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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

16.603 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Birgit A. aus Lohmar

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 09:51
Herr Ameis arbeitet doch auch beim DWD. Vielleicht war er an diesem Ostersamstag selber im Dienst. Die Kinder wohnten nicht mehr zuhause, und das Grillen war erst für Sonntag geplant. Eventuell war es also einfach nicht notwendig, zu schreiben, wann man losfährt, wenn doch eh niemand zuhause ist.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 10:00
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Auch wenn die Situation anschließend die gleiche gewesen wäre. Sie wäre nicht angekommen, man hätte irgendwann versucht anzurufen, keine Verbindung… man hätte erst Recht die Strecke nach Lohmar abgesucht…..
Nach dem Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick kann man "nicht nicht kommunizieren" - auch wenn wir garnichts sagen, wird es vom Gegenüber interpretiert.

Je nachdem, wer den legendären Flugmodus am Handy von Frau Ameis aktiviert hat, hat Frau Ameis nicht nur "nicht kommuniziert" (wann sie losfährt), sondern noch weniger als "nicht kommuniziert" - sie hat evtl. sogar verhindern wollen, dass anders sie erreichen können.

Ein anderer User hier machte darauf aufmerksam, dass man ein Handy schwerlich bedienen kann, ohne Fingerspuren zu hinterlassen, den Sonderfall spezieller Handschuhe einmal außen vor gelassen. Die Polizei weiß vermutlich mehr darüber.

Sollte Frau A. selbst den FM aktiviert haben, hat sie nicht nur ihre Abfahrt nicht kommuniziert, sondern auch evtl. Nachfragen aktiv blockiert.

Freiwillig?

Wenn ja, warum?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 10:26
Zitat von DewDew schrieb:Weil sie dort auf jemanden wartete, in dessen Auto sie dann stieg. Das ist die einzige Erklärung, die m. E. den Begleitumständen gerecht wird.
Genau. Das ist der Punkt.
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Nehmen wir an BA parkte tatsächlich selbständig dort das Auto. Lässt man die Tasche samt Geldbörse und Handy wirklich im Auto, auch wenn es im Kofferraum gewesen ist ? Zieht man sich keine Jacke an ? Wenn man dann mit der Klappbox in ein fremdes Auto steigt (wozu ? Sie hätte durchaus mit ihrem Auto dem Fahrzeug folgen können), dann sind das nicht nur 5 Minuten um irgendwo hinzufahren. Und dann stellt sie warum auch immer das Handy noch in den Flugmodus ? Für mich sind es Argumente gegen ein Abstellen des Fahrzeuges durch BA.
Wenn man für überschaubare Zeit zu einer bekannten Person in ein bekanntes Fahrzeug steigt - warum nicht?
Zitat von DewDew schrieb:Das Du ihre Handlungsweise im Detail nicht verstehst oder nachvollziehen kannst, weil Du es anders machst, ersetzt keine greifbaren Spuren eines alternativen Fahrers. Ich weiß nicht, ob meine Erklärungsversuche stimmen, sie kommen mir aber situationsbezogen nicht absurd vor.
