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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

13.290 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen, Aktenzeichen Xy, 2015, Stendal, Fünfjährig, Feuerholz

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 16:25
@MATULINE
Das ist ein interssanter Gedanke. Ich denke aber das hat die Polizei schon gemacht.

Vielleicht haben sie auch einen Verdacht und können es der Person bloß nicht nachweisen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 16:35
Sven1213 schrieb:5 bis 6 Wochen nach ihrem Verschwinden wollen Mantrailerhunde eine Spur bis nach Ziesar verfolgt haben und 2 Wochen später bis zum Autobahnkreuz Dresden.
Darüber denke ich heute noch nach:
Stendal - Ziesar - Kaltenborn - Dresden Irgendwie wirkt es wie eine mögliche Route auf mich.
Potsdam und Berlin-Moabit ist ja nun auch noch in den Nähe.

Mai - Juli - Oktober 2015 und eine blonde Puppe in den Utensilien von Silvio S. Danach kein einziger Fall mehr in der Gegend.

Ich kann nicht an einen Zufall glauben.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 16:46
Letztes Jahr im Mai wollte ich hier in den Thread einen Link einstellen und bat die Moderation dieses für mich zu tun, da der Thread ja geschlossen war.
Leider wurde es mir verwehrt, weil es ja nichts Neues gibt.
Deshalb habe ich mich nun auch gewundert, dass der Thread doch plötzlich wieder offen ist.
Nun gut, dann kann der Link jetzt hier rein.
Es ist zwar nichts Neues, aber vielleicht hat ja doch jemand Lust es zu Lesen.
Hier spricht eine Kriminologin über den Fall.

Es geht unter Anderem auch darum, ob es zB ein pädophiler Täter ist, der auf dem Wilhelmshof arbeitet.
Meinen Sie damit, dass eine Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Täter auf dem Gelände zu finden ist? Wenn ja, dann müsste er ja bereits vernommen worden sein?

Zumindest wäre es eine logische Variante. Untersuchungen zeigen, dass viele Pädophile einen Beruf ausüben, der mit Kindern, Jugendlichen, Patentinnen und Patienten zu tun hat. Es geht oft um pädagogische Kontexte oder Fürsorge. Das bedeutet aber keineswegs, dass pädophile Menschen ausschließlich in diesen Berufsfeldern agieren, die Bandbreite ist recht groß.
https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/vermisst-kriminologin-spricht-ueber-den-fall-inga
Idrial schrieb:Ich denke aber das hat die Polizei schon gemacht.
Ich hoffe es.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 17:01
MATULINE schrieb:Es geht unter Anderem auch darum, ob es zB ein pädophiler Täter ist, der auf dem Wilhelmshof arbeitet.
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Die Angestellten und Patienten scheiden für mich aus.
Es wäre ja sofort aufgefallen, wenn ein Patient fehlen würde. Das gleiche sehe ich bei einen Angestellten.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 17:05
Sven1213 schrieb:Es wäre ja sofort aufgefallen, wenn ein Patient fehlen würde. Das gleiche sehe ich bei einen Angestellten.
Wenn ein Patient fehlt, dann fällt das wohl auf, aber bei den Angestellten nicht.
Es könnte ja auch sein, dass zu dieser Zeit als Inga verschwand, gerade ein Angestellter Feierabend hatte.
Durch das Fußballspiel war ja da noch mehr Trubel als üblicherweise.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 17:07
AveMaria schrieb:Darüber denke ich heute noch nach:
Stendal - Ziesar - Kaltenborn - Dresden Irgendwie wirkt es wie eine mögliche Route auf mich.
Potsdam und Berlin-Moabit ist ja nun auch noch in den Nähe.
Ich habe immer Silvio S. favorisiert.
Da passte sehr vieles zusammen.
Die längeren Fahrten zu den Örtlichkeiten wo er seine Opfer aufsuchte.
Bei Mohammed war es mitten in der überfüllten LaGeSo.
Sowas dreistes passt auch zum Fall Inga.
Zudem liegen alle drei Taten am Monatsanfang.
Ich könnte noch diverses anderes aufführen.....

