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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.491 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:10
Zitat von Ram13Ram13 schrieb:Aha! Paffinger "schiebt" es also "dem" zu, der keine Waffe hat? Und Du möchtest damit sagen, dass er nicht das Risiko eingehen wollte, erschossen zu werden?
Genau das. Da schlage ich mich doch nach 6 Bier auf die "richtige" Seite oder nicht.
Immernoch besser als nur irgendwelche Lichtapparaturen etc., zu stehlen, wo ich eh nix zurück bekomme und nur hoffen muss.
Zitat von Ram13Ram13 schrieb:Jetzt musst Du nur noch nachvollziehbar erklären, warum Pfaffinger a) überhaupt ausgesagt hat und b) woher das Detailreichtum seiner Aussage stammt.
Aussagen musste er doch, in Anführungszeichen. Dann widerrufen - für sein Profil doch nur passend.
Und klar hat er gebuddelt. Er hat es sich ja als die Kiste drin war nochmal alles angeschaut. Ob es so OK für Ihn war!
P. sollte nicht überschätzt werden.
M.`s Rolle dabei ist nur das er Wind davon bekommen hat.
P. hat sich dann eben gedacht: Ne, diesmal nicht.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:14
@JagBlack
Stimme dir mit der Lösegeldsumme total zu.
Aber laut Urteil S. 180 konnte nur festgestellt werden, dass die Größe des Gürtels übereinstimmt, aber nicht, dass der Gürtel WM gehörte. Was aber nicht heißt, dass er ihm nicht doch gehört haben könnte und es so gewesen ist, wie von dir beschrieben.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:18
(im übrigen freue ich mich sehr das ich bei Euch mitdiskutieren darf. Vieles hier klingt hochjuristisch und megafundiert. Das Thema ist für mich zu interessant so dass ich mich nicht heraushalten kann. Ich bin mir sicher das mein Juristisches Wissen nicht sinkt. Dafür Danke ich Euch)
Die Juristerei ist aber auch nicht alles.
:)

Liebe Grüße


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:22
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Genau das. Da schlage ich mich doch nach 6 Bier auf die "richtige" Seite oder nicht.
Das verstehe ich nicht: Was hat das mit "6 Bier" zu tun? Und die "richtige" Seite soll die sein, wo keine Schusswaffe zu vermuten ist? Kannst Du das etwas konkreter begründen? Also: Woher nimmst Du die Annahme, dass Pfaffinger davon ausging, von HW (möglicherweise) erschossen zu werden?
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Aussagen musste er doch, in Anführungszeichen. Dann widerrufen - für sein Profil doch nur passend.
Und klar hat er gebuddelt. Er hat es sich ja als die Kiste drin war nochmal alles angeschaut. Ob es so OK für Ihn war!
P. sollte nicht überschätzt werden.
M.`s Rolle dabei ist nur das er Wind davon bekommen hat.
P. hat sich dann eben gedacht: Ne, diesmal nicht.
Ich habe keine Vorstellung, was Du damit sagen möchtest. Was soll das "in Anführungszeichen"? Und wie kommst Du darauf, dass das "für sein Profil passend" sei? Woher nimmst Du die Kenntnis, was für welche Profile "passend" sei? Und wie ist zu verstehen, "ob es so OK für in war!"?

Aber ja: Pfaffinger sollte nicht überschätzt werden. Gleichwohl überschätzt man ihn hier allenthalben: Er soll eine stringente, erlibnisfundierte Geschichte erzählt haben, die ihm die vernehmenden Beamten abgenommen haben.

Also: Du musst jetzt erklären, warum man Pfaffinger eine frei erfundene Geschichte abnehmen konnte, obwohl doch alles (Deiner Ansicht nach) für "sein Profil passend" sei.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:26
Zitat von monstramonstra schrieb:Wie könnte das Recht damit umgehen? Es könnte sagen, bei solcher Ambivalenz darf das Indiz nicht gewertet werden. Dann würde aber viele Indizien wegfallen. Und wer entscheidet, ob eine solche 50:50-Situation vorliegt? Ab welchem Grad von Wahrscheinlichkeit dürfte das Indiz gewertet werden? Ab 51:49? Oder 66:33? Und geht das überhaupt?
Die Lösung liegt näher als man meint.

