Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst
03.10.2026 um 23:26Die Polizei weiss es, die Gastgeber und Gerickes werden es wissen. Die Bewohner und Mitarbeiter evtl (könnten wissen, zu welchem Verschlag die Hunde liefen) ... Ich weiss es nicht.
Wogegen ich persönlich vermute, dass sich der Verschlag weiter im westlichen Bereich befindet - um "Geräte" und Utensilien für diese Gruppenveranstaltungen bereitzuhalten. Also eher nicht so kleinteiliges Kinderspielzeug.Shiloh schrieb:Es wurde mal vermutet, dass dieser Spielzeug-Verschlag am Spielplatz gemeint ist:
Kuno426 schrieb:für das private Abendessen im privaten Wohn- und Kellerbereich vermuten! Wurde dort von den Einsatzkräften / mit Hunden gesucht?
Unabhängig davon, wann diese Bereiche abgesucht wurden, sollte sich Inga dort in eine hilflose Lage gebracht haben oder gar verunfallt sein, so hätte man sie doch irgendwann dort gefunden. Deshalb vermute ich eher nicht, dass sie sich weiter auf dem Gelände des Diakoniewerks aufgehalten hat, denn dass es dort bis heute immer noch Bereiche gibt, die nicht abgesucht wurden, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.Kuno426 schrieb:Outdoorgerätschaften oder Fahrräder könnten ja von den Grillfreunden genutzt und mit Ingas Hilfe zurückgebracht worden sein, sodass sie diesen Verschlag mit dem vielen tollen Spielzeug "kannte"?
Ich finde es ist ein Unterschied zwischen privater oder kriminalistischer, professioneller Suche.Triquetrum schrieb:Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass man wohl alle Räumlichkeiten des Diakoniewerkes, die nicht als persönlicher Wohnbereich eines Einzelnen angesehen wurde, zeitnah abgesucht hat. Spätestens dann hätte man Inga wohl, wäre sie dort in eine hilflose Lage geraten, die ihr ein selbstständiges Verlassen der Räumlichkeit bzw. des Gebäudes nicht mehr erlaubt hätten, aufgefunden.
Ist das nicht abhängig von der Fragestellung:Triquetrum schrieb:denn dass es dort bis heute immer noch Bereiche gibt, die nicht abgesucht wurden, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
CharliesEngel schrieb:Durchsucht man Gebäude(-Teile), in die Inga (5) selbständig hätte gelangen können, in ihrem Alter, mit ihrer Körperkraft, ihrer Körpergröße.
Aufgrund der enormen Zeitspanne, die seit dem Verschwinden von Inga verstrichen ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass man sich bei der Absuche des Diakoniewerks nicht alleine auf private Initiativen verlassen hat. Neben den mehrmaligen Suchmaßnahmen im Wald, wird gleiches, wenn sicherlich auch nicht in der Häufigkeit, wohl auch für den Gebäudebereich zugetroffen haben.Shadow1970 schrieb:Ich finde es ist ein Unterschied zwischen privater oder kriminalistischer, professioneller Suche.
Ein weiterer Unterschied ist die Altersdifferenz, Inga war bei ihrem Verschwinden doppelt so alt wie Émile und somit deutlich mobiler. Bei Émile weiss man außerdem allein aufgrund der fehlenden Schnürsenkel, dass hier Dritte beteiligt sind und es gibt auch Verdächtige die fast zwei Tage in Polizeigewahrsam verbracht haben.Triquetrum schrieb:Die Ähnlichkeiten zum Fall Emile, zumindest was die Umstände um das scheinbar unmögliche unbeobachtete Verschwinden angeht, mögen sicherlich vorhanden sein, nur sind eben hier die sterblichen Überreste aufgefunden worden.
Für einen Drang in den Wald zu laufen, gibt es allerdings bis heute keinen dokumentierten oder tieferen Grund.GrafOskar schrieb:die letzte Sichtung am Waldrand, zusammen mit ihrem Drang in den Wald zu laufen, ergibt eine völlig andere Ausgangssituation.
Ein fünfjähriges Kind braucht keinen dokumentierten oder tieferen Grund um in den Wald zu laufen. Etwas Auffälliges, das sie bei der früheren Fahrradtour möglicherweise gesehen und ihr Interesse geweckt hatte, reicht vollkommen dafür aus. Im Übrigen gibt es noch die Zeugenaussage des Försters der mitten in der Nacht in diesem Waldgebiet Rufe eines Kindes gehört haben will.Shiloh schrieb:Für einen Drang in den Wald zu laufen, gibt es allerdings bis heute keinen dokumentierten oder tieferen Grund.
Auch konnte bis heute nicht zweifelsfrei ermittelt werden, ob dieser Mann wirklich Rufe eines Kindes gehört hat oder ob die Laute damals fehlinterpretiert wurden.GrafOskar schrieb:Im Übrigen gibt es noch die Zeugenaussage des Försters der mitten in der Nacht in diesem Waldgebiet Rufe eines Kindes gehört haben will.
