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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

5.364 Beiträge, Schlüsselwörter: Universum, Weltall, Grenzwissen, Kosmos, Grenze, Expansion, Ausdehnung

Was ist hinter den Grenzen des Universums?

31.01.2016 um 18:17
@Bumbelbee
Könntest dann vielleicht Du mal mir diesen Punkt erklären?


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Was ist hinter den Grenzen des Universums?

31.01.2016 um 19:40
@perttivalkonen

Ich habe auch nicht wirklich verstanden was CFGauss im Detail sagen möchte. Liegt bei mir aber daran, dass ich immer alles nur im Ganzen betrachten kann und, wie bereits erwähnt, nicht wirklich alles im Detail verstehe, weshalb ich auch immer Gefahr laufe etwas falsch zu interpretieren und falsch zu verstehen.

Für mich liest es sich, ohne dem TE es wirklich unterstellen zu wollen, auch wie so´n Eso-VT-Geschwafel. So nach dem Motto " Seid offen für alles Ihr Schlafschafe, es gibt mehr als das zwischen Himmel und Erde und alles" oder so ;)

Deswegen habe ich dann nur Augenmerk auf den letzten Absatz gehabt, weil er da klar, deutlich und kurz schrieb ;)
Ob die Textwand genau das aussagt, komme ich nur sehr entfernt hinter.


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31.01.2016 um 21:02
@perttivalkonen

Also der Punkt war ja:
CFGauss schrieb:Die Quintessenz ist, es gibt vielerlei Beobachtbarkeitsgrenzen und die fundamentalste ist das Menschenleben selbst.
Alles ist Relativ halt. Aber vielleicht möchte es dir Mr. @CFGauss selbst genauer erklären.


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31.01.2016 um 21:52
Bumbelbee schrieb:Also der Punkt war ja
Nicht wirklich. Die Beobachtbarkeitsgrenze des Menschen erlaubt es schließlich, z.B. dier Beobachtbarkeitsgrenze unseres beobachtbaren Universums zu erfassen und sogar nette animierte Grafiken über selbige (und weitere) für die letzten 13,7 Milliarden Jahre und für etliche Jahre der Zukunft zu erstellen, wie Yukterez es vor ner Weile mal hier gemacht hat. Die Beobachtbarkeitsgrenze des Menschen ist noch die belangloseste. Unsere Augen können kein Infrarot sehen? Kein Problem, von uns konstruierte Gerätschaften können es. Wir können uns keinen vierdimensionalen Raum vorstellen? Nun, wir können problemlos mathematisch Hyperwürfel bilden, berechnen und bestimmen. Die Grenzen unserer Wahrnehmungsfähigkeiten sprengen wir kontinuierlich; und wie es aussieht, ist alles, was sich physikalisch äußert, von uns grundsätzlich wahrnehmbar. Bei Grenzen wie t=0 im Falle eines Uranfangs á la Urknall oder t=∞ einer SL-Singularität scheitert nicht unsere Beobachtbarkeitsgrenze als Mensch, sondern die Physik grundsätzlich. Grenzfragen eines jeden Systems sind nie von innerhalb des Systems beantwortbar. Niemand kann den Anfangspunkt seines Erwachens oder den Endpunkt seines Sterbens erleben und damit wahrnehmen. In einem Universum definiert als alles, wie CFGauss es ebenfalls geschrieben hatte, gibt es aber keine Außensicht, weswegen hier jegliche Physik fundamental scheitern muß. Unsere Beobachtbarkeitsgrenze scheitert aber nicht notwendigerweise früher. Sie ist alles andere als die fundamentalste. Sie steckt halt unseren Horizont ab, aber der verändert sich und scheint zumindest grundsätzlich bis an jede andere, gar absolute Beobachtbarkeitsgrenze heranführbar.

Und wieder sehe ich, daß nicht der ganze Beitrag jemandem als Punktlandung erscheint, sondern daß gerade mal ein Satz als verständlich aufgefaßt und angesprochen wird. - Wie gesagt, auf mich wirkt der Beitrag wie ein Potpourrie aus einzelnen Allerweltsweisheitssätzen, die jeder für sich betrachtet irgendwie gut und richtig und wahr klingen, wenn man darüber meditiert, was der Schreiber wohl gemeint haben könnte. Daher können jetzt noch etliche andere hier auftreten und einen einzelnen Satz für bedeutsam halten und soundso interpretieren. Aber irgendwie bringt das nichts.