Doch mich hat im Nachhinein überzeugt, dass er sich zum Zeitpunkt von Ingas Verschwinden 1,5 Autostunden entfernt aufgehalten hat und das die Polizei keine einzige Spur in den Fahrzeugen oder in der Wohnung oder sonst wo von Inga finden konnte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 18:18
@MATULINE
Ich habe das Interview auch gelesen. Interessant fand ich besonders diesen Teil ihrer Einschätzung:





Der Großteil der Täter ist zwischen 19 und 50 Jahre alt. Die Altersstruktur ist damit recht heterogen. Ich würde also davon ausgehen, dass es sich um einen Mann handelt, vermutlich 40 bis 55 Jahre alt, erwerbstätig. Ich erinnere mich außerdem daran, in einer Studie gelesen zu haben, dass Pädophile häufig recht intelligent sind. Eventuell konsumiert er Foto- und Filmmaterial aus dem Bereich der Pornografie oder Kinderpornografie. In der Öffentlichkeit treten diese Männer sehr angepasst und korrekt auf. Sie dürfen sich hier keinen aggressiven Gewalttäter vorstellen. Vielmehr ist es der Typ lieber Onkel, der es mit allen gut meint. Nach außen treten sie häufig sehr selbstsicher auf, tief im Inneren sieht es aber anders aus, hier sind die Täter sehr gehemmt, versuchen das aber zu leugnen. Letztendlich leben viele Pädophile in einer Scheinwelt. Sie können ihr Gefühlsleben gut verbergen. Häufig agieren sie sehr freundlich und bauen ein Vertrauensverhältnis zu den Opfern auf. Die Täter sehnen sich nach kindlicher Nähe und Berührungen. Forschungsergebnisse haben auch belegt, dass die Täter häufiger in sozialen Einrichtungen tätig sind. (...)
Aus meiner Sicht stammt der Täter aus dem sozialen Nahraum. Anders formuliert: Die Wahrscheinlichkeit, dass er einen starken Ortsbezug aufweist, ist viel höher, als dass ein Fremdtäter zufällig auf sein Opfer ausgerechnet auf diesem Areal gestoßen ist. Die statistische Wahrscheinlichkeit für einen Fremdtäter liegt bei 20 Prozent im pädophilen Bereich. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich zu 80 Prozent Täter und Opfer vorab bereits kannten. Mich würde es nicht wundern, wenn sogar der Name des Täters schon in den Akten steht, und sei es nur, weil man ihn damals als Zeuge vernommen hat und er einfach durch das Raster fiel.


https://m.volksstimme.de/sachsen-anhalt/vermisst-kriminologin-spricht-ueber-den-fall-inga

Die Kriminologin geht eher von dem lieben Onkel im Umfeld aus, dem man das niemals zutrauen würde. Der Ausflug mit Übernachtung war vorher geplant gewesen und diese Gelegenheit könnte der Täter gezielt abgewartet und ausgenutzt haben. Vielleicht gab es auch einen Komplizen, der irgendwo gelauert hat.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 18:32
WolfGang00 schrieb:Die Kriminologin geht eher von dem lieben Onkel im Umfeld aus, dem man das niemals zutrauen würde. Der Ausflug mit Übernachtung war vorher geplant gewesen und diese Gelegenheit könnte der Täter gezielt abgewartet und ausgenutzt haben. Vielleicht gab es auch einen Komplizen, der irgendwo gelauert hat.
Es war ja ein Familienausflug und keine offizielle Feier. Ingas Familie besuchte dort eine befreundete Familie. Deshalb würde ich davon ausgehen, dass der Kreis derjenigen, die von der Planung dieses Treffens mit der befreundeten Familie auf dem Wilhelmshof zuvor wussten, recht gut einzugrenzen ist.

