Um mal Klartext zu reden: Studien die im ScientificWorldJournal erscheinen (Baumgartners Wasserlinsen) oder (noch einfacher) exclusiv bei der Carstens-Stiftung veröffentlicht werden, braucht man nicht mal mit dem Hintern anzuschauen. Die Autoren wissen schon warum sie zu so einem Verlag gehen und nicht zum Lancet o.ä.(wo es durchaus homöopathische Studien gibt) Die versuchen ja nicht mal ihre "Ergebnisse" dem wissenschaftlichen Kreuzverhör auszusetzen.
Dem hab ich nichts hinzu zufügen...


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 16:06
@widersinn
widersinn schrieb:Ich habe nur versucht, zu verdeutlichen, warum die Homöopathie nicht von jedermann als Humbug abgelehnt bzw. erkannt wird.
Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich; kein Wissenschaftler hat die Muße, seine Erkenntnisse so aufzubereiten, daß sie auch der Dümmste versteht. Auch der Nigeria-Scam wird noch nicht von jedem als Betrug erkannt, obwohl er in den Medien recht umfangreich thematisiert wird. Ihre Opfer nennen die Betrüger übrigens "Mugu", zu deutsch "Vollidiot". Zumindest in diesem Punkt sind sie ehrlicher als die Homöopathen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 16:08
@widersinn
Shit. Hab was vergessen.
wuec schrieb:Die versuchen ja nicht mal ihre "Ergebnisse" dem wissenschaftlichen Kreuzverhör auszusetzen.
Und das kann durchaus auch einem Laien auffallen, ohne dass er extra Statistik oder English 4 runaways lernen müsste. Findest du nicht auch?
Immerhin ist die Kontroverse ja nicht unbekannt, da könnte man durchaus mal bisschen weniger gutgläubig sein. Ist jedenfalls meine Meinung.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 19:20
@wuec

Danke für die Einspielung der Krankenkasseninfo.

Ich kannte das nur mit einem gesponserten Beitrag von max. bis zu 150,00 Euro im Jahr. Das bietet aber nur eine Krankenkasse an. Das Ausmaß ist ja gigantisch. Danke nochmal.


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29.07.2015 um 19:49
@Bauli
Das Ausmaß ist so gigantisch, dass keine vernünftige Daten aufzufinden sind, wie viel Hobbäddie und Schnickschnack der Solidargemeinschaft jährlich tatsächlich Kosten. All die ganzen Aufschlüsselungen die man findet unterscheiden zwar hübsch nach Chirurgie und Zahnarzt, aber den Alternativkram weisen die nicht separat aus. In nahezu jedem verflixten Artikel über Homöopathie wird von Kosten-Nutzen schwadroniert. Daten gibts aber keine. Aber schwadronieren kann man ja mal.
Die wenigen Daten, die es zu den Kosteneffekten der Homöopathie gibt, sind kaum untereinander vergleichbar und außerdem widersprüchlich.
(Weymayr, HomöoKritiker)
Bezogen auf die vorhandene Datenlage ist für Deutschland bisher nicht zufriedenstellend beantwortet, ob Homöopathie im GKV-System Kosten einspart oder zu Mehrkosten führt
(Witt, mutmaßliche ehemalige Homöopathin)

Da soll man nicht bekloppt im Kopp werden.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 20:23
@wuec
wuec schrieb:Das Ausmaß ist so gigantisch, dass keine vernünftige Daten aufzufinden sind, wie viel Hobbäddie und Schnickschnack der Solidargemeinschaft jährlich tatsächlich Kosten. All die ganzen Aufschlüsselungen die man findet unterscheiden zwar hübsch nach Chirurgie und Zahnarzt, aber den Alternativkram weisen die nicht separat aus. In nahezu jedem verflixten Artikel über Homöopathie wird von Kosten-Nutzen schwadroniert. Daten gibts aber keine. Aber schwadronieren kann man ja mal.
Die Zauberformel lautet wohl so, dass wenn genug Gewinn gemacht wird, man/frau den Mund darüber hält, wie sprudelnd die Quellen sind. Da wird man nichts erfahren, bis irgendwann ein Skandal veröffentlicht wird und dann noch einer und dann noch einer. Aber solange sichert es die Lebensumstände und das finanzielle Polster der Befürworter für die nächsten Jahre.

Sagt ein normaler Mensch: Ich habe Tropfen/ Wasser genommen, die/das meinem Körper die notwendigen Infos geben", kommt er eigentlich in die Geschlossene. Leberschäden eingeschlossen.

*DiebissigstenBermerkungenhabeichwiedergelöscht*


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 20:45
@Bauli
Was heißt Gewinn. Klar machen die Unternehmen und Heilhexen, Apotheken... Gewinn. Das ist die eine Seite. Ehrlich gesagt ist mir das ziemlich wumpe wie viel Reibach die machen. SIe tun ja nichts illegales.

Auf der anderen Seite stehen aber Ausgaben der Solidargemeinschaft. Zu den Behandlungskosten und Kosten für Präparate kommt ja noch das ein/andere Pöstchen hinzu. Aufwendungen für die Forschung zB. Da wird zwar sehr viel privat finanziert, aber eben längst nicht alles.
Oder vom Amt bezahlte einschlägige Weiterbildungen. Staatl bezuschusste Ausbildung. Gestern (glaub ich) hatten wir erst kurz über Hexerei an Unis gesprochen. Die Pharmazeuten und Mediziner werden mit dem Kram gequält, ob sie nun wollen oder nicht.

Unterm Strich kommt da ein hübsches Sümmchen an Ausgaben zusammen. Und es ist mehr als traurig, dass es dazu keinerlei verlässlichen Angaben gibt, eben weil dieses Thema derart kontrovers diskutiert wird (und nicht erst seit gestern).
Es wird gern auf die Grünen geschoben. Eso-Babsi ist im Thread vielen bekannt. Doch in den letzten 10 Jahren hatte es 4 Parteien und keine(!) ging das Thema ernsthaft an. Abgesehen von dem Lautenbach (SPD) ist mir kein einziger bekannt, der sich diesem Thema ernsthaft angenommen hätte. Und dem Lauti ham se ja auch sofort die Krawatte rasiert und fertig war die Laube.
Man sieht, da gibt es überhaupt kein pol Interesse. Und deshalb gibts auch keine Zahlen. Sonst könnt ja womöglich etwas unerwünschtes eintreten und Wähler darf man nicht verärgern, das ist mal gewiss.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 21:01
Also ich kann nur sagen das mir die Schulmedizin bisher durchaus sezr positiv geholfen hat. Natürlich hängt das auch immer vom Arzt ab, zudem wirkt nicht jedes Medikament bei jedem Menschen gleich.

von der Homöopathie halte ich schin deshalb wenig, weil sie lediglich mit verschiedenen Zuckern oder Zuckerähnlichen Substanzen hantiert. Was soll da eine Wirkung entfalten !? Ich kann mir höchstens noch vorstellen
das durch den Glaube an eine Wirkung eine solche tatsächlich eintritt. Dies ist sicher auch der Grund warum die Krankenkassen Homöopathie nicht bezahlen oder nur sehr begrenzt, eben weil keine Wirksamkeit nachgewiesen werden kann bzw. diese viel zu abwegig erscheint


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29.07.2015 um 21:10
@Astrastephan21
Astrastephan21 schrieb:das durch den Glaube an eine Wirkung eine solche tatsächlich eintritt
Klingt plausibel wurde aber durch die Placeboforschung (Kaptschuk et al) widerlegt. Es gibt verschiedene Auslöser für den Heileffekt durch Placebowirkung, der Glaube an die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit zählt seltsamerweise
nicht dazu - ob man es nun glauben mag oder nicht.
Astrastephan21 schrieb:Dies ist sicher auch der Grund warum die Krankenkassen Homöopathie nicht bezahlen
Tun sie doch. Jedenfalls in D
k. A. von wo du schreibst.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 21:10
@wuec
wuec schrieb:SIe tun ja nichts illegales.
Offiziell nicht, nein. Das wird erst dann illegal, wenn Studien vorliegen und wenn rauskommt, das die Homöopathen gewusst haben, das das keinen Nutzen hat. Was aber schwer beweisbar sein dürfte. Da muß schon irgendwas größeres passieren und ob sich einer von diesen Heilpraktikern selber schadet, bezweifel ich mal.

Im Übrigen: Es wird diskutiert - wie du sagst - aber immer so, das es die breite Öffentlichkeit das nicht so hart mitbekommt und direkt damit konfrontiert wird. Es kommt immer mal eine Sendung, aber meistens sind die so eingefärbt das Homöopathie nicht wirklich schadet. Es ist dann auch immer kein Patient zur Stelle, der sagt: Ja, mir hat sie geschadet, meine wirkliche Erkrankung wurde nicht behandelt. Aber so richtig krass. Nur würde man es dann in Heilpraktikerkreisen damit abtun und sagen: "Der Patient hat ja keine Ahnung" , er wäre in der Beweislast
wuec schrieb:Es wird gern auf die Grünen geschoben
Ehrlich? Ich schiebe es unter anderem mit auf die Grünen, zumal Rente Künast sich dafür stark gemacht hatte. Ist aber schon länger her. Aber nicht nur auf die Grünen.
wuec schrieb:Sonst könnt ja womöglich etwas unerwünschtes eintreten und Wähler darf man nicht verärgern, das ist mal gewiss.

Ich würde mir wünschen, dass Parteiübergreifend öffentlich mit Ärzten Aufklärung geboten wird.

Nur weil es totgeschwiegen wurde, sind die herstellenden Kügelchen-Konzerne so hoch im Kurs. Es wird zunehmend schwerer dagegen vorzugehen. Die Zeit, die sinnlos ohne Aufklärung verstreicht nutzt den Homöos zur weiteren Verbreitung.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 21:24
@Bauli
Bauli schrieb:Ehrlich? Ich schiebe es unter anderem mit auf die Grünen, zumal Rente Künast sich dafür stark gemacht hatte. Ist aber schon länger her. Aber nicht nur auf die Grünen.
Weil die sich lautstark dafür einsetzen schiebt man es gemeinhin ja gern auf die Grünen. Die anderen schweigen lieber und tun aber auch nichts dagegen. Macht demnach keinen Unterschied.
Bauli schrieb:ch würde mir wünschen, dass Parteiübergreifend öffentlich mit Ärzten Aufklärung geboten wird.
Das wird so rasch in D nicht passieren. Und auch nicht in Ö, so wie das auschaut. Hierzulande hocken sich Heilhexen in "Faktentalk" und erzäöhlen rotzfrech Lügengeschichten ohne rot zu werden.
Und man darf auch nicht die lustige wöchentliche Umfrage der dt Homöopathen vergessen, nach der immer mehr Deutsche der Homöopathie zugetan sind. Diese Menschen haben durchaus politisches und wirtschaftliches Gewicht. Ein Politikus würde wohl lieber Zungenküssen mit Giftschlangen austauschen ehe er es sich mit dieser Klientel verscherzt. Wählerstimmen gehen denen über alles - vor allem wenn es nicht ihr eigenes Geld kostet und es andere zahlen.
So läuft das halt.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 21:45
@wuec
wuec schrieb:Das wird so rasch in D nicht passieren. Und auch nicht in Ö, so wie das auschaut. Hierzulande hocken sich Heilhexen in "Faktentalk" und erzäöhlen rotzfrech Lügengeschichten ohne rot zu werden.
Du meinst wahrscheinlich die Tussi bei "Hart aber Fair", eine bekennende Homöopathin, die sich aber dann durchgerungen hat, ihre Kinder zu impfen, bei Impfthema?

Die Frage bei dem Zeugs ist doch immer die: Wer versorgt die Kügelchen mit Informationen, die der Körper angeblich braucht, weil in der Jugend irgendwas zu kurz gekommen ist, oder eine Kettenreaktion bis zum heutigen Tag beherbergt? Das kann kein Mensch in einer Erstaufnahme sagen von einer halben Stunde sagen. Das ist schon mal Humbug. Eine Psychologin braucht für die erste Aufarbeitung bis zu 10 Stunden. Das ist teuer. Da sind die Kügelchen billiger. Das ist doch der eigentliche Grund. Darum geht es in dieser Diskussion doch hauptsächlich.
wuec schrieb:Diese Menschen haben durchaus politisches und wirtschaftliches Gewicht.
Meinst du etwa, die Vereinigung der deutschen Homöos bedient sich nicht irgendwelcher Studenten, die für positive Resonanz auch im Internet sorgen, indem sie irgendwo in einem Menschenstrom, beiläufig ein paar Fragen stellen und die Fragen so stellen, das man alles daraus ableiten kann? Die Studis, Hausfrauen usw. brauchen Geld und wollen ihre Jobs behalten.

