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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

75 Beiträge, Schlüsselwörter: Galaxie, Zentrum, Unserer, Schwarzelöcher, Supermassechereiche

Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 15:41
LeviaX1
schrieb:
Wir haben die Simulationen, sie stimmen sehr gut mit den Beobachtungen überein und damit hat es sich.
Simulationen sind sicher ein nettes Spielzeug, aber nicht geeignet, so grundlegende Aussagen zu treffen. Es kennt eh keiner die genauen Anfangsbedingungen, von den "Unbekannten" mal ganz abgesehen.
LeviaX1
schrieb:
Die Naturgesetze sind in Stein gemeißelt.

Du hast bestimmt vor sehr sehr langer Zeit studiert, wenn überhaupt ... :D


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 15:47
Peter0167
schrieb:
Du hast bestimmt vor sehr sehr langer Zeit studiert, wenn überhaupt ... :D
Vielen reichts ja schon zu kopieren! Was eigenes kommt da nie und nimmer...
"Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." -
Neben Einstein auch David Hilbert und Leonhard Euler zugeschrieben
haha..
LG

Ps:
"Liebe Nachwelt! Wenn Ihr nicht gerechter, friedlicher und überhaupt vernünftiger sein werdet, als wir sind bzw. gewesen sind, so soll euch der Teufel holen." - in "Albert Einstein-The Human Side"


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 15:54
@LeviaX1
Diskussion: Was ist hinter den Grenzen des Universums? (Beitrag von LeviaX1)

Na also geht doch!
ich ziehe mein:
Z.
schrieb:
Nebenbei empfehle ich, Soziologie und Psychologie zu studieren.
Hiermit liebend gerne zurück...


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 16:01
Peter0167
schrieb:
Simulationen sind sicher ein nettes Spielzeug, aber nicht geeignet, so grundlegende Aussagen zu treffen.
Doch, sind sie. Wir verwenden Simulationen ständig und überall in Grundlagenforschung und Technik. Das ist der Grund, warum wir Physik betreiben: um Vorhersagen machen zu können. Der kleinste Fehler in den Anfangsbedingungen einer Kosmos Simulation und du bekommst nicht das Universum heraus, in dem wir leben.
Peter0167
schrieb:
Du hast bestimmt vor sehr sehr langer Zeit studiert, wenn überhaupt ... :D
Es gibt hier jemandem im Forum, der mich privat kennt, und jederzeit bezeugen wird, dass alles in meinem Profil korrekt ist.
An den angegebenen Bildungshintergründen eines Benutzers zu zweifeln, ist übrigens Youtube Niveau.


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 18:15
LeviaX1
schrieb:
Das ist der Grund, warum wir Physik betreiben: um Vorhersagen machen zu können.
Und ich dachte bisher, Vorhersagen sind dafür da, Theorien kaputt zu testen, bzw. zu falsifizieren, wie der Lateiner sagt :D.

Aber Spass beiseite, natürlich sind Vorhersagen das Kerngeschäft der Ingenieurswissenschaften, und da die Physik die Mutter aller Naturwissenschaften ist, ist das auch ein wichtiger Punkt. Was aber Simulationen im Sinne des Threadthemas angeht, so räume ich deren Resultaten jedoch bei weitem nicht den Stellenwert ein, wie du.

Du schreibst selbst:
LeviaX1
schrieb:
Der kleinste Fehler in den Anfangsbedingungen einer Kosmos Simulation und du bekommst nicht das Universum heraus, in dem wir leben.
... und das sehe ich genauso. Ich bin aber der Meinung, dass es dem Validitätsgrad einer Simulation sehr abträglich ist, wenn man einfach das heutige Bild unseres Universums nimmt, und an den Rädchen der Anfangsbedingungungen so lange schraubt, bis es passt. Das mag für die eine oder andere Hypothese vielleicht reichen, aber sich hinzustellen, und zu behaupten, so ist es, und nicht anders, nur weil "alles passt", ist schon ziemlich gewagt.
Abgesehen davon erinnert das irgendwie an Reverse Engineering. Ich verstehe unter einer Simulation jedenfalls was anderes. Es gibt klar definierte Anfangsbedingungen und Rahmenparameter, und man schaut salopp gesagt, was kommt dabei raus. Bei der Galaxienentstehung sind aber weder das Eine, noch das Andere soooo klar. Kannst du dir sicher sein, alles bedacht zu haben? Gibt es vielleicht doch noch unbekannte aber relevante Faktoren?