Staunen hier einige nur über des Gauss-Kaisers neue Rhetorikkleider?


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31.01.2016 um 22:15
Aber Hallo! Deine Rhetorik ist auch nicht von schlechten Eltern.
perttivalkonen schrieb:Wie gesagt, auf mich wirkt der Beitrag wie ein Potpourrie aus einzelnen Allerweltsweisheitssätzen, die jeder für sich betrachtet irgendwie gut und richtig und wahr klingen, wenn man darüber meditiert, was der Schreiber wohl gemeint haben könnte.
Vielleicht haben wir ja Glück und er meldet sich noch mal zu seinem Beitrag und was er den nun Punktuell damit Ansprechen wollte. :Y:


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01.02.2016 um 14:43
@perttivalkonen
Moin Meister...
perttivalkonen schrieb:Vielleicht könntest Du mir dann nochmals mit anderen Worten sagen, was CFGauss mitteilen wollte, gar in Bezug aufs Topic. Danke.
Man muss natürlich sagen, die Ausführungen von @CFGauss hätten kürzer ausfallen können. ;)
Dennoch sollten gerade wir beide ja wahrscheinlich grosses Verständnis für solche langen Textwände haben!?

Zudem Frage ich mich, da ich dich für einen ziemlich gelehrten Diskussionspartner halte, warum du mir die Frage stellst, wo du doch eine ausgesprochen hohe Auffassungsgabe und zudem Wissensstand hast.
Wie auch immer.

CFGauss spricht hier von wichtigen Einsichten, welche das Wissenschaftliche Vorgehen an sich betreffen.
Er stellt apriori heraus das, bei Konklusionen jeder Art, die menschliche Auffassungsgabe, Interpretationsfähigkeit und Fähigkeit logische Schlüsse zu ziehen, zu beachten und ein wichtiger Faktor ist der nicht übersehen werden darf.

Darin steckt natürlich eine gewisse Kritik an Vorgängen, die innerhalb eines sog. Mainstreamdenkes geprägten Systems, negativ zum Vorschein kommen können. In so fern solche Vorgänge eine sachliche, optimierte Erörterung, einer gestellten Aufgabe erschweren oder gar verhindern könnten.

Hier stellt CF-"Sebastian" zB. auf H. Arp ab, welchen ich für ein gutes Beispiel halte uns solcher Argumentation zu nähern:
Rudolf Kippenhahn, zu Arp:
„Wir brauchen Leute wie ihn, sonst besteht die Gefahr, dass sich in der Wissenschaft Cliquen bilden, die keine Kritik von außen zulassen.“
Kippenhahn:
Von 1965 bis 1975 war er Professor für Astronomie und Astrophysik in Göttingen, von 1975 bis 1991 Direktor des Max-Planck-Instituts für Astrophysik (MPA) in Garching bei München.
Er hätte aber auch auf Albert abstellen können, der mitunter das beste Beispiel dafür ist, wie schwer es jemanden gemacht wird der ein veraltetes Denk-Konzept, das sich hunderte Jahre hielt, zu korrigieren versucht obwohl es eine absolute Verbesserung darstellte.

Andererseits geht es natürlich darum inwiefern das Menschliche Gehirn überhaupt die Fähigkeit besitzt ein System von der Grösse des Universums zu erfassen und "realitäsnah" zu begreifen. Bzw. schon die einfachsten Vorgänge einigermaßen "realitäsnah" zu deuten Kausal einzuordnen vermag... etc.. Das ist selbstverständlich eine zulässige Grundsatzfrage die selbstredend wichtiger Teil des Wissenschaftlichen Geschehens ist, spätestens seit der Kopenhagener Deutung. Einige wenn nicht alle bekannte Grössen der Physik (Albert vlt ausgenommen), gehen womöglich davon aus das das menschliche Gehirn das gesuchte "Konzept" (falls dies denn existent ist) niemals ergründen, noch im gesamten erfassen werden könne.

