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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

934 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Suizid, Unbekannt, Wien ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

25.11.2020 um 19:50
Hi!
Ich hatte vor wenigen Tagen ein kürzlich hochgeladenes Video gesehen (wo ich nicht weiß ob ich es posten darf), in dem am Ende behauptet wurde das PB dank dieser Privaten DNA Analysen die man heutzutage online machen kann identifiziert werden konnte. Ein deutsch der keinen Kontakt mehr mit seiner Familie hatte, weshalb er nicht vermisst wurde.
Die Familie wolle anonym bleiben.

Ich hab mich dumm und dämlich gesucht und finde dazu nichts. Jetzt dachte ich bis vor wenigen Tagen immer der Herr der dieses Video gemacht hat wäre eine verlässliche Quelle mit guter Recherche.

Kann mir jemand helfen eine andere Quelle dazu zu finden?


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

27.11.2020 um 10:08
Zitat von ApocharliepseApocharliepse schrieb:Kann mir jemand helfen eine andere Quelle dazu zu finden?
Lies dir die Beiträge auf Seite 37 vom 29.06 um 12.45 Uhr und 17:23 Uhr durch. dort könntest du fündig werden.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

27.11.2020 um 10:17
@schluesselbund
Danke!
Sehr hilfreich.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

31.01.2021 um 21:59
Die BILD-Zeitung hat das Thema aufgenommen.
Das wollte ich nur kurz mitteilen.

Was hinter der Bezahlschranke steht, weiß ich nicht.

https://www.bild.de/bild-plus/news/ausland/news-ausland/das-raetsel-um-peter-bergmann-der-mann-der-verschwinden-wollte-75121754,view=conversionToLogin.bild.html


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

03.02.2021 um 16:24
Der erste Mensch, der durch legale aktive Sterbehilfe sein Leben beendete war ebenfalls an Prostatakrebs erkrankt:
Bekannte Fälle von Tötung auf Verlangen
Bob Dent: Der 66-jährige Australier war weltweit der Erste, der sein Leben durch legale aktive Sterbehilfe beendete. Der an Prostatakrebs erkrankte Zimmermann, der seine eigene Krankheit als eine „Achterbahn des Schmerzes“ bezeichnete, verlas nach Einnahme eines tödlichen Präparates einen offenen Brief mit den Worten: „Wenn Sie der freiwilligen Sterbehilfe nicht zustimmen, dann machen Sie keinen Gebrauch von ihr, aber bestreiten Sie nicht mein Recht, sie zu nutzen.“[6] Dent beendete nach 5-jährigem Krebsleiden sein Leben am 22. September 1996 durch nach dem Rights of the Terminally Ill Act erlaubte aktive Sterbehilfe.
Wikipedia: Sterbehilfe

Ich könnte mir vorstellen, dass in diesem Fall ein einsamer, todkranker Mensch für einen Verein (bspw. aus der Schweiz), der für menschenwürdiges Sterben eintritt, in Irland einen letzten Dienst leistete. Er könnte seitens des Vereins angesprochen worden sein, was er davon halte, in Irland einigen Menschen ebenso zu helfen, wie der Verein ihm helfen würde. Vielleicht kam ihm das gelegen, da er möglicher Weise seine eigenen entsprechenden Medikamente nicht an den Verein bezahlen konnte, und mit dieser letzten Reise nach Irland einen Ausgleich herstellen konnte und wollte?


In Irland wird Beihilfe zur Selbsttötung (assistierter Suizid) immerhin mit 14 Jahren Haft bestraft.
„Beihilfe“ zur Selbsttötung bedeutet die Hilfestellung beim Vollzug einer Suizidhandlung durch eine Person, die ein Mittel (meist ein Medikament) zur Selbsttötung bereitstellt. "[13]!
Wikipedia: Sterbehilfe

Möglicher Weise hat er dann eben diese Medikamente zur Selbsttötung an schwerst erkrankte Menschen oder deren Angehörige ausgehändigt, als er jeweils mit diesem lila Beutel loszog. Da das Ganze organisiert gewesen sein könnte, hatte man vermutlich von einem ortsansässigen Betroffenen die Infos, wo man -ohne gefilmt zu werden- die Medikamente übergeben konnte.

