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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

5.364 Beiträge, Schlüsselwörter: Universum, Weltall, Grenzwissen, Kosmos, Grenze, Expansion, Ausdehnung

Was ist hinter den Grenzen des Universums?

21.01.2016 um 23:38
@perttivalkonen
@LeviaX1

Ich habe den Eindruck das ihr beide seit Diskussionsbeginn immer irgendwie aneinander vorbeigeredet habt.

Die vom jeweiligen Bezugsystem aus abhängige zeitliche Grenze die LeviaX1 hier betont verbietet ja von vorne rein per se ein unendliches Universum da es zwar immer dahin gen Unendlich expandiert ohne jedoch jemals unendlich zu werden. Wir kriegen also nur die Entwicklung mit aber niemals das "Endergebnis" da es dieses für uns niemals geben wird sowie es auch jegliche Existenz "hinter" dem (unserem) Horizont niemals für uns geben wird.

Ich schätze aber was pertti meint ist, was wäre wenn es diese zeitliche Grenze zwischen den jeweiligen Beobachtungshorizonten "nicht gibt" bzw. was wäre wenn das Universum seit seiner Entstehung von Anbeginn schon immer seine Unendlichkeit erlangt hat und somit auch alles was darin existiert schon immer Gleichzeitig ist.

Falls ich diesen Standpunkt doch nicht ganz richtig wiedergegeben habe sonst bitte nochmal korrigieren.


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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

22.01.2016 um 00:04
und somit auch alles was darin existiert schon immer Gleichzeitig ist.
Das wäre eine universale Zeit und somit Newton'sch, also nicht relativistisch.


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22.01.2016 um 00:50
@LeviaX1
Deswegen auch nur rein hypothetisch angenommen, Astrophysiker runzeln da natürlich erstmal mit der Stirn.


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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

22.01.2016 um 18:00
Beitrag von Mr.Dextar, Seite 155
Soweit ich die Sache beurteilen kann, ist dies ein Problem für einen bestimmten Bereich aus der Materialphysik, da man sich bestimmter Methoden bedient. Ist sicherlich interessant, aber ich kenne mich da zu wenig aus, als dass ich jetzt mehr dazu sagen könnte. Da sich deine Aussagen auf meinen Hinweis, dass bestimmte mathematische Probleme auch in der Realität wiederfinden können, bezog, sollte das soweit passen; allerdings hat dies dann doch nichts mit der Unendlichkeitssache zu tun.
Ich sehe das Prob tiefgreifender.
Die Quantenmechanik ist um etwas unberechenbar Sprunghaftes bereichert.
Im Grunde ergibt sich diese Aussage auch aus dem von mir verlinkten Artikel.
„Das alles ist aber nicht nur eine schlechte Nachricht“, sagt David Pérez-García Professor an der Universidad Complutense de Madrid und am Instituto de Ciencias Matemáticas (ICMAT). „Der Grund dafür, dass dieses Problem nicht zu lösen ist, liegt darin, dass Modelle auf dieser Ebene ein extrem abnormes Verhalten zeigen. Es macht es uns unmöglich sie zu analysieren. Aber diese bizarre Verhalten zeigt auch eine sehr eigenartige, neue Physik, die niemand zuvor gesehen hat. Fügt man beispielsweise zu einem Stück Materie, egal wie groß, auch nur ein einziges Teilchen hinzu, könnte dies im Prinzip seine Eigenschaften dramatisch verändern. Neue Physik wie diese hat schon oft auch neue Technologien hervorgebracht.“
Und da wir es hier von quantenmechanisch basierten Universums-Modellen haben ist dies Thema auch nicht OT..imho.
LG ;)

Ist der wirklich ein "Genie" wie er vorgibt, der @LeviaX1 ? :)


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_Lambda
ehemaliges Mitglied

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23.01.2016 um 21:28
Hmm, vllt. Santa Claus ?