Sie sind sogar die stimmigsten Erklärungen, die ich kenne.
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Und warum nimmt sie das Handy im FM und Ihre Geldbörse nicht mit? Warum das Risiko für einen Strafzettel?
Weil sie a) im Kofferraum waren (wohl schon bei Fahrtantritt), sie b) weder Geld noch Handy brauchte (eine 53jährige Frau war 2015 noch nicht so mit ihrem Handy vernäht, wie es heute der Fall ist - für sie handelte es sich um eine mobile Telefonzelle) und c) keine Gefahr einer Ordnungswidrigkeit bestand.
Zitat von FrauAnnemetteFrauAnnemette schrieb:Herr Ameis arbeitet doch auch beim DWD. Vielleicht war er an diesem Ostersamstag selber im Dienst.
Er soll Birgit A. sogar als Letzter gesehen haben:
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Der Täter kommt sehr oft aus dem familiären oder sehr nahen Bekanntenkreis. Nur im Sat 1 Gold Bericht wurde kurzzeitig der Bruder als TV wohl geführt. Auch das ist normal weil der Bruder die letzte bekannte Persom im persönlichen Kontakt mit BA gewesen ist. Innerhalb der ersten 5 Jahre (2015 Verschwinden bis zum Fund im November 2020) wurde nie öffentlich eine Andeutung über eine familiäre Tragödie gemacht. Nun befinden wir uns im Jahre 2026 , der Bruder ist leider verstorben, aber es gibt scheinbar keinen Anhaltspunkt im familiären Bereich.
Zumindest ist kein Anhaltspunkt bekannt. Ob es familiäre Konflikte gab, ist damit nicht ausgeschlossen. Zumal ein Konflikt in einem Vermisstenfall (bis 2020) noch keinen Mordverdacht macht. Und als die Leiche gefunden wurde, ergaben sich wohl keine konkreten Hinweise auf einen Täter. Und wenn doch: Auch das müssen wir nicht wissen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 11:07
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wenn man für überschaubare Zeit zu einer bekannten Person in ein bekanntes Fahrzeug steigt - warum nicht?
Vorstellbar, z. B. man verabredet ein Treffen auf dem Parkplatz um zu quatschen, B. A. steigt in das andere Auto und nimmt keine Utensilien mit weil sie eigentlich beabsichtigt, kurz danach wieder in ihr eigenes Auto zu steigen und abzufahren. Dann entwickelt sich die Situation im anderen Auto aber anders als geplant…
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Weil sie a) im Kofferraum waren (wohl schon bei Fahrtantritt), sie b) weder Geld noch Handy brauchte (eine 53jährige Frau war 2015 noch nicht so mit ihrem Handy vernäht, wie es heute der Fall ist - für sie handelte es sich um eine mobile Telefonzelle) und c) keine Gefahr einer Ordnungswidrigkeit bestand.
Mmmhhhhh… auffällig finde ich das schon. Die meisten Leute haben Handy und Geldbörse „am Mann“ und das Handy nicht im Flugmodus.