Und damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Dieser offensichtliche Mangel an Skepsis ließ mich vermuten, dass die Art und Weise, wie du komplexe physikalische Zusammenhänge bewertest, nicht mehr zeitgemäß ist. Ob das nun YT-Niveau entspricht, mag ich nicht beurteilen, aber zumindest bin ich dann nicht allein auf diesem Niveau.


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 18:37
Peter0167
schrieb:
Ich bin aber der Meinung, dass es dem Validitätsgrad einer Simulation sehr abträglich ist, wenn man einfach das heutige Bild unseres Universums nimmt, und an den Rädchen der Anfangsbedingungungen so lange schraubt, bis es passt.
Das tun wir aber nicht, sondern wir stecken die Eigenschaften des Universums hinein, die wir aus der Beobachtung erhalten. Wenn wir das präzise genug tun, entsteht in der Simulation das bekannte Universum, was bedeutet das die mathematische Struktur korrekt ist. Einzige Abweichungen sind durch marginale Unterschiede in den ursprünglichen Dichteverteilungen und die Rechengenauigkeit gegeben. Sorry, aber so ziemlich jeder in der Physik sieht derartige Simulationen als einen Beweis an, dass alles passt.

Des weiteren verwenden wir Simulationen auch für viele andere Dinge. So wird etwa ein Gravitationswellenlexikon erstellt, das die Wellenformen verschiedenster Ereignisse enthält. D.h. es wird durch Simulation berechnet, was für Wellen entstehen, wenn etwa zwei schwarze Löcher verschmelzen, wenn diese eine Ladung oder Spin haben, oder wenn ein Neutronenstern einen Zwergstern zerreißt etc. Dieses Lexikon wird durch Simulationen gebaut, und sobald die ersten Detektoren in der Lage sind, Gravitationswellenformen zu messen, kann anhand des Lexikons übersetzt werden, welche Informationen in den Wellenformen drinstecken.

Natürlich haben wir auch Klimamodelle und Wettermodelle in den Geowissenschaften. Die Wettervorhersage war früher mal schlecht, heute sind die Modelle und Computer so gut, dass wir das Wetter problemlos mehrere Tage voraus berechnen können. Auch hier liegt wieder die einzige Ungenauigkeit nur an der verwendeten Genauigkeit und an den verfügbaren Daten, was beim Wetter weitaus komplexer ist als bei der Materieverteilung in einem Universum, das im Wesentlichen nur gravitativ wechselwirkt. Weltklimamodelle haben inzwischen über eine Millionen Zeilen Code, und das sind alles nur Gleichungen, die gelöst und verarbeitet werden. Inzwischen sind diese Modelle so genau, dass die Ergebnisse wenn als Video dargestellt wie eine Weltraumaufnahme der Erde aussehen. Insbesondere sagt es auch hier korrekt die Klimaveränderungen voraus, mit Abweichungen nur im Bereich der Details. Man kann so etwas etwa auch lokal auf das Aussterben der Maya anwenden und sehen, dass ihre Abholzung der Wälder zu einer Verringerung des Regens von bis zu 30% und zu einer lokalen Erwärmung von mehreren Grad führte. Dann kam eine Dürre, die durch diese Effekte verstärkt wurde, und das kollabierte die Zivilisation.

Es gibt irrsinnig viele Beispiele, wo wir Simulationen verwenden, um die Realität abzubilden und zu untersuchen.
Peter0167
schrieb:
Kannst du dir sicher sein, alles bedacht zu haben? Gibt es vielleicht doch noch unbekannte aber relevante Faktoren?
Man weiß, dass es passt, wenn es passt. ERIS war die erste Simulation ihrer Art, die funktioniert hat. Die reale Physik korrekt in eine Simulation zu kleiden ist schwierig. Die Wahrheit ist aber, dass alles andere nur Details sind. Wir machen ständig Vereinfachungen in der Mathematik, die wenn nicht vorgenommen alles viel schwieriger macht, aber kaum einen Unterschied bewirkt. Die kleinen Details ändern nichts an dem Verständnis des großen Ganzen. Es geht darum, die wesentlichen Effekte zu verstehen, die alles überschatten. Erst dann ergibt es Sinn sich die kleinen Dinge anzusehen.


