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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

18.07.2019 um 14:42
Ich bin sicher. es gibt eine ganz einfache Erklärung, ich seh sie nur gerade nicht.

Gestern erzählte mir eine Patientin sie nähme jetzt Globuli gegen ihre Arthrose.
Caulophyllum thalictroides D12
Da mir der Name nichts sagte hab ich es mal nachgeschlagen.
Das Caulophyllum thalictroides wird aus derFrauenwurzel hergestellt.
...
Im deutschen Sprachraum wird die Frauenwurzel auch „Blauer Hahnenfuß“ genannt
So weit, so schön
Schon seit langem wird Caulophyllum thalictroides von den Ureinwohnern Nordamerikas zur Behandlung von Frauenleiden eingesetzt. Es wird bei Menstruationskrämpfen angewendet, bei schwachen Wehen unter der Geburt sowie beischmerzhaften Nachwehen. Während des ersten Schwangerschaftsdrittels soll Caulophyllum thalictroides nicht ohne ärztlichen Rat und nicht in niedrigen Potenzen angewendet werden, da es wehenauslösend wirken kann [2]
https://www.globuli.de/einzelmittel/globuli-von-c-bis-c/caulophyllum-thalictroides/
Darum gehts (unterstrichen).
Da ja ganz fest daran geglaubt wird, dass Homöopathika um so stärker wirken je weiter man sie verdünnt (potenziert), warum dann die Warnung vor Niedrigpotenzen? Wenn Niedrigpotenzen Wehen auslösen können, müssten dann Hochpotenzen nicht gleich zu einer "Sturzgeburt" führen?
Wie gesagt, ich überseh da bestimmt was, ich weiss nur nicht wo es hakt.
Vielleicht kann einer von euch weiterhelfen?


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18.07.2019 um 14:51
"Ureinwohner", "alte Indianer" etc. Geht es noch märchehafter?

1. Lässt sich so eine Behautung ja kaum nachweisen.

2. Welche Indianer denn? Es gab nie und gibt auch kein einheitliches Indianervolk.

3. Es gab oder gbt doch mehr als nur einen Stamm. Und die alle soen exakt ein- und dieselben medizinischen Wundermittel gekannt haben?

4. Selbst wenn so eine Pflanze medizinische Superkräfte entwickeln sollte, in homöopathischer Verdünnung bleibt davon halt nichts mehr übrig.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

18.07.2019 um 14:56
Tröti schrieb:Vielleicht kann einer von euch weiterhelfen?
Dann hätte ich auch gleich noch die Frage anzuhängen:
Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder: Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli.
Wie war das noch? Haben Säuglinge Menstruationsbeschwerden, Nachwehen und Schwangerschaften?
Ich dachte immer, das wären die Mütter!


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

18.07.2019 um 15:54
@off-peak
Die Chippewa haben es wohl gegen Lungenleiden und Verdauungsbeschwerden verwendet. Die Irokesen gegen Gallensteine, Fieber und Rheuma. Bei den Omaha gegen Zahnleiden.
Frauenleiden konnte ich auf die schnelle nicht finden, erst viel später (New Age Welle) wurde es wohl zur "alternativen" Schwangerschaftsbehandlung eingesetzt.

Screenshot 2019-07-18 Secrets of Native
aus: Secrets of Native American herbal remedies: a comprehensive guide to the Native American tradition of using herbs and the mind/body/spirit connection for improving health and well-being
Link
Tröti schrieb:Warnung vor Niedrigpotenzen?
Schöner Widerspruch ;) aber die Toxizität von Caulophyllum thalictroides oder Blue Cohosh ist ja bekannt:

Profound neonatal congestive heart failure caused by maternal consumption of blue cohosh herbal medication.
Blue cohosh, Caulophyllum thalictroides, contains vasoactive glycosides and an alkaloid known to produce toxic effects on the myocardium of laboratory animals. We believe this represents the first described case of deleterious human fetal effects from maternal consumption of blue cohosh.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9544922


Neonatal effects of maternal consumption of blue cohosh

https://www.jpeds.com/article/S0022-3476(99)70478-6/fulltext


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

19.07.2019 um 15:33
Tröti schrieb:Wie gesagt, ich überseh da bestimmt was, ich weiss nur nicht wo es hakt.
Ich glaube das gehört einfach zur Magie, bei der immer nur die gewünschte Wirkung verstärkt wird...


