luna00 schrieb:Das ist krass spannend. Ich bin bis dato auch davon ausgegangen, dass das geloggt wird. Jetzt bin ich total durcheinander mit den Signalstärken, die so viel, auch in ViP, diskutiert wurden. Wären die am Mirador nicht geloggt worden? Könntest du das für mich nochmal erklären?
Wenn du das Handy auf dem Mirador im Rucksack lässt, dann verbindet es sich mit einem Funkmast, loggt diese Verbindung aber nicht persistent auf dem Gerät. Am Funkmast entstehen temporäre Betriebsdaten, mit denen sich das Einloggen des Handys nachweisen lässt, insofern vorher (also vor dem 1. April) gerichtlich eine Überwachung angeordnet wurde. Ansonsten sind die temporären netzseitigen Daten bei einer späteren polizeilichen Anfrage sehr wahrscheinlich längst gelöscht, falls nicht sporadisch zu Diagnosezwecken länger gespeichert.
Wenn du auf dem Mirador Fotos machst oder das Handy anders nutzt, speichert das Gerät selbst die bestehende Funkverbindung inkl. Signalstärke. Netzseitig wird die Verbindung nur dann länger gespeichert, wenn sie abrechnungsrelevant ist, du also telefonierst oder ne SMS schreibst. Beim reinen Einloggen ins Netz entstehen lediglich temporäre Betriebsdaten, siehe oben.
Es wäre ein Skandal, wenn die Pianista nahe Funkzelle zwischen 11:04 und Mirador (13:15) von Anfang an via netzseitiger Daten bekannt gewesen wäre. Daher bin ich sicher, dass die Betriebsdaten bei den nachträglichen Ermittlungen nicht mehr vorhanden waren. Denn K+L können ja nicht gleichzeitig lt. Zeugen noch um 13 Uhr bei SbtR gewesen sein, worauf aber (leider) sämtliche Ermittlungen und Suchmaßnahmen basierten.
Ich weiß nicht, wie ich das simpler erklären soll. Im Handy steckt noch ein zweites völlig autonomes Gerät (Baseband-Modul), das den Funk-Kram regelt, aber nix loggt. Erst wenn das Handy geweckt wird (zB zum Fotografieren), loggt es die Daten (u.a. Signalstärke) des Baseband-Moduls.