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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

29.997 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwunden, , Südamerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

05.10.2026 um 17:17
Zitat von luna00luna00 schrieb:So weit ich weiß, sind die kompletten Tagebücher nicht bekannt.
Naja was die Reise angeht mW eigentlich schon, von Anreisetag bis zum 31.3. - auf der berühmten, 1000x verlinkten Alle-Bilder-Seite (Koudekaas). Beide haben mal Tage ausgelassen, teilweise aber später nachgeholt.
Da sind nur nicht alle Einträge auch als Foto der jeweiligen Tagebuchseite zu sehen sondern nur die Übersetzung (alle Bilder gab's aber zumindest früher auch mal - auf der ebenfalls berühmten undurchsuchbaren Seite von Juan).

Mit der Erwähnung von Namen oder auch nur konkreter Personen waren sie beide eher sehr sparsam. Dass Eileen aber auch nichtmal namenlos irgendwie Erwähnung findet ist tatsächlich etwas seltsam (finde ich).


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

05.10.2026 um 21:06
Zitat von cycliccyclic schrieb:Mit der Erwähnung von Namen oder auch nur konkreter Personen waren sie beide eher sehr sparsam. Dass Eileen aber auch nichtmal namenlos irgendwie Erwähnung findet ist tatsächlich etwas seltsam (finde ich).
Sie schreiben halt häufiger "die Schule", wie die Schule hat tatsächlich bestätigt (als sie von der Kita Aura kamen und ihre Absage bekommen haben). Da wird gar nicht spezifiziert mit wem sie geredet haben. Eileen war für sie einfach eine Mitarbeiterin der Schule, kein freundschaftlicher Kontakt.
Hätten sie zusammen den Ausflug am Mittwoch gemacht, wäre das vielleicht anders...
Zitat von cycliccyclic schrieb:Naja was die Reise angeht mW eigentlich schon, von Anreisetag bis zum 31.3. - auf der berühmten, 1000x verlinkten Alle-Bilder-Seite (Koudekaas). Beide haben mal Tage ausgelassen, teilweise aber später nachgeholt
Okay, ich dachte, das wäre nicht vollständig. Christian und Annette hatte ich so verstanden, dass das ja auch nicht jeden/ jede was angeht, weil zu privat. Aber wenn du das so schreibst, bezogen sie das wohl auf ihr Buch und was sie da verwendet haben. Ich habe daraus wohl fälschlicherweise geschlossen, dass das andere nur in den Akten steht und nicht öffentlich ist (so wie mit einigen Fotos vom 1. April).


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

06.10.2026 um 17:09
Zitat von luna00luna00 schrieb:Okay, ich dachte, das wäre nicht vollständig. Christian und Annette hatte ich so verstanden, dass das ja auch nicht jeden/ jede was angeht, weil zu privat.
Gut, ich habe nicht verglichen, ob alles was in dem Fotos erkennbar ist auch in der Übersetzung auftaucht - schon weil mein Holländisch nicht so gut ist (also gar nicht gut). Ich gehe aber eigentlich davon aus. Wäre mir neu dass Scarlet irgendwas zurückhalten würde.


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06.10.2026 um 20:04
Zitat von cycliccyclic schrieb am 03.10.2026:Und wessen Meinung ist da relevanter, was denkst du?
Zitat von cycliccyclic schrieb am 03.10.2026:Ich weiß nicht zum wievielten Mal du diesen Quark jetzt schreibst. Wie jedesmal: Alle Bilder haben einen Zeitstempel. Bei 28 Nachtbildern, sowie allen Bildern vor dem 1.4. sind diese aber nicht öffentlich bekannt geworden. Aber nochmal: die haben Zeitstempel, alle (schon weil es technisch gar nicht möglich ist keinen zu haben).
An @cyclic und @Offshore7

Erklärung:
Bevor ich meinen letzten Beitrag geschrieben hatte, resümierte ich gedanklich meine etwa einjährige Beschäftigung mit diesem Fall und die mehr als 150 Seiten, welche ich dazu nach besten Wissen und Gewissen für mich zusammengetragen hatte und ich stellte mir die Frage: Was ist da passiert?1?

