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Die Isdal Frau

1.752 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Frau, Mysteriös, Spionage, Kalter Krieg, Norwegen, Bergen, Nov1970, Isdal

Die Isdal Frau

08.03.2017 um 13:14
@all
Für mich ist diese Lebensborn- Idee eine Idee unter mehreren, über die man ganz viel spekulieren, aber bislang wenig Handfestes sagen kann, wie einige von Euch hier ja schon geschrieben haben. Mit Lebensborn hatte ich mich aus anderen Gründen als der Isdal- Frau beschäftigt, aber das Foto der falschen Aud Rigmor Gräfe, das im Spiegel '97 abgedruckt war, machte mich etwas stutzig...

@Petrocek schrieb:


Außerdem schien sie den Beschreibungen nach genau das Gegenteil von blond und blauäugig zu sein, was aber sowohl für die echten als auch aus Glaubwürdigkeitsgründen für die imitierten Lebensborn-Kinder quasi Grundvoraussetzung gewesen wäre.

Stimmt, die Isdal-Frau war nicht blond und blauäugig, aber nach den Fotos z.B. im Spiegel 1997
waren weder die echten noch die falschen Lebensborn- Kinder alle blond und blauäugig oder sahen nordisch aus. Und wie @Bellaso schon schrieb, es worden auch slowenische ( im übrigen auch polnische und andere im Osten) geborene Lebensborn- Kinder verschleppt. Das spricht also nicht in jedem Fall gegen eine Verbindung.
Aber auch die von dir erwähnte Spionage- Spur oder die Fälscher-Spur sind für mich Optionen.
@Gabi0558
@spiky73
Warum Bankangestellte sich nicht erinnern konnten? Mhm,dafür mag es eine einfache Erklärung geben:
Die Polizei ermittelte intensiv etwa 3-4 Wochen, bevor sie zurückgepfiffen wurde, weil durch den Ermittlungsleiter Parole "Sebstmord" ausgegeben wurde. Damit kamen alle Ermittlungen zum Erliegen.
Für diese kurze Zeit hatten sie schon Beachtliches bearbeitet (Identitäten- Ermittlung, Interpol-Anfragen etc. etc. ) Vielleicht war man einfach noch nicht so weit gekommen...?

@yasumi
Sollte es irgendeine Verbindung zu Lebensborn geben, ergibt das erstmal nur Sinn, wenn sie aussteigen wollte. Aber da bleiben die Fragen offen, die du ja auch stellst...


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 13:35
yasumi schrieb:Wenn sie aussteigen wollte und auf der Flucht vor dem DDR Nachrichtendienst war, und deswegen ihre Namen wechselte und umherreiste: Warum immer wieder an die selben Orte zurückkehren, warum sich als Ausländerin ausgeben, mit dem Flugzeug reisen?
Natürlich gäbe das Ausstiegsmotiv nur einen Sinn für einen solchen Bestrafungstod, wenn es erst am Ende des Jahres 1970 in die Tat umgesetzt werden sollte und vielleicht zu der Zeit bekannt geworden war. Keine Organisation würde eine in ihren Diensten Stehende das ganze Jahr mit irgendwelchen kostspieligen Missionen betrauen, wenn schon bekannt wäre, daß sie eine "Wackelkandidatin" ist.


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 13:49
Die Geschichte des Agenten Hempel in dem Spiegel-Artikel ist ja eher Anti-Bond-mäßig. Sehr dilettantisch. Den würden wir auch als Spion nicht erkennen. Außerdem geht aus diesem Artikel hervor, dass sich der norwegische Geheimdienst der Stasi-Tätigkeit in Bezug auf die Lebensborn-Kinder bewusst war. 

Einem Herrn Peiser wurde eine Ehefrau zugeschoben (eben jene falsche Frau Gräfe), deren Foto der Isdal-Frau sehr ähnelt. Wo ist diese Frau abgeblieben - angeblich ist sie ja 1973 wieder in Köln aufgetaucht.

Meine Tochter hat in Norwegen studiert und in einer WG mit anderen Norwegern gelebt. Außer 1 (!) Kommilitonen hatte niemand blonde Haare und blaue Augen. 

