Zitat von musikengelmusikengel schrieb:also keine sehr persönlichen Gegenstände eines Täters, kein Ring, keine Uhr, kein Feuerzeug.
Das wäre dann natürlich ganz anders - und ich denke mal, sowas hätte man auf jeden Fall zwischenzeitlich veröffentlicht.

Ich weiß es natürlich auch nicht, aber meine Vermutung ist, dass diese Gegenstände eben so nichtssagend sind, dass man sie nicht wiedererkennt, dass aber, wenn man einen Verdächtigen hätte, das Täterwissen nützlich sein könnte. Also: Eine blaue Plastikwäscheleine erkennt niemand wieder - aber wenn ich einen Verdächtigen damit bei einer Befragung aufs Glatteis führe, dann könnte sie sehr wichtig werden. Oder wenn ich eine falsche Beschuldigung aufdecken will (also z. B. wenn jemand behauptet, er hätte gesehen, wie Mr. X eine Leiche in eine alte Wolldecke eingewickelt und mit Klebeband verschnürt hat - aber in Wahrheit war es ein schwarze Folie und eine blaue Wäscheleine. Dann ist klar, dass das nicht stimmt. Wenn ich aber vorher verkünde, was benutzt wurde, dann geht das so nicht mehr)

Also wägt man ab: Da es unwahrscheinlich ist, dass die Wäscheleine von jemandem erkannt wird und zum Täter führt, wenn ich sie veröffentliche, "spare ich das lieber auf" um es im Ernstfall noch zur Verfügung zu haben.

Und, wie schon gesagt: Es geht dabei nicht um die spanende True-Crime-Doku, wo dann das "Rätsel der blauen Wäscheleine" über eine Viertelstunde ausgebreitet wird, sondern darum, einen Täter zu fassen und zu überführen. Da muss man andere Prioritäten setzen und taktisch vorausschauend denken. Und nicht "wir hauen einfach mal alle Infos raus die wir haben und gucken, was passiert"