Das würde erklären, warum der Mann "ertappt" wirkte, als die Hotelmitarbeiterin plötzlich im Zimmer stand.
Möglicher Weise hatte er gerade einige Medikamentenschachteln auf dem Bett liegen.

Und wer weiss, vielleicht verschickte er für jede erfolgreiche Medikamenten-Übergabe eine Karte an eines der Vereinsmitglieder, als Rückmeldung. Mit irgendeinem unverfänglichen Urlaubsgruß aus Irland.

Diese in Irland strafbaren Handlungen haben ihn möglicher Weise dazu veranlaßt, seine wahre Identität gut zu verschleiern.
(Vllt. mag auch aus diesem Grunde ein naher Angehöriger nicht offenbaren wer er war. Es steht ja ggf. auch so ein Verein dahinter.)

Zum Schluß kontrollierte er dann nochmals seine abgearbeitete Liste, zerriß sie in kleine Schnipsel und fuhr an's Meer, um dort mithilfe seiner eigenen Medikamente, Suizid zu begehen.

(Irland ist in der EU. Ich weiss nicht wie er dort eingereist sein wird, ohne dass die Medikamente entdeckt wurden. Ggf. hätte er mit einem Attest belegen können, dass es sich um eigenen Bedarf handelt? Ich denke, die Einreise könnte gut vorbereitet und organisiert worden sein, wenn so ein Verein da mitgemischt hat. Vermutlich funktioniert Medikamentenvsand mit der Post mit höherem Risiko (s. Straftat in Irland).


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

04.02.2021 um 10:04
Ergänzung zu meinem gestrigen Post:
Clive Kilgallen führte am 17. Juni 2009 die Autopsie bei Peter Bergmann durch. Die Ergebnisse enthielten zwei unerwartete Informationen:

Der Pathologe fand keine Anzeichen von „klassischem Ertrinken durch Salzwasser“. Bergmann war also nicht durch Ertrinken gestorben.
Außerdem stellte Kilgallen fest, dass der Mann Prostatakrebs im Endstadium hatte. Die Krankheit war so weit fortgeschritten, dass Kilgallen sicher ist: „Er muss von dem Krebs gewusst haben. Die Metastasen waren bereits in den Knochen und in der Lunge. Er hätte nur noch ein paar Wochen zu leben gehabt.“ Zudem hatte der Mann nur noch eine Niere im Körper, die andere wurde schon vor längerer Zeit entfernt.
Als Todesursache wurde schließlich „akuter Herzstillstand“ angegeben, also ein Herzinfarkt. Der toxikologische Standardbericht wurde durchgeführt, er war ergebnislos. Er deckt allerdings nicht jede Substanz ab, die es gibt.

...

Was seinen Tod am Strand betrifft, so frage sie sich ständig, ob er vielleicht irgendein Medikament zu sich genommen hat, das der Toxikologe nicht getestet hatte.
https://kurier.at/chronik/oesterreich/auf-der-suche-nach-peter-bergmann-wer-ist-der-unbekannte/400663268

Der lange Artikel im "Kurier" fasst den derzeitigen Stand ganz gut zusammen, finde ich.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

04.02.2021 um 14:36
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es deckt allerdings nicht jede Substanz ab, die es gibt. Ob er vielleicht irgendein Medikament zu sich genommen hat, das der Toxikologe nicht getestet hatte.
Selbst wenn man wüsste, welche medikamentöse Substanz zum Tod geführt hat, wäre die Identität noch nicht geklärt.
Dass BP sowas aus der Schweiz mitgenommen hat schliesse ich nahezu 100% aus. Folglich auch, dass er in Irland an Menschen gelangte, oder wie auch immer, um Sterbehilfe Medikamente zu verteilen.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

04.02.2021 um 15:06
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Dass BP sowas aus der Schweiz mitgenommen hat schliesse ich nahezu 100% aus.
Magst Du bitte mitteilen mit welcher Begründung Du das ausschliesst?