Die Norweger sprechen durch die Bank weg Englisch, aber ob die einen falschen Deutschen oder Franzosen am Dialekt erkennen könnten, glaube ich eher nicht. 

Die Scheck-Mafia-Geschichte macht doch nur Sinn, wenn an den Orten, an denen sie sich aufgehalten hat (oder in deren Nähe), auch gefälschte Schecks aufgetaucht wären. Wäre dies der Fall, würde doch irgendein Hinweis in den Unterlagen zu finden sein.

Ist es auch nicht ungewöhnlich, dass nach intensiven 4-wöchigen Ermittlungen diese abrupt eingestellt werden und der Fall als Selbstmord qualifiziert wird ? Noch dazu, wenn zuvor Geheimdienste in anderen Ländern beteiligt werden.  

 


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 13:57
Gabi0558 schrieb:Die Scheck-Mafia-Geschichte macht doch nur Sinn, wenn an den Orten, an denen sie sich aufgehalten hat (oder in deren Nähe), auch gefälschte Schecks aufgetaucht wären. Wäre dies der Fall, würde doch irgendein Hinweis in den Unterlagen zu finden sein.

Ist es auch nicht ungewöhnlich, dass nach intensiven 4-wöchigen Ermittlungen diese abrupt eingestellt werden und der Fall als Selbstmord qualifiziert wird ? Noch dazu, wenn zuvor Geheimdienste in anderen Ländern beteiligt werden.  
Das ähnelt auch meinen Gedanken: Die Erklärung zur Geheimsache mit jahrezehntelanger Sperrung für die Öffentlichung sowie die offiziell bald als Selbstmord verkaufte Darstellung seitens der norwegischen Behörden sprechen klar gegen eine bloße "umfangreiche Betrugsgeschichte".


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 16:41
Hallo,

ich lese hier schon länger mit (nicht den gesamten Thread).

Daher weiß ich nicht, ob die beiden Artikel neue Infos beinhalten.

Dieser ist in Englisch, aber gut verständlich:
http://scienceblogs.de/klausis-krypto-kolumne/2017/02/21/the-isdal-woman-mystery-revisited/

Dieser ist im ersten verlinkt, kommt aus Norwegen, ist aber auf Deutsch:
https://www.nrk.no/dokumentar/xl/das-ratsel-von-isdalen-1.13249266

Ich fand beide ganz gut.

LG Ilyana


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 17:32
@Gabi0558


Wo ist diese Frau abgeblieben - angeblich ist sie ja 1973 wieder in Köln aufgetaucht.

Na ja, ob sie dort tatsächlich aufgetaucht ist, ist noch die Frage. Ich hab das aus dem Zeitungsartikel so verstanden, dass sie ihren Umzug gemeldet hat. Das kann ja auch schriftlich passiert sein?
Wenn du über deine Tochter Beziehungen zu Norwegen hast, verstehst du evtl. ein bisschen norwegisch? Denn mir ist nicht klar geworden, woher "Aftenposten" die Informationen hat- ich habe aus dem Zusammenhang geschlossen, dass man die von den norwegischen Botschaften hat? Oder vom Geheimdienst (damals POT)?
@snowdon und @Gabi0558
Ja, dass die Ermittlungen so aprupt aufhörten und auch dass sich der norw. GHD POT so früh einschaltete (wie heute bekannt), bis 2002 jegliche Kenntnis des Falles aufs Schärfste dementierte, ist in der Tat sehr merkwürdig.
@Ilyana
Danke für die Links.:-). Aus "Klausis Krypto- Kolumne" war - meine ich-  hier bisher nur der deutsche Strang geposted worden, der aber andere Infos enthält.  Die NRK- Dokumente waren hier schon häufiger besprochen worden.
Ich halte die Links auch für recht verlässlich.


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 19:41
http://scienceblogs.de/klausis-krypto-kolumne/2017/02/21/the-isdal-woman-mystery-revisited/

Klausis Krypto-Blog übernimmt aber auch nur unkritisch irgendwelche Informationen...

"In 1970 the corpse of a woman was found near Bergen, Norway. In her car police found encrypted notes."