Sein Schlusssatz, lässt glücklicher weise Hoffnung ;) walten.
In so fern er schreibt.:
CFGauss schrieb:Es reicht die Definition eines einzigen alles umfassenden Universums um allen Inhalt abzuleiten und umgekehrt. Nicht mehr und nicht weniger.
...geht er zumindest imho davon aus, das es sinnvoll ist sich mit den vermeintlichen Gegebenheiten zu beschäftigen und er wohl sein "Vertrauen" in das menschliche Gehirn nicht verloren hat.

Zudem ist es ein Satz der auch mein Ego befriedet... welcher zu gegebener Zeit exakt das gleiche, im Sinne der tatsächlichen zu vermutenden Gegebenheit..., formuliert.

Ich denke nicht das es sich hier um einen "Weltverbesserer handelt" was deine Abwehr gegen die Textwand erklären könnte, sondern um einen belesenen nachdenklichen Autor.
NG


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01.02.2016 um 16:01
Perttivalkonen hat völlig Recht. Da ich dieses Forum erst vor 3 oder 4 Wochen zufällig gefunden habe, konnte ich mich nicht überall einlesen. Und ich gebe zu, nicht einmal in diesem Thread ist es mir zu 100% gelungen. Und als ich nun dachte, jetzt sag ich auch mal etwas zu, wollte ich mich im Forum registrieren. Leider klappte das nicht auf Anhieb sondern überhaupt erst nach mehreren Tagen, es wurde laut Admin wegen meines Proxy gesperrt.

Der Threadersteller hatte eine bestimmte Frage und mir erschien es irgendwann wichtig, mit einem geeigneten Beispiel auf einige Umstände oder Hürden hinzuweisen, welche die passende Antwort aufzufinden zwar erschweren, aber nicht unmöglich machen. Als ich dann meinen Text endlich einstellte, war er einfach zu lang für einen Beitrag, also kürzte und komprimierte ich ihn wo es nur ging - das war wohl der eine Fehler, obwohl Z. ihn sich als noch zu lang denkt. Der andere war, wie Perttivalkonen andeutet, übersehen zu haben, dass bereits das meiste davon schon durchgekaut wurde. Ich bitte um Verzeihung dafür.

Was soll ich mit soviel Schimpf und Lob begossener Pudel nun machen? Bin gerade ratlos.


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01.02.2016 um 16:05
Z. schrieb:Dennoch sollten gerade wir beide ja wahrscheinlich grosses Verständnis für solche langen Textwände haben!?
Keine Sorge, das zu bemängeln kam mir auch nicht in den Sinn. ;)
Z. schrieb:Zudem Frage ich mich, da ich dich für einen ziemlich gelehrten Diskussionspartner halte, warum du mir die Frage stellst, wo du doch eine ausgesprochen hohe Auffassungsgabe und zudem Wissensstand hast.
Ähm, naja, weil ich den Beitrag nicht verstanden habe, und weil ich vermute, daß Dein Lob des Beitrags aus Verstehen herrühren könnte.

Ich gestehe auch dem größten Experten und Genie das Recht ein, Fehler und Irrtümer und Verständnisprobleme machen/haben zu dürfen, wie viel mehr da mir!
Z. schrieb:CFGauss spricht hier von wichtigen Einsichten, welche das Wissenschaftliche Vorgehen an sich betreffen.
Er stellt apriori heraus das, bei Konklusionen jeder Art, die menschliche Auffassungsgabe, Interpretationsfähigkeit und Fähigkeit logische Schlüsse zu ziehen, zu beachten und ein wichtiger Faktor ist der nicht übersehen werden darf.
Nachdem ich dies gelesen hatte, las ich Gaussens Beitrag erneut - und tatsächlich ergeben die Zeilen jetzt einen Sinn. Mir fiel dieser Aspekt zuvor schon auf, jedoch nicht als roter Faden weiter Teile des Postings. Danke, Du hast mir da sehr geholfen.