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

04.02.2021 um 16:58
Also das Peter Bergmann im Auftrag eines Schweizer Sterbehilfevereins tödliche Medikamente an Personen mit Sterbewunsch verteilt hat, halte ich persönlich für sehr, sehr unwahrscheinlich, da es ja recht viele Personen gewesen sein müssen, die er beliefert hat, und das dann keine Gerüchte entstehen bzw. das dann nichts durchsickert und jeder dichthält ist sehr unwahrscheinlich.

Das Peter Bergmann aber Schweizer war oder Kontakte in die Schweiz hatte will ich nicht ausschließen. Ich halte es auch für gut Möglich das er schwer nachweisbare und tödliche Medikamente aus der Schweiz oder vielleicht auch Belgien (Ebenfalls sehr lockere Sterbehilfegesetze. Er könnte genauso gut auch aus dem Flämischen oder Deutschsprachigen Teil Belgiens kommen) nach Irland gebracht hat und mit deren Hilfe einen Suizid verübt hat.

Ist aber alles nur wilde, auf nichts gestützte Spekulation.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

04.02.2021 um 19:00
Zitat von cecil_XYcecil_XY schrieb:Er könnte genauso gut auch aus dem Flämischen oder Deutschsprachigen Teil Belgiens kommen)
Sehe ich auch so.

@mitH2CO3

Nun warum nicht aus der Schweiz. Hierzu muss ich erst etwas ausholen. Klar man kann sich relativ einfach bei einer entsprechenden Organisation anmelden. Ist die Anmeldung zustande gekommen wird auch ein Beitrag in nicht geringer Höhe fällig. Viele Personen nicht nur Ausländer auch Schweizer haben eine völlig falsche Vorstellung wie und wann Sterbehilf einem schwer kranken Menschen zukommt. Vermutlich müssen auch Sterbehilfsorganisationen diese Medikamente zum Kauf bei den Behörden beantragen. Oder mindestens die Abgabe nachvollziehbar registrieren.

Zu einem mir bekannten Fall aus meinem Umfeld kann ich berichten, dass die Person gar nie Sterbehilfe zu Teil wurde. Obwohl diese schon lange in einer Organisation Angemeldet war. Was ist geschehen? Wie dann die Person sterbenskrank im Bett lag, verlangte diese nach der Sterbehilfe. Nun ist es aber so, dass diese Sterbehilfe einer Bewilligung bedarf. Und durch hundert Hände abgesegnet werden müssen. Und das dauert. So wurde dem Patienten Morphium zur Schmerzlinderung verabreicht. Und ist letztlich verstorben ohne Sterbehilfe.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

04.02.2021 um 20:57
Das Sterbehilfe in der Schweiz mit so viel Bürokratie verbunden zu sein scheint war mir gar nicht bekannt, das wird in den deutschen Medien leider deutlich unkomplizierter dargestellt, deswegen danke für die Info.
Allerdings scheint es auch in den BENELUX-Staaten ähnlich wie in der Schweiz zu sein

Hier als Beispiel Belgien:
Nach den Bestimmungen des Gesetzes ist die Sterbehilfe unter drei Bedingungen erlaubt:

Der Patient muss volljährig (oder ein für mündig erklärter Minderjähriger) und zum Zeitpunkt der Bitte um Sterbehilfe handlungsfähig und bei Bewusstsein sein.
Die Bitte um Sterbehilfe muss freiwillig, überlegt und wiederholt formuliert worden und darf nicht durch Druck von außen zustande gekommen sein.
Der Patient muss sich in einer medizinisch aussichtslosen Lage befinden und sich auf eine anhaltende, unerträgliche körperliche oder psychische Qual berufen, die nicht gelindert werden kann und die Folge eines schlimmen und unheilbaren unfall- oder krankheitsbedingten Leidens ist.
Der Arzt, der die Sterbehilfe ausführt, muss dies freiwillig tun, niemand kann dazu gezwungen werden.