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 19:32
LeviaX1
schrieb:
Man weiß, dass es passt, wenn es passt.
Natürlich gibt es unzählige Beispiele, bei denen die Ergebnisse von Simulationen hinreichend genau sind. Mir geht es hier jedoch um den von dir vertretenen absoluten Anspruch eines Beweises, der aus meiner Sicht einfach nicht gegeben ist, und den es auch nicht geben kann. Und ich rede hier nicht nur von "Details". Mir ist schon klar, dass man sich der Realität immer nur annähern kann, sie aber niemals erreicht. Das ist allein schon durch Ungenauigkeiten der Messverfahren bedingt, mit denen wir unsere Beobachtungsergebnisse erhalten, aber darum geht es mir wie schon gesagt nicht.

Nehmen wir als Beispiel mal die Millennium-Simulation:

Wikipedia: Millennium-Simulation

Da ist zu lesen:
Die Simulationsergebnisse von Millennium stimmen sehr gut mit den Beobachtungen des Universums überein, sodass damit erstmals ein gültiges Modell des ganzen Universums erzeugt worden ist. Allerdings haben neuere Simulationen wie Bolshoi auf der Grundlage neuer Daten teilweise abweichende Resultate geliefert.
Da ist nicht von "Details" die Rede, Bolshoi lieferte teilweise abweichende Resultate! Was soll ich als Laie auf YT-Niveau davon halten? Ist nun Bolshoi oder ERIS das Maß aller Dinge, im Sinne von: Genau so ist es, und nicht anders!

Oder haben wir in 10 oder 20 Jahren eine bessere Simulation, bei der es dann erneut "passt"? Ich will hier keineswegs irgend etwas herabwürdigen, das sind alles großartige Erfolge, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht einmal die Teams von Wissenschaftlern, die an diesen Projekten gearbeitet haben, einen absoluten Wahrheitsanspruch an ihre Arbeit stellen, und wir sollten das auch nicht.


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

18.01.2016 um 21:29
Peter0167
schrieb:
Da ist nicht von "Details" die Rede, Bolshoi lieferte teilweise abweichende Resultate! Was soll ich als Laie auf YT-Niveau davon halten? Ist nun Bolshoi oder ERIS das Maß aller Dinge, im Sinne von: Genau so ist es, und nicht anders!

Oder haben wir in 10 oder 20 Jahren eine bessere Simulation, bei der es dann erneut "passt"?
So stimmt das aber nicht: im gleichen Abschnitt steht, die Millennium Simulation stimme sehr gut mit dem realen Universum überein. Dabei muss übrigens bedacht werden, dass es 3 Millennium Simulationen gibt, wobei die erste von 2005 stammt und damit zu Zeiten als Rechner im Vergleich zu heute sehr langsam waren, was die Möglichkeiten einschränkt. Ebenso sind bei der Bolshoi Simulation genauere Daten des Universums in die Simulation gesteckt worden, was ebenfalls dort steht. Was hier als Abweichungen bezeichnet werden sind kleine Unterschiede. Beide Simulationen geben das Universum sehr gut wieder, nur die Neueren werden eben immer noch etwas genauer. Das aber ändert alles nichts an dem wesentlichen Effekt der Strukturbildung aus Dichteschwankungen, bei denen die Kerne zu schwarzen Löchern enormer Größe anwachsen und damit die Gravitationszentren der Galaxien darstellen, was die Eingangsfrage klärt.


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Atraven
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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

19.01.2016 um 02:48
Atraven schrieb:
Echt? Ich kenne nur Kandidaten für schwarze Löcher, die würde ich jetzt weder als Bestandteil der Natur, noch als Artefakt einer math. Unzulänglichkeit bewerten. Darauf noch ein Hierarchiemodell zu begründen...und erledigt halte ich für..na ja Quatsch.


Ja, echt. In der Fachwelt sind solche Fragen ein alter Hut. Nur in einem Forum wie diesem werden Dinge 500 Seiten lang "diskutiert", was einfach nur bedeutet, dass niemand die Antwort kennt oder akzeptiert, wenn sie jemand niederschreibt. Auf eine Frage wie die des Anfangspostings gibt es eine klare Antwort und damit hat es sich.
Die "Echt" Frage war nicht ernst gemeint. Ich kenne die Fachwelt und den alten Hut durchaus. Wenn das so reicht... schön nur gibt es in der Natur kein einziges nachgewiesenes schwarzes Loch auf dem eine wie auch immer geartete Hierarchie abgebildet werden könnte. Die numerischen Simulationen sind nur eines, es sind keine analytischen Lösungen und damit bla bla. Ein einfaches physikalisches Weltbild wie deines hat aber seine Reize.. ist man schnell vom Klo runter.