Diese Fahrradtour muss ja unmittelbar vor dem Fussballspiel am selben Nachmittag stattgefunden haben, denn die Familie kam erst mittags auf dem Wilhelmshof an. Während des Fußballspiels ist Inga bereits nachmittags in Richtung Wald gegangen, wurde zurückgeholt und von der Mutter ermahnt. Sollte sie es am frühen Abend dennoch ein zweites Mal versucht haben?GrafOskar schrieb:Etwas Auffälliges, das sie bei der früheren Fahrradtour möglicherweise gesehen und ihr Interesse geweckt hatte, reicht vollkommen dafür aus.
Ich denke, dass eine psychische oder physische Beeinträchtigung von Inga bekannt geworden wäre. Besonders zu Beginn der medialen Berichterstattung werden entsprechende Krankheitsbilder kommuniziert und somit von der Polizei auch freigegeben, da dies ja auch Auswirkungen auf das Verhalten des Kindes, u. a. auch beim Ansprechen desselbigen, haben kann.sallomaeander schrieb:Da es ja offensichtlich hier Mitdiskutierende gibt, die sich auf eine Hypothese festgelegt haben, die ein Weglaufen der kleinen Inga beinhaltet - ist eigentlich bekannt oder jemals erwähnt worden, ob die kleine Inga Symptome oder Merkmale aus dem Autismus-Spektrum zeigte?
Ja, genau das ist sehr wahrscheinlich. Wer Kinder in diesen Alter hat oder sich noch daran erinnert, weiss wie sich manchmal mehr oder weniger verrückte Ideen in den kleinen Köpfen festsetzen können und wie sie recht zielstrebig und gelegentlich auch ziemlich schlau diese verfolgen. Am nächsten Tag ist es dann meist vergessen oder wird von der nächsten Idee überlagert.Shiloh schrieb:Sollte sie es am frühen Abend dennoch ein zweites Mal versucht haben?
Irgendwie hat es diese Fahrradtour anscheinend nicht gegeben? Sie wird hier mit keinem Wort erwähnt, nachdem man mittags am Wilhelmshof angekommen war.GrafOskar schrieb:Ein fünfjähriges Kind braucht keinen dokumentierten oder tieferen Grund um in den Wald zu laufen. Etwas Auffälliges, das sie bei der früheren Fahrradtour möglicherweise gesehen und ihr Interesse geweckt hatte, reicht vollkommen dafür aus.
Gehricke sagt, sie seien kaum aus dem Auto gestiegen, da seien die KinderQuelle:
schon miteinander ausgeschwärmt. Inga sei anfangs noch etwas schüchtern gewesen, wie so oft. Das Leben schien leicht zu sein. „Es war einer dieser Nachmittage, an denen man nicht auf die Uhr schaut“, sagt Gehricke.
Er schildert den Rest des Tages, als sei alles erst kürzlich passiert. Die Kinder hätten auf einer Wiese gesessen und Löwenzahn gepflückt. Seien auf dem Spielplatz gewesen, auf Stelzen oder mit Rasen-Skiern umhergelaufen.
Am Nachmittag hätten die Familien Fußball gespielt. Es habe Eis gegeben für alle, Kaffee für die Eltern und am Abend ein Lagerfeuer. Also, sagt Gehricke, seien seine Familie und er länger geblieben als geplant. Als die Sonne unterging, hätten zwei Erwachsene eine Feuerschale geholt und zum Bolzplatz gebracht.
Inga, zwei Wasserflaschen in der Hand, sei ihnen hinterhergelaufen, auch
ihre Schwester. Er, der Vater, beobachtete sie aus der Entfernung.
Gehricke sagt, er habe damals noch gedacht, sein kleines Mädchen habe an den zwei großen Wasserflaschen schwer zu tragen. Dieses Bild, sagt Gehricke, habe sich in sein Gedächtnis gebrannt.
Er sah seine Tochter danach nie wieder.
Während seine beiden Töchter zur Feuerstelle liefen, habe er mit den
Freunden Kinderkleidung ausgetauscht, sagt Gehricke. Die Kinder seien so
schnell groß geworden. In dieser Zeit, davon ist Gehricke bis heute überzeugt, ging Inga verloren.
auf Stelzen oder mit Rasen-Skiern umhergelaufen.Das meinte ich gestern mit Gerätschaften, die vor dem Abendessen wieder zum Verschlag zurückgeschafft werden mussten. Zu einer Stelle, die sich wahrscheinlich nicht direkt am Spielplatz, sondern Richtung Westen bei den Wirtschafts- und Veranstaltungsgebäuden befunden haben kann.
Shiloh schrieb:Irgendwie hat es diese Fahrradtour anscheinend nicht gegeben?
Offenbar gibt es aber auch im Wald Geruchsspuren von Inga. Diese sind mit dem Aufenthalt des Mädchens mit ihrer Familie im Laufe des Tages vor dem Verschwinden bei einer Radtour erklärbar, so von Hoff.Quelle: https://web.archive.org/web/20150522175641/http://www.volksstimme.de:80/nachrichten/sachsen_anhalt/1479336_Inga-Die-schwierige-Suche-nach-einer-Spur.html