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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.385 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:21
@Fat-Juergen
@Enterprise1701
Dieses: "niemand konnte damals wissen, dass er sich im Umfeld eines Tatorts bewegt hat" bezieht sich wohl eher auf die Leichenverbringung, die ja auch ein Strafbestand ist. Weiter oben ist ja von "Leichenfundort" die Rede.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:32
Wenn jetzt, laut den Angaben auf der neuen Tafel, auch Müllsäcke eine Rolle spielen, könnte das vielleicht eine Erklärung für den vermutlich nur zu einer bestimmten Zeit aufgetretenen Verwesungsgeruch sein. Möglicherweise war der Leichnam zunächst luftdicht in Säcke des abgebildeten Typs verpackt, die Verbindungsnähte waren evtl. mit Klebeband luftdicht verschlossen.

Dann haben die Fäulnisgase das Material aufgebläht und zum Platzen gebracht und/oder unter Einwirkung von UV-Licht im Freien hat sich der Kunststoff zersetzt. Das würde erklären, warum die Jogger einen Geruch wahrgenommen haben, der offenbar vor und nach ihrer Wahrnehmung nicht von anderen bestätigt werden konnte.

Das ist natürlich nur der Versuch einer Erklärung, vielleicht weiß jemand etwas aus vergleichbaren Fällen?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:36
@Tritonus
Vielen Dank für die eingestellten Bilder und Informationen!

@Enterprise1701
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Tatort passt. So steht es nun auf dem Schild
Dieser Interpretation schliesse ich mich an. Gehe davon aus, dass es genauso gemeint ist wie es auf dem Schild steht.
Demnach wäre der Tatort gleichzeitig Ablageort.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:40
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Möglicherweise war der Leichnam zunächst luftdicht in Säcke des abgebildeten Typs verpackt, die Verbindungsnähte waren evtl. mit Klebeband luftdicht verschlossen.
Ist aber schwierig. Die Tüte ist ja nur 60x80cm groß. BA war 160cm. Wenn man einen Beutel über den Kopf und einen über die Füße zieht.... So richtig gut geht das nicht, wenn es auch im Notfall vermutlich machbar wäre.

Aber ich glaube nicht, dass diese Tüte (Einzahl übrigens!) für die Leichenverpackung benutzt wurde. Das hätte man trotz allem vermutlich noch feststellen können. Oder man hat es nur nicht angegeben...?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:41
Aber zum Ersticken würde es reichen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:42
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Demnach wäre der Tatort gleichzeitig Ablageort.
Dann stellen sich 2 Fragen:
Wie kann man das nach 5 Jahren feststellen?
Wie hat der Täter das geschafft, sie lebendig dorthin zu bringen?

Über die Todesart ist, so viel ich weiß, nichts bekannt geworden; ob man sie nicht mehr feststellen kann oder ob die Polizei sie als Täterwissen nicht verraten will, weiß man ebenso wenig, wenn ich mich nicht irre.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:52
Jetzt ist auch, glaube ich, klar, warum die Tafeln da aufgestellt wurden und sonst kein weiterer Aufruf über Presse usw. gestartet wurde:
"Um Spuren ohne Tatrelevanz ausschließen zu können." D.h. man sucht nach Leuten aus der Gegend, die evtl. sagen könnten: nee, der Handschuh - oder der Plastiksack - ist von mir. Dann müsste man nicht weiter nach Spuren suchen oder diese zu interpretieren versuchen. Also nur was für Leute, die sich damals auf diesem Terrain bewegt haben.
Wobei - wenn in einer dichten Fichtenschonung ein Müllsack neben einer Leiche liegt, dann ist das schon mehr als wahrscheinlich, dass die vom Täter ist.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 19:57
@Tritonus
Vielen Dank für die Bilder!!!
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber ich glaube nicht, dass diese Tüte (Einzahl übrigens!) für die Leichenverpackung benutzt wurde. Das hätte man trotz allem vermutlich noch feststellen können.
Ich denke auch, dass man das an den Tüten nach so langer Zeit noch hätte feststellen können. An der Kontaktfläche zur Leiche müssten sich da ja massig Spuren ergeben, die sicher nicht alle verwittert gewesen wären.