Allerdings bleibt der Eindruck von Allgemeinplätzen und schwächelnder Argumentation bei mir durchaus bestehen (wenngleich deutlich abgemildert). Daß konkurrierende, einander geradezu auszuschließen scheinende Modelle von einer Synthese zusammengedacht werden können, wissen wir spätestens seit Brahe und seinem "Tychonischen Weltmodell", welches epizyklische Geozentrik und kopernikanisch-galileische Heliozentrik widerspruchsfrei vereinte. Und angesichts des Widerspruchs bzw. der Unvereinbarkeit von RT und QM hoffen wir übersehnsüchtigst auf genau solch eine synthetische "TOE", die Quantenwelt und klassische Physik zusammendenkt. Den Verweis auf das Bivalenzprinzip (der Zweiwertigkeit) halte ich für unnütz; tatsächlich dürfte mich das vor allem am Verstehen des Beitrags gehindert haben. Das Operieren mit Wahr und Falsch befördert weder, noch verhindert es Synthesen ehemaler Unvereinbarkeiten. Ein "wir alle machen Fehler" ist sowohl wahr als auch wischiwaschi, weil es keinen Einzelfall aufzulösen hilft. Sowas steht jedem gut an, es sich als wissenschaftliches "mementomori" hinter die Löffel zu schreiben, aber in Diskussionen ist es letztlich nur ne Rhetorische Floskel. Von einem bedeutenden Wissenschaftler las ich mal "Bescheidenheit steht jedem Wissenschaftler wohl an - nicht jedoch, wenn es um die Verteidigung seiner Thesen geht!" Diskussionen und Erkenntnisgewinn leben vom Vorbringen und Abwägen von Pros und Contras .

Der schale Geschmack bleibt: was sollen uns diese Zeilen denn nun sagen? Memento erroris?
Darin steckt natürlich eine gewisse Kritik an Vorgängen, die innerhalb eines sog. Mainstreamdenkes geprägten Systems, negativ zum Vorschein kommen können. In so fern solche Vorgänge eine sachliche, optimierte Erörterung, einer gestellten Aufgabe erschweren oder gar verhindern könnten.

Hier stellt CF-"Sebastian" zB. auf H. Arp ab, welchen ich für ein gutes Beispiel halte uns solcher Argumentation zu nähern:

Rudolf Kippenhahn, zu Arp:
„Wir brauchen Leute wie ihn, sonst besteht die Gefahr, dass sich in der Wissenschaft Cliquen bilden, die keine Kritik von außen zulassen.“
"Cliquen" gibts, und es ist gut, daß es sie gibt. Wissenschaft lebt davon. Schon Paulus schrieb mal in einem seiner Briefe "Es ist gut, daß es unter euch Parteiungen gibt, weil so die Wahrheit unter euch offenbar werden kann". Im Wissenschaftsbereich spreche ich von "Schulen". Im Bereich der Paläanthropologie gab es lange Zeit den erbitterten Streit zwischen "Out of Africa" und "Multiregionalentstehung" bezogen auf den Homo sapiens. Gerade weil beide Seiten vehement auf ihrer Schulmeinung beharrten und immer neue Möglichkeiten ersannen, diese zu bestätigen bzw. die Alternative zu falsifizieren, wurden Wege und Methoden ersonnen, denen wir heutige Erkenntnisse der Menschheitsentwicklung verdanken.

Nicht ohne Grund werden neue Hypothesen der Wissenschaftscommunity zum Zerfetzen hingeworfen, weil ohne Widerspruch und ohne Falsifizierung keine Hypothese zur Nachbesserung ans Reißbrett zurückgeschickt würde. Es ist eben nicht so, daß Widerspruch oder gar das Etikett "falsch" eine Hypothese mal eben sterben läßt. Die wissenschaftliche "Unbescheidenheit, speziell der Dogmatismus der "Schulen" läßt Thesen weiterleben und gibt ihnen die Chance, sich dennoch zu bewähren. Durch den Widerspruch! Keine These wird einfach aufgegeben, nur weil Occams Messer sie wegschneidet.