Seriously, da die Raumzeit als Lorentz Mannigfaltigkeit sowohl in einem höherdimensionalen Raum eingebettet sein kann als auch als "stand alone" (abstrake Mannigfaltigkeit) existieren kann und keine Messdaten verfügbar sein kann die Frage zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Die Theoreme von ART und QM können noch nicht aus einer Theorie der Quantengraviation deduziert werden, eine solche würde möglicherweise Auskunft über ein "dahinter" geben, allerdings nicht zwangsweise.


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_Lambda
ehemaliges Mitglied

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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

23.01.2016 um 21:40
Ach eins noch:

Definitionsgemäß ist das Universum alles was existiert. Geht man streng nach der Definition, kann demnach nicht nichts "hinter dem Universum" sein (Der Begriff "hinter" wäre nicht einmal immer definiert, nehmen wir mal an es würde Universen geben auf Denen keine Metrik definiert ist => kein Raum existiert). Allerdings wird der Begriff heutzutage in der Regel anders verwendet, und zwar um "unser Universum" (definieren wir dies mal als Punktmenge im R^4 in der ein gewisser Satz von Theoremen - "unsere Naturgesetze" - gilt, obgleich auch die nicht ganz korrekt ist) im Kontrast zu möglichen Parallel- "Universen" zu bezeichnen. Auch viele Physiker handhaben dies mittlerweile so, ist auch in Ordnung, obgleich nicht ganz korrekt.


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TangMi
ehemaliges Mitglied

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25.01.2016 um 09:12
@LeviaX1
Peter0167 schrieb:
Kaum jemand weiß, was eine Weltlinie ist

Falls das ernst gemeint ist, erkläre ich dir das gern: Stell dir die Raumzeit wie einen Cartoon vor, der als Papierstapel auf einem Schreibtisch steht. Das erste Blatt oben ist der Anfang des Cartoons, und das letzte Blatt unten ist das Ende. Der Raum ist die 2D Fläche des Papiers, wo die Charaktere leben. Die Zeit ist die Richtung durch den Stapel, senkrecht zum Papier. Wenn eine Figur jetzt herumläuft, läuft sie auf dem Papier herum, aber eben auch von Papier zu Papier durch den Stapel nach unten, weil der Film läuft. Die Linie von Anfang bis Ende, die eine Figur durchlaufen hat, ist die Weltlinie. Sie ist also die Trajektore durch den "Bulk", wie wir das ganze 3D Gebilde auch nennen.
Hier fängt das Dilemma schon an, denn wenn die Charaktere auf Blatt 2 sind ist Blatt 1 bereits verschwunden – und Blatt 3 existiert noch nicht.
Wir sind in der Realität einfach auf einem 3D "Papier", das in eine vierte Richtung gestapelt ist. Das gesamte 4D Gebilde ist der "Bulk" und du hast eine Linie durch dieses Gebilde, von dem du immer nur einen Schnitt siehst (sozusagen das Papier, auf dem du gerade bist).
Hier wird es bereits richtig unsinnig (oder auch nicht – doch dazu später). So wie es hier beschrieben ist, - muss die Raumzeit ggf. nur im Bereich von einer Sekunde existieren.
Hierzu muss ich dir noch das Grundgesetz der SRT sagen: Alles bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit durch den Bulk, also die Raumzeit (du auch gerade, merkst es nur nicht). Wenn die Figur auf dem Papier stillsteht, bewegt sie sich immer noch durch den Stapel nach unten (Film läuft), und zwar mit Lichtgeschwindigkeit. Eine Strecke von einer Lichtsekunde in Richtung durch den Stapel ist das, was wir eine Sekunde nennen. Zeit ist eine Strecke in dieser Richtung.