Und wenn man nachweisen konnte, dass die Leiche in den Säcken verpackt war, kann man daraus auch ableiten, dass es sich um ein Tötungsdelikt und eben keinen Unfall oder einen Suizid gehandelt hat.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:01
Was kann es denn wohl mit den "Drahtgebinden und Netzen" auf sich haben? Hat da jemand versucht, Tierfallen zu basteln?

Auf der Nahaufnahme des Textes sieht es auch so aus, als hätte man da etwas zur Korrektur überklebt.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:03
@Tritonus Auch von mir herzlichen Dank für die Fotos!
Zitat von TritonusTritonus schrieb:"Um Spuren ohne Tatrelevanz ausschließen zu können." D.h. man sucht nach Leuten aus der Gegend, die evtl. sagen könnten: nee, der Handschuh - oder der Plastiksack - ist von mir. Dann müsste man nicht weiter nach Spuren suchen oder diese zu interpretieren versuchen.
Das kann aber u.U. schwierig werden. Wer geht schon gern zur Polizei und gibt dort zu Protokoll, dass er entweder mit Drähten und Netzen (!) auf Tierjagd war oder seinen Müll gern mal im Wald entsorgt.

Da wäre interessant zu wissen, in welchen Ländern das Fallenstellen noch üblich/erlaubt/verbreitet ist. Das würde den Kreis der infrage kommenden Waldbesucher womöglich eingrenzen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:06
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Tatort passt. So steht es nun auf dem Schild
Und noch etwas fällt mir auf: in der Überschrift steht "Gewaltverbrechen an Birgit Ameis - Ostersamstag, 04.04.2015"

Man scheint also recht sicher zu sein, dass der Tag des Verschwindens auch der Tattag ist. Oder ist das zu viel da rein interpretiert?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:14
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Da wäre interessant zu wissen, in welchen Ländern das Fallenstellen noch üblich/erlaubt/verbreitet ist.
Ich hoffe mal, dass ich da jetzt nicht in die Klischeefalle tappe - aber es sei an die Fahndung auch auf Russisch erinnert....


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:21
Zitat von CododerdritteCododerdritte schrieb:Man scheint also recht sicher zu sein, dass der Tag des Verschwindens auch der Tattag ist. Oder ist das zu viel da rein interpretiert?
Verstehe ich auch so. Man geht wohl deswegen davon aus, weil ihr Auto am Tattag schon im Mühlenweg stand.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich hoffe mal, dass ich da jetzt nicht in die Klischeefalle tappe - aber es sei an die Fahndung auch auf Russisch erinnert....
Ja nun - auf diesen Schildern wird ja gar nicht der Täter gesucht, sondern Leute, die sich mit irgendwas zu der Zeit im Wald zu schaffen machten, warum auch nicht. Die Pilzsammler, die die Leiche fanden, waren ja auch Russlanddeutsche.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:25
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Ja nun - auf diesen Schildern wird ja gar nicht der Täter gesucht, sondern Leute, die sich mit irgendwas zu der Zeit im Wald zu schaffen machten, warum auch nicht. Die Pilzsammler, die die Leiche fanden, waren ja auch Russlanddeutsche.
Ja, das denke ich auch. Es geht, wie Du schon schriebst, sicher zum einen darum, aufgefundene Gegenstände als "nicht-tatrelevant" abhaken zu können, wenn sich jemand meldet und berichtet, er haben diesen Gegenstand mal dort weggeworfen oder verloren.

Zum anderen aber wohl sicher darum, dass man die Leute befragen kann, ob ihnen irgendetwas aufgefallen ist oder ob sie etwas mitgenommen haben. Im Mordfall Mirco hatte jemand das Fahrrad des Jungen im Straßengraben gefunden und mitgenommen, eine andere Frau hatte die Hose auf einem Parkplatz gefunden und sie für ihren Enkel mitgenommen. Ich hab mich damals noch gewundert, was die Leute so alles mitnehmen....