Die Arps dieser Welt haben ihren Platz in der Domäne der Wissenschaft. Aber dieser Platz sollte auch definiert sein (Weißt schon, main und marginal und so), weil sonst der Wald vor lauter Bäumen verloren geht.
Z. schrieb:Andererseits geht es natürlich darum inwiefern das Menschliche Gehirn überhaupt die Fähigkeit besitzt ein System von der Grösse des Universums zu erfassen und "realitäsnah" zu begreifen.
Klar, wer kann sich schon ein Googolplex vorstellen. Aber wenn Du mal ne Weile darüber meditierst, welche Zahl noch vorstellbar ist und welche nicht mehr, wirst Du selbst mit einer Fünf Deine Schwierigkeiten bekommen. Vorstellbarkeit in diesem Sinne ist freilich nicht alles, wie ich mit Tesserakt & co. verdeutlichen wollte. Denn wir können selbst mit unvorstell-baren Zahlen verdammt gut rechnen. Handhabbarkeit und simple Vorstellbarkeit müssen nicht zusammengehen.

In diesem Sinne ist der Geist des Menschen mindestens so groß wie das Universum. Größer noch, wenn wir die Metaphysik zulassen, also selbst die Grenzen von Anfang und Ende zu sprengen gewillt sind. Da singe ich das Loblied des Sisyphos von Camus und Monod.
Z. schrieb:Ich denke nicht das es sich hier um einen "Weltverbesserer handelt" was deine Abwehr gegen die Textwand erklären könnte, sondern um einen belesenen nachdenklichen Autor.
Yepp, diesen Frieden kann ich jetzt dank Dir ebenfalls schließen.


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01.02.2016 um 16:09
CFGauss schrieb:Was soll ich mit soviel Schimpf und Lob begossener Pudel nun machen? Bin gerade ratlos.
Fühl Dich einfach auf höchst wissenschaftliche Weise willkommen geheißen.
("Nicht ohne Grund werden neue Hypothesen der Wissenschaftscommunity zum Zerfetzen hingeworfen")


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01.02.2016 um 16:31
@perttivalkonen
Das mit den "Cliquen" kann auch negative Auswirkungen haben...
Das sagt der Begriff ja auch eigentlich aus, imho.
Systemtheoretisch optimierend wäre "Team" vorzuziehen.

Ich denke deswegen hat Kippenhahn ja gerade "Clique" zum Ausdruck gebracht.
Nun ist es dennoch nicht meine Aufgabe oder Intension, die "Gemeinde" zu kritisieren.
Ich denke das Kippenhahns Aussage, dank seiner langjährigen Erfahrungen, dennoch eine Berechtigung hat, auf die gerade der Text von CFGauss aufmerksam macht.
Netten Gruss!


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01.02.2016 um 16:41
@CFGauss
Also ich hätte schon Suizid begangen, wenn ich allen "Kritiken" hier im Forum zu viel "Gewicht" beigemessen hätte.. ;)
Es war jedoch auch ein wenig dem Textfluss geschuldet, der erst mit Sorgfalt gelesen zum Ziele führt.
Ich habe glücklicher Weise... eigene "Wahnvorstellungen" die meinem nervösen Ego zum Verständnis rieten.
Ausserdem ein Talent für Schachtelsätze, die meist zur Meinung "eines Schubladendenkers" beim Rezipienten führen :D

Als denn ..prob gelöst.
NG


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01.02.2016 um 17:17
Z. schrieb:Das mit den "Cliquen" kann auch negative Auswirkungen haben...
Den Begriff habe nicht ich gewählt, sondern Kippenhahn. Da aber die damit bezeichneten Gruppierungen absolut identisch sind, verwendete ich diese Bezeichnung auch in meiner Antwort.

"Clique" hat vor allem die negative Auswirkung der Diffamierung der so Fremdbezeichneten. Ihr positiver Beitrag wird nicht gewürdigt, nicht mal wahrgenommen. Ohne die Cliquen hätten wir haufenweise Arps, ja selbst Dänikens. Und das ist nur ein Aspekt.