Im Prinzip würde ich davon ausgehen, dass diese Personen von der Polizei hoch und quer überprüft worden sind. Weiter ist zu fragen, wie gut sollte ein etwaiger Täter die kleine Inga gekannt haben.
Inga war erst 5 Jahre alt und Stendal, bzw. der Wilhelmshof war ja nicht ihr direkter häuslicher Nahbereich. Darunter würde ich ihr Zuhause verstehen, die Kita etc. die sie regelmäßig besuchte.

Unter diesen Voraussetzungen müsste Inga ja bereits häufiger mit Famile als Besucher auf dem Wilhelmshof aufgetaucht sein. Sodass ein Täter die Gelegenhiet hatte, zu Inga ein Vetrauensverhältnis auf zu bauen. Und Inga dieser Person dann zunächst freiwillig gefolgt ist.

Daran kann ich hier aber irgendwie nicht glauben. Dann müsste ihre Familie ja sehr oft dort zu Besuch gewesen sein. Außerdem wäre es dann sicher auch den Eltern, Geschwistern oder anderen Leuten dort aufgefallen, wenn regelmäßig dort eine Person stets Kontakt zu Inga gesucht hätte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 18:33
Sven1213 schrieb:Doch mich hat im Nachhinein überzeugt, dass er sich zum Zeitpunkt von Ingas Verschwinden 1,5 Autostunden entfernt aufgehalten hat und das die Polizei keine einzige Spur in den Fahrzeugen oder in der Wohnung oder sonst wo von Inga finden konnte.
Ja, hatten wir hier ja auch schon erörtert. Wenn das Alibi nicht wirklich stichfest gewesen wäre, hätte die Kripo sicherlich noch tiefer gebohrt. Finde dies zufällige Nähe und diverse Parallelen nur sehr merkwürdig.


@WolfGang00
Das ist die nächste Möglichkeit und ebenfalls sehr wahrscheinlich. Echt gruselig sich sowas vorzustellen. @MATULINE , hatte dahingehend ja auch schon Gedanken wegen des Fußballspieles, wo Ingo auch beobachtet wurde. Die Hundespur würde im Grunde genau so ein Szenario untermauern, also dass sie direkt von dort in einem PKW verbracht worden ist.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:04
WolfGang00 schrieb:Die Kriminologin geht eher von dem lieben Onkel im Umfeld aus, dem man das niemals zutrauen würde. Der Ausflug mit Übernachtung war vorher geplant gewesen und diese Gelegenheit könnte der Täter gezielt abgewartet und ausgenutzt haben. Vielleicht gab es auch einen Komplizen, der irgendwo gelauert hat.
Ich habe den Artikel aufmerksam gelesen und die Frau spricht mir aus dem Kopf. Ich bin der Meinung, sie beschreibt jemanden ganz genau, spricht es aber nicht aus. Hier darf man das ja auch nicht, aber man darf darauf hinweisen, alles ganz aufmerksam zu lesen und mit den bekannten Dingen zu vergleichen. Zumindest ergibt sich dabei eine Möglichkeit. :-)


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:13
oBARBIEoCUEo schrieb:Ich habe den Artikel aufmerksam gelesen und die Frau spricht mir aus dem Kopf. Ich bin der Meinung, sie beschreibt jemanden ganz genau, spricht es aber nicht aus.
Ich habe gerade den Artikel auch gelesen.
Glaube aber nicht, dass sie einen Fokus auf eine bestimmte Person gerichtet hat.
Ich fand den Artikel sehr interessant und fand diese Kriminologin sehr mutig, offen und detailliert über ein nicht gelöstes Verbrechen ihre Meinung kund zu tun.
Findet man ganz selten und meine Hochachtung dafür.