Das hat weniger damit zu tun ob man alle 3 Minuten am Handy spielt, sondern weil man diese persönlichen Gegenstände in der Regel in Reichweite unter Kontrolle hat.

Wären diese Gegenstände im Fahrgastraum liegen geblieben während B. A. kurz in das neben ihr parkende Fahrzeug gestiegen ist, okay. Aber dass die Dinge im Kofferraum liegen ist bemerkenswert.

Genauso die Milchflasche auf dem Beifahrersitz und die fehlende Klappbox. Keine absolut verdächtigen Umstände, aber so richtig smooth ist das nicht.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ob es familiäre Konflikte gab, ist damit nicht ausgeschlossen.
Rein statistisch sind Täter aus dem nahen sozialen Umfeld am wahrscheinlichsten.

Was für mich aber nicht so recht passen will sind Zeit und Ort des Verschwindens. Beides war nicht ideal, da hätten Täter aus der Familie doch normalerweise unauffälligere Situationen nutzen können…

Was einen Täter aus der Familie nicht per se ausschließt, aber die müssen ihre Abwesenheit am Morgen des Verschwindens von B. A. ja auch erklären können… im besten Fall ein Alibi haben.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 11:41
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Wären diese Gegenstände im Fahrgastraum liegen geblieben während B. A. kurz in das neben ihr parkende Fahrzeug gestiegen ist, okay. Aber dass die Dinge im Kofferraum liegen ist bemerkenswert.
Auch das ist wieder eines dieser Dinge, die man "so oder so" sehen kann. Ich lasse z. B. grundsätzlich keine Dinge von (vermeintlichem) Wert offen sichtbar im Fahrgastraum liegen, weil mir das Risiko zu groß ist, dass dann irgendwer die Scheibe einschlägt, weil er klauen will. Und wenn das Handschuhfach voll ist, dann bleibt einem der Kofferraum.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Er soll Birgit A. sogar als Letzter gesehen haben:
Da geraten wohl aber gerade Bruder und Ehemann durcheinander, oder? Herr Ameis (=Ehemann) war doch gar nicht auf dem Hahn. Als letzter gesehen hat sie ihr Bruder und der hieß nicht Ameis.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 13:02
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ein anderer User hier machte darauf aufmerksam, dass man ein Handy schwerlich bedienen kann, ohne Fingerspuren zu hinterlassen, den Sonderfall spezieller Handschuhe einmal außen vor gelassen
Was für ein Handy hatte Frau Ameis nochmal genau? Ich konnte nichts über das Modell finden..
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Beides war nicht ideal, da hätten Täter aus der Familie doch normalerweise unauffälligere Situationen nutzen können…
Aber was wäre denn praktischer für jemanden aus der Gegend um Lohmar, wenn BA irgendwo für dem Hahn umkommt?
Nur mal angenommen, die Person konnte sich ein Alibi verschaffen oder hat sogar jemanden beauftragt, BA aus der Welt zu schaffen.
Ist natürlich sehr unwahrscheinlich, daß es so war in diesem Fall, aber ich beziehe mich nur auf „unauffällige Situationen“….


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 13:19
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Auch das ist wieder eines dieser Dinge, die man "so oder so" sehen kann. Ich lasse z. B. grundsätzlich keine Dinge von (vermeintlichem) Wert offen sichtbar im Fahrgastraum liegen, weil mir das Risiko zu groß ist, dass dann irgendwer die Scheibe einschlägt, weil er klauen will. Und wenn das Handschuhfach voll ist, dann bleibt einem der Kofferraum.
Klar, wenn man sich vom Auto entfernt hast du vollkommen Recht. Ich habe es auf die potentielle Situation bezogen, dass man nur kurz in ein neben einem parkendes anderes Auto steigt.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Aber was wäre denn praktischer für jemanden aus der Gegend um Lohmar, wenn BA irgendwo für dem Hahn umkommt?
Stimmt, aber derjenige müsste eine ziemlich lange Abwesenheit erklären können. Hahn liegt JWD, das beinhaltet eine relative lange Anfahrt mit allen Risiken und die Notwendigkeit zu erklären, wo man währenddessen war.

Der Bruder hat sie zuletzt gesehen, der war aber bei der Arbeit in Tower. Konnte der sich zwischendrin unbeobachtet entfernen? Vielleicht nicht unmöglich, aber doch ziemlich verwegen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 15:27
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Mmmhhhhh… auffällig finde ich das schon. Die meisten Leute haben Handy und Geldbörse „am Mann“ und das Handy nicht im Flugmodus.
das sehe ich auch so, aber- , bei Frauen gibt es da große Unterschiede. Viele Frauen haben ihr Handy und die Geldbörse in ihrer Handtasche. Das Handy würde ich z.B. bei Antritt der Heimfahrt (jeder Autofahrt) direkt in meiner Reichweite im Auto haben - u.a. auch um in einem Notfall / Unfall - sofort Hilfe rufen zu können, da nützt mir das Handy in der Handtasche oder im Kofferraum gar nix.