Ich spreche lieber von Schulen. Das drückt Erkenntnisgewinn aus, Vielfalt von Alternativen, ein Maß von Dogmatismus ("Thesentreue"), und schließlich auch Dialog. Den Begriff genau dafür habe auch nicht ich erfunden.
Z. schrieb:Systemtheoretisch optimierend wäre "Team" vorzuziehen.
Und ich sage es nochmals, was nützt ein einziges globales Team ohne Cliquenbildung! In Streit und Widerspruch lernen wir mehr und sichern Erkenntnisse besser ab bzw. stürzen Überkommenes mit machtvolleren Argumenten.
Z. schrieb:Ich denke das Kippenhahns Aussage, dank seiner langjährigen Erfahrungen, dennoch eine Berechtigung hat
Ja natürlich! Aber eben doch nur in dem Sinne, daß Arp & co. für die anderen selbst wiederum "Clique" sind. Schulen haben ihre einzige Berechtigung darin, daß es nicht nur eine pro Themenfeld gibt. Widerspruch ist Pflicht! "Es muß unter euch Parteiungen geben, damit die Wahrheit offenbar werde".

Man liest sich.


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01.02.2016 um 20:33
@CFGauss
Hiermit entschuldige ich mich für mein Unvermögen deinen Beitrag zu verstehen und für die diffamierende Fehlinterpretation meinerseits und heiße dich herzlich willkommen ;-)


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01.02.2016 um 20:57
CFGauss schrieb:Wenn ich das hier richtig erkenne, ist der Gegenstand der Betrachtung in eurem Thema der im universalen Mittelpunkt stehende Mensch
Aber eigentlich ja verkehrt, da in jeder Galaxie mindestens ein Einstein der die RT aufstellt und ein Stephen Hawking der ein Buch mit dem Titel schreibt.
"Einsteins Traum: Expeditionen an die Grenzen der Raumzeit" steckt. :)


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01.02.2016 um 23:13
perttivalkonen schrieb:Den Verweis auf das Bivalenzprinzip (der Zweiwertigkeit) halte ich für unnütz; tatsächlich dürfte mich das vor allem am Verstehen des Beitrags gehindert haben. Das Operieren mit Wahr und Falsch befördert weder, noch verhindert es Synthesen ehemaler Unvereinbarkeiten.
Perttivalkonen hätte wohl weniger ein Problem gesehen, stünde statt dem „Zweiwertigkeitsprinzip“ eine Anlehnung an das bohrsche „Komplementaritätsprinzip“.

Ich tat es aus mehrerlei Gründen nicht.

Das Zweiwertigkeitsprinzip ist das ältere, Bezug aufweisende und das Komplementaritätsprinzip das neuere, bereits Bezug genommene. So, wie ich es herzuleiten versucht habe, im Sinne vom Subjekt-Objekt-Erkenntnisproblem, lässt es sich bis auf die antiken Denker nachweisen und nur mit dem neueren würde mir die Argumentation ungleich schwerer fallen. Nein, sie wäre mir gar unmöglich, weil den alten Denkern so nicht die ihnen gebührende Ehre zukommen würde. Das moderne Zweiwertigkeitsprinzip/Bivalenzprinzip halte ich genauso für unnütz, da vorurteilbehaftet. Mag sein, dass es nur noch niemand so weit ausgearbeitet hat, bis eine Unterscheidung augenfällig wird.


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03.02.2016 um 21:45
In der neuesten Episode von "PBS Spacetime" wird gesagt, was ich bereits mehrfach versucht habe zu erklären:

Youtube: Will Mars or Venus Kill You First? | Space Time | PBS Digital Studios

"The universe is 13.8 billion years old ... HERE"

Es kommt selten vor, dass es mal so gesagt wird, wie es wirklich ist. Wir sagen: "Das Universum ist 13,8 milliarden Jahre alt." sagen aber nicht dazu, dass dies nur von unserem Bezugssystem aus gilt. Ein Laie versteht es dann falsch, weil er nicht das übrige Wissen im Hinterkopf hat, was ein Experte auf dem Gebiet besitzt. Als Experte vergisst man ständig, was andere Leute nicht wissen, weil es für einen selbst normal ist.

Sowohl das Alter als auch die Größe des Universums gilt nur von hier aus gesehen, wobei Alter und Größe gleichbedeutend sind, da der Rand des Universums der Anfang der Zeit ist, wie bereits mehrfach gesagt. Es gibt nichts dahinter, von hier aus gesehen.