@LeviaX1


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19.01.2016 um 12:09
Atraven
schrieb:
Die numerischen Simulationen sind nur eines, es sind keine analytischen Lösungen
Numerische Lösungen sind den analytischen äquivalent. Der Unterschied ist nur, dass analytische Lösungen durch bekannte Funktionen ausgedrückt werden, was nur bei Vereinfachungen möglich ist. Für reale Prozesse lassen sich nie analytische Lösungen finden, weil du keine Funktionen in deine Gleichungen reinsteckst. Wenn du etwa die Masse der Erde berechnen willst und die REALE Dichteverteilung der Erde anstatt eine konstante Dichte dafür nimmst, dann fütterst du Daten in deine Gleichung. Also etwa Dichte 1 im Kern, Dichte 2 gut 1 Kilometer darüber, Dichte 3 gut 2 Kilometer darüber etc. bis du an der Oberfläche bist. Das Integral über diese Dichteverteilung lässt sich nur nummerisch berechnen, wie eben auch alle anderen realen Dinge.
Atraven
schrieb:
gibt es in der Natur kein einziges nachgewiesenes schwarzes Loch
Äh, doch, wir können schwarze Löcher indirekt nachweisen.
Atraven
schrieb:
Ein einfaches physikalisches Weltbild wie deines hat aber seine Reize.
Der Unterschied ist, das ich Physiker bin und als solcher ist man darin trainiert, die unnötigen Komplikationen rauszufiltern und sich auf den wesentlichen Kern einer Sache zu fixieren. Anschaulich gesagt ist die Realität wie ein Radio mit Störgeräuschen: während ihr euch ewig von den Störgeräuschen verwirren lasst und sie genau verstehen wollt, achtet der Physiker einfach nur auf die Stimme des Sprechers, was das Nutzsignal ist. Dieses Problem sehe ich immer wieder, vor allem wenn sich Laien Messdaten anschauen. Klimamodelle z.B. sagen die Erderwärmung inzwischen korrekt voraus. Ein Laie schaut sich das an und sagt: Die Linien der real gemessenen Daten und die simulierten Daten passen an keinem Punkt zusammen! Richtig, die beiden Linien gehen nach oben und zittern dabei ein bisschen: das Zittern passt nie zusammen. Das sind aber die Störgeräusche, also die Ungenauigkeit in der Simulation durch mangelnde Messdaten und endliche Rechnergeschwindigkeit. Die Linien gehen aber beide fast genau gleich nach oben und haben denselben Trend: das ist das Nutzsignal. Häng dich also nicht immer an den Details auf. Um das Wesentliche zu verstehen benötigt es nicht allzu viel. Wenn man auch die kleinen Details haben will, erst dann wird es kompliziert und man muss alles ganz genau machen.

All das in einem Satz: Eine Kuh ist näherungsweise eine Kugel.
Trotz dieser lächerlichen Vereinfachung kann man sehr fundamentale Dinge über Lebewesen erfahren, so etwa warum die Dinosaurier kleine Köpfe hatten oder warum es keine Riesen geben kann.


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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

19.01.2016 um 14:01
@LeviaX1
Atraven:
Atraven
schrieb:
schön nur gibt es in der Natur kein einziges nachgewiesenes schwarzes Loch auf dem eine wie auch immer geartete Hierarchie abgebildet werden könnte
Du:
LeviaX1
schrieb:
Äh, doch, wir können schwarze Löcher indirekt nachweisen.
Denke du hast die obige Aussage falsch verstanden.
Imo sagt Atraven nicht, es gäbe keine SL, sondern nur das es kein typisches SL gibt, an dem man zB. eine SL-Hierarchie ablesen könnte. Bei Sternen existieren physikalische Faktoren die zB. derer Grösse, Lebenszeit, Emission etc. beschränken, es gibt also typische Sterne mit typischen Eigenschaften. Bei SL gibt es das nicht.

Bzgl. Simulationen wäre dies ein guter Einwand.

Weitere Einwände, in wie fern berücksichtigen die Simus Micro-Sl, oder reine G-Felder die sich aus Inflation des Raumes ergeben könnten?