Ich werde durch meine Emotionalität vielleicht die Faktenlage etwas vernachlässigt haben, hoffe aber euren Rat unvoreingenommen weiterhin in Anspruch nehmen zu dürfen.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

07.10.2026 um 20:04
@Sven1213
Funfact am Rande: die mir bekannte Sache aus der hervorgeht, dass sich das NFI auch die Bilder von vor April gut angesehen hat, ist außerdem die aus der auch hervorgeht, dass sie die Zeitstempel im Blick hatten:

Beitrag von Offshore7 (Seite 1.441)
und folgende.

Weil das was dabei rauskam unmöglich ist hat man aber noch irgendwie korrigiert (wie auch immer das hergeleitet wurde).

Was mir gerade erst auffällt (oder ich hab's wieder vergessen): die Kartenspiel- und anderen Bilder aus der Casa Verde (wo sie wohl auch gewohnt haben) sehen alle ganz und gar nicht nach 13:32 aus, sondern nach spätem Nachmittag mit schon sehr tiefstehender Sonne. Nur bei #248 (dem einzigen veröffentlichtem Foto ganz nahe an #249 wo die Fossil-Armbanduhr drauf sein soll) kann man es nicht so wirklich sagen.

Allerdings wenn #249 auch die Armbanduhr von Edwin oder Bas (ich weiß nicht welcher der beiden da zu sehen ist) wie das vermutliche Handybild zeigt, dass auf Koudekaas direkt nach #248 zu sehen ist, dann wird das vom 21.3. sein, wo es erst geschüttet hat wie aus Kübeln, die beiden dann ein Kartenspiel geholt haben um sich die Zeit zu vertreiben und irgendwann Edwin und Bas zum Kartenspiel dazustießen, wie man den Tagebüchern entnehmen kann. Aber dann kann eigentlich #249 nicht so viel früher als dieses vermutliche Handybild entstanden sein und daher wohl kaum um 13:32.

Wenn man Stunden- und Minuten-Zeiger nicht so wirklich auseinanderhalten konnte, könnte die Uhrzeit auch sowas wie kurz nach 18:00 sein, was zu der tiefen Sonne passen könnte, aber halt so gar nicht zu den grob 6 h Offset zur Kamerazeit.

Keine Ahnung, halt eine weitere Merkwürdigkeit, die ich gerade nicht so wirklich erklären kann. Vielleicht übersehen ich auch was.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

07.10.2026 um 23:08
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Ich werde durch meine Emotionalität vielleicht die Faktenlage etwas vernachlässigt haben, hoffe aber euren Rat unvoreingenommen weiterhin in Anspruch nehmen zu dürfen.
Türlich. Ich bin auf dein Post nicht eingegangen, weil es völlig ok ist, wenn du ne andere Meinung hast. Kann dir trotzdem gerne meine Sichtweise schildern:
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb am 02.10.2026:Das Logs fehlen oder das die auswertende Behörde nicht tiefgreifender gearbeitet hat, verwundert dich als Spezialist mehr, als den gewöhnlichen Mitdenker.
Von ermittelnden Behörden und Experten erwarte ich halt ein Niveau, das über dem eines gewöhnlichen Mitdenkers liegt. In erster Linie wundert mich, dass Pitti den Fall so schnell einstellen wollte, kaum 3 Wochen nach den letzten Knochenfunden. IMELCF-Bericht und NFI-Gutachten, das offenbar 6 Wochen von NL nach Panama brauchte, wahrscheinlich Flaschenpost :-) lagen (angeblich) grad ein paar Tage vor.
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb am 02.10.2026:Ich gehe davon aus, dass über den Mobilfunkanbieter oder beim Auslesen der Handys, die Aktivitäten sichtbar wurden und z.B. die Notrufversuche und die Anschalt-und Ausschalttätigkeiten der Realität entsprechen.
Die einzig vorhandene Realität besteht aus Daten. Ob diese Daten alle von K+Ls Geräten generiert wurden und ob das durch normale Bedienung überhaupt möglich ist, wurde nicht ermittelt. So ein Ermittlungsstand ist mE weit davon entfernt darauf schließen zu können, dass K+L die Geräte selbst bedienten. Das gilt auch für die Kamera. Selbst wenn manuelle Bedienung möglich wäre, kann es immer noch K+Ls Realität oder die Realität eines Dritten sein, ne.