Wenn die Figur jetzt aber zur Seite rennt, dann läuft sie im Stapel diagonal nach unten, und entlang dieser Richtung eben auch wieder mit Lichtgeschwindigkeit. D.h. sie bewegt sich ein bisschen zur Seite und dabei mit fast-Lichtgeschwindigkeit nach unten. Das ist einfach so, als würdest du mit dem Auto von Norden ein bisschen nach Nord-Osten lenken: Die Geschwindigkeit bleibt gleich, aber Richtung Norden ist sie dann natürlich etwas langsamer. Die Figur kommt also nicht mehr so schnell in der Zeit nach vorne, wie eine Figur die auf dem Papier stillsteht. Sie fällt also gegenüber einer anderen Figur zurück. Wenn das so andauert, oder wenn die bewegte Figur sehr schnell bewegt ist, dann wird sie sehr weit zurückfallen im Vergleich zu einer auf dem Papier ruhenden Figur. Die Dicke des Stapels zwischen den beiden Figuren ist die Zeitdifferenz, um welche die bewegte Figur weniger gealtert ist.

Der springende Punkt bei der SRT ist, den Umstand zu verstehen, dass Zeit eigentlich eine Strecke ist, und eine langsamer laufende Zeit eigentlich nur eine geringere Geschwindigkeit in Richtung der Zeitachse. Dann siehst du, wie anschaulich es in Wahrheit ist. Wenn man sich die Zeit aber als eine abstrakte Größe vorstellt, eine Zahl die sich erhöht, ist es nicht anschaulich.
Nein es ist anders.

Begründung:

Wir brauchen gedanklich 1 Papierstapel, 1 Zirkel, 1 Bleistift, 1 Beobachter (liegt während des Gedanken-Experiments im Bett), 1 Erde (rein gedanklich ohne Sonnenumkreisung) 1 Mini-LHC mit einer in ihm mit 99,99999% LG kreisenden Nano-Uhr (der Mini-LHC mit Nano-Uhr wurde dem Beobachter implantiert)..

Man stelle sich ein Blatt Papier vor auf dem wir den Beobachter markieren. Vom Punkt der Markierung aus soll die Blattkante in alle Richtungen 1 Lichtsekunde entfernt sein.

Jedes Blatt hat eine gewisse Dicke – stellvertretend für 1 Sekunde.

Um den Beobachter in seiner Position verfolgen zu können, zeichnen wir nun einen Kreis mit dem Umfang der Erde, auf dessen Kreislinie (stellvertretend für den Äquator) der Beobachter sich irgendwo befindet. Dort wo er sich befindet tragen wir 0 ein – und unterteilen dann den Kreis 86400 Sekunden.

Nun stellen wir uns einen Stapel Papier vor, dessen oberstes Blatt das mit dem Kreis und dem Beobachter ist.

Beginnend mit 1 (gleich neben der 0 Position des Beobachters auf dem obersten Bild) ziehen wir nun von Blatt 1 eine senkrechte Linie zu Blatt 2, von 2 eine senkrechte zu Blatt 3, von Sekunde 3 zu Blatt 4, usw., bis wir bei Blatt 86401 angekommen sind. Danach verbinden wir Punkt 0 auf dem obersten Blatt mit Punkt 1 auf dem ersten, Punkt 1 auf dem ersten mit Punkt 2 auf dem ditten, usw. Bis Blatt 86401.

Wir haben nun die Weltlinie des Beobachters für 24h dargestellt.

Für den Beobachter sind auf seiner Reise von Blatt 1 nach Blatt 86401 24 Stunden vergangen.
Für die Nano-Uhr in seinem implantierten Mini-LHC ist in dieser Zeit nicht mal eine Minute vergangen.

Da die Nano-Uhr sich auf der 24h Reise im Beobachter befunden hat, sind nun beide Weltlinien – die des Beobachters und der Nano-Uhr - so gut wie identisch.
Nichts hat sich hier diagonal durch das Blatt bewegt – sondern beide Bahnen verlaufen fast identisch!

Aber was macht dann den zeitlichen Unterschied ggf. aus?

Den Unterschied macht NUR die unterschiedliche Länge der Weltlinie verglichen mit der Weltlinie des Beobachters – oder halt der Weltlinien der Teilchen aus denen er besteht – aus.