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

22.07.2019 um 00:18
Tröti schrieb am 18.07.2019:Da ja ganz fest daran geglaubt wird, dass Homöopathika um so stärker wirken je weiter man sie verdünnt (potenziert), warum dann die Warnung vor Niedrigpotenzen? Wenn Niedrigpotenzen Wehen auslösen können, müssten dann Hochpotenzen nicht gleich zu einer "Sturzgeburt" führen?
Wie gesagt, ich überseh da bestimmt was, ich weiss nur nicht wo es hakt.
Vielleicht kann einer von euch weiterhelfen?
? hatten wir das nicht schon total oft hier?
Bei Niedrigpotenzen ist nicht ausgeschlossen, dass, wenn man viel davon einnimmt, noch Wirkstoff enthalten ist - der dann halt auch wirkt, wie z. B. beim Blue Cohosh wehenauslösend, deshalb die Warnung.
Dass Hochpotenzen (kein Wirkstoff mehr nachweisbar) eingesetzt werden, ist davon unabhängig.
IN der H. gibt es die Annahme, dass Niedrigpotenzen auf den Körper wirken (was gar nicht mal so abwegig ist), und Hochpotenzen auf den Geist(die Seele). Okay, natürlich schon Richtung Eso, kann man glauben, muss man nicht (wie du), zwingt dich ja auch keiner zu. ;)


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gorasul
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

22.07.2019 um 12:04
Alicet schrieb:und Hochpotenzen auf den Geist(die Seele).
Wiederspricht das nicht dem was die Betrüger sonst immer behaupten? Die versuchen doch sonst immer so zu tun als ob sie wissenschaftlich arbeiten würden.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

22.07.2019 um 12:27
Alicet schrieb:IN der H. gibt es die Annahme, dass Niedrigpotenzen auf den Körper wirken (was gar nicht mal so abwegig ist), und Hochpotenzen auf den Geist(die Seele).
In der Homöopathie ist so gut wie alles möglich, weil es keine Standards gibt. Man muss ja nicht mal Heilpraktiker sein, um Homöopath zu sein. Jeder Quacksalber darf seine eigene Theorie veröffentlichen. Alles kann, nichts muss. Hier darf jeder mal ran und sich hervortun. Der eine sagt auch, es gebe Störfaktoren wie Kaffee oder Zahnpasta, der andere spricht sich dagegen aus.

Von daher ist die Aussage, dass es dort welche Annahme auch immer gibt, von keinem Wert.
Ich kenne außerdem nur die offizielle Aussage vonseiten der H., dass die Wirkungsweise nicht beschrieben sei. Man beruft sich im Wesentlichen darauf, dass die Homöopathie bei vielen Menschen beliebt sei.

Wenn schon, dann bitte mit einem Namen verknüpfen und verlinken, sodass wir uns gemeinsam damit befassen können.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

22.07.2019 um 15:33
Alicet schrieb:IN der H. gibt es die Annahme, dass Niedrigpotenzen auf den Körper wirken (was gar nicht mal so abwegig ist), und Hochpotenzen auf den Geist(die Seele). Okay, natürlich schon Richtung Eso, kann man glauben, muss man nicht (wie du), zwingt dich ja auch keiner zu. ;)
Richtung Eso? :D
Meiner Meinung nach hat man die Esozone schon hinter sich gelassen und steuert mit Volldampf die intellektuelle Nullnummer an.
Aber vielleicht irre ich mich ja.
Wenn die Niedrigpotenzen wehenfördernd wirken und Hochpotenzen ja, wie die Homöopathen immer behaupten, viiiiieeell wirkungsvoller sind, warum wirken sie dann nicht stärker wehenfördernd?
Was, wenn nicht das Wirkpotential, wird denn potenziert um stärkere Wirkung zu erzielen?
Dabei ist es doch völlig wurscht ob es auf den Körper oder, weil die H. mittlerweile auch auf den Trichter gekommen sind, dass sie mit herunter gelassenen Hosen im kalten Wind keine sonderlich stattliche Figur abgeben, auf den Geist wirken sollen.
Oder kommt es nicht nur zur Wirkungsverstärkung durch Wirkstoffreduzierung sondern zusätzlich noch zu völlig neuen, ebenso unkalkulierbare Wirkungen?
Erzähl doch mal bitte, gerne auch auf akademischem Level.
Ich wll micht bemühen Schritt zu halten.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.08.2019 um 17:17
Mal wieder eine Perle der homöopathischen Argumentationskunst von C.Bajic...

https://twitter.com/connibajic/status/1159151287700721665


"Wer so guckt, kann auch nur solche Antworten geben"


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