Das Vorgehen des Arztes ist gesetzlich streng vorgegeben. Es werden Beratungen über den Zustand des Patienten und die Möglichkeiten der Palliativmedizin als gesetzlich vorgeschriebene Bedingungen gefordert. Die Konsultation eines zweiten unabhängigen Arztes und die Einhaltung einer mindestens einmonatigen Wartezeit zwischen der schriftlichen Anfrage des Patienten und der Leistung der Sterbehilfe sind vorgeschrieben.

Ein Arzt, der Sterbehilfe durchgeführt hat, muss danach der Föderalen Kontroll- und Bewertungskommission einen Bericht vorlegen. Die Kommission, die sich aus acht Doktoren der Medizin, davon vier Professoren an einer belgischen Universität, vier Juristen und vier Personen „aus Kreisen, die mit der Problematik unheilbar erkrankter Patienten befasst sind“, zusammensetzt, hat die Einhaltung der Rechtsvorschriften zu prüfen.
Quelle: Wikipedia: Gesetz über die Sterbehilfe (Belgien)



Ich denke das wenn sich Peter Bergmann tatsächlich selbst mit einem nicht nachweisbaren Medikament vergiftet haben sollte, dann wird er sich dieses Medikament irgendwo auf dem Schwarzmarkt besorgt haben.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

05.02.2021 um 00:12
Ich habe mich nochmal mit Peter Bergmanns möglicher Herkunft und auch der von ihm abgegebenen falschen Adresse beschäftigt.

Zunächst seine Herkunft: Ich vermute das er aus dem Deutschsprachigen Raum kommt, dafür sprich neben seinem starken deutschem Akzent auch, das er Wien in der deutschen Schreibweise geschrieben hat. Das er aber aus Wien kommt halte ich für nicht sehr wahrscheinlich, weil er einerseits eine falsche Postleitzahl angegeben hat und andererseits, das wenn man nicht identifiziert werden möchte, man ja eher eine Adresse angibt zu der man eher keinen Bezug hat.

Nun zu seiner Adresse: Er gab an, in der Ainstettersn 15 zu wohnen, einer Adresse, die bekanntermaßen nie existiert hat. wenn wir mal davon ausgehen, das das -sn am Ende für Str, also Straße steht, frage ich mich trotzdem warum er gerade Ainstetter geschrieben hat. Wenn man eine falsche Adresse angibt, würde man doch eher einen Straßenamen wählen, den es häufig gibt, z.b. Schulstraße, Bahnhofstaße, Hauptstraße...

In meinen Augen gibt es dafür mehrere Möglichkeiten:
Möglichkeit 1: Er wollte eigentlich Amstettener oder Heinstettener Straße schreiben und hat sich entweder verschrieben oder die Irischen Ermittler haben es falsch gelesen. https://de.wikipedia.org/wiki/Amstettenhttps://de.wikipedia.org/wiki/Hainstetten
Möglichkeit 2: Er wollte einfach einen Österreichisch oder Bayrisch klingenden Namen verwenden.
Möglichkeit 3: Ainstetten hat irgendeine Bedeutung für ihn.

Auf die schnelle im Internet habe ich nur einen Mann namens Petrus von Ainstetten gefunden, welcher mitte des 15. Jahrhunderts einen Codex namens ,,Puch von menschlicher aigenschaft" geschrieben hat.
https://handschriftencensus.de/werke/2935
https://handschriftencensus.de/13707
Für alle die Fragen was ein Codex ist:https://de.wikipedia.org/wiki/Kodex

Vielleicht kannte er sich mit Mittelalterlicher Literatur aus, halte das aber für recht Spekulativ.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

05.02.2021 um 12:29
Zitat von cecil_XYcecil_XY schrieb:Ich halte es auch für gut Möglich das er schwer nachweisbare und tödliche Medikamente aus der Schweiz oder vielleicht auch Belgien
In einschlägigen Kreisen verwendet man wohl 15 mg Natrium-Pentobarbital (Medikamentenname "Nembutal").
Es soll sicher, schmerzlos und schnell wirken. Bei Todeswunsch ist es anscheinend das Mittel der Wahl.
Man schläft ein, die Atmung und das Herz setzen aus, man verstirbt.