Ich ziehe als Resümee aus diesem Artikel, dass der Täter verankert mit dem Wilhelmshof ist oder war und mache mir diesbezüglich meine Gedanken.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:19
Sven1213 schrieb:Ich habe gerade den Artikel auch gelesen.
Glaube aber nicht, dass sie einen Fokus auf eine bestimmte Person gerichtet hat.
Ich schrieb ja auch, dass ich das Gefühl habe. Das ist so, als säße sie vor mir und würde mich nach dem Motto 'Ich denke das gleiche' angucken. Ok, das mit dem Gefühl ist vielleicht ein Frauending. :-D


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:26
Wer weiß, ob man nicht schon viel weiter in der Aufklärung wäre, wenn in diesem Land nicht die Lobby für niedliche Tiere stärker wäre, als die Lobby für niedliche Kinder...

Direkt an das Waldgebiet, in dem der Wilhelms Hof liegt, grenzt offenbar die Colbitzer Heide.

https://www.az-online.de/altmark/stendal/peter-schmiedtchen-beobachtet-woelfe-colbitz-letzlinger-heide-4668646.html

Ich kann mir vorstellen, dass so formulierte Schlagzeilen unterschwellig darauf hindeuten, dass es eben nicht geben kann, was es nicht geben darf


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:27
oBARBIEoCUEo schrieb:Ok, das mit dem Gefühl ist vielleicht ein Frauending. :-D
Alles gut.
Ich habe nur jetzt wieder Hoffnung, dass man diesen Täter ausfindig machen wird.
Eventuell die Leiche findet ( muss es leider so schreiben, weil die Chance, dass sie nach fast 4 Jahren noch lebt, sehr gering mir erscheint).
Die Mantrailer-Suche führte über eine längere Distanz, weiterführend eventuell sogar ins benachbarte östliche Ausland.
Selbst wenn die Hunde sich irrten, so würde ich behaupten, dass sie weiter weg gebracht wurde, um von der Örtlichkeit bei einem Fund, vom Wilhelmshof abzulenken.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:28
@AveMaria
@oBARBIEoCUEo
Rotmilan schrieb:Es war ja ein Familienausflug und keine offizielle Feier. Ingas Familie besuchte dort eine befreundete Familie. Deshalb würde ich davon ausgehen, dass der Kreis derjenigen, die von der Planung dieses Treffens mit der befreundeten Familie auf dem Wilhelmshof zuvor wussten, recht gut einzugrenzen ist.

Im Prinzip würde ich davon ausgehen, dass diese Personen von der Polizei hoch und quer überprüft worden sind. Weiter ist zu fragen, wie gut sollte ein etwaiger Täter die kleine Inga gekannt haben.
Inga war erst 5 Jahre alt und Stendal, bzw. der Wilhelmshof war ja nicht ihr direkter häuslicher Nahbereich. Darunter würde ich ihr Zuhause verstehen, die Kita etc. die sie regelmäßig besuchte.
Ja richtig, deswegen gehe ich von einem Täter aus, der Inga vorher kannte und von dem Ausflug der Familie wusste und diese Gelegenheit dann genutzt hat.
Der Familienausflug wurde bestimmt nicht geheim gehalten.
Inga hat ältere 3 Geschwister, die sich bestimmt drauf gefreut haben und es in der Schule und Freunden erzählt haben, die Eltern haben es Freunden oder auf der Arbeit erzählt- hoffentlich gibt es am Wochenende schönes Wetter...- oder auch beim Einkauf dem Kassierer oder Bäcker- 10kg Fleisch, ja wir machen einen Ausflug.
Auch die Kindergärtnerin oder Eltern der Spielkameraden von Inga wussten womöglich Bescheid- nein, dieses Wochenende kann Inga nicht zum Spielen kommen, wir machen einen Ausflug. Oder auch nur der nette Nachbar, der vielleicht fragte: Oh ihr packt das Auto? Fahrt ihr in Urlaub?
Jedenfalls jemand, der irgendwie von diesem Ausflug erfahren hat aber an den man niemals denken würde als Tatverdächtigen.
Sei es, weil er wirklich viel zu nah im Umfeld von Inga war oder auch weil er sich im zu weitläufigen Bekanntenkreis befand und scheinbar nur zufällig von dem Ausflug erfahren hat.

