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Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

252 Beiträge, Schlüsselwörter: Computerspiele

Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

08.09.2009 um 16:19
Immer dieses Gehetze gegen Ego-Zocker....von Hunderttausenden, die das zocken, wieviele haben sich da was zu Schulden kommen lassen? Wieviele Gymnasiasten spielen sowas?

Die meisten Schläger, die ich kenn, die sind eh zu arm um sich so ein Ding in die Bude zu stellen, wo kommt denn dann auf einmal die Aggessivität her, wenn keine Egoshooter da sind @Doors ?

Was hat die vielen Leute aggessiv gemacht, die schon vor Erfindung der Computer durch Gewalttätigkeit aufgefallen sind? Oder Skrupellosigkeit...zum Beispiel die ganzen Manager, die zur Zeit fleißig Leute rausschmeißen und auf die Straße setzen und selber keine Ego-Shooter spielen.....jetzt werden also schon profitgierige Geschäftspraktiken den Ego-Zockern in die Schuhe geschoben...naja is mal nen Kontrast zum ewig selben Amok-Potential.

Warum gibts unter den Zockern nur ne Hand voll Amokläufer alle paar Jahre? Wenns doch angeblich so ne große Gefahr darstellt. Und was macht alle so sicher, dass ein Spiel Gewaltneigungen auslöst und dass nicht Gewaltneigungen ein Grund sind, das Spiel zu kaufen?

Ich behaupte einfach mal, dass Schlägereien die Gewaltbereitschaft fördern und nicht andersrum! Und dann sag ich noch, dass man Leuten, die in Management-Positionen arbeiten das Kinder kriegen verbieten sollte, weil wir ja wissen, dass Manager korrupte Menschen sind (Zumwinkel & Konsorten) und man muss ja schließlich dafür sorgen, dass nicht deren Kinder auch noch so werden, immerhin fungieren ja die Eltern mit ihrem Einfluss so wie die Computerspiele auf die zigtausenden Amokläufer jedes Jahr.


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Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

09.09.2009 um 03:24
Jeder der mal ein fesselndes Computerspiel gespielt hat, weiß wie lange es einen davon abhalten kann, wichtige Sachen zu erledigen. Das Spiel kann schnell zur Hauptsache werden, während alle anderen Dinge wie Hausaufgaben oder das Üben für eine Arbeit zur Nebensache verkommen. Das darunter die Noten leiden können, dürfte klar sein. Von einem verantwortungsbewußtem Umgang kann hier keine Rede sein. Deshalb bin ich schon dafür, das die Spielzeit pro Tag limitiert sein sollte, damit genug Zeit für alles andere bleibt...

So mancher Politiker würde sich wundern, wer alles Computergames spielt und sich von ihnen beeinflussen lässt. Man kann aber nicht behaupten, das Games immer einen schädlichen Einfluss haben müssen, so mancher hat sich schon an ihnen abreagiert, und vielleicht deshalb nichts dummes in der Realität angestellt. Allerdings ist das keine Dauerlösung. Die Reaktionen auf Games sind so vielfältig wie die Games selbst und die sie spielenden Charaktere. Deshalb kann man sie auch nicht pauschal verurteilen, aber man kann sie auch nicht pauschal freisprechen...


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Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

09.09.2009 um 08:13
@GilbMLRS


Wenn man der Studie von Pfeiffer et al. Glauben schenken will, so verbringt der "bildungsferne" Junge aus der 4. Klasse täglich im Schnitt 149 Minuten vor der Glotze plus 54 Minuten am Computer oder an der Konsole. Das "bildungsnahe" Mädchen nur 50 bzw. 8 Minuten.

Natürlich kann man darüber spekulieren, ob derartige "Studien" nicht Auftragsforschung von "abgehängten Medienkonkurrenten" wie beispielsweise Buch- und Zeitschriftenverlagen sind. Man erinnere sich an den enormen Niedergang der Auflage von Micky Maus in den vergangenen zehn Jahren.