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Atraven
ehemaliges Mitglied

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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

20.01.2016 um 01:15
LeviaX1
schrieb:
Numerische Lösungen sind den analytischen äquivalent. Der Unterschied ist nur, dass analytische Lösungen durch bekannte Funktionen ausgedrückt werden, was nur bei Vereinfachungen möglich ist. Für reale Prozesse lassen sich nie analytische Lösungen finden, weil du keine Funktionen in deine Gleichungen reinsteckst. Wenn du etwa die Masse der Erde berechnen willst und die REALE Dichteverteilung der Erde anstatt eine konstante Dichte dafür nimmst, dann fütterst du Daten in deine Gleichung. Also etwa Dichte 1 im Kern, Dichte 2 gut 1 Kilometer darüber, Dichte 3 gut 2 Kilometer darüber etc. bis du an der Oberfläche bist. Das Integral über diese Dichteverteilung lässt sich nur nummerisch berechnen, wie eben auch alle anderen realen Dinge.
Ja, eben darum sind Modelle die du bzgl. SL und Hierarchie genannt hast nur Karrikaturen der Wirklichkeit. Ist ja auch das normale Procedere, nur kannst du daraus nicht ableiten das SLs und Hierarchie der Galaxienbildung erledigt sind, dafür ist das Modell zu schwach. Das trifft für den Astrophysiker vielleicht so zu, für den Mathematiker nicht. Mich interessiert die mathematische Struktur mehr, math. kenne ich natürlich Singularitäten. Nehme ich das physikalisch ernst fliegt bei gewissen rel. Geschwindigkeiten kein einziges Teilchen mehr in ein SL, die werden per Ultraboost rausgekickt. Das ist übrigens eine schöne exakte Lösung, nennt man Aichelburg Sexl Ultraboost.

Da du es gerne einfach hast wirst du vermutlich für das Universum ein FLRW Modell bevorzugen, right?

@LeviaX1
Imo sagt Atraven nicht, es gäbe keine SL, sondern nur das es kein typisches SL gibt, an dem man zB. eine SL-Hierarchie ablesen könnte. Bei Sternen existieren physikalische Faktoren die zB. derer Grösse, Lebenszeit, Emission etc. beschränken, es gibt also typische Sterne mit typischen Eigenschaften. Bei SL gibt es das nicht.
Es geht um das was allgemein als Kerne von Galaxien verstanden wird, die als s.m. SLs zu verstehen sind. Dreht man an der Schraube dass das Universum als isotrop und homogen vielleicht nicht so ganz korrekt dargestellt wird, brechen Modelle wie LeviaX1 genannt hat sowieso zusammen.

@Z.


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20.01.2016 um 01:27
Atraven
schrieb:
Da du es gerne einfach hast wirst du vermutlich für das Universum ein FLRW Modell bevorzugen, right?
Nö, wie ich schon schrieb, verwenden wir das LCDM Modell für solche Simulationen. Das FLRW ist wunderbar, um das Wesentliche leicht zu verstehen. Der Rest ist wie gesagt Details.


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Atraven
ehemaliges Mitglied

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Warum sind supermassereiche Schwarze Löcher in Zentren von Galaxien

20.01.2016 um 01:46
LeviaX1
schrieb:
Nö, wie ich schon schrieb, verwenden wir das LCDM Modell für solche Simulationen. Das FLRW ist wunderbar, um das Wesentliche leicht zu verstehen. Der Rest ist wie gesagt Details.
Schön das "ihr" das so macht. Was sollte man auch sonst tun wenn man ein 95% Platzhalterproblem mit sich rumschiebt. Das FLRW Universum ist stark zweifelhaft, die Friedmanngleichungen werden auf Isotropie und Homogenität aufgestellt, die im allgemeinen gar nicht gegeben sind. Oder wurde mittlerweile neben SLs auch Isotropie und Homogenität des CMB nachgewiesen? Der Rest ist Details, klar die Friedmann Gleichung ist falsch aufgestellt....... und die Kugel is ne Kuh reicht.

Nochmal es gibt kein nachgewiesenes SL, der indirekte Nachweis ist im übrigen anders zu werten als der indirekte Nachweis von Gravitationsstrahlung anhand von PSR1913+16. Die Qualität ist eine ganz andere. Dem Physiker gereicht es. Na dann, reichlich uninteressant wenn es dabei bleibt.