Natrium-Pentobarbital gehört wohl nicht zum Standart-Drogenscreening.
Von daher könnte es möglich sein, dass PB dieses Mittel sowohl mitgebracht und als auch eingenommen haben könnte.
Vorstellbar ist, dass er danach so lange und so weit er eben kam -bevor sein Herz und seine Atmung aussetzen- in’s Meer hinaus geschwommen ist.
Zitat von cecil_XYcecil_XY schrieb:Ich denke das wenn sich Peter Bergmann tatsächlich selbst mit einem nicht nachweisbaren Medikament vergiftet haben sollte, dann wird er sich dieses Medikament irgendwo auf dem Schwarzmarkt besorgt haben.
Das kann ich mir wiederum nicht wirklich vorstellen, da dieses Vorgehen das Risiko birgt, dass man ein "gestrecktes", "verpanschtes" oder sonstwie verunreinigtes und nicht korrekt dosierbares Mittel erhalten könnte, welches dann ggf. eben nicht zu einem sicheren und schmerzlosen Tod führt. Im Internet wird irgendwelches Zeug zwar auch unter dem Namen zum Verkauf angeboten, aber wer wagt sich schon im Ernstfall, ein ungeprüftes Mittel einzunehmen 😳

Ich kann mir vorstellen, dass man in der Schweiz auf anderen Wegen zu diesem Mittel gelangen wird.
In der Schweiz kann dieses Mittel prinzipiell von jedem Arzt verschrieben werden, doch nur sehr wenige Apotheken sind bislang bereit, dieses zu beschaffen – obwohl die Kantonsapotheker dazu Richtlinien erlassen haben.
Wikipedia: Pentobarbital

Man könnte argumentieren, dass man heutzutage derartiges nicht benötigt, da in der Palliativpflege schmerzfrei bis zum Tod begleitet wird. Es gibt nur überall auch die Menschen, die ihren Tod selbst bestimmen wollen (wann, wie, wo), und daher auf der Suche nach diesem Mittel sind.


Hier ein Beispiel anderer Art, wie es sich noch 2016 mit bestimmten Medikamenten verhalten hat:
London – Aus Protest gegen die restriktiven Abtreibungsbestimmungen in der Republik Irland und in Nordirland hat eine Gruppe von Aktivisten am Dienstag mit einer Drohne Abtreibungspillen in der Nähe der Grenze abgesetzt.
https://www.derstandard.at/story/2000039509087/abtreibungspillen-mit-drohne-an-grenze-irland-nordirland-abgesetzt


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

05.02.2021 um 12:51
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Folglich auch, dass er in Irland an Menschen gelangte, oder wie auch immer, um Sterbehilfe Medikamente zu verteilen.
Hierzu nur mal beispielhaft ein Zitat von der Dignitas-Seite (Sterbehilfeverein Schweiz). Aber auch andere Vereine werden Kontakte im Ausland haben.
1.5.2. Kontaktpersonen im Ausland
In diversen Ländern verfügt DIGNITAS über gute Kontakte zu Organisationen, die in konkreten Fällen rasch eingeschaltet werden können, um Hilfe vor Ort anzubieten oder zu veranlassen. Diese Kontaktpersonen leisten auch bei Abklärungen im Laufe eines Verfahrens bei DIGNITAS wertvolle Dienste, etwa indem sie behilflich sind, medizinische oder standesamtliche Dokumente zu beschaffen oder Interessenten und Mitgliedern ärztliche Ratschläge und Alternativen vermitteln können.
http://www.dignitas.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=23&Itemid=84&lang=de


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

05.02.2021 um 15:08
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Von daher könnte es möglich sein, dass PB dieses Mittel sowohl mitgebracht und als auch eingenommen haben könnte. Vorstellbar ist, dass er danach so lange und so weit er eben kam -bevor sein Herz und seine Atmung aussetzen- in’s Meer hinaus geschwommen ist.
Klar kann nicht ausgeschlossen werden, dass BP ein Sterbemedikament eingenommen hat. Und ja, ich halte das nicht für unmöglich.