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:56
Zitat von CododerdritteCododerdritte schrieb:Ich hab mich damals noch gewundert, was die Leute so alles mitnehmen....
Ja, das Bewusstsein, dass man Fundsachen abgeben und warten muss, bis man sie evtl. für sich behalten darf (wenn der Eigentümer sie nicht abholt) ist heute nicht mehr sehr ausgeprägt. Ein Freund kam auch mal mit einem Fundfahrrad bei mir an, um es mir zu "schenken" - vielleicht war das in seinem Herkunftsland so üblich? Ich musste ihm leider erklären, dass er es melden und abgeben muss...

Wenn man andererseits Funde (von Fahrrädern, anderen Gegenständen ... ) meldet bzw. abgibt, wirken alle Beteiligten schon teilweise leicht genervt; manche Gemeinden verlangen dafür sogar Bearbeitungsgebühr, wenn man einen Fundgegegenstand später für sich haben möchte.

Wenn also dort etwas Brauchbares herumlag, kann es gut sein, dass es jemand mitgenommen hat. Aber ob der sich jetzt melden wird?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 20:56
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Dieses: "niemand konnte damals wissen, dass er sich im Umfeld eines Tatorts bewegt hat" bezieht sich wohl eher auf die Leichenverbringung, die ja auch ein Strafbestand ist. Weiter oben ist ja von "Leichenfundort" die Rede.
Danke. Ja sehe ich auch so, bzw. das Verbringen der Leiche gehört halt faktisch zur Tat dazu.
Sollte es doch anders gemeint, also dass der Leichenablageort auch der Tötungsort ist, wäre das eine totale Wende im Ermittlerdenken, und man müßte sich fragen: Warum?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 21:04
Zitat von Fat-JuergenFat-Juergen schrieb:Sollte es doch anders gemeint, also dass der Leichenablageort auch der Tötungsort ist, wäre das eine totale Wende im Ermittlerdenken, und man müßte sich fragen: Warum?
Ich denke, hier haben wir das gleiche Problem wie mit den XY-Filmfällen. Ich würde jetzt aus den Formulierungen nicht zu viel Details herauslesen wollen; die Tafeln sind für die normale Bevölkerung gedacht und nicht für ein juristisches Seminar.

Ich denke, der Begriff "Tatort" wird für die Fahndungstafel synonym mit "Auffindeort" gebraucht. Letzteren Begriff kennt und versteht bestimmt nicht jeder, der sich nicht in Krimiforen bewegt.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 21:34
Auf dem Müllsack steht übrigens: "Von Komo zertifizierter Abfallsack". Ich kann leider kein Niederländisch verstehen, aber das sieht für mich ganz stark so aus, als sei der Beutel für die Verwendung in den Niederlanden konzipiert.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 21:46
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ja, das Bewusstsein, dass man Fundsachen abgeben und warten muss, bis man sie evtl. für sich behalten darf (wenn der Eigentümer sie nicht abholt) ist heute nicht mehr sehr ausgeprägt.
Naja, es kommt auch darauf an, was es für eine Sache ist. Ein Fahrrad wurde ich schon abgeben, weil es ein relativ teurer Gegenstand ist, bei dem man davon ausgehen kann, dass der Eigentümer danach sucht und es evtl. auch zurückgegeben wird.

Aber wenn ich z. B. (rein fiktiv in diesem Fall!) einen alten Schraubenzieher oder einen leeren Einkaufsbeutel finde, dann mache ich mir womöglich nicht die Mühe, weil ich eher davon ausgehe, dass es entweder bewusst weggeworfen wurde oder sich der Eigentümer, wegen des geringen Werts, ohnehin nicht auf die Suche danach macht. Da liegt es nahe, den Gegenstand ohne Schuldgefühle mitzunehmen, wenn man ihn gerade gebrauchen kann.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.11.2021 um 21:50
Das Thema Holland:
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Alles Zufall!


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