Beispiel:
- An Q1 (#508) reißt die Fotoserie ab, wofür es zu diesem frühen Zeitpunkt und bei nahen interessanten Fotomotiven (Q2, Paddocks) keinen ersichtlichen Grund gibt.
- Kurz später zeigt das Samsung zufällig einen Akkuverbrauch, als hätte jmd darauf NFS Most Wanted gezockt, dreimal so hoch wie beim Aufstieg (Google Maps aktiv, Foto-Session Mirador, schlechter Empfang / Funkloch).
- Zufällig fehlt jede Spur des direkt folgenden Videos oder Fotos #509, mit der techn. Wahrscheinlichkeit eines Kamerafehlers von kA 1:100000.
- Random zeigen 3 von 100 Nachtfotos 3 verschiedene Lost/Unfall-Szenario-Motive. Alle 3 zeigen keine aufgetroffenen Regentropfen. Nur 1 von 100 Fotos lässt vage auf Kris schließen, jedoch weder auf ein Lebenszeichen noch auf Übereinstimmung mit dem Ort der anderen Fotos. #541 bleibt unanalysiert, obwohl es mögliche FP-Details enthält.
- Mit Beginn der offiziellen Suchmaßnahmen hören nicht nur die Notrufe auf, sondern auch die Logs des iPhones. Das iPhone wurde plötzlich tagelang schon während des Startvorgangs wieder ausgeschaltet, als wollte man nicht geortet werden. Deshalb fehlen ab 4. April auch sämtliche Akkustände und Signalstärken, der Log-Prozess und wahrscheinlich auch die Netzsuche wurden via Ausschaltknopf abgewürgt.
- Am 11. April erzeugt das iPhone dagegen 100te Logs inkl. zig Signalstärke- und Akkustand-Logs, nur finden die Forensiker keinen einzigen davon, die Logs sind spurlos verschwunden wie Foto #509. Das NFI stellt keine User-Aktivität fest (außer Ein- und nach ner Stunde Ausschalten). Ja, wie auch ohne Logs? Bei der Kamera kann auch keine User-Aktivität festgestellt werden, wenn Foto oder Video #509 spurlos verschwunden ist.

Einzeln können solche Auffälligkeiten Zufall sein. In Kombination sinkt jedoch die Wahrscheinlichkeit eines zufälligen Zusammentreffens, wodurch eine signifikante Gesamtauffälligkeit entsteht. Es reicht dann nicht mehr, für jedes einzelne Element lediglich eine denkbare Lost-/Unfall-Erklärung zu finden. Vielmehr müssen die einzelnen Elemente auch hinsichtlich FP untersucht und bewertet werden (im besten Fall falsifiziert), um sie aus der Gesamtbetrachtung ausschließen zu können. Gilt genauso zB für die völlig unterschiedlichen Verwesungszustände der Überreste oder die fehlenden taphonomischen Spuren (Flusstransport / Tierfraß).

Das NFI hat alles dokumentiert (ohne gezielt nach FP zu suchen) und die Ergebnisse an die ermittelnde Behörde in Panama übersandt. Der Anwalt von Kris Eltern erhielt den Bericht zum selben Zeitpunkt, wo Pitti die Einstellung forderte. Mit unerklärlicher Konfusion (6 Wochen) über den Zeitpunkt des Eingangs in Panama und in der Ermittlungsakte. Was die EB mit dem NFI- und IMELCF-Gutachten gemacht haben, kann ja jeder selbst einschätzen. Wenn ich so an die Untätigkeitsklage gegen Panama denke, tippe ich mal auf: Nix.