Ich denke Inga muss auch nicht zwangsläufig aufgrund einer Vertrauensbasis freiwillig mitgegangen sein, sie könnte auch einfach geschnappt worden sein. Die Bindung vom Täter zu Inga könnte auch einseitig gewesen sein, vielleicht hat er sie immer nur aus der Ferne beobachtet um bei der späteren Entführung nicht in den Verdächtigenkreis zu geraten. Laut Kriminologin sind die Täter ja meist ziemlich intelligent.

Wahrscheinlich war das hier schon mal Thema, aber besonders bemerkenswert fand ich noch die Aussage von Ingas Mutter, dass sie an dem Tag eine böse Vorahnung und Angst hatte, dass ihrer Tochter irgendwas passieren könnte.

https://wize.life/themen/fahndung/42665/inga-verschwand-im-wald---jetzt-spricht-ihre-mutter-mein-gefuehl-sagt-mir-sie-is...

Ich bin kein Profi, aber ich könnte mir vorstellen, sie hat unterbewusst doch etwas Verdächtiges wahrgenommen, was sie wieder verdrängte, weil nicht sein kann, was nicht sein darf und zurück blieb diese diffuse Angst.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:37
WolfGang00 schrieb:Ja richtig, deswegen gehe ich von einem Täter aus, der Inga vorher kannte und von dem Ausflug der Familie wusste und diese Gelegenheit dann genutzt hat.
Glaube ich überhaupt nicht. Gehe eher von einer zufälligen Begegnung auf dem Wilhelmshof aus, wo sich aber Täter und Opfer, wie auch immer, vorher schon einmal begegnet sind. Zum Beispiel bei einem früheren Besuch des Wilhelmshof.
WolfGang00 schrieb:nga hat ältere 3 Geschwister, die sich bestimmt drauf gefreut haben und es in der Schule und Freunden erzählt haben, die Eltern haben es Freunden oder auf der Arbeit erzählt- hoffentlich gibt es am Wochenende schönes Wetter...- oder auch beim Einkauf dem Kassierer oder Bäcker- 10kg Fleisch, ja wir machen einen Ausflug.
Warum sollte einer von denen dann sich an Inga Kilometerweit vom Wohnort an sie heran machen?
Ich habe schon öfters große Mengen Fleisch gekauft und die Kinder leben noch :)
WolfGang00 schrieb:Auch die Kindergärtnerin oder Eltern der Spielkameraden von Inga wussten womöglich Bescheid- nein, dieses Wochenende kann Inga nicht zum Spielen kommen, wir machen einen Ausflug. Oder auch nur der nette Nachbar, der vielleicht fragte: Oh ihr packt das Auto? Fahrt ihr in Urlaub?
Meine Güte, was konstruiert!
WolfGang00 schrieb:Wahrscheinlich war das hier schon mal Thema, aber besonders bemerkenswert fand ich noch die Aussage von Ingas Mutter, dass sie an dem Tag eine böse Vorahnung und Angst hatte, dass ihrer Tochter irgendwas passieren könnte.
Das wundert mich auch, dass zeitgleich die Mutter diese eigentlich unbegründete Vorahnung hatte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:37
@Widmerpool
Wäre Inga von einem Wolf geschnappt worden, meinst du nicht sie hätte geschrien, sich gewehrt, einen Schuh verloren o.ä.? Und hätte man sie nicht inzwischen gefunden? Ich denke sie wird auch etwas zu groß gewesen sein, als dass ein Wolf sie schnappen könnte und Kilometer weit weg tragen. Und mit Wärmebildkameras hätte man sie im Umkreis auch ein paar Stunden später noch finden können.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 20:41
@WolfGang00
Ich glaube nicht, dass ein Wolf oder ein Wolfsrudel sich in die unmittelbare Nähe des Wilhelms Hofs gewagt hätte, wenn dort zahlreiche Menschen unterwegs gewesen sind.

