Bitcoins - Die neue Währung mit Zukunft?
um 08:42da diese Frage vor 15, bald 16 Jahren gestellt wurde, finde ich es schon fair zu sagen, das wir aus Sicht der urspruenglichen Threaderstellung in der Zukunft sind. Und jeder versuch Bitcoin als Zahlungsmittel in die Breie zu bringen ist miserabel gescheitert (Lightning an Liquiditaetslimits, den hohen Transaktionskosten fuer on-chain transaktionen und das nodes immer online sein muessen, El Salvador an mangelhafter akzeptanz). dafuer ist es voellig unerheblich, wie hoch der Bitcoin kurs ist, oder wieviele damit spekulieren (daher ist das ganze von wegen "Bitcoin ist auf Wallstreet angekommen" schnurzepiepegal, da das alles reine spekulanten sind). Ganz im gegenteil - wenn Bitcoin jemals anstalten machen wuerde, sich zu stabilisieren (eine Voraussetzung dafuer, das es als Zahlungsmittel brauchbar wird) wuerde jeder Hodler der bei Verstand ist sofort abstossen, weil das bedeuten wuerde, das der endlose anstieg sein Ende gefunden hat.EZTerra schrieb:wenn du dich auf den threadtitel beziehst, dann ist das eine frage und die ist noch nicht abschließend geklärt.
da ich deine persoenlichen Lebensumstaende nicht kenne, kann ich dir natuerlich nicht genau sagen, was du uebersiehst (ich habe jedenfalls nicht den Eindruck das du die Sorte person bist, die tatsaechlich alles bedacht hat. Zum Beispiel den Fall das du dich in einem Rechtsstreit findest und die Rechtsschutzversicherung - du hast doch ein, oder? - die Anwaltskosten nicht deckt. Oder irgendwas anderes an das du nicht gedacht hast (du bist nicht perfekt).Es hat seinen Grund, warum die generelle Empfehlung ist, mindestens 3 monate essentielle Ausgaben liquide vorliegen zu haben.), aber selbst wenn ich das fuer voll nehme, ist das ein Privileg deiner aktuellen finanziellen Situation und keine Eigenschaft von Bitcoin. Ein Asset, das man nur halten kann, wenn man im Falle eines 50%-Crashs trotzdem genug Cash im Keller hat, um saemtliche Notfaelle abzudecken, ist kein 'Wertspeicher', sondern ein spekulatives Investment fuer Leute mit ausreichendem Polster. Für den Durchschnittsbuerger waere eine solche Volatilitaet existenzbedrohend.EZTerra schrieb:nein, ich sehe kein szenario, wo ich persönlich grüßere mengen cash bräuchte. ich kann im notfall alles abdecken, was passieren kann.
und du bist immer up-to-date ueber alle Systeme die du benutzt, die systeme auf die du wechseln wuerdest und koenntest im Fall das eine Sicherheitsluecke entdeckt wird sofort handeln und alles ins trockene bringen ohne dabei so hastisch sein zu muessen das dabei andere sicherheitsluecken auftrten? Und jeder andere der Coldwallets vertraut muss da genauso vorsichtig sein?EZTerra schrieb:es gibt immer unbelehrbare oder vielleicht haben die die sicherheitslücke auch nicht mitbekommen.
hatten sie. Und genau das war dort der Angriffspunkt.EZTerra schrieb:so eine exchange braucht eine ganz andere sicherheitsarchitektur, als ich als privatperson. die verwalten ganz andere mengen an vermögen. in so einem rahmen und als unternehmen, wo vermutlich mehrere leute zugriff auf die wallet oder wallets brauchen würde ich auf multisigverfahren setzen.
EZTerra schrieb:ich als privatperson bin da etwas anders aufgestellt. in meinem rahmen habe ich maximale sicherheit und brauche aktuell nichts verändern. ich sehe mich auch nicht als primäres angriffsziel, einfach weil es da weitaus lohnendere ziele gibt.
“We’re Too Small to be a Target”: Debunking the Top 5 Cyber Myths for NSW SMEsQuelle: https://www.southsidebrokers.com.au/were-too-small-to-be-a-target-debunking-the-top-5-cyber-myths-for-nsw-smes/
die Idee man sei zu klein, um ein Ziel su sein, ist einer der gefaehrlichsten und verbreiteten Fallstricke.
das eine Cold wallet nicht inherent sicher ist, hatten wir ja schon. Und hier beweist du mal wieder, dass du das Blockchain-Trilemma nicht verstanden hast. Was du beschreibst, ist kein 'Loesung' für das Trilemma, sondern ein muehsamer Workaround, der die Unbrauchbarkeit als Waehrung gerade erst unterstreicht.EZTerra schrieb:es gibt da aus meiner sicht eine einfache lösung. große mengen kapital sicher in cold storage verwahren und alles für den alltäglichen gebrauch auf der hot wallet.
Ueberlege mal: Wenn jemand fuer seinen Alltag eine Hot Wallet nutzt, ist diese per Definition weniger sicher (da online). Wenn er Geld von Cold auf Hot oder umgekehrt verschiebt, erzeugt er Transaktionskosten und Wartezeiten (und der Aufwand um absolout sicherzustellen, das er keinen Fehler dabei gemacht hat, ). Wenn er in einer Situation ist, in der er ploetzlich mehr Geld braucht (die oben erwähnte ungeplante Ausgabe) als auf der Hot Wallet liegt, dann hat es sich das mit der Einfachheit.
nicht wirklich das Problem adressiert. Es ist immer noch so, das Bitcoins fundamentale Eigenschaften es ungeeignet als Zahlungsmittel machen, und jede konstruktion die das versucht zu fixen unweigerlich zusaetzliche Komplexitaet einfuehrt die Fehleranfaellig und/oder angreifbar ist und die angeblichen Vorteile von Bitcoin zerstoert.EZTerra schrieb:s.o.