Kurze Weltlinie = 24h (Eigenzeit Beobachter)
Lange Weltline = ca. 38s (Eigenzeit Nano-Uhr)

Was hat die Nano-Uhr gemacht? ...sie hat ihre Eigenzeit soweit abgebremst das für sie nur noch ein Bruchteil der Zeit vergeht – verglichen mit der Eigenzeit des Beobachters.


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25.01.2016 um 10:21
TangMi schrieb:Was hat die Nano-Uhr gemacht?
Eine deutlich länger Strecke im Papierstapel zurückgelegt.


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Labor-Ratte
ehemaliges Mitglied

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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

25.01.2016 um 17:30
Hier aber ich einen interessanten Text eines Theoretischen Physikers gefunden, der versucht die Frage zu beantworten was Realität ist und ob es eine objektive Wirklichkeit gibt. Das wurde hier ja letztens angesprochen. Und das ist wirklich nicht so einfach, wie man zunächst denkt.

http://www.joergresag.privat.t-online.de/mybk5htm/chap8.htm


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25.01.2016 um 21:50
@Labor-Ratte
Imho. Kann man 100% empfehlen, den Resag.
Danke.


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Atraven
ehemaliges Mitglied

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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

26.01.2016 um 00:54
LeviaX1 hat durchaus recht das hinter dem Beobachtunghorizont nichts existiert...aus unserer Sicht! Nicht aus globaler Sicht in dem sowas beliebig verschoben werden kann.
Da schreibt Freistetter zu

Das mag jetzt vielleicht seltsam klingen, denn es gab ja vor 13,8 Milliarden Jahren einen Urknall. Wenn als vor einer endlich langen Zeit alles in einem Punkt begonnen hat und sich seitdem ausdehnt, wie kann es dann möglich sein, dass das Universum unendlich weit ausgedehnt ist und flach ist?
[...]
Nein, muss es nicht. Denn die Vorstellung, dass der Urknall an einem einzigen “Punkt” stattgefunden hat, wird zwar häufig verwendet, ist aber nicht die einzige Möglichkeit, sich das Ganze vorzustellen. Stellen wir uns (sofern wir das können) ein unendlich großes Gummituch vor. Wenn sich das nun ausdehnt und seine Größe verdoppelt, ist es danach natürlich immer noch unendlich groß. Das gleiche gilt, wenn wir es schrumpfen lassen: Es bleibt immer unendlich groß. Wenn das Universum also unendlich groß ist, dann war es immer schon unendlich groß und wird immer unendlich groß sein. Es war vor allem auch zum Zeitpunkt des Urknalls unendlich groß!
Huii, das Universum war schon immer unendlich groß, hmm was soll das sein ausser der Vorstellung eines Formal Qualifizierten der rumblubbert ohne mathematische Beschreibung. Falls dieser Herr das kann, Glückwunsch zum Nobelpreis.

@perttivalkonen


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Atraven
ehemaliges Mitglied

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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

26.01.2016 um 01:00
Stattdessen sprechen sie von dem Beobachterhorizont von gesehenen dreizehnkommaschlagmichtot Milliarden Lichtjahren, welche heute einem Durchmesser von vielleicht 82, mindestens 78 (so die eine Quelle) mrd ly entspricht - und nennen das dann ausdrücklich Mindestdurchmesser.
Ja und? wenn in 16 Mrd. Lichtjahren Entfernung eine Supervova explodiert, was sollte darüber ausgesagt werden? Nichts weil du und auch sonst keiner, ob existent oder nicht existent es erfahrbar machen könnte. Zum 10. mal du verstehst die RT nicht, was aber auch völlig egal ist :)