Allerdings die Beschaffung eines solchen Medikamentes über legale Quellen in der Schweiz schliesse ich aus. Da die Abgabe an Personen aller verschreibungspflichtigen Medikamente dem Gesundheitsamt zu melden sind. Selbst Ärzte die eine Apotheke in der Praxis betreiben, müssen den Medikamentenkauf dokumentieren. Wie deren Abgabe auch.
Zitat von cecil_XYcecil_XY schrieb:Der Arzt, der die Sterbehilfe ausführt, muss dies freiwillig tun, niemand kann dazu gezwungen werden.
Soweit mir bekannt ist, ist auch die Ethikkommission zu zu informieren. Und hat auch eine gewichtige Stimme zum Abgabezeitpunkt eines Sterbemedikamentes an den Patienten. Der Patient muss diese selbst einnehmen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:In diversen Ländern verfügt DIGNITAS über gute Kontakte zu Organisationen, die in konkreten Fällen rasch eingeschaltet werden können, um Hilfe vor Ort anzubieten oder zu veranlassen.
Das ist bekannt. Auch von EXIT. Was eben auch ein Grund sein kann, warum die Schweiz im Ausland als Sterbeland beredet wird. Und man sich einfach hospitalisieren könne. Auch die Abgabe eines Sterbemedikamentes erfolge ohne genau Krankheitsprüfung. Der Wunsch des Patient stehe über allem. Ganz so ist es natürlich nicht.

Dass Sterbehilfeorganisationen Patienten den Aufenthalt in eigenen Häusern ermöglicht wird gab den Anstoss zur Kritik. Und man auch Patienten aus dem Ausland in die Schweiz verbrachte. Weiter wird diesen Organisationen Bereicherung vorgeworfen.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

08.02.2021 um 11:46
@schluesselbund

PB hatte bei seiner Ankunft das Hotelzimmer für drei Nächte gebucht, und bar bezahlt.
Wenn er nur für den eigenen Suizid nach Sligo angreist wäre, hätte eine Übernachtung gelangt.
Ggf. wäre er am Samstag im Taxi an einen Strand gefahren, um dann dort in der Nacht von Samstag auf Sonntag "in's Wasser zu gehen" (Ablauf wie in der Nacht von Montag auf Dienstag). Seine 3 Taschen (Reisetasche, große Umhängetasche, Laptoptasche) hätte er zuvor in einem oder auf 3 große Müllcontainer verteilen können, fertig.

Stattdessen kauft er Samstag Briefmarken, marschiert Samstag und Sonntag etwa 12 Mal mit dem lila Beutel los, um angeblich persönlichen Dinge zu entsorgen. Montag Vormittag war er auch 1x mit lila Beutel unterwegs. Zu seiner Abreise Montag Mittag, gegen 13:00 Uhr, hat er wiederum einen befüllten lila Beutel bei sich.

Welchen Sinn ergibt es, 13 x mit diesem lila Beutel loszugehen, um sich seiner persönliche Habe zu entledigen, und dafür zwei extra Tage zu buchen? Dabei riskiert man 13 x bei dem Entsorgungsvorgang, wenn nicht von den Kameras so doch u.U. von auftauchenden Passanten, gesehen zu werden. Würde es ggf. nicht mehr Sinn machen, nur ein oder zwei Mal z.B. mit der größeren schwarzen Umhängetasche loszugehen, in der sich das gesamte zu entsorgende Gut befindet. Dabei würde man riskieren, lediglich ein oder zwei Mal gesehen zu werden.

