Pyramiden in Gizeh
gestern um 21:49Das erinnert mich an einen Vortrag von G. Ulrich Großmann, bei dem ich mal war. Er meinte sinngemäß: Wenn man ein Objekt sieht, dass eindeutig romanisch ist, und kriegt dazu eine Datierung zwischen 1100 und 1200 n. Chr., ist das ungefähr so hilfreich wie die Information, dass das Meer aus Wasser besteht. Entgegen verbreiteter Annahmen sind naturwissenschaftliche Datierungsmethoden eben nicht automatisch besser oder genauer als geisteswissenschaftliche (über Schriftquellen, kunsthistorische Vergleiche usw.).Desperadoo schrieb:Das ist in etwa so als würde man sagen "Für den Teig nehmen sie 1-287 Liter Wasser"....
Die Genauigkeit der Methode gilt meines Wissens als nicht so wahnsinnig toll.Thorsteen schrieb:Thermolumineszenzdatierung (OSL) wäre eine Möglichkeit um da an Werte zu kommen. Sinnvoll angewendet wäre da sogar eine relativ genaue Datierung möglich an den Sockelsteinen.
Ihre Genauigkeit ist jedoch begrenzt und liegt bei etwa 10 % des Alters der Probe.Quelle: Wikipedia: Thermolumineszenzdatierung
Bei einer 4500 Jahre alten Pyramide wäre das eine Ungenauigkeit von stattlichen +/- 450 Jahren. Für vorgeschichtliche Objekte oder solche ohne Ansätze für andere Methoden kann das sinnvoll sein, ansonsten kann man so ungenaue Werte eigentlich in der Pfeife rauchen.