@perttivalkonen


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26.01.2016 um 09:19
Atraven schrieb:LeviaX1 hat durchaus recht das hinter dem Beobachtunghorizont nichts existiert...aus unserer Sicht! Nicht aus globaler Sicht
Es ging aber darum, daß LeviaX1 jegliche andere Möglichkeit, von Realität zu sprechen, bestritten hat - und sogar mal eben behauptet, die restliche Physikergilde sähe das ebenso.
Atraven schrieb:Huii, das Universum war schon immer unendlich groß, hmm was soll das sein ausser der Vorstellung eines Formal Qualifizierten der rumblubbert ohne mathematische Beschreibung.
Du weißt schon, daß das Adhominem-Polemik bar jeglichen Aufweises ist, ja?
Atraven schrieb:Ja und? wenn in 16 Mrd. Lichtjahren Entfernung eine Supervova explodiert, was sollte darüber ausgesagt werden?
Gings darum? Nö, gings nicht. Es ging um die Frage nach der Größe des Universums. Kosmologie/Kosmogonie, Theoretische Physik, nicht Grenzen der Beobachtbarkeit.

Leviax1 hat die Endlichkeit (und letztlich auch gleich die Ausdehnungsgröße) des Universums mit dem Beobachterhorizont bewiesen, was gleich zweifach unsinnig ist. Erstens gibt es eben auch andere Universumsvorstellungen - legitime, nicht nur geblubberte - für die das eben nicht gilt. Und zweitens wird das von LeviaX1 gemeinte Universum mit dem Beobachterhorizont definiert - und kann also nicht mithilfe der selben Grundlage bewiesen werden.
Atraven schrieb:was sollte darüber ausgesagt werden? Nichts weil du und auch sonst keiner, ob existent oder nicht existent es erfahrbar machen könnte.
Ich sags mal so:
Atraven schrieb:wenn in 16 Mrd. Lichtjahren Entfernung eine Supervova explodiert
dann tut sie das auch. Das ist eine Realität, die für uns zwar nicht erfahrbar ist, die aber ebenso nicht von unserer Erfahrbarkeit abhängt.

Ich kann nichts über jene Supernova in Erfahrung bringen, kann also nichts über sie aussagen. Weder daß es sie gibt, noch daß es sie nicht gibt. Und das ist der Knackpunkt. Ich bins nicht, der Aussagen trifft, wie groß "das" (nicht: "unser (beobachtbares)") Universum ist. Jemand anderes aber hat dies getan und "bewiesen", daß es ein unendliches Universum nicht geben könne. Wenn Du also Deine Kritik vorbringen willst, dann wende dich an diesen User, nicht an mich.
Atraven schrieb:Zum 10. mal du verstehst die RT nicht
Und wie oft habe ich Dir gesagt, daß Deine Behauptungen des Aufweises mangeln? Versteh lieber erst mal die Diskussion, in die Du Dich einklinkst, und was die Diskussionspartner sagen, bevor Du dann Deine Kritik und solche Generalaussagen wie diese eben vorbringst.


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28.01.2016 um 14:52
Was erwartet uns dann, wenn wir aufgrundtechnischen Fortschritts die Möglichkeit haben die Grenzen des Universum zu überqueren?
Stephen Hawking mit einer neuen Botschaft an die Menschheit...


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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

30.01.2016 um 20:05
Hallo Forum,

Der größte Berg an Büchern und Filmchen weist zwar auf eine Menge an Informationen hin, die in ihnen steckt, sie verbergen aber leider den Widerspruch, aus dem sie entstanden sind. Ferner sind die Menge an Information und der geistige Inhalt zwei grundverschiedene Dinge.

Wenn ich das hier richtig erkenne, ist der Gegenstand der Betrachtung in eurem Thema der im universalen Mittelpunkt stehende Mensch, der aus seiner zentralen Position heraus alle Beobachtungen und Messungen macht. Fallen diese in einem bestimmten Bereich durch Reproduzierbarkeit auf, also ergeben sie im zeitlichen Verlauf stets das gleiche Bild, ist das ein erster Hinweis auf das Vorhandensein einer höheren Ordnung, die sich im Idealfall in einer speziellen Formel für diesen Bereich zusammenfassen und ausdrücken lässt. Erstrecken sich die Beobachtungen und Messungen über mindestens zwei spezielle Bereiche und lassen sich Regelmäßigkeiten oder Beziehungen dieser Bereiche zueinander erkennen, wird die Formel relativ zu diesen angesetzt und erfährt dadurch eine zusammenfassende Erweiterung. Nun sind leider die Möglichkeiten des Menschen durch natürlich gesetzte Abgrenzungen beschränkt und diese Beschränkungen sind ebenso mannigfaltig wie abgrundtief. Jedoch, in diesem Rahmen lässt sichs wunderbar forschen.