#

Aktueller Fall mitten in Deutschland (John Kesting). Fall vor 7 Jahren eingestellt mit dem Ergebnis Unfall, keine Hinweise auf ein Verbrechen. Nun fand ein von den Eltern beauftragter IT-Spezialist auf dem Handy des Opfers ein Foto, das unmittelbar vor dem Tod in der Nähe des Fundorts vom Opfer selbst gemacht wurde und den Schatten des Opfers sowie direkt daneben den einer fremden Person zeigt. Die Behörden hatten keine Hinweise auf eine mögliche Straftat, weil sie nicht tiefgreifender danach suchten, so simpel ist das.


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07.10.2026 um 23:14
Zitat von cycliccyclic schrieb:Weil das was dabei rauskam unmöglich ist hat man aber noch irgendwie korrigiert (wie auch immer das hergeleitet wurde).
Unmöglich ist es ja nur, falls Lisanne Foto #505 machte oder falls eines der 9 Mirador-Handybilder Kris zeigt. In ViP liest es sich so, als wenn das NFI die 6 Std. festlegte, in LitJ so, als hätten es die Autoren gemacht.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Aber dann kann eigentlich #249 nicht so viel früher als dieses vermutliche Handybild entstanden sein und daher wohl kaum um 13:32.
Aber #248 könnte um 13:32 entstanden sein. Lt. LitJ zeigt #248 das Handgelenk von K oder L mit der Fossil-Uhr. Da frage ich mich, wieso das NFI nicht einfach auf die echte Uhr geschaut hat? Schließlich muss man feststellen, ob iwas für K+L alleine oder ohne Manipulation unmöglich ist. Vor allem gehört die Herleitung in das Gutachten, ne.


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08.10.2026 um 08:35
Zitat von cycliccyclic schrieb:Nur bei #248 (dem einzigen veröffentlichtem Foto ganz nahe an #249 wo die Fossil-Armbanduhr drauf sein soll) kann man es nicht so wirklich sagen.
#248 wurde nicht veröffentlicht? Im Gegensatz zu #249; 19:37:57? Oder stimmt diese Informationen nicht?

LisanneFroon2528872529Original anzeigen (0,8 MB)
Quelle: All photos - Koude Kaas
Foto 249 zeigt nur Lisanne mit einem Getränk in einer weißen Getränkedose.

Es gibt zwei Fotos vom Kartenspiel – die wahrscheinlich mit einem Mobiltelefon aufgenommen wurden –. Die zwei Fotos zeigen andere Getränke: fünf rote Getränkedosen.
Hier ein von beiden Fotos:
LisanneenKris252842529
Quelle: All photos - Koude Kaas
Übrigens glaube ich, dass die Uhrzeit auf der Uhr im Foto oben, 15:30 Uhr angebt und nicht 13:30 Uhr.
Ich gebe zu, dass das Bild sehr unscharf ist, aber dennoch.

Dies lässt darauf schließen, dass zwischen Foto Nr. 249 (mit weißen Dose) und den beiden Fotos mit den roten Dosen ein beträchtlicher Zeitraum gelegen haben muss. Es muss genug Zeit gewesen sein, um die Dose auszutrinken.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

08.10.2026 um 09:31
Die Tage bin ich auf den Fall des ukrainischen Models Maria Kovalchuk gestoßen und mir sind mögliche Parallelen zu Kris und Lisanne aufgefallen.

Maria hat ihren Rückflug verpasst (Die Gründe dafür kenne ich nicht) und ist deshalb in Dubai gestrandet (analog zur Kita-Absage von Kris und Lisanne). Am Flughafen traf Maria auf eine Gruppe Männer, die sie flüchtig aus einer Karaokebar kannte und die ihr Hilfe und Unterstützung anboten. Sie überredeten sie zur Party mitzukommen, um sich abzulenken und boten ihr an, im Hotel auch übernachten zu können. Maria nahm an; es folgten heftige Übergriffe und schwere, auch bleibende Verletzungen. Die Untersuchungen wurden unmittelbar eingestellt.

Wenn wie die Parallelen zu Kris und Lisanne spinnen, vielleicht trafen sie auf jemanden, den sie ganz flüchtig kannten (z.B. nach der Shuttlefahrt kurz getroffen oder unