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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

03.07.2019 um 16:51
Tröti schrieb:Wie funktioniert so etwas bei Globuli die keine beobachtbare pharmakologische Wirkung haben?
Wie soll das schon funktionieren?

Homöopathika dürfen per Sondergesetz Wirksamkeit bewerben, die sie nicht beweisen müssen - dementsprechend kann die Apotheke diese Wirksamkeit auch entsprechend anpreisen.

Kontraindikationen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt es nicht, daher auch hier kein Problem für die Beratung.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

03.07.2019 um 16:56
bgeoweh schrieb:Kontraindikationen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt es nicht, daher auch hier kein Problem für die Beratung.
Das ist jetzt mal wieder so eine schlaue Behauptung aus der Psiram-Universität ;)
Es gibt viele, viele, Störfaktoren. Deshalb kann es ja nur am Patienten liegen, wenn's nicht hilft.
Fängt schon bei der Zahnpasta an:
"Im Rahmen der homöopathischen Behandlung können Kampfer, Menthol und andere ätherische Öle die Wirkung homöopathischer Arzneimittel beein- trächtigen. Deswegen sollte der Gebrauch herkömmlicher Zahnpasten, die in der Regel Menthol enthalten, vermieden werden.
Um auch hier eine effektive Mund- und Zahnpflege zu ermöglichen, hat die elmex-Forschung – in Zusammenarbeit mit homöopathischen Ärzten – eine Spezial-Zahnpasta entwickelt,...


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

03.07.2019 um 16:58
Stephenson schrieb:Das ist jetzt mal wieder so eine schlaue Behauptung aus der Psiram-Universität ;)
Es gibt viele, viele, Störfaktoren. Deshalb kann es ja nur am Patienten liegen, wenn's nicht hilft.
Ich präzisiere: es gibt keine Kontraindikationen oder Wechselwirkungen, über die die Apotheke aufklären muss (aka tatsächlich vorhandene Nebenwirkungen).


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

03.07.2019 um 17:26
A propos Störfaktoren. Das wird ja m. E. viel zu wenig thematisiert. Ich weiß auch nicht, ob das in der Grundlagenforschung und den Studien zur Homöopathie überhaupt adäquat berücksichtigt wird. Ich habe den starken Eindruck, dass die H. überhaupt keine Chance hat, ihre Wirkung zu entfalten, so lange Menschen Kamillentee und Kaffee trinken. Aber da hat nun jeder Homöopath wieder seine eigene Meinung zu. Nur er weiß ja, was wen geheilt hat.

Viele, viele und noch mal viel mehr Gedanken hat sich eine promovierte Ärztin mit H-Fortbildung gemacht. Sie scheut sich nicht, Fragen zu stellen. Und einen Artikel zu schreiben, der mal wieder starke Zweifel daran weckt, wie so jemand überhaupt einen Studienplatz Medizin bekommen konnte. Unfassbar. Sie hat was hoch komplexes studiert. Sie fragt und fragt - und kommt nicht auf die einzig logische Antwort. Stattdessen findet sie unterstützende Methoden. Die haben dann eine "Wirkung".

https://www.homoeopathie-zeitschrift.de/media/files/leseproben/2011_1_Leseprobe.pdf
Auch bei bestimmten Neugeborenen, den sogenannten Schreikindern, habe ich die Erfahrung gemacht, dass Osteopathie manchmal schon ausreicht und homöopathische Arzneien evt. gar nicht angezeigt sind.
Wer sich und seinem Körper etwas Gutes tun will, kann den Mund morgens 15 Minuten lang mit Sesamöl (aus dem Bioladen) spülen und wieder aus-spucken. Das soll den Organismus entgiften.
Fazit
Wenn man anfängt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, merkt man erst, wie groß es ist und wie viele Möglichkeiten es gibt, die homöopathische Behandlung sinnvoll zu unterstützen. Da manche ergänzenden Maßnahmen das Potenzial haben, die Behandlung zu stören, ist es unerlässlich, diese immer wieder zu hinterfragen und weitere Forschungen in dieser Richtung anzustellen
Es ist mal wieder ein erschütterndes Zeugnis von Dummheit. Und das mit akademischem Grad.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

03.07.2019 um 17:49
Stephenson schrieb:Es ist mal wieder ein erschütterndes Zeugnis von Dummheit.
Dummheit? Ideologie! Es kann nicht sein, was nicht sein darf.


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03.07.2019 um 17:52
Tröti schrieb:nicht chemisch
Wie "nicht chemisch"? Die verkaufen also Vakuum?


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03.07.2019 um 17:54
rolly22 schrieb:Wie "nicht chemisch"
"Nicht chemisch" heißt in dem Zusammenhang das Gleiche wie "natürlich", "genfrei" oder "ohne Atome" :D


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03.07.2019 um 17:55
bgeoweh schrieb:ohne Atome
Ah, also tatsächlich Vakuum :-). Aber danke für die Erklärung...


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03.07.2019 um 17:57
rolly22 schrieb:Ah, also tatsächlich Vakuum :-). Aber danke für die Erklärung...
Ich wollte darauf hinaus, dass das reine Marketingbegriffe für ein etwas doofes Publikum sind. Sollte man nicht mit zufällig gleichlautenden Fachbegriffen verwechseln.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

03.07.2019 um 20:45
Stephenson schrieb:Fängt schon bei der Zahnpasta an:
ich dachte erst, das wäre jetzt ein Scherz...


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03.07.2019 um 21:16
oldzambo schrieb:ich dachte erst, das wäre jetzt ein Scherz...
Heute haben wir erfahren, dass
1. Sprengstoff ein homöopathisches Mittel sein kann.
2. Zahnpasta ein Störfaktor für die Wirkung homöopathischer Mittel sein kann.

Ist jetzt der Umkehrschluss zutreffend, dass

3. man mit Zahnpasta Granaten entschärfen kann?

Auch hier wartet auf die Homöophilen noch viel Forschungsarbeit ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

03.07.2019 um 21:18
Stephenson schrieb:2. Zahnpasta ein Störfaktor für die Wirkung homöopathischer Mittel sein kann.
Wenn man nach den Schriften des Sektengründers geht, ist so gut wie Alles ein Störfaktor für Homöopathie, auch Sachen wie Wollsocken, der Verzehr von Gewürzen oder Masturbation.


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03.07.2019 um 21:20
bgeoweh schrieb:auch Sachen wie Wollsocken
Dann könnte man ja noch erforschen, ob man mit Wollsocken Arsen, Quecksilber et al. neutralisieren kann ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

04.07.2019 um 06:58
Stephenson schrieb:Dann könnte man ja noch erforschen, ob man mit Wollsocken Arsen, Quecksilber et al. neutralisieren kann ;)
Wahrscheinlich musst du die Wollsocken potenzieren, dann klappts...


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04.07.2019 um 09:50
Schrauber2 schrieb:Dummheit? Ideologie! Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Das mit dumm, doof, dämlich, starrsinnig, verblendet etc. hatten wir hier ja schon öfters.
Die Definition von Intelligenz ist wohl vielschichtig und/oder für enige Fragestellungen möglicherweise gar nicht so relevant.
Wenn jemandwie diese Autorin, und sie ist nun mal bei weiten nicht die einzige, den Dr. med. schafft und anschließend Homöopathie praktiziert (plus Osteopathie und alles Mögliche propagiert) und dann solche Artikel mit Fragestellungen und Antworten produziert, wie wir hier einen vorfinden. Dann kann ich kaum was anderes daraus schließen, als dass diese Person zwar in der Lage ist, umfangreichen Lernstoff zu bewältigen - jedoch die Fähigkeit, das zu verstehen, was sie sich da einprogrammiert, nicht adäquat entwickelt ist. Wie nennt man so etwas in einem Referenzsytem, in dem Intelligenz eine zentrale Größe ist?

Es ist ja ein Offenbarungseid der Intelligenz, was da abläuft Das nicht zu merken und so etwas noch zu publizieren. Ist das geistige Elite?

Wenn man jetzt hingeht und annimmt, die Ideologie nehme einen solchen Stellenwert ein, dass sie das eigenständige Denken verdrängt - dann ist dieses offenbar nicht besonders ausgeprägt gewesen. Wie nennt man dies?

Sollte das Ganze nur Kalkül sein, wäre der Grad der Selbstverleugnung doch beachtlich. Wie sollte man so ein perfides Machwerk gegen besseres Wissen abliefern und dabei die Selbstachtung behalten. Geschweige denn anderen in die Augen schauen können.

Was spielen sich da nur für Szenen ab, wenn die "Experten" miteinander diskutieren, welcher Tee ein Störfaktor für Homöopathie ist, wie man eine geeignete Zahnpaste entwickelt und ob der Zungenabstrich als Komplementärmethode zur H. "den Körper entgiften soll"? War da mal jemand von euch bei? Können die sich in die Augen schauen, bewahren sie irgendwie die Fassade, oder kringeln die sich hinter verschlossen Türen mit Lach- und Heulkrämpfen auf dem Boden? Es ist eine Schande. So oder so.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

04.07.2019 um 10:07
Stephenson schrieb:Wenn man jetzt hingeht und annimmt, die Ideologie nehme einen solchen Stellenwert ein, dass sie das eigenständige Denken verdrängt - dann ist dieses offenbar nicht besonders ausgeprägt gewesen. Wie nennt man dies?
Da gehst du recht hart mit den Anhängern irrationaler Glaubenssysteme ins Gericht.
Viele Menschen, auch durchaus intelligente, oder sogar sehr intelligente brauchen einfach eine irrationale "Komponente" in ihrem Leben.
Dabei ist es dann letztendlich wurscht ob man sich dem Esoquack hingibt und/oder Geisterglauben, irgendwelchen Religionen, paranormalen Phänomenen o. Ä.
Handhabe den Menschen, nur aufgrund solchen Glaubens, generell die Intelligenz abzusprechen
sehe ich da nicht. Es ist auch für mich schwer begreiflich, aber ich habe schon mehrere Menschen getroffen, die weit mehr auf dem Kasten haben als ich und Glaubensvorstellungen ihr Eigen nannten, die für mich nicht nachvollziehbar waren.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

04.07.2019 um 10:20
Tröti schrieb:Da gehst du recht hart mit den Anhängern irrationaler Glaubenssysteme ins Gericht.
Ich meinte es gar nicht so allgemein, sondern auf einen Fall/Verhalten bezogen, wie man ihn in dem Artikel vorgeführt bekommt.
Sie stellt Fragen über Fragen, die sich rein technisch abarbeiten ließen. Und das sollte die Autorin als Dr. med. ja gelernt haben. Wobei natürlich nichts übrig bliebe von Störfaktoren und Komplementärmethoden zur Homöopathie (sic!). Kann man so tief in ein bzw. mehrere simultane irrationale Systeme abdriften, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sieht, wie es hier der Fall ist? Ohne dass in einem selbst mal eine Instanz anklopft und bittet, sich auf den Prüfstand zu stellen?
Tröti schrieb:Handhabe den Menschen, nur aufgrund solchen Glaubens, generell die Intelligenz abzusprechen
sehe ich da nicht.
Diesen größeren Fragenkomplex wollte ich hier gar nicht aufwerfen.
Da wären wir ja auch schnell bei Religion, und mit Reliongions-Diskussionen kann ich nicht viel anfangen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

04.07.2019 um 10:31
Stephenson schrieb:Und das sollte die Autorin als Dr. med. ja gelernt haben.
Sollte man sagen.
Ich erinnere da an den Fall Natalie Grams, die sich von einer überzeugten Homöopathin zu einer der bekanntesten Kritikerinnen wandelte.
Ich weiss jetzt nicht wie sie das erklärt hat, aber auch hier, denke ich, hat sie wahrscheinlich ihren Glauben gelebt ohne ihn gross zu hinterfragen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

04.07.2019 um 10:53
Endlich tut sich was auf diesem Gebiet. Ich kann´s gar nicht mehr abwarten, bis die Hipster Lifestyle Szene ihr Zuckerwasser wieder selbst zahlen muß. Zahlungen für Brillen wurden eingestellt, aber für "energetisch" aufgeladenes Wasser teils 400 Flocken und mehr bezahlen. Unendlich viele Briefe deswegen geschrieben.
Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, möchte gesetzlichen Krankenkassen die freiwillige Kostenerstattung von Homöopathie verbieten. „Wir müssen in der Groko darüber reden“, sagte Lauterbach dem Tagesspiegel. Er wolle zwar „keinen Glaubenskrieg“ anzetteln, versicherte der Fraktionsvize. Doch auch für freiwillige Leistungen der Versicherer müsse das Kriterium gelten, dass sie wirtschaftlich und medizinisch sinnvoll zu sein hätten.

Anlass für Lauterbachs Überlegungen sind Entwicklungen in Frankreich, wo der Erstattung von Homöopathie nach einer vernichtenden Expertise der Obersten Gesundheitsbehörde (HAS) nun das Aus droht. „Im Sinne der Vernunft und der Aufklärung sowie des Patientenschutzes ist es auch in Deutschland falsch, dass Kassen aus Marketinggründen Homöopathie bezahlen“, stellte Lauterbach klar. Schließlich bedeuteten diese Behandlungsmethoden eine „Abkehr von der Wissenschaft“.
Ich hoffe, dass dieser Vorschlag so schnell wie möglich umgesetzt wird, sehe hier aber natürlich erbitterten, wenn auch völlig haltlosen Widerstand aus den Reihen der Grünen.

https://www.tagesspiegel.de/politik/im-sinne-der-vernunft-und-aufklaerung-spd-politiker-will-kostenerstattung-von-homoeopathie-verbieten/24515780.html


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

04.07.2019 um 10:54
Stephenson schrieb:Da wären wir ja auch schnell bei Religion
All deine Bedenken zusammengefasst nennt sich "Bund katholischer Ärzte (BKÄ)":
Trotz immer wiederkehrenden, tendenziösen Zeitungsartikeln (danke, Berlin!), einer Menge unqualifizierter Mails ("mit Kräuter-Globuli Homosexuelle behandeln") und auch telefonischen Protesten möchten wir die spezifische homöopathische Heilweise auf dieser Website erklären.

Wir mussten nämlich erfahren, dass eine gewisse Öffentlichkeit ( Ärzte selber, Medien, aktive Homosexuelle, Politiker) unseren sachlichen Ansatz für eine 'neue', für manche unbekannte und ungewohnte Therapie nicht zur Kenntnis nehmen will.

Homöopathische Therapieoptionen scheinen für viele Ärzte und Psychotherapeuten und auch für manche BKÄ-Mitglieder ein absolutes Neuland und undenkbar zu sein.
...
Nur einige christliche, homöopathische Ärzte beim BKÄ sprechen klar zu diesem Thema , wollen sich mit ihrer Überzeugung nicht verstecken müssen und haben sich ebenfalls in einem eigenen BKÄ-Arbeitskreis 'Homöopathie' organisiert
https://www.bkae.org/index.php?id=439

weiters:
Im Hömöopathischen Repertorium* gibt es spezielle Rubriken, die auf charakteristische Zeichen von homosexuellem Verhalten hinweisen.
Auch sexuelle Besonderheiten (z.B. Analverkehr) werden hier benannt.

Der Einsatz der klassischen Homöopathie kann eine hilfreiche, seriöse Therapie sein.

Die Homöopathie ist nicht "irgendein Strohhalm", sondern für den ausgebildeten, erfahrenen homöopathischen Arzt / Heilpraktiker ein wertvolles Instrument, dem Menschen in Not zu helfen.
https://www.bkae.org/index.php?id=946


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