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Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

09.09.2009 um 09:24
@Doors
Pfeiffers Studien sind aber im besten Fall umstritten. Er legt weder seine Verfahrensweise, noch seine Auswertung offen. Er gibt nur seine Schlussfolgerungen wieder. Wenn er sagt, Egoshooter machen agressiv, so stimmt das sogar. Aber sagt er auch für wie lange? Dieses Gefühl dauert nicht lange an. Und machen nur Egoshooter agressiv? Was ist mit Sport, wenn ich grade ein Fussballspiel verliere? Könnte es sein, dass man da auch agressiv wird? Pfeifers Studien sind einseitig und (für Pfeiffer) sicherlich zweckdienlich, denn sie sagen genau das aus, was Herr Pfeiffer hören und verkünden will.
Ich selbst habe einen Bekannten, der Psychologie studierte und eine kleine Studie zum Thema erstellte. Soweit ich mich erinnerte, hielten die negativen Empfindungen nur kurz an, so sie denn überhaupt da waren.

mfg, Ronny


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09.09.2009 um 09:56
@ronnymue


Obwohl die Pfeifferschen Sudien, zumindest was die Zahl der Stichproben angeht, durchaus als repräsentativ zu bezeichnen sind.
2007/08 wurden bundesweit in 61 Städten und Landkreisen 44.600 SchülerInnen 9. Klassen und 8.000 aus 4. Klassen befragt.

Interessant finde ich darüber hinaus die Publikationen von Gerald Hüther, Neurobiologe an der Uni Göttingen, über die Funktionsweise des Gehirns in verschiedenen kindlichen und jugendlichen Entwicklungsphasen. Hier insbesondere die Aussagen zur "Löschfunktion" von starken AV-Reizen auf die Merkfähigkeit bei Lernprozessen.


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Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

09.09.2009 um 10:54
@Doors
Doors schrieb:Interessant finde ich darüber hinaus die Publikationen von Gerald Hüther, Neurobiologe an der Uni Göttingen, über die Funktionsweise des Gehirns in verschiedenen kindlichen und jugendlichen Entwicklungsphasen. Hier insbesondere die Aussagen zur "Löschfunktion" von starken AV-Reizen auf die Merkfähigkeit bei Lernprozessen.
Und so etwas sollte sicherlich untersucht werden. Aber eine Verteufelung, wie sie Pfeiffer betreibt ist in der heutigen Zeit absolut sinnfrei. Die Welt ist multimedial und sie wird es noch in einem viel stärkerem Maße werden. Der Umgang damit muss erlernt werden. Genauso wie die Industrialisierung das Leben der Menschen grundlegend verändert hat, so geschieht dies nun durch die Medialisierung. Im Moment sehen wir den Wandel, bei dem die "Alten" wie Pfeiffer versuchen, das Unausweichliche (die Veränderung) aufzuhalten. Anstatt konstruktiv am Übergang mitzuarbeiten. Bedrückend an Pfeiffer empfinde ich die Engstirnigkeit, die für einen Kriminologen vollkommen unangebracht ist. Selbst einem Laien sollte auffallen, dass die Gründe und Auslöser für Amokläufe, Bildungsrückgang etc. vielfältig sind. Natürlich wäre es schön, wenn man für alles "Schlechte" der Welt genau einen Grund, einen Auslöser finden könnte. Aber die Natur der Welt und des Menschen lässt das nicht zu. Wenn der Kriminologe Pfeiffer das nicht sieht oder sehen will, finde ich das erschreckend.

Aber solche Genearationsprobleme haben sich schon immer von allein gelöst. Wir leben ja schliesslich nicht ewig.

mfg, Ronny


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09.09.2009 um 10:58
@ronnymue


Kriminologen haben natürlich auf Grund ihres Jobs erst mal immer einen defizitorientierten Blick. Interessant wäre, zu wissen, wer solche aufwendigen Studien finanziert. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels? Die Stiftung Lesen? Bertelsmann?


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09.09.2009 um 11:02
@Doors
Studien haben oft einen faden Beigeschmack. Besonders wenn es um gesellschaftliche Probleme geht. Dort ist es leicht, die Ergebnisse in die eine oder andere Richtung zu bringen. Gerade Umfragen haben ein enormes Potential zur Manipulation.

Und nur zur Klarstellung: Ich selber werde meinen Kinder keine Spiele erlauben, die nicht für ihr Alter freigegeben sind und(!) die ich nicht selbst angetestet habe.


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09.09.2009 um 11:17
@ronnymue



Meine Kinder, 11 und 9 Jahre alt, haben pro Woche eine "Medienzeit" von 3 Stunden. Dank Ganztagsschule und zahlreicher anderer Hobbies nutzen sie die, zumindest im Sommer, ohnehin nie aus.


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Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

09.09.2009 um 11:21
@Doors
In diesem Alter muss es auch nicht mehr sein. Über die genauen Zahlen mache ich mir in ein paar Jahren (jetzt sind sie 2 und 4 Jahre jung) Gedanken.


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Computerspiele schädlich oder sogar fördernd?

09.09.2009 um 14:26
Pfeiffer war schon immer ein erklärter Gegner von Bildschirmen, ich tu mich da irgendwie schwer ihm abzukaufen das er vorurteilsfrei an die ganze Sache ranging


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