Das mit dem Geld ist auch sehr interessant , ihre Geldbörse wurde doch im Kofferraum gefunden, somit müsste sie separat noch Geld bei sich gehabt haben. Wie gesagt , auch das kenne ich manchmal von mir - die Geldbörse habe ich dann aber meistens gar nicht mit, da in ihr die ganzen Papiere drin sind Führerschein, Personalausweis usw. - d.h. ich habe gar keine separate Brieftasche sondern alles in meinem Portemonaie.

also nur so eine Art "Notgeld". Sie dürfte in ihrer Handtasche, also schon Geldbörse oder Brieftasche / schon alles dabei gehabt haben. (wenn ich Auto fahre habe ich diese Papiere auch dabei) .

das bei ihr gefundene Geld kann sie aber unabhängig davon dabei gehabt haben. Selbst im Auto haben Leute schon noch Geld - unabhängig von Handtasche, Geldbörse usw. nur für den Notfall wenn mal alles vor Eile nicht dabei war, damit man wenigstens mal tanken kann - also Notgeld -

mit der Kommunikation unter Partnern / Eheleuten - tja, es gibt so Beziehungen und so Beziehungen -
wenn es dem Partner nicht mehr so wichtig ist unbedingt ständig miteinander zusammen zu kommunizieren - soll es ja auch geben.

wobei einige Tage gar nicht miteinander zu kommunizieren - ist schon etwas auffällig.

Also wie auch immer B.A. das mit ihrer Ehe gehalten hat und Kommunikation warum hat ihr Mann sie eigentlich erst am nächsten Morgen Ostersonntag als vermisst gemeldet ?

er wusste doch dass sie am Samstag zurückfahren wollte , wartet man dann nicht auf seine Frau - egal wie spät es wird ?
hatte er evtl. selbst Dienst ?

auch wenn ich müde bin und evtl. schon schlafe, höre ich es wenn mein Partner / Partnerin - nach hause kommt.

aber gut - auch nur so ein Gedanke...

wir wissen nichts über das Familienleben und auch nichts über die Beziehung von B.A. zu ihrem Mann ...


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 19:50
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Klar, wenn man sich vom Auto entfernt hast du vollkommen Recht. Ich habe es auf die potentielle Situation bezogen, dass man nur kurz in ein neben einem parkendes anderes Auto steigt.
Ich hätte das jetzt schon auf die bevorstehende Fahrt bezogen, wo man die Sachen auch wegräumt, weil man ja auch mal anhalten muss um z. B. mal Pinkeln zu gehen.

Also in dem Sinne, dass dieses "mal kurz zu xy ins Auto", weil es ja nur kurz sein sollte, gar nicht erst berücksichtigt wurde, sondern alles schon auf die bevorstehende längere Fahrt ausgelegt war.
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:wir wissen nichts über das Familienleben und auch nichts über die Beziehung von B.A. zu ihrem Mann ...
Eben. Und deshalb ist dieser Unterton, wonach hier schon mehr oder weniger eine desaströse Ehe angenommen wird, nur weil nicht alle fünf Minuten irgendwelche "Schatzi, ich habe gerade einen Kaffee getrunken, gleich räume ich meine Sachen ein" Anrufe oder Nachrichten kamen, doch recht spekulativ.


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10.05.2026 um 20:14
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:er wusste doch dass sie am Samstag zurückfahren wollte , wartet man dann nicht auf seine Frau - egal wie spät es wird ?
hatte er evtl. selbst Dienst ?
Ein sehr guter Gedanke. Andererseits denke ich, dass man gerade dann, wenn beide Partner arbeitsbedingt oft aushäusig sind, und vielleicht sonst niemand zu Hause ist, gewisse Absprachen und Verabredungen hinsichtlich des gemeinsamen Haushalts treffen muss. Also wer bestimmte Einkäufe tätigt, die Mülltonnen rausstellt, die Heizung einschaltet, und so weiter. Klar, das kann man im Voraus vereinbaren, aber in der Lebenswirklichkeit muss man doch auch darüber sprechen. Es ändert sich ja auch mal etwas.
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:wir wissen nichts über das Familienleben und auch nichts über die Beziehung von B.A. zu ihrem Mann ...
Das Familienleben würde uns erstens nicht interessieren, und zweitens auch nichts angehen, wenn Frau A. nicht einer Gewalttat zum Opfer gefallen und im Wald verscharrt worden wäre.