Ich hatte kürzlich eine Diskussion in meinem Bekanntenkreis, weil einige Verfechter der Homöopathie sind. Ich hatte nicht aufgehört Fragen zu stellen. Wieder und immer wieder hinsichtlich der Informationen und dem Erinnerungsvermögen, was gar-nichts mit Zuckerkügelchen oder Alkoholtropfen von außen zu tun hat. Es konnte mir niemand eine klare aussagekräftige Antwort geben. Solange fragen, bis Ratlosigkeit herrscht. :)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 21:58
@Bauli
Bauli schrieb:Meinst du etwa, die Vereinigung der deutschen Homöos bedient sich nicht irgendwelcher Studenten, die für positive Resonanz auch im Internet sorgen, indem sie irgendwo in einem Menschenstrom, beiläufig ein paar Fragen stellen und die Fragen so stellen, das man alles daraus ableiten kann?
Nein, das mein ich nicht.
Die Kassen machen Erhebungen darüber, wer was wünscht. Auffallend dabei ist, dass junge, gebildete Gruppen verstärkt diesem Kram anhängen. (quasi der "klischee" Grünenwähler, selöbst wenn er FDP wählt) Ist wohl hipp oder so, was weiß ich.
Diese Gruppen sind gleichzeitig jene, die man gemeinhin als Stütze der Gesellschaft ansieht. Einkommensstark, selten krank, kinderlos.
Sozusagen der Wunschkunde für die Versicherungen. Sie zahlen aufgrund höherem Einkommen ohnehin etwas mehr und zusätzlich kann man denen, weil sie als gesundheitsbewusst gelten und es nicht auf den Pfennig ankommt, noch ein bisschen Zusatzkrempel verkaufen.
Die zweitstärkste Gruppe waren die Pensionäre und Renter. Die sind zwar nicht so finanzkräftig und relativ oft beim Doc, aber die geben gern etwas Geld für ihre Gesundheit aus und leben bewusst (bewusster als im Berufsleben).
Mit denen wollen es sich weder die Kassen noch die Politik verscherzen. Das sind sehr viele Köpfe, viele Stimmen, viel Ärger den man nicht braucht.
Bauli schrieb:Es konnte mir niemand eine klare aussagekräftige Antwort geben.
Ist ein Glaubensding, da bruacht es keine Antworten. Ist halt so, weils halt so ist.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

29.07.2015 um 22:19
@wuec
Auffallend dabei ist, dass junge, gebildete Gruppen verstärkt diesem Kram anhängen. Ist wohl hipp oder so, was weiß ich.
Das entzog sich meiner Kenntnis. Ich dachte da mehr an Personen in meiner Altersgruppe.
wuec schrieb:Diese Gruppen sind gleichzeitig jene, die man gemeinhin als Stütze der Gesellschaft ansieht. Einkommensstark, selten krank, kinderlos.
Aus dem Stand fielen mir 5 Personen ein, bei denen das zutrifft, die immer gesund gelebt haben und ein Heidengeld für ihre Gesundheit ausgegeben haben, hatten teilweise Kinder haben und "grün" gelebt und sind alle sehr schwer krank geworden, alle ab dem "Mittelalter". Das fing bei Ökowaschpulver an und hörte bei Homöopathie auf. Es ist irrsinnig verwegen zu glauben, man könne alles kontrollieren, wenn man nur wollte, weil die vorherigen Generationen jawohl alles falsch gemacht haben.
wuec schrieb:Sozusagen der Wunschkunde für die Versicherungen. Sie zahlen aufgrund höherem Einkommen ohnehin etwas mehr und zusätzlich kann man denen, weil sie als gesundheitsbewusst gelten und es nicht auf den Pfennig ankommt, noch ein bisschen Zusatzkrempel verkaufen.
Siehe oben. Aufgrund höherem Einkommen zahlst du auch ungleich höhere Kassenbeiträge. Vielleicht rechtfertigt diese Klientel sich insgeheim damit, dass sie jetzt auch Anspruch auf ein Mehr an Leistungen haben, wenn sie denn jetzt schon mehr zahlen, eben weil die Homöopathie nicht schaden soll? Wenn aber jemand einen Mehrwert für sich auf dieses Weise generieren will, hat man wohl eher Profilierungsschwierigkeiten. Meine Sichtweise.
wuec schrieb:Das sind sehr viele Köpfe, viele Stimmen, viel Ärger den man nicht braucht.
Das ist wahrscheinlich das Hauptproblem der Politik. Die Dinge wertneutral und kritisch mit Mut zu begegnen.