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03.02.2016 um 22:58
LeviaX1 schrieb:In der neuesten Episode von "PBS Spacetime" wird gesagt, was ich bereits mehrfach versucht habe zu erklären:
Nope! Denn:
LeviaX1 schrieb:"The universe is 13.8 billion years old ... HERE"

Es kommt selten vor, dass es mal so gesagt wird, wie es wirklich ist. Wir sagen: "Das Universum ist 13,8 milliarden Jahre alt." sagen aber nicht dazu, dass dies nur von unserem Bezugssystem aus gilt.
Das heißts eben nicht - vor allem nicht mit solch einem billigen "so is dat in Würglichkeit!"

Sag mal besser dazu, daß dies nur für unser Bezugssystem sicher ist. Dann kommste dem Typen ausm Video schon näher, denn er sagt ausdrücklich, daß wir nicht genügend wissen (especially in Bezug auf die Größe des Universums übrigens), um über den Rest solche Aussagen zu treffen.

Das wars ja, was ich an Dir kritisiert hab. Du meintest, daß unser Beobachterhorizont beweise, daß das Universum endlich sei. So als ob Du damit Wissen über "das dahinter" hättest, eben daß es nicht existiere. Mit sowas kannste Dich nun mal nicht auf diesen Typen berufen, der deutlich anderes über das "not HERE" aussagt. Nämlich ein "wissenwa nich", nicht Dein "gips nich".
LeviaX1 schrieb:als auch die Größe des Universums gilt nur von hier aus gesehen
Nicht dessen Aussage! 10:00
we just dont understand the physics well enough to confidentially project the size of the universe to infinitesimal smallest, to a singularity
LeviaX1 schrieb:Sowohl das Alter als auch die Größe des Universums gilt nur von hier aus gesehen
Hat zwar ne gewisse Berechtigung, daß jemand seinen Schlüssel, den er nachts im Park verloren hat, nur in der Nähe der Parklaternen sucht, weil er den Rest ja nicht sehen kann. Aber ich wette mit Dir, der Park ist größer.
LeviaX1 schrieb:wobei Alter und Größe gleichbedeutend sind, da der Rand des Universums der Anfang der Zeit ist, wie bereits mehrfach gesagt. Es gibt nichts dahinter, von hier aus gesehen.
Und ich hätte schwören können, daß ein Universum selbst bei konstanter Ausdehnung (äh: bei konstanter Größe), also ohne Expansion, altert. Da nähme also Zeit zu, Raum nicht. Ebenso hätte ich schwören können, daß ein n-dimensionales Objekt einen "Rand" in jeder dieser N Dimensionen besitzt, sofern es sich nicht in einer dieser Dimensionen unendlich ausdehnt. Insofern sollte es auch einen räumlichen Rand geben. Sofern das betrachtete n-dimensionale Gebilde diese n Dimensionen komplett ausfüllt, würde ich selbst bei endlicher Ausstreckung allerdings nicht mehr von "Rand" sprechen (siehe "was ist nördlich des Nordpols"). Also auch nicht beim zeitlichen Anfang unserer Raumzeit. Wenn doch, dann würde ich einem "räumlichen Rand" das gleiche Existenzrecht zubilligen.

Allerdings hätte ich ebenso schwören können, daß Physiker dies gelegentlich anders sehen, siehe das derzeit herumgeisternde "Spiegeluniversum", gespiegelt am zeitlichen Anfang beider Universen.