Ein Tatverdächtiger wurde in diesem Fall nie ermittelt, den Stern-Artikel zum Fall lese und verstehe ich so, dass das familiäre Umfeld ergebnislos überprüft wurde.

Die Frage, die sich eben stellt, waren die Verhältnisse innerhalb der Familie, also speziell die Tatsache, dass da nicht engmaschig Abfahrtszeiten usw. kommuniziert wurden, Außenstehenden bekannt?

War durch die arbeitsmäßig bedingte, räumliche Trennung der Eheleute eine Lücke, eine Leerstelle entstanden, welcher Art auch immer, die von einem uns Unbekannten, wie auch immer, gefüllt wurde?

@brigittsche weist mMn zu Recht darauf hin, dass man eine Bekanntschaft zwar vor den gewöhnlichen Mitmenschen geheim halten, aber vor der Polizei, die in einem Mordfall "alles auf links dreht", schlecht verbergen kann.

Dem steht aber entgegen, dass irgendjemand die Tat begangen haben muss.

Das lässt für mich eigentlich nur den Schluss zu, dass der Täter als solcher bekannt ist, aber nicht in Verdacht steht, oder dass wir es mit einem Phantom, einem komplett Unbekannten, zu tun haben.

Gegen die letzte Annahme spricht, dass der Tâter das Opfer, die Örtlichkeiten und die Lebensumstände des Opfers gekannt haben muss. Kann er das, ohne je gegenüber Dritten in Erscheinung getreten zu sein?
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Was für ein Handy hatte Frau Ameis nochmal genau? Ich konnte nichts über das Modell finden..
Das Fabrikat oder das Modell wurde mWn nie benannt. Der aktivierte Flugmodus und andere Angaben zu dem Gerät lassen eigentlich ein Smartphone vermuten, aber das ist mMn nicht einmal sicher.

Viele der Möglichkeiten, die wir mit Smartphones assoziieren, also Kamera, Browser, E-Mail usw. gab und gibt es auch bei Geräten, die über die Tastatur bedient werden und nicht unter iOS oder Android laufen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 20:59
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Gegen die letzte Annahme spricht, dass der Tâter das Opfer, die Örtlichkeiten und die Lebensumstände des Opfers gekannt haben muss. Kann er das, ohne je gegenüber Dritten in Erscheinung getreten zu sein?
Kommt vermutlich sehr darauf an, wo, wie lange und wie oft BA sich mit ihm getroffen und mit ihm gesprochen hat.

Nehmen wir mal an (rein fiktiv) es war jemand, den sie mal auf einer ihrer Wanderungen kennengelernt hat und der irgendwo in XY-Hausen, also da in der Nähe, aber nicht unbedingt direkt am Flughafen, wohnt. Und der vielleicht irgendwelche indirekten Beziehungen (z. B.: ein Neffe arbeitet am Flughafen) dorthin hat, so dass er einiges mehr über den Flughafen weiß als ein komplett Außenstehender, aber ohne selbst dort bekannt zu sein.

Und wenn man ferner annimmt, dass BA diesen Typen dann auf den Fahrten zu Wanderungen oder zurück besucht und/oder sich mit ihm dann auch wieder zu gemeinsamen Wanderungen verabredet hat, dann war er rein physisch nicht bei ihr am Flughafen, hatte aber doch schon vorher ein gewisses "Insiderwissen" gehabt, dass er dann wiederum mit ihren Erzählungen abgleichen konnte.

Denn, seien wir mal ehrlich: Ich glaube, wenn es denn so eine Bekanntschaft gab, dann werden die beiden weniger gemeinsam Sonette von Stefan George gelesen haben, sondern sich einiges aus dem Alltag erzählt haben.