Woher hat die Dame plötzlich ein Auto???


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 19:41
@Gabi0558
Kann ich so bestätigen.

@Ilyana
Im norwegischen Bericht steht was von einer Flasche Alkohol, welcher in einem Vinmonopolet gekauft worden ist. Woanders hat es die damals ja noch nicht gegeben. Als ich vor einigen Jahren in so einem Geschäft gewesen bin, sogar das, welches auf dem Bild des zugehörigen Wikipedia-Artikels zu sehen ist, hatte ich den Eindruck, dass das ganze recht gewissenhaft kontrolliert worden ist (Ausweis usw.). Anscheinend hat man wohl nicht ermitteln können, wo die Flasche gekauft worden ist und von wem. Mittlerweile haben ja auch schon manche Supermärkte solche Abteilungen. Ich kann mich noch dran erinnern: Jägermeister hinter Glas und ca. 60 oder 70 € die Flasche. Da staunt man erstmal nicht schlecht.


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 20:04
@spiky73
Oh, das ist ja voll daneben. Hatte eher den dtsch. Text, und da die Beiträge von Thomas und besonders auch Bjarne gemeint, der viele Texte aus dem Norwegischen übersetzt hat.


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 20:05
@Ligala
Bitte!!! :-)

@spiky73
Stimmt, dass mit dem Auto war mir gar nicht aufgefallen. Hatte ich bisher auch nicht gehört. Vielleicht, sollte es doch stimmen, ein Mietauto?

@raptor83
Die Flasche war wohl halbleer. Von Alkohol bei ihr im Blut habe ich (glaube ich bisher) nichts gehört. Wer hat diesen "Klosterlikör" getrunken? Hört sich für mich nach starkem Zeug an.


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 20:18
@Ligala
@Ilyana

Keine Ahnung, wie üblich und/oder verbreitet waren damals Mietautos (Pkw)?

Mich wundert halt nur, daß da völlig unkritisch irgendwelche "alternative Fakten" immer verbreitet werden, wie das mit den abgerubbelten Fingerkuppen. Das beißt sich ja eigentlich mit der Tatsache, daß man mit den damals bekannten Techniken Fingerabdrücke von der (angekokelten!) Leiche gewinnen konnten, die so gut waren, daß man sie mit den Abdrücken auf der Sonnenbrille vergleichen und einen Treffer vermelden konnte... Und wenn dann in einem Artikel die manipulierten Fingerkuppen erwähnt werden und zwei Abschnitte darunter der positive Fingerabdruck-Vergleich (im französischen oder englischen Wikipedia-Artikel der Fall), so daß man sich unweigerlich fragt, ob die Verfasser die Artikel beim Bearbeiten überhaupt durchlesen...

Und dann taucht plötzlich so eine Bemerkung auf wie das Auto, wo dann gar nicht klar ist, ob das ein Übersetzungsfehler ist, oder ob dem Artikel neue Erkenntnisse zugrunde liegen, die gar nicht als solche gekennzeichnet waren...


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 20:21
@spiky73
Tja, ausser in dem von dir verlinkten Text finde ich keine Informationen über ein Auto.  Was auch immer das bedeutet. Möglicherweise ein Übersetzungsfehler oder doch alternative Fakten?

@Ilyana
Wird schon ein paar Umdrehungen haben. Ich habe nur nichts von Alkohol gelesen, sondern immer "nur" von Schlaftabletten, CO und Feuer. Und es muss wohl Spuren von Benzin gegeben haben, was bei den Brandwunden ja nicht verwunderlich ist. Der Likör wird wohl nicht genug Alkohol enthalten, um ihn als Brandbeschleuniger nutzen zu können.


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Die Isdal Frau

08.03.2017 um 20:24
@raptor83

Und ich habe eigentlich nur der Übersicht halber den Link weiter oben von @Ilyana nach unten gezogen...


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Die Isdal Frau

09.03.2017 um 08:11
@Ligala@
leider spreche ich gar kein norwegisch. Mein Tochter spricht norwegisch, wohnt aber nicht mehr da. ich werde sie über das Wocheende mal fragen, ob sie was übersetzen kann. Um welchen Artikel handelt es sich genau?