Nun fragt ihr euch, was will der uns damit sagen?

Angenommen, das dynamische Universum wäre der Weisheit letzter Schluss und jede weitere gemachte Beobachtung und Messung lieferte dafür als Teil einer langen Indizienkette letzten Endes nur einen weiteren Nachweis innerlicher Konsistenz. Das wäre die momentan angenommene beschleunigte Ausdehnung des Universums.

Das gegensätzliche Modell eines statischen Universums sollte, und das wird sogar erwartet, dazu mindestens abweichende Beobachtungen und Messungen erfordern, die jetzt, da sie ja nicht vorhanden sind, das gegensätzliche Modell sehr anzweifeln lassen.

Die Erwartung von gegensätzlichen Ergebnissen bei solch verwandten gegensätzlichen Modellen ist aber ein prinzipiell den Menschen betreffendes Problem. Angesichts seiner Beschränktheit ist es ein einfaches systemisches Vorurteil und das liegt gewissermaßen darin begründet, dass in jeder ersten Messung eine passende Idee steckte, jedoch mit der zweiten Messung schon nach einer passenden Formel oder Theorie gesucht wird, die, egal ob sie sich als richtig oder falsch erweist, zuerst lediglich die eigentliche Ursache zu jedweder weiteren Forschung war, nicht aber die Messung selbst betrifft. Im weiteren Verlauf scheiden sich relevante von unrelevanten Messungen, während man also die einen verwirft und die anderen für passend setzt, entwickelt sich im Hintergrund eine ziemlich willkürliche Basis für ein Modell, welches nicht zwingend richtig sein muss, obwohl die formale Deutung den Messungen konform ist. Andersherum bedeutet das die Möglichkeit, mit den ebenselben Messungen die jeweils andere Deutung zuzulassen sollte nicht kategorisch ausgeschlossen sein. Wer sich schon mit Poppers Falsifizierbarkeit beschäftigt hat, dem sollte auffallen, dass es sich hierbei um eine davon abweichende Methode handelt, deren Ziel nicht die Widerlegung einer Deutung gemachter Beobachtungen ist, sondern deren Zweiwertigkeitsprinzip nur aufzuzeigen in der Lage ist.

Nehmen wir erst einmal die Beobachtung der Ausdehnung des Universums, dessen Merkmal die Rotverschiebung ist. Edwin Hubble leitete den Zusammenhang zwischen Entfernung und optisch sichtbarer Rotverschiebung einzelner kosmischer Objekte her und kam im Verlauf zu einer legitimen Aussage, die dem Gesamtkonzept der allgemeinen Ausdehnung entspricht. Aufkeimende Einwände, wie sie etwa stetig von Halton Arp kamen, wurden erst recht als unrelevant verklärt, als die neueren und deutlicheren Messungen sogar auf eine beschleunigte Ausdehnung hinwiesen.

Aber wo ist nun das Zweiwertigkeitsprinzip?