Zudem: wenn PB bei seinen "Lila-Beutel-Touren" lediglich sein privates Hab und Gut entsorgen wollte, wieso wurde er unruhig, und blickte auf die Uhr, als er seinen Zimmerschlüssel an der Rezeption abgeben wollte, und diese gerade nicht besetzt war?
Er und sein lila Beutel hatten vermutlich keinen Termin mit dem Müllcontainer, der eingehalten werden mußte 😉
Der Blick auf die Uhr und dann doch, wenn auch zögerlich, Losgehen, deutet eher auf einen Termin hin, der eingehalten werden sollte. Der lila Beutel sollte ein gut erkennbares Zeichen bei einer Verabredung gewesen sein können. Entsprechend hätte es sich jedes Mal um einen anderen lila Beutel handeln können.


Sonntag hatte er sich mit dem Taxi zum Strand fahren lassen, um sich die Gegend anzusehen. Er hatte sich beim Taxifahrer vergewissert, dass auch ein Bus zum Strand fahren würde. Nach der Taxifahrt ließ er sich dann am Busbahnhof absetzen. Das geschah vermutlich nicht zufällig. Er hätte sich sonst auch im Taxi direkt zu seinem Hotel fahren lassen können. Nein, er wollte sich wohl den fußläufigen Weg vom Busbahnhof zum Hotel genauer ansehen.
Es war dann ja auch so, dass er am Montag aus dem Hotel mit der schwarzen Umhängetasche losging, aber am Busbahnhof ohne diese ankam. D.h. er hatte sich der Umhängetasche auf diesem Weg entledigt ... aber nicht des letzten lila Beutels! Diesen behielt er zumindest bis zur letzten Sichtung in der Nacht (ca. 23.30 Uhr) bei sich. Wozu sollte er "ein Tüte Müll" solange mit sich herumgetragen haben?

Bei seiner persönlichen Habe wurden ca. 140,00 Euro gefunden. Er hätte demnach auch am Montag mit dem Taxi zum Strand fahren können. Die Fahrt am Sonntag hatte ja gerade Mal 20,00 Euro gekostet. Er entschied sich aber für den Bus, und für den fußläufigen Weg zur Busstation. Er hatte kein Zimmer am Strand gebucht, für welches er noch Geld benötigt hätte. Wozu der Umstand und die Sparsamkeit? Etwa um eine Tasche zu entsorgen?


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

08.02.2021 um 14:30
Sligo ist Partnerstadt von Kempten (Allgäu). Ca. 45 km von Kempten befindet sich eine Gemeinde Namens Aichstetten
Von Aichstetten fährt man mit dem Wagen bspw. in zwei Stunden nach Zürich.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

08.02.2021 um 14:34
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn er nur für den eigenen Suizid nach Sligo angreist wäre, hätte eine Übernachtung gelangt.
Nicht, wen man noch die Schönheit der Landschaft etwas genießen oder sich nicht hetzen oder die Möglichkeit einer Entscheidung offen lassen möchte.


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Unbekannte Leiche in Irland - Wer war "Peter Bergmann"?

08.02.2021 um 14:41
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Nicht, wen man noch die Schönheit der Landschaft etwas genießen oder sich nicht hetzen oder die Möglichkeit einer Entscheidung offen lassen möchte.
Am Montag fuhr PB mit dem Bus um 14:40 Uhr aus Sligo zum Strand wo er (ich hoffe, ich erinnere das gerade richtig) gegen 15:00 Uhr zum ersten Mal gesehen wurde. Demnach lagen zwischen der ersten und der letzten Sichtung am Rosses Point ca. 9 Stunden. In dieser Zeit mag er die dortige Landschaft wahrgenommen, und seine Entscheidung reflektiert haben.
(Das hätte er theoretisch auch Samstag so machen können.)

Den Samstag und den Sonntag ist PB aber primär mit seinem lila Beuteln durch die Innenstadt gelaufen.
(Ausnahme: Briefmarken kaufen am Samstag / Taxifahrt zum Strand -und gleich wieder zurück- am Sonntag.)


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08.02.2021 um 14:52
@mitH2CO3

Und? Schon mal daran gedacht, dass auch Leute, die (eventuell) ihren Suizid planen, dies individuell tun? Und nicht so, wie sich andere es vorstellen?
Nichts von seinen Handlungen spricht gegen die Idee eines Suizids.


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