sallomaeander schrieb:Man darf nicht vergessen, dass die Polizei vermutlich abfragen kann, ob das Fahrzeug mit dem Kennzeichen SU UA 256 irgendwo in einen Unfall verwickelt, oder auf einen Autobahnparkplatz verlassen aufgefunden wurde.
Das mit dem Unfall geht vermutlich leicht, aber dass ein Auto irgendwo steht, wie lange mag das dauern, bis es jemandem auffällt?
Wenn ich mir vorstelle BA wäre auf der Autobahn unterwegs gewesen und hätte mal auf "gemusst", wäre auf einen Parkplatz gefahren und hätte da dann angehalten. Dann wäre sie ins Gebüsch und dort dann mit einem Herzinfarkt tot umgefallen oder meinetwegen auch überfallen und umgebracht worden.
Dann hätte das Auto auf dem Parkplatz gestanden, aber wie lange hätte es gedauert, bis das jemandem auffällt?
Dass ein Auto auf einem Parkplatz steht, ist ja nicht ungewöhnlich. Solange das Auto nicht mit offenen Türen da steht oder beschädigt ist, würde doch jeder andere Fahrer denken: "Ah, ja, da musste wohl mal einer und ist gerade im Gebüsch...." Und wenn man selbst nur kurz hält, wirkt es ja nicht komisch. Das passiert erst, wenn man wirklich länger dort steht und es kommt niemand zu dem anderen Auto zurück. Und selbst dann bleibt es fraglich, ob da jemand die Polizei informiert, solange da sonst nichts ungewöhnlich ist.
Und auch wenn, sagen wir mal, die Autobahnmeisterei kommt und die Mülltonnen leert- schreiben die dann auf, welche Autos da stehen und gucken beim nächsten Besuch, ob die noch da sind? Oder können die sich zumindest daran erinnern? Kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen...
Aber das zumindest könnte (!) ein mögliches Szenario sein, warum die Polizei erst einmal überlegt hat, dass das Auto irgendwo unbemerkt steht - aber eben nicht dachte, dass das ausgerechnet in Lautzenhausen ist.
Gast_01 schrieb:Frau A. ist zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt und damit analog aufgewachsen. Mir sind noch genug Menschen der Baujahre 1960 + bekannt, die vom sozialen Milieu her in Deine Beschreibung passen und die immer noch keine Wasserstandsmeldungen über ihr Tun/ihre augenblickliche Position absetzen. Auf eine entsprechende Vorhaltung würde selbst heute noch erwidert "Ich habe doch gesagt, dass ich nach dem Dienst komme und hier bin ich nun"
So würde ich das auch für denkbar halten. Vor allem weil das ja schon eine über Jahre bestehende Routine war, dass sie nach der Schicht ihre Sachen packt und nach Hause fährt. Und sicher wird das auch schon oft vor Feiertagen so passiert sein. Da glaube ich einfach, dass sie es nicht für nötig erachtet hat, vor der Abfahrt anzurufen und zu sagen, dass sie jetzt losfährt. Und umgekehrt glaube ich auch, dass ihr Mann das gar nicht erwartet härte, ja vielleicht sogar erschrocken gewesen wäre und gedacht hätte, dass etwas passiert ist, weil sie plötzlich anruft.