Was konnte BA denn (nach allem was wir wissen!) so erzählen, außer von ihrer Arbeit und ihrer Familie? Irgendwelche extravaganten Hobbys hatte sie wohl nicht, irgendwelches großes ehrenamtliches Engagement außerhalb der Arbeit ist nicht bekannt - da werden irgendwann einfach die Themen ausgegangen sein und man kam zwangsläufig auf Alltag und Familie.

Und wer ein gutes Gedächtnis hat, auch vorher schon ein wenig Bescheid weiß über den Flughafen und vielleicht sogar mal "gucken gefahren" ist (der Bereich um das Apartment-Gebäude ist ja zugänglich), der kann dann schon 1:1 zusammenzählen. Wobei er ja auch durchaus mal dort gewesen sein kann mit oder bei BA, dass er aber nicht aufgefallen ist.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 22:13
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Nehmen wir mal an (rein fiktiv) es war jemand, den sie mal auf einer ihrer Wanderungen kennengelernt hat
Es gab doch auch noch andere Leute, die in dem Tower ein und aus gingen, denen sie wahrscheinlich immer mal wieder auf dem Weg zu ihrem Büro begegnet sein könnte, z.B. Fluglotsen. Da könnte ja, rein fiktiv, auch jemand ein Auge auf sie geworfen haben, ohne daß der Bruder davon wußte.
Wenn dieser fiktive jemand sie aus welchem Grund auch immer vor der Abreise ermordet hätte und derjenige, nach Entsorgen der Leiche wieder an seinen Arbeitsplatz im Tower zurückgekehrt ist und vielleicht noch Geruchsanhaftungen an sich hatte, könnte es auch ein Grund sein, wieso die Hunde im Tower angeschlagen haben, aber nichts Näheres dort gefunden wurde…. Auch nur so ein fiktiver Gedanke 🤔


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 22:54
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Es gab doch auch noch andere Leute, die in dem Tower ein und aus gingen, denen sie wahrscheinlich immer mal wieder auf dem Weg zu ihrem Büro begegnet sein könnte, z.B. Fluglotsen. Da könnte ja, rein fiktiv, auch jemand ein Auge auf sie geworfen haben, ohne daß der Bruder davon wußte.
Also erstmal wissen wir ja gar nicht, ob die Tat in irgendeiner Weise sexuell motiviert war. Die Polizei sagt sinngemäß, es gebe "keine Hinweise auf ein Sexualverbrechen". Was es aber auch nicht ausschließt.

BA war eine sicher für viele nicht unattraktive und sympathisch wirkende Mittfünfzigerin, keine Frage. Ob sie jetzt aber im Vorbeilaufen wirklich die Blicke regelrecht auf sich zog? Das möchte ich doch anzweifeln, zumal im Flughafenbereich ja durchaus ebenfalls attraktive Stewardessen und weibliches Bodenpersonal regelmäßig rumlaufen, wo ich mir vorstellen könnte, dass diese eher Blicke anderer Männer auf sich ziehen.

Das soll nun auch nicht falsch verstanden werden, BA war eben eine gestandene Frau, sie hätte es ja nicht nötig gehabt und vielleicht auch nicht gewollt, dass ihr Leute hinterher schauen, auch wenn das natürlich denkbar ist, dass dies geschah.


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10.05.2026 um 23:18
@Origines
@sören42

Warum, bitte, wird eigtl immer wieder die Attraktivität von Birgit diskutiert?

Es ist doch BS, dass nur die attraktiven Weibchen in Gefahr sind, Opfer eines Sexualdeliktes zu werden....


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.05.2026 um 23:52
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es ist doch BS, dass nur die attraktiven Weibchen in Gefahr sind, Opfer eines Sexualdeliktes zu werden....
Das habe ich weder geschrieben noch gemeint, und das sollte auch deutlich geworden sein.