Eine das Zweiwertigkeitsprinzip nicht beachtende Theorie führt unweigerlich zu Widerspruch. Bemerkenswert ist jedoch, dass dies nicht sofort geschehen muss oder soll, sondern die Einsicht dazu kann Menschenleben mitunter deutlich überdauern. Wir können und dürfen nicht Hubble vorwerfen, dass er Arps Einwände nicht für verwertbar im Sinne seiner Deutung hielt, wenn die Auflösung darin enthaltener Widersprüchlichkeiten gar nicht in seinen beobachtbaren Bereich fallen. Für Arp gilt wiederum gleiches, er konnte Widersprüchlichkeiten zwar erkennen, jedoch leider aus dem selben Grunde wie Hubble nicht zu Ende ausarbeiten. Es wird zur Versinnbildlichung eines Kampfes zwischen Wissen und Gewissen, bei dem derjenige die Oberhand behält, der über die meisten Argumente verfügt, oder einfach nur mächtiger als die Gegenposition ist. Aus diesem Kampf induziert sich auch der eingangs erwähnte Trugschluss, nämlich dass gegensätzliche Modelle ebenso gegensätzliche Beobachtungen erfordern.

Nehmen wir nun den Punkt einer späteren Einsicht, die dem Zweiwertigkeitsprinzip gerecht wird und aufzeigt, wie zwei verschiedene Deutungen im Sinne einer gehobenen oder bloß höherwertigen Theorie zusammenfinden können, indem man sie konsequent logisch zu Ende denkt. Dieser Punkt muss existieren und sei es eben allein gedanklich. In einem mathematischen topologisch gegen unendlich tendierenden Raum wäre dies ein Vektor. Da das Vorurteil in unserem Beispiel kosmologischer Natur ist, nehmen wird der Einfachheit halber ein Photon und senden es willkürlich gerade von uns weg, in irgendeine beliebige Richtung der euklidischen Raumgeometrie.

Eine passende Frage zur Lösung ist: Wann und wo trifft es auf Materie im beobachtbaren und davon abgeleiteten denkbaren dynamischen Modell des Universums und zugleich wann und wo trifft es auf Materie im beobachtbaren und davon abgeleiteten denkbaren statischen Modell? Die Antwort darauf ist: Allerspätestens an der statistisch gleichen Stelle.

Dass es sich in beiden Fällen tatsächlich um die statistisch gleiche Stelle handelt, erkennt man im Inhalt der daraus abgeleiteten weiteren Fragen und ihrer mehr oder weniger einzigen Antwort, wie etwa:

Fragen: Rotverschiebung? Beschleunigte Rotverschiebung (absichtlich nicht Ausdehnung genannt)? Hintergrundstrahlung? Dunkle Energie? Schwarze Löcher? Kosmologische Konstante? Beobachter zufällig im Mittelpunkt des sogenannten Urknalls?

Antwort: Es betrifft mindestens die Gesamtheit aller Materie, die man sehen und nicht sehen kann, die aus einer statistisch gleichen Stelle heraus auf die Photonen zum Beobachter hin wirkt und bereits gewirkt hat. Eine bremsende Kraft von außerhalb des momentan beobachtbaren Bereichs nicht anzunehmen steht so lange im Widerspruch allein schon zum Wissen um die Massenanziehung, wie ihr diese Komponente mutwillig entzogen wird.

Die Quintessenz ist, es gibt vielerlei Beobachtbarkeitsgrenzen und die fundamentalste ist das Menschenleben selbst. Des Menschen geistiges Wirken ist außerdem tatsächlich frei, jedoch weist das Zweiwertigkeitsprinzip auf natürlich vorbestimmte Grenzen hin. Verlässt man nämlich aus geistigem Übereifer den logisch denkbaren Bereich, haftet allen daraus hervorgehenden Deutungen ein prinzipbedingter Mangel an Wissenschaftlichkeit an, den man stets rückwirkend als unwissenschaftlich nachweisen kann. Solange der Nachweis nicht gelingt, findet der besagte Kampf zwischen Wissen und Gewissen statt. Gelingt aber der Nachweis, hat er also gegensätzliche Meinungen zusammengeführt, in dem man sie der Unwissenschaftlichkeit bereinigt, erstarkt der geistige Inhalt und führt zu klarerer Erfassung verborgener Eigenschaften von Naturgesetzen oder Naturkonstanten bzw. deren schärferen Formulierung, da sich so vorhandene Paradoxien klassifizieren oder bestenfalls ganz auflösen lassen.