Ich habe  gestern noch mal das Bild im Spiegel-Artikel  mit der Zeichnung in der Doku des norwegischen Fernsehens verglichen. Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Für mich ist das die Isdal-Frau.

Fällt das sonst niemanden auf? Woher stammt das Foto aus dem Spiegel-Artikel? Was geschah mit Herrn Preiser, dem angeblichen Ehemann?

Das muss doch festzustellen sein!



 


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Die Isdal Frau

09.03.2017 um 08:18
@Gabi0558
Gibt es das Foto irgendwo im Internet?


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Die Isdal Frau

09.03.2017 um 08:40
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8724926.html


Bitte die PDF Version aufrufen, da erscheint der Artikel mit Fotos.


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Die Isdal Frau

09.03.2017 um 08:55
@Gabi0558
Vielen Dank.


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Die Isdal Frau

09.03.2017 um 09:09
@raptor83
Ich glaube Likör hat zu wenig Prozent, um als Brandbeschleuniger zu dienen.

Ich habe mir auch die Fotos angeschaut, finde die Ähnlichkeit nicht besonders groß. Aber die Zeichnung und das Foto sind auch schwer zu vergleichen.


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Die Isdal Frau

09.03.2017 um 09:40
@Gabi0558

Es handelt sich um diesen Artikel, den ich nur in  pdf - Version gefunden habe:

 http://www.sno.no/files/documents/115210.pdf

Ich hatte das, was ich mühselig da herausfiltriert habe, in meinem gestrigen Beitrag um 17.57Uhr zusammengefasst. Ich will nur nur sicher gehen, dass ich den Sinn nicht entstellt habe und nichts vergessen habe.
Meine Vermutung ist, dass die Spiegel- Autoren Mascolo/Schumacher das Foto von Aud Rigmor Harzendorf (Gräfe) bekommen haben. Sie hatte nach der Wende 7 Jahre nach ihrer Doppelgängerin gesucht u.a. bei der (damaligen) Gauck- Behörde und in einem Archiv in Oslo. (Dass das Foto die tatsächliche Doppelgängerin zeigt, davon gehe ich aus, denn bei einem so investigativen und wichtigen Artikel werden die doch als hochkätig bekannten Jurnalisten nicht geschludert haben.)
Für meine Vermutung habe ich u.a. einen Hinweis in einem Artikel (den ich im Moment nicht finde!) aus der Los Angeles Times vom 21. Januar 2001 gefunden, die ein Interview mit Harzendorf gemacht haben will. Herausgeschrieben habe ich mir daraus (keine wörtlichen, sinngemäße Angaben):
 
"Sie (die Doppelgängerin) wird immer noch vom Geheimdienst gesucht" sagt Harzendorf... Sie zeigt ein Foto aus ihrem Erinnerungsalbum, in dem sie alle gefundenen Informationen gesammelt hat.
"Ich habe alles herausgefunden, was ich wissen wollte" sagt sie.

@Ilyana
Ich sehe schon eine gewisse Ähnlichkeit, besonders mit der Zeichnung von 1970: Sie ist u.a. hier links oben abgebildet:
http://scienceblogs.de/klausis-krypto-kolumne/2015/02/05/der-verschluesselte-tagebuch-eintrag-der-isdal-frau/#comment-20...
Diese Zeichnung wurde bei der Fahndung benutzt und ist oft veröffentlicht.


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Die Isdal Frau

09.03.2017 um 09:55
@Ilyana
Ich gehe fest davon aus, dass die Information mit dem Auto nicht stimmt. Es widerspricht allem, was bekannt ist, vor allem auch dem, was das norwegische Fernsehen NRK in den letzten Monaten an Dokumenten,Faksimile, Zeugenberichten ... veröffentlicht hat. Tatsache ist, der Block mit dem Code wurde in einem der Koffer gefunden.
Genau so verhält es sich m.E. mit den "abgeschliffenen" Fingerkuppen, die es auch nie gegeben hat. Die Tatsachen (dokuentierte Fingerabdrücke ) sprechen dagegen.


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