Aber die Möglichkeit, dass das Kind in den Wald gelaufen sein und dort den Wölfen begegnet sein könnte, erscheint mir plausibel. Wölfe können noch größere Beutetiere verschleppen, als ein 5 jähriges Kind.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.04.2019 um 21:08
Sven1213 schrieb:Glaube ich überhaupt nicht. Gehe eher von einer zufälligen Begegnung auf dem Wilhelmshof aus, wo sich aber Täter und Opfer, wie auch immer, vorher schon einmal begegnet sind. Zum Beispiel bei einem früheren Besuch des Wilhelmshof.
Laut der Kriminologin liegt bei pädophilen Tätern die statistische Wahrscheinlichkeit bei 80%, dass der Täter das Opfer schon kannte und aus dem persönlichen Umfeld kommt. Und die Bewohner und Mitarbeiter wurden ausführlich unter die Lupe genommen. Die Kriminologin meinte aber auch, die Täter arbeiten oft in sozialen Berufen. Aber wer weiß, vielleicht war der Täter auch ein Mitarbeiter und wurde gedeckt oder hatte einen Komplizen.
Sven1213 schrieb:Warum sollte einer von denen dann sich an Inga Kilometerweit vom Wohnort an sie heran machen?
Ich habe schon öfters große Mengen Fleisch gekauft und die Kinder leben noch :)
Vielleicht weil der Platz frei zugänglich ist, man über die Straße schnell weg fahren kann, die Eltern abgelenkt sind, die Kinder noch in der Dämmerung frei rumlaufen und spielen.
Sven1213 schrieb:Meine Güte, was konstruiert!
Das waren lediglich Beispiele um zu veranschaulichen wie breit gefächert der Bekanntenkreis ist, der wusste wo Inga sich an dem Wochenende befindet und aus dem der Täter zu 80% stammt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

13.04.2019 um 01:47
Sven1213 schrieb:Nehmen wir mal an, dass könnte stimmen (ich bin da äußerst skeptisch).
Dann hat diese Person Inga über eine große Entfernung verbracht und da ich von der Wahrscheinlichkeit her ausgehe, wird dieses von den Personengruppen auf dem Wilhelmshof, ein Besucher gewesen sein.

Es muss doch möglich sein, jemanden zu ermitteln, welcher von weiter weg zum Wilhelmshof kam und am oder bis Samstag Abend sich dort aufgehalten hat.
Sven1213 schrieb:Ich ziehe als Resümee aus diesem Artikel, dass der Täter verankert mit dem Wilhelmshof ist oder war und mache mir diesbezüglich meine Gedanken.
Genau!

Obwohl es natürlich in diesem Fall keinerlei belastbaren Indizien gibt, kann man wohl bestimmte Schlussfolgerungen wagen: Die Umstände des Besuchs der Familie auf dem sehr isoliert liegenden Wilhelmshof legen ein paar Annahmen sehr nahe:

1) Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Täter die Familie kannte, sich Inga schon lange als Opfer ausgesucht hatte, mehr oder weniger hinter der Familie herfährt zu einem auch ihm ungewohnten und unbekannten Ort, um dann ausgerechnet da Inga zu entführen. Vermutlich hätten sich ihm in Ingas unmittelbarer Wohnumgebung andere Gelegenheiten gegeben. So ein Täter wagt sich nicht unbedingt in unbekanntes Gelände, wenn er nicht muss.

2) Dass mitten in der Nacht in dieser an sich gottverlassenen Gegend ein pädophiler Täter durch den Wald streunt, zufällig auf den Wilhelmshof trifft, dann zufällig Inga erspäht und die Gelegenheit nutzt, sie zu entführen ist noch unwahrscheinlicher. Ganz besonders weil sich einmal die Frage stellt, was er da eigentlich tut, aber vor allem, weil er sie irgendwie recht schnell und sicher fortschaffen musste. Wenn er mit dem Wilhelmshof nichts zu tun hatte, wird er dort auch nicht geparkt haben. Wenn er durch den Wald wanderte, kann sein Auto, falls er eines hatte, kilometerweit weg gewesen sein. Inga dann dort hinzubringen ist nicht so einfach.

3) Aus diesen beiden Punkten ergibt sich, dass es die wahrscheinlichste Variante ist, dass der Täter eine Beziehung zum Wilhelmshof hatte - als Patient, Mitarbeiter oder Besucher.

Schaut man sich diese drei Gruppen nun an, sind es gerade die Patienten, die am wenigsten Gelegenheit haben, diese Tat zu vollbringen: vor langer Zeit wurde hier schon einmal darüber gesprochen, dass diese Leute ganz bewusst in dieser Angeschiedenheit leben und viele auch gar kein Fahrzeug besitzen. Da der Hof im Laufe der Ermittlungen relativ gut durchsucht wurde, stellt sich also für die Patienten die Frage, wie sie Inga verbergen konnten und wo .

Näher liegen dann schon die Mitarbeiter, vor allem diejenigen, die nicht auf dem Hof wohnen. Man kann wegen der Abgeschiedenheit davon ausgehen, dass sie alle ein Fahrzeug besitzen. Als Mitarbeiter fällt ihre Anwesenheit gar nicht auf. Allerdings ergibt sich für einen Mitarbeiter auch ein Problem: er oder sie muss vermutlich am nächsten Tag wieder am Wilhelmshof erscheinen. Er muss sich der Polizei stellen. Er kann davon ausgehen, dass sein Fahrzeug zumindest oberflächlich angeschaut werden wird. Das kann abschrecken.

Bleibt ein Besucher. Ausgerechnet an diesem Tag waren einige Besucher auf dem Wilhelmshof. Es gibt sicherlich regelmässige Besucher, aber vermutlich auch solche, die nur selten oder vielleicht an dem Tag das erste Mal dort waren, um einen Angehörigen zu besuchen. Diese Besucher wären ausser ihrem Angehörigen vermutlich niemandem bekannt, weder Personal noch andere Personen auf dem Hof werden sich sonderlich an sie erinnern. Auch Besucher wieder müssen ein Fahrzeug besitzen um zum Hof zu kommen. Aber hier gilt genauso: wenn es nur einmal dort geparkt wurde, wird sich kaum jemand an das Fahrzeug erinnern. Der Täter, wenn er ein solcher Besucher war, wird vermutlich so schnell nicht wieder auf den Hof kommen. Er hat Zeit, die Tat mit allen Facetten längere Zeit zu begehen.

Die Wahrscheinlichkeit ist daher am höchsten, dass wir es mit einem Besucher zu tun haben.

Nun heisst das aber nicht, dass man nur alle Besucher erfassen muss, um den Täter zu finden. Die Polizei hat sicherlich alles getan, um eine vollständige Liste der Besucher aufzustellen und war damit vermutlich auch ganz erfolgreich. Man wird dann vermutlich auch alle Besucher einmal "durchleuchtet" haben, aber wenn sich da nichts auffälliges findet, stösst die Polizei sehr schnell an eine Grenze. Stellen wir uns das Ganze mal wie in einem Kriminalroman vor:

Inspector Maigret konfrontiert nun einen Besucher nach dem anderen und stellt die Frage: Wo waren Sie an dem Abend.... Antwort: Na auf dem Wilhelmshof, das wissen Sie doch. Und danach bin ich nach Hause gefahren. Gesehen hat mich in der Einsamkeit und Dunkelheit auf dem Heimweg niemand. Und zu Hause bin ich ins Bett gegangen.

Tja. Da steht nun der arme Inspektor mit 25 solcher Aussagen. Was soll er nun tun? Das reicht nicht einmal für e inen Durchsuchungsbeschluss.


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