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29.07.2015 um 22:41
@Bauli
Was heißt "Mehrleistung"?
Aus deren Sicht ist das doch nichts weiter als die Normalleistung. Und was man als normal ansieht, lässt man sich nur ungern wegnehmen.

Es sind unterschiedlichste Faktoren, die da reinspielen, unterschiedlichste Gruppen und Motive. Das lässt sich schwer verallgemeinern, insbesondere wenn es an harten Daten fehlt.
Resümieren kann man in jedem Fall, dass herzlich wenig Interesse besteht, die Situation zu ändern.


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29.07.2015 um 22:53
@wuec

Mehrleistung heißt ein Mehr an Leistung. Über den Standard hinausgehende Leistung. Wobei Standrad sicherlich das falsche Wort ist, denn Gutverdiener bekommen auf persönliche Nachfrage bei der gesetzlichen Versicherung sowieso das ein oder andere zugebilligt, was der Einkommensschwache vielleicht nicht bekommt, weil da kein so hoher Nutzen (Gewinn) mehr zu erwarten ist. Das unterstelle ich jetzt mal ganz frech, weil ich auch schon Sonderleistungen bekommen habe, die nicht Gang und Gäbe waren.
wuec schrieb:Und was man als normal ansieht, lässt man sich nur ungern wegnehmen.
Ist in der Tat so, ja. Aber man könnte dem Patienten ja auch den Nutzen verkaufen, dass das Geld an der Forschung fehlt, was sowie bei den Leistungen der Homöopathie strittig ist, für die Allgemeinheit dienlicher sein kann, wenn Forschungen und Verbessungen schneller vorankommen. Nur so als Beispiel.
wuec schrieb:Resümieren kann man in jedem Fall, dass herzlich wenig Interesse besteht, die Situation zu ändern.
Das Interesse bei der Bevölkerung vorhanden ist, unterstelle ich jetzt mal. Es ist nur die Art und Weise zu bemängeln, wie das vermittelt wird und stillschweigendes Einverständnis eben dieser vorausgesetzt wird und das das gewisse Kreise ermutigt weiterzumachen.


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29.07.2015 um 23:04
Bauli schrieb:Ist in der Tat so, ja. Aber man könnte dem Patienten ja auch den Nutzen verkaufen, dass das Geld an der Forschung fehlt, was sowie bei den Leistungen der Homöopathie strittig ist, für die Allgemeinheit dienlicher sein kann, wenn Forschungen und Verbessungen schneller vorankommen. Nur so als Beispiel.
Die Mehrzahl denkt nicht an den Gesamtnutzen wenn dafür der Eigennutz gefährdet ist. Heutzutage werden solidarische Systeme als Realsozialismus und als Milchkuh betrachtet, die ausschließlich dem Zweck dienen, möglichst viel für sich herauszuschlagen.
Forschung? Ja, gerne. Soll aber ein anderer bezahlen.
Bauli schrieb:Das Interesse bei der Bevölkerung vorhanden ist, unterstelle ich jetzt mal. Es ist nur die Art und Weise zu bemängeln, wie das vermittelt wird und stillschweigendes Einverständnis eben dieser vorausgesetzt wird und das das gewisse Kreise ermutigt weiterzumachen.
Seh ich nicht. Und ich stecke schon recht lange im Thema.
Ganz im Gegenteil. Der Zulauf zur Homöopathie spricht eine andere Sprache und stützt meine private These, dass Hirn immer knapper wird
Beitrag von wuec, Seite 479


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