Aber es ist erstens nicht klar, ob es ein Sexualdelikt war und zweitens erscheint es mir fraglich, ob sie jemand im Vorbeilaufen auffällt. Denn alles andere als "im Vorbeilaufen", hätte schon wieder auffallen können (Mails, Telefonate, Verabredungen). Das scheint mir aber nicht zutreffend.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

11.05.2026 um 09:00
Zitat von sören42sören42 schrieb:Denn alles andere als "im Vorbeilaufen", hätte schon wieder auffallen können (Mails, Telefonate, Verabredungen).
Halte es für nicht ganz unwahrscheinlich, dass jemand möglicherweise über Jahre ein Auge auf sie geworfen hatte, ohne dass sie oder irgendjemand anderes das mitbekommen haben muss. An diesem Tag des Verschwindens hat er ihr seine Zuneigung eingestanden und wollte ausloten, ob "mehr" drin ist. Fr. A. war überrascht und hat ablehnend reagiert. Er bringt sie um. Es soll narzistische Menschen geben, die gekränkt zu solchen Taten fähig sind. Möglicherweise gab Fr. A. auch zu verstehen, dass sie sich an Vorgesetzte o.ä. wenden wird. Möglicherweise war es eine ihr beruflich übergeordnete Person, die in dem Moment ihre Felle wegschwimmen sah.
Dass sie jahrelang eine Beziehung mit irgendjemanden dort pflegte, halte ich für irgendwie unwahrscheinlich, so etwas sorgt doch eigentlich immer für Gerüchte.

Dass es jemand ihr völlig Unbekanntes war, halte ich aber hier auch für gut möglich. Es gibt genug Psychopathen, die an einem beliebigen Tag einen beliebigen Menschen umbringen.


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11.05.2026 um 09:14
Zitat von sören42sören42 schrieb:Aber es ist erstens nicht klar, ob es ein Sexualdelikt war und zweitens erscheint es mir fraglich, ob sie jemand im Vorbeilaufen auffällt.
Natürlich wissen wir nicht, ob es ein Sexualdelikt war, wir wissen aber auch nicht, ob es ein Auftragsmord war oder ob sie irgendwo einen Deal beobachtet hat oder ob jemand sie einfach aus schlechter Laune an dem Tag umgebracht hat. Zum Motiv oder den Umständen wissen wir gar nichts.

Es ging mir auch mehr um die Überlegungen, wo konnte sie jemandem begegnet sein, mit dem sie ab und zu ein paar Worte gewechselt hat so daß sie ihm quasi bekannt war, ohne daß sie sich da etwas dabei dachte.
Und ich meinte auch nicht, daß sie da durch lief und alle Köpfe sich nach ihr umdrehten. Aber wenn man in so einem Gebäude arbeitet, begegnet man manchen Menschen eben immer wieder mal. Es könnte ja sogar sein, daß der Bruder mal in einem ganz nebensächlichen Gespräch mit jemandem dort erwähnt hatte, daß seine Schwester die andere Schicht arbeitet und so würde jemand auch wissen, daß BA dort immer ein paar Tage alleine war. An so was erinnert man sich ja nicht mal, wenn das eine total belanglose Konversation war der man keinerlei Bedeutung zu misst.
Ich finde den Gedanken, daß es jemand am Flughafen war, eben etwas naheliegender, als daß ein wildfremder verrückter Mörder sie nach Lautzenhausen gelockt hat oder oder ein Fluggast, ihre Leiche dann noch so entsorgt hätte und das Handy in den Flugmodus.
Daß jemand eine Obsession mit jemandem entwickelt, dazu muß die Person nicht eine Miss Sonstwo sein und auch keine Insta Influencerin. Wenn er dachte, das ist genau die Frau, die zu ihm passt…. Und wenn dann noch bekannt wurde, daß der DWD dort auszieht… Aber es ist ja schließlich alles hier nur Spekulation, genauso wie der Hofladenverkäufer oder der Wanderer…..


