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Doppelmord Babenhausen

26.267 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 2009, Nachbar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Doppelmord Babenhausen

Doppelmord Babenhausen

20.05.2014 um 23:26
@soisser

Der BGH muss abschmettern, wenn der Antrag fehlerhaft ist, unabhängig davon, ob er
inhaltlich begründet ist. Er muss auch abschmettern, wenn die Abgabefrist nicht
eingehalten wurde, auch unabhängig vom Inhalt.
Es gibt Gesetze und Vorschriften, werden die nicht eingehalten, läuft nichts, da hat der
BGH keine Entscheidungsmöglichkeit.


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Doppelmord Babenhausen

20.05.2014 um 23:28
@soisser

Und ja, sagte ich ja, wir haben zu wenig Opferunterstützung, aber wenn wir deshalb Tätern die Möglichkeiten entziehen, die ein Rechtstaat nun mal vorsieht, haben wir keinen Rechtsstaat mehr .

Und ein als tatverdächtig Angeklagter verliert mit dem Anklagevorwurf ja nicht seine Menschenrechte. Deshalb ist es richtig und gut, dass gegebenenfalls Pflichtverteidiger gestellt werden.
Und der Einsatz von Gutachtern und Therapien usw. kommen ja nicht nur dem Verurteilten zugute, sondern auch der Gesellschaft, in die ein Verurteilter irgendwann wieder entlassen wird, oder eben auch nicht.


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Doppelmord Babenhausen

20.05.2014 um 23:29
Zitat von KerryKerry schrieb:Der BGH prüft doch nur, ob das Urteil rechtsfehlerfrei ist, der vom Gericht festgestellte
Sachverhalt wird nicht angegangen. Ermittlungsakten werden nicht überprüft, die BGH Richter
sind weder IT Experten noch Waffenspezialisten, könnte da folge dessen auch keine Fehler finden,
wenn welche wären.


Nach deiner Logik dürfte es keine unschuldig Verurteilten geben, wenn der BGH das in jedem Fall
merken müsste.
schon klar, aber es kann nicht angehen, nur weil er richtig schreibt...das es dann so gut wie keine Möglichkeit mehr gibt, außer WAV und EGH, einen neuen Prozess einfacher wieder aufzunehmen...


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Doppelmord Babenhausen

20.05.2014 um 23:33
@soisser

Das ist das Vertrackte, wen jemand erst mal revisionsicher verurteilt wurde. Vor allem, wenn man bedenkt, wie hoch die Hürden für ein WAV gesteckt sind. Diese Gesetzesvorgabe gibt einem unschuldig Verurteilten nur minimalste Chancen, aus dieser Situation wieder herauszukommen.
Und auch das ist, m.E. durchaus zu bemängeln.


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20.05.2014 um 23:34
@soisser

Das ist aber leider so, deshalb ist die Chance auf eine erfolgreiche Revision auch recht gering.
Ein Urteil vom Landgericht ist nur schwer zu knacken, die Beweiswürdigung der Richter hat
einen hohen Stellenwert.


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Doppelmord Babenhausen

20.05.2014 um 23:35
@soisser

Das ist so, weil das deutsche Rechtssystem davon ausgeht, dass keine Fehlurteile gesprochen werden. Deswegen sind die Hürden durch die Instanzen auch so hoch. Das Recht, wie es sich das gemeine Volk vorstellt, gibt es in einem Rechtsstaat nicht.


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20.05.2014 um 23:37
Alte Juristenweisheit - recht haben und Recht bekommen , sind 2 Paar Stiefel.


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20.05.2014 um 23:38
@BigMäc

Und diese Weisheit stimmt. Leider.


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20.05.2014 um 23:44
@stop_crime

Ja, leider. Ich bin mit dieser Weisheit aufgewachsen und kann mich gut erinnern, wie ich als Kind und Jugendlicher oft völlig anderst entschieden hätte, bei Fällen , die man bei Tisch rekapitulieren liess.
Da stand mein damals "naiver" Gerechtigkeitssinn dem Empfinden des gemeinen Volkes gleich und als ich dann Teenager war, hat es deshalb bei uns am Tisch oft mehr "gekracht", als in manchem Gerichtsaal ;-)


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21.05.2014 um 00:06
@BigMäc

Kann ich mir gut vorstellen. Den Glauben an den Rechtsstaat habe ich schon lange verloren. Solche Fälle und viele andere geben mir recht.