Man muss unbedingt die gesamte Seite 0028 der Akte lesen. Das ist an dieser Stelle besonders wichtig.
Gestern hatte ich diese Seite gelesen. Da hatte ich gedacht „Halt, das kenne ich doch!“. Dann war es mir wieder eingefallen. Man findet Entsprechendes im Video vom Fall Rupp.

Der Rechtspsychologe Professor Günther Köhnken nimmt dazu eine klare Position ein.
Zeitpunkt 30:44:

https://www.spiegel.de/video/wissen-4-moerder-und-ein-todesfall-video-99012194.html

Wie im Fall Rupp stelle ich mir die Frage, was haben die Ermittler zu P kurz vorher gesagt?. Die Ermittler geben zu: Sie haben mit P ein eindringliches Gespräch geführt. Es wurde nicht protokolliert. Und direkt nach der sogenannten Unterbrechung des Verhörs sagt er das mit der Spitzhacke, Schaufel etc.. Köhnken fehlen dazu die Worte.

Von mir aus kann sich jeder etwas anderes dabei denken. Ich habe Köhnken zugehört. Ich weiß nicht, was in dieser Zeit genau gesprochen wurde. Mir fehlen ebenfalls in zweierlei Hinsicht dazu die Worte. Wesentliche Information ist dadurch verloren gegangen. Hätte nur noch gefehlt, dass M noch nach einer Leiter gefragt hätte.

Für Dich wird es sicher eine wichtige Information sein.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:31
Zitat von 245HCT74245HCT74 schrieb:Man muss unbedingt die gesamte Seite 0028 der Akte lesen. Das ist an dieser Stelle besonders wichtig.
Gestern hatte ich diese Seite gelesen. Da hatte ich gedacht „Halt, das kenne ich doch!“. Dann war es mir wieder eingefallen. Man findet Entsprechendes im Video vom Fall Rupp.
Lieber/ liebe 245HCT74!

Schon klar, dass man von einem bestimmten Fall nicht auf einen anderen Fall schließen kann?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:33
@245HCT74
Dazu passt auch S. 32 der Vernehmung, da sprechen sie auch von "drängenden Fragen":

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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:36
@Ram13
HW könnte KP als für seinen Zweck manipulierbar angesehen haben.
Wie die vernehmenden Beamten und Anwälte das Krankheitsbild von P. jeweils eingestuft haben
entzieht sich natürlich meiner Kenntnis. Dafür wäre es vielleicht ganz sinnvoll seine Arztberichte zu haben.
Zumindest deutet einiges aus dem Urteil, und seinen Aussagen für mich auf ICD10.2 hin.
Zu der damaligen Zeit war so etwas wenig beachtet. Vor allem in Bayern.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 21:37
@Ram13
Bist DU denn Hellseher? Weißt Du was in dem eindringlichen Gespräch gesprochen wurde. Nur darum geht es Köhnken. Natürlich ist das auf beliebige Fälle zu übertragen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 22:04
Zitat von Sam789Sam789 schrieb:Dazu passt auch S. 32 der Vernehmung, da sprechen sie auch von "drängenden Fragen":
Darf man fragen, woher Du Einsicht in die Ermittlungsakten und die Vernehmungsprotokolle bekommen hast?
Zitat von EchoooEchooo schrieb:HW könnte KP als für seinen Zweck manipulierbar angesehen haben.
Den Satz verstehe ich nicht. Ich könnte jetzt rumraten, habe aber keine Lust darauf. Vielleicht formulierst Du den Satz noch mal so, dass man ihn auch ohne Nachfragen versteht.
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Wie die vernehmenden Beamten und Anwälte das Krankheitsbild von P. jeweils eingestuft haben
entzieht sich natürlich meiner Kenntnis.
Gibt es ein "Krankheitsbild" von Pfaffinger? Und was hat das (wenn es ein solches gäbe) mit "Anwälte" zu tun?
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Zumindest deutet einiges aus dem Urteil, und seinen Aussagen für mich auf ICD10.2 hin.
Also für dich? Ok. Nach dem ICD 10.2 handelt es sich (allgmein) um
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol
Quelle: https://www.icd-code.de/icd/code/F10.2.html

Möchtest Du mitteilen, dass Du dieses Krankheitsbild bei Pfaffinger festgestellt hast? Dann sei die Frage gestattet: Wie? Hast Du mit ihm gesprochen? Mit seinen Angehörigen im Rahmen einer Anamnese? Oder wie kommst Du auf dieses dezidierte Krankheitsbild?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 22:16
Ich schrieb doch bereits das man dazu die Krankenakte kennen müsste.
Es deutet aber vieles darauf hin.