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

11.05.2026 um 09:16
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Dass es jemand ihr völlig Unbekanntes war, halte ich aber hier auch für gut möglich. Es gibt genug Psychopathen, die an einem beliebigen Tag einen beliebigen Menschen umbringen.
Das bestimmt. Nur daß die dann auch die Leiche entsprechend entsorgen und das Telefon in den Flugmodus versetzen, das Auto weg fahren usw. das ist in dem Zusammenhang eher ungewöhnlich. Also bei einer spontanen Tat.


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11.05.2026 um 10:17
Bei einem „stillen Verehrer“ würde ich aber erwarten, dass der im Vorfeld immer wieder im Umfeld von B. A. aufgetaucht wäre. Selbst wenn er sich nie geoutet hätte wäre dem kollegialen Umfeld am Hahn doch nicht verborgen geblieben, dass da jemand die Nähe zu B. A. sucht.

Dass sich im Arbeitsumfeld gewisse Cliquen bilden ist ja nicht ungewöhnlich und normal. Allerdings wissen auch alle davon, welche Verbindungen es gibt und das wäre dann wohl auch der Polizei bekannt geworden, so dass sie jemanden, der ihr - wenn auch scheinbar nur als Kollege - näher stand als andere, sicherlich überprüft hätte.

Es wäre sicher auch nicht verborgen geblieben wenn es da einen verschrobenen Einzelgänger im Umfeld gegeben hätte, also diesen Typus „männlich, mittleres Alter, keinerlei Beziehungserfahrung, Einzelgänger, wohnt alleine oder bei den Eltern abgelegen im Hunsrücker Nirgendwo“.

BTW, wer hat die Appartements bewirtschaftet? Da gab es doch bestimmt eine Hausverwaltung, einen Hausmeister und einen Reinigungsdienst? Also Leute, die sich unverdächtig in diesem Bereich bewegen können und die nicht weiter auffallen. Die Ortskenntnisse haben und meistens auch Fahrzeuge, und wo keiner Verdacht schöpft wenn die größere Gegenstände ins Haus oder heraus bringen, z. B. Müllsäcke.

Selbst wenn die mit ihrem Fahrzeug ein paar Kilometer entfernt irgendwo am Waldrand stehen wird man das nicht sofort verdächtig finden, weil wenn das überhaupt jemand sieht wird er denken, dass die eben auch im Umfeld nach dem Rechten sehen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

11.05.2026 um 10:56
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Aber es ist ja schließlich alles hier nur Spekulation, genauso wie der Hofladenverkäufer oder der Wanderer…..
Der Hofladenverkäufer war nicht in Verdacht sondern es gab nur den Gedanken, dass sie dort in diesem Hofladen noch frische Lebensmittel kaufen wollte, deswegen Geld und Kiste dabei hatte.

Möglich wäre ja auch eine Frau als Mörderin. Vielleicht eifersüchtig auf B.A , weil die evtl. ihrem Mann gefiel ? oder diese Frau selbst Interesse an B.A. hatte ?
einer Frau die sie kennt hätte sie vielleicht auch mehr vertraut.

Warum schaltet jemand das Handy in den Flugmodus ? falls das B.A. selbst gewesen wäre, hätte sie ja auch einfach die Lautstärke auf 0 stellen können, falls sie nicht gestört werden wollte oder es ganz ausschalten. Auf die Idee es in den Flugmodus zu versetzten würde ich z.B. niemals kommen.
Meist ist es angeschaltet und auf lautlos gestellt.

und die mobilen Daten schalte ich auch nur aus wenn es ins Ausland geht, damit es nicht dort ständig einloggt und Kosten verursacht.
Auch dann bleibt das Handy aber an, es werden nur die mobilen Daten ausgeschaltet.

Es sei denn man will den Akku schonen.

Warum sollte ein Täter / Täterin es riskieren noch mal an B.A.s Auto zu gehen ? viel zu riskant evtl. doch noch gesehen zu werden.


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