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21.05.2014 um 00:19
@stop_crime


Jedes Fehlurteil ist ein Fehlurteil zu viel, das wird wohl jeder Mensch mit einem gesunden ethischen und moralischen Empfinden so sehen. Aber, gemessen an der Zahl der jährlich geführten Strafprozesse, dürfte die Anzahl der Fehlurteile trotzdem RELATIV gering sein. Deshalb sehe ich den Rechtsstaat durchaus als weitgehenst gut funktionierend an. Was wir allerdings dringend bräuchten, wären Reformen gerade in Hinblick auf Revisionen und WAV -Bedingungen. Und was wir, m.E. ebenso dringend bräuchten, wäre eine unabhängige Instanz, die Richter und StA überprüft und gegebenenfalls auch entsprechend zur Verantwortung zieht.

@soisser sprach vorhin , berechtigt, von zu wenig Opferunterstützung, aber, auch Opfer von Fehlurteilen sind Opfer und stehen im Fall des Falles recht schutzlos da.
Deshalb , @soisser , ist es gut, dass es Menschen gibt, die sich wie die Mitglieder von Monte Christo e.V. für Opfer von Fehlurteilen einsetzen und das auch bei Urteilen, die in ihrem Entstehen , Zweifel bieten.
Denn, wer sich am Ende nie verantworten muss, das sind Richter. Die können, wenn ihnen danach ist, selbst nach nachgewiesenen Fehlurteilen , mit den Schultern zucken und unbehelligt zur Tagesordnung übergehen.


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21.05.2014 um 08:53
@Rorschach
Zitat von RorschachRorschach schrieb:Aber das was im Urteil steht ist für mich fachlich einwandfrei und nachvollziehbar.
Das sehe ich nicht so. Es ist weder fachlich einwandfrei noch komplett nachvollziehbar. Wir hatten das ja hier schon, aber leider nicht ausdiskutiert.

Vorab: Der user-agent-string wird vom Browser geliefert
Wenn von user-agent-string im Urteil die Rede ist und dieser so aufgebaut ist wie im Urteil dargestellt, ist es auch genau der der von Browser übermittelt wurde und nicht irgendwie anderes zustande gekommen.

2. der user-agent-string ist leicht manipulierbar
D.h. jemand der Wert auf seine Privatsphäre legt, rumspielt oder etwas verheimlichen will, kann den user-agent-string der an den Webserver übermittelt wird, leicht manipulieren. Diesem Fakt ist im Urteil überhaupt nicht Rechnung getragen worden.

3. IE 7.0 wurde erstmalig mit der auto-update-Funktion mit hoher Dringlichkeitsstufe ausgerollt.
Es wird einerseits im Urteil behauptet die Update-Funktion wäre ausgeschaltet gewesen. Andererseits beruft man sich auf die Werkseinstellungen. Die Werkseinstellung war aber "EIN" nicht "AUS". Im Urteil wird für mich nicht klar welche Update-Funktion überhaupt gemeint war. Bis IE6.0 waren Updates des Browsers nicht in die Auto-Update Funktion des Systems eingebunden. IE7.0 wurde erstmalig und mit hoher Dringlichkeit über die Auto-Update-Funktion des Systems ausgerollt. D.h. es ist nicht unwahrscheinlich dass auch ADs Rechner automatisch mit IE7.0 versorgt wurde (und sich dadurch die Probleme an seinem Rechner häuften).

4. Es gab Probleme mit IE7.0 und der Darstellung verschiedener Websites, so dass Microsoft ein Fix anbot der den IE7.0 nach außen (einschließlich des user-agent-strings) als IE 6.0 darstellte
D.h. Systeme die eigentlich IE7.0 drauf hatten, wiesen sich per user-agent-string als IE6.0 Syteme aus. Das ist nicht geprüft worden und bedeutet, dass es evtl. einen Treffer gegeben hätte. ADs Rechner war ja kein Treffer, sondern nur das einzig verbliebene System welches diese Konfiguration gehabt haben könnte. Auch das wurde weder geprüft noch im findet es irgendwie seinen Niederschlag im Urteil

5. Der user-agent-string ist bei einem Zugriff per RDP und dem dann anschließenden Surfen auf dem Remotesystem, eben der user-agent-string des Remotesystems.
Der Gutachter stellt fest, dass es x Zugriffe per RDP vom Admin aus auf ADs Rechner gegeben hat, verfolgte dies aber nicht weiter weil das System des Admin ja eine andere Konfiguration als der gesuchte user-agens-string hatte. Das ist ein absoluter Fehlschluss, denn wenn der admin per RDP auf ADs Rechner zugriff und dort dann den Browser des Remotesystems nutze, wurde auch der user-agent-string von ADs Rechner übermittelt und nicht der des Admin. Hier ist also versäumt worden zu prüfen, ob zur fraglichen Zeit ein Zugriff durch den Admin stattgefunden hat.