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04.02.2016 um 00:54
perttivalkonen schrieb:Nope!
Wenn ein Beitrag derart respektlos und arrogant beginnt, lese ich normalerweise den Rest nicht.
perttivalkonen schrieb:Mit sowas kannste Dich nun mal nicht auf diesen Typen berufen
Meinst du mit "Typ" den PhD Astrophysiker, der PBS moderiert und genau dasselbe sagt wie ich?
perttivalkonen schrieb:Aber ich wette mit Dir, der Park ist größer.
Schön für dich. Wetten zu wollen und ein sicheres Bauchgefühl zu haben, ändert aber die Realität nicht.
LeviaX1 schrieb:Es kommt selten vor, dass es mal so gesagt wird, wie es wirklich ist.
perttivalkonen schrieb:vor allem nicht mit solch einem billigen "so is dat in Würglichkeit!"
Was ich meinte ist: Es kommt selten vor, dass es mal so gesagt wird, wie wir es wirklich meinen bzw. denken, da wir Dinge auslassen.
perttivalkonen schrieb:Und ich hätte schwören können, daß ein Universum selbst bei konstanter Ausdehnung (äh: bei konstanter Größe), also ohne Expansion, altert
Nein, es gibt eben kein "Alter" in dem Sinne, da dies einer universalen Zeit entspräche. Das Alter, von dem gesprochen wird, ist gemessen in unserem Bezugssystem auf der Erde.


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04.02.2016 um 02:19
LeviaX1 schrieb:Wenn ein Beitrag derart respektlos und arrogant beginnt
Ein Nope hältst Du für arrogant? Whow. Ja wenn das Nope alles gewesen wäre, was ich dazu gesagt hätte. Is aber nich!
LeviaX1 schrieb:Meinst du mit "Typ" den PhD Astrophysiker, der PBS moderiert und genau dasselbe sagt wie ich?
Nein, ich meine mit "Typ" den PhD Astrophysiker, der PBS moderiert und genau dasselbe sagt wie ich. Du sagst ja was anderes, wie ich extra noch mal ausgeführt habe.
LeviaX1 schrieb:Schön für dich. Wetten zu wollen und ein sicheres Bauchgefühl zu haben, ändert aber die Realität nicht.
Entschuldige mal, aber wie groß der Park in meinem Beispiel ist, das mußt Du schon mir überlassen.

Ansonsten aber solltest Du darüber mal nachdenken, daß Du mir mit dem Argument kommst, fehlende Empirie kläre nicht die Realitätsfrage. Witzig, denn schließlich war das ja meine Entgegnung an Dich und Deine Behauptung vom endlichen Universum aufgrund des empirischen Beobachterhorizonts. Da hattest Du ausdrücklich den Realitätsbegriff mit verknüpft. Etwas dahinter könne nicht real sein. Deine Aussage. Hier kommste nu mit genau dem Gegenteil.
LeviaX1 schrieb:Was ich meinte ist: Es kommt selten vor, dass es mal so gesagt wird, wie wir es wirklich meinen bzw. denken, da wir Dinge auslassen.
Du meinst also "Es kommt selten vor, dass es mal so gesagt wird, wie es wirklich [gemeint] ist." Hmmm. Jedenfalls anders, als Du es gemeint hast bisher. Denn wie gesagt, auch dieser PhD hält das andere für real und die Größe des Universums für offen.
LeviaX1 schrieb:Nein, es gibt eben kein "Alter" in dem Sinne, da dies einer universalen Zeit entspräche. Das Alter, von dem gesprochen wird, ist gemessen in unserem Bezugssystem auf der Erde.
Bah, in jedem Bezugssystem eines materiehaltigen Beobachters schreitet Zeit voran, gibt es also zunehmendes Altern des Universums. Selbst wenn in jedem dieser Bezugssysteme die räumliche Erstreckung des Universums konstant bleibt. Das meinte ich, das sagte ich, und das kriegst Du nicht weg. So unterschiedslos und einfach mal ineinssetzbar sind Raum und Zeit dann doch nicht, wie Du es gesagt hast.


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04.02.2016 um 02:36
@perttivalkonen
Bei dir ist wirklich Hopfen und Malz verloren. Du bist derart davon überzeugt, mit allem Recht zu haben (trotz fehlendem Studium), dass dir niemand dagegen reden kann. Und nein, der PBS Moderator sagt nicht, was du sagst. Er sagt, was ich sage, was auch kein Wunder ist, da wir beide Astrophysiker sind.
perttivalkonen schrieb:Ein Nope hältst Du für arrogant?
Ist es auch. Wenn dir zwei Wissenschaftler das eine sagen, und dir nur ein "nope" dazu als erstes Wort einfällt, und dass du überhaupt meinst, es besser zu wissen als wir.


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