Wem das Ganze immer noch zu unverständlich ist:

Es reicht die Definition eines einzigen alles umfassenden Universums um allen Inhalt abzuleiten und umgekehrt. Nicht mehr und nicht weniger.


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31.01.2016 um 14:07
@CFGauss
Herzlich Willkommen im Forum.
Schöner Beitrag..
NG


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31.01.2016 um 14:28
@Z.
Vielleicht könntest Du mir dann nochmals mit anderen Worten sagen, was CFGauss mitteilen wollte, gar in Bezug aufs Topic. Danke.


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31.01.2016 um 15:18
@perttivalkonen
Bezogen auf das:
CFGauss schrieb:Wem das Ganze immer noch zu unverständlich ist:

Es reicht die Definition eines einzigen alles umfassenden Universums um allen Inhalt abzuleiten und umgekehrt. Nicht mehr und nicht weniger.
Wollte CFGauss offensichtlich eine lange Rede für einen kurzen Sinn zum Besten geben 😉


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31.01.2016 um 16:26
@skagerak

Naja, nicht nur, daß dieser eine Satz hier schon längst gesagt wurde (nur anders formuliert), so wurde dort eben auch der Bezug zum Topic gleich mit ausgesagt, im Unterschied zu hier. In Gaussens ganzem Beitrag sehe ich dagegen keinen solchen Topic-Bezug, und wenn also dieser Satz quasi den Beitrag zusammenfaßt, dann sollte auch der Topicbezug für diesen Satz fehlen und nicht etwa implizit mitzudenken sein.

Mir gehts so, daß ich in das Posting schau wie's Schwein ins Uhrwerk. Deswegen ja meine Bitte um Aufklärung zum Verständnis. Zum Verständnis des Beitrages, nicht zum Verständnis dieser einen Konklusion, die ich auch ohne den Beitrag verstehe und deren Verstehen mir nicht hilft, den Beitrag zu begreifen.

Es fängt doch schon damit an, daß ich auf das
CFGauss schrieb:Wenn ich das hier richtig erkenne, ist der Gegenstand der Betrachtung in eurem Thema der im universalen Mittelpunkt stehende Mensch, der aus seiner zentralen Position heraus alle Beobachtungen und Messungen macht.
mit einem herzhaften "nein, das ist nicht der hiesige Gegenstand der Betrachtung" antworten möchte. Klar könnte man mit einem "alleshatimmermitallemirgendwiezutun" antworten; und an Empirie kommen wir in keinem Wissenschaftsthread vorbei. Bloß genau diesen Eindruck habe ich, hier sind im günstigsten Fall Allerweltswahrheitsfloskeln aneinandergereiht, im ungünstigsten Fall handelt es sich um ein techgebabbeltes Wischiwaschi, wie ich es von Esoterikern kenne.

Eigentlich wollte ich genau diese meine Einschätzung vermeiden, denn sie ist nicht gerade eine freundliche Einladung um Aufklärung in einer offenen Diskussion. Deswegen hatte ich gehofft, wenn jemand wie @Z. den (ganzen) Beitrag schön findet, wird er ihm wohl Sinn abringen gekonnt haben und meiner irrigen Wahrnehmung aufhelfen können.

Und genau dabei hilft mir eben dieser eine Satz nicht weiter, und eben drum mußte ich nun doch etwas mehr ausm Nähkästchen plaudern.

Also mal als ersten Schritt: Wieso werden alle Bücher aufgrund eines Widerspruchs geschrieben, aber keines löst diesen Widerspruch dann auf, sondern verbirgt ihn nur? Gilt das dann auch für den Beitrag von gestern 20:05? Und um welchen Widerspruch geht es? Versteht das sonst wer? Gerne auch ne Aufklärung von Dir, @CFGauss.


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31.01.2016 um 16:46
@CFGauss

Guter Beitrag, endlich mal einer ders aufn Punkt bringt.


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