@LeviaX1


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22.01.2016 um 17:51
@Atraven
Einen wunderschönen guten Tag wünsch ich...
Atraven
schrieb:
Es geht um das was allgemein als Kerne von Galaxien verstanden wird, die als s.m. SLs zu verstehen sind. Dreht man an der Schraube dass das Universum als isotrop und homogen vielleicht nicht so ganz korrekt dargestellt wird, brechen Modelle wie LeviaX1 genannt hat sowieso zusammen.
Nun ich wollte mit dem gekünstelten Begriff einer "SL-Hirarchie" darauf hinaus, das ich hier ("auch") etwaige Grenzen eigentlich "rein fluiddynamisch zu basierender Simulationen" , bzgl. Gesamtstruktur des Kosmos sehe.

Wenn @LeviaX1 meint das es sehr wohl indirekte Nachweise für SL gäbe, dies Argument (inkl. derer simulierten Entstehungsfaktoren) jedoch gleichzeitig als Beweis für eine vermeintlich isotrope und homogene Struktur des Universums heranzieht, liegt er m.M. nach falsch. Besser, er interpoliert die Simu-Faktoren, die scheints ziemlich realitätsbezogen zur Entstehung von Galaxien führen, voreilig und allzu verfrüht auf das Enstehen etwaiger Gesamtstruktur.

Natürlich sind Programme wie ERIS absolut zu begrüssen, deren bisher gegebene Faktoren jedoch als Ultima Ratio darzustellen ist imho wie gesagt ein "Fehler". (Fehler tragen ja glücklicher Weise sehr positiv zur Wissenschaft bei)

Ich versuche das mal, auch apropo Fluiddynamik*, zu konkretisieren, wie ich das Laienhaft "verstehe":
Erst setzt man FLRW voraus. Dh. eine apriori homogene Anfangsdynamik und Verteilung.
Dann ergänzt man, da FLRW nicht zur Beobachtung passt, mit primordialen Fluktuationen um FLRW der gegebenen "klumpigen Verteilung" anzupassen. Darauf setzt man dann das LCDM Model, um die aktuell beobachteten grossräumig verklumpten Strukturen anhand "Materiekonzepten*" im "FLRW-LCDM-Modell" zu etablieren.

Zwischendurch für Interssierte btr.: Kosmologisches Standardmodell
file:///C:/Users/Administrator/Downloads/sdw_2010_8_S22.pdf

Im Endeffekt geht "man" also doch ...wieder... den hierarchischen Weg (zB. primordiale Fluktuationen mit je "Microkopischen-Auswirkungen), welcher aus einer wie angenommen, homogen verteilten "Ursuppe" herausführen soll!? Und setzt zudem auf aus M-Auswirkungen entstehende Starre-Strukturbildungen, wie DM (recht träge Dynamik*). Obwohl aktuelle Argumente gerade das Mainstream-Modell Hierarchisch basierter Entstehung, zB. von Galaxien, in Zweifel ziehen.

"So wie ich das sehe" birgt das ganze einen enormen Widerspruch, den ich hier im Moment aus Zeitgründen nicht besser darzustellen vermag.

In so fern ergeben sich zB. folgende Strukturen mit enormen Ausdehnungen zwis. 4-10 Mrd LJ
Wikipedia: U1.27
http://arxiv.org/abs/1211.6256
oder... (vlt realisiert)
Wikipedia: Hercules
http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1311/1311.1104.pdf
...auch nicht aus vorgegebenen Faktoren obiger Modelle, sondern aus purer Beobachtungen, derer Auswirkungen nachträglich ins Modell eingefügt werden.

M.M spricht das nicht dafür, die Theos als apriori korrekt und nahezu vollständig annehmen zu können, wie @LeviaX1 das imho darstellt. Diese scheinen mir eher als beginnende Näherung die im Grunde der Beobachtung hinterher hinkt.
Was also Anfangs als Neuerung erscheint (Simu), welche angeblich gegen ein üblich Hierarchisch basiertes Galxie-Entstehungsmodell spricht, basiert doch wieder auf veraltete hierarchische und materiebehaftete Vorstellungen?

In so fern habe ich dein Argument... "Zweifel an tatsächlicher Herkunft und Zusammensetzung eines SL", bzgl. Hierarchie verstanden (oder auch nicht). Entschuldige falls ich hier im Moment aufwendig verständlich rüberkomme, ich wollte das Thema trotz Zeitdruck nicht liegen lassen...
NG


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