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21.05.2014 um 09:13
Zitat von WirelessWireless schrieb:Hier ist also versäumt worden zu prüfen, ob zur fraglichen Zeit ein Zugriff durch den Admin stattgefunden hat.
Der -warum genau- ausgerechnet an diesem Tag über ADs Rechner googeln sollte, wenn er das vorher ausschließlich über seinen eigenen Rechner/Benutzungskonto tat?


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21.05.2014 um 09:56
@Wireless,

Du willst damit sagen, dass theoretisch auch der Admin die silencer-Seite hätte aufrufen können.
Das Gericht dürfte sich dann die Frage stellen, weshalb er dies "verheimlicht" und dafür sogar in Kauf nimmt, dass ein Unschuldiger lebenslang hinter Gitter geht. Ein Motiv für die Tat durch den Admin ist ja wohl nicht vorhanden. Ich halte es gelinde gesagt für äußerst schwierig ein Gericht davon zu überzeugen.


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21.05.2014 um 10:42
@BigMäc
was macht dich so sicher das es ein Fehlurteil ist?


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21.05.2014 um 11:19
@Wireless
ist ja alles schön und gut - aber zeitlich gesehen (Telefonat mit der Ehefrau) war AD anwesend zur Zugriffszeit. Warum sollte der Admin dann zugreifen wenn er da irgendwo rumturnt. Er hätte ja dann nur einen Grund - AD zu belasten. Und das 2 Monate vor der Tat. Das ist doch Unfug.


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21.05.2014 um 11:53
Zitat von AkkarsyAkkarsy schrieb:ist ja alles schön und gut - aber zeitlich gesehen (Telefonat mit der Ehefrau) war AD anwesend zur Zugriffszeit. Warum sollte der Admin dann zugreifen wenn er da irgendwo rumturnt. Er hätte ja dann nur einen Grund - AD zu belasten. Und das 2 Monate vor der Tat. Das ist doch Unfug.
wenn er dort war hätte er es ja sagen können und Herr D. wäre in der Sache aus dem Schneider.- hat er aber nicht, zumal er auch keinen Bezug und Motiv hatte.


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21.05.2014 um 11:57
von dem Zeitfenster her müsste der Admin auf der Lauer gelegen haben, um an den PC von A.D. zu kommen...er saß doch bestimmt auch in seinem Büro, da hätter er auch gleich in die Tasten hauen können...er hat ja sowieso das wichtigste(für ihn) gelöscht.


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21.05.2014 um 12:16
es gibt ja auch verschiedene Remote Steuerungen -

A) der User muss die Steuerung am Rechner bestätigen (ist die Datenschutzmässig erlaubte Art)
B) der Remoterechner nimmt dem User den PC quasi weg (Server werden bei uns so beackert)
C) der Remotezugriff kuckt zu und kann dann auch selbst was machen. Wenn er nichts macht oder der User nicht am Rechner ist merkt er davon nichts.

müsste also Variante C sein demnach. Das Risiko das AD aber wieder an den Rechner kommt und sieht das da wer rumfummelt ist doch riesig. Wenn es nur um die Recherche gegangen wäre gäbe es bessere Sachen wie Tor o.ä.
Also müsste es um gezielte Belastung von AD gegangen sein.


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21.05.2014 um 12:20
Zitat von AkkarsyAkkarsy schrieb:es gibt ja auch verschiedene Remote Steuerungen -

A) der User muss die Steuerung am Rechner bestätigen (ist die Datenschutzmässig erlaubte Art)
B) der Remoterechner nimmt dem User den PC quasi weg (Server werden bei uns so beackert)
C) der Remotezugriff kuckt zu und kann dann auch selbst was machen. Wenn er nichts macht oder der User nicht am Rechner ist merkt er davon nichts.

müsste also Variante C sein demnach. Das Risiko das AD aber wieder an den Rechner kommt und sieht das da wer rumfummelt ist doch riesig. Wenn es nur um die Recherche gegangen wäre gäbe es bessere Sachen wie Tor o.ä.
Also müsste es um gezielte Belastung von AD gegangen sein.
klar @Akkarsy aber meinst du wirklich es wurde soviel Meckes in der Firma gemacht, nur um diesen einen Zugriff zu verschleiern...


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