Lies Dich doch selbst damit etwas ein, @Ram13


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 22:25
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Ich schrieb doch bereits das man dazu die Krankenakte kennen müsste.
Wie kommst Du darauf, dass es eine Krankenakte über Pfaffinger gäbe? Und wenn es (warum auch immer) eine solche gäbe, dass man darüber wüsste? Oder galt für Pfaffinger nicht das Arztgeheimnis?

Ich mache es konkret: Du behauptest einfach etwas, um nicht nur Pfaffinger, sondern vor allem seine Aussage und dessen gerichtliche Bewertung schlicht mit herbeigedachtem dummen Zeug zu entwerten. Und dieser Entwertung willst Du mit ICD-10 Hinweisen ein gewisses Gewicht geben.

Ich formuliere es anders: Du suchst, wo Du etwas zu finden glaubst. Gefunden hast Du aber nichts, präsnetierst aber gleichwohl den Erfolg.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 22:49
Da hätte ich eine grundsätzliche Frage dazu:
Kann in diesem Fall, als Beschuldigter in einem Entführungsfall, das Arztgeheimnis aufgehoben werden?

Was wäre denn wenn dann ärztlich festgestellt ist das diese Person nach ICD10 ein psychisches Problem in Verbindung mit Alkohol hat.
Lügt,erfindet,usw. Würde es dann nicht Einfluß auf die Glaubwürdigkeit insgesamt nehmen?

Ich wundere mich ja nur warum man KP`s Historie da nicht weiter ergründet hat.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 22:56
Zitat von 245HCT74245HCT74 schrieb:Die Ermittler geben zu: Sie haben mit P ein eindringliches Gespräch geführt. Es wurde nicht protokolliert. Und direkt nach der sogenannten Unterbrechung des Verhörs sagt er das mit der Spitzhacke, Schaufel etc..
Und dann haben die Ermittler ihm fix suggeriert, dass er sein Geständnis, welches sie ihm doch mit List und Tücke gerade untergejubelt haben, widerrufen soll.

Verstehe. Genau so wird es gewesen sein.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 22:59
Zitat von Ram13Ram13 schrieb:Ich formuliere es anders: Du suchst, wo Du etwas zu finden glaubst. Gefunden hast Du aber nichts, präsnetierst aber gleichwohl den Erfolg.
Du könntest mein Mandant sein.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 22:59
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Kann in diesem Fall, als Beschuldigter in einem Entführungsfall, das Arztgeheimnis aufgehoben werden?
Es ist erstaunlich, dass Du jetzt diese Frage stellst, obwohl Du ja wie selbstverständlich davon ausgegangen bist, dass es eine "Krankenakte Pfaffinger" gäbe und diese ja wie selbstverständlich zur Kenntnis genommen hätte werden können.

Gleichwoh beantworte ich Deine Frage: Nein. Das ist nicht möglich ohne das Einverständnis des Beschuldigten.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 23:01
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Du könntest mein Mandant sein.
Verstehe ich nicht. Du bist (offensichtlich) kein Rechtsanwalt. Was möchtest Du mir also mitteilen?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 23:06
Zitat von Ram13Ram13 schrieb:Gleichwoh beantworte ich Deine Frage: Nein. Das ist nicht möglich ohne das Einverständnis des Beschuldigten.
Dann brauch ich mich ja nicht mehr wundern.
Ich finde ab einem bestimmten Punkt sollte diese Möglichkeit gegeben sein. Das ist aber nur meine persönliche Meinung und hat mit diesem Fall explizit wenig zu tun.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 23:13
Zitat von EchoooEchooo schrieb:Dann brauch ich mich ja nicht mehr wundern.
Ja! Absolut!

Solltest Du dich mal einem Sorgerechtsstreit vergegenwärtigen, wirst Du dich nicht mehr wundern, sondern dankbar sein über die Errungenschaften unserer Prozessordnungen.

Bis es soweit kommt, dass Du mal "Gegenstand" eines Verfahrens bist, darfst Du dich weiterhin "wundern".


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

04.01.2021 um 23:15
Zitat von Ram13Ram13 schrieb:Bis es soweit kommt, dass Du mal "Gegenstand" eines Verfahrens bist, darfst Du dich weiterhin "wundern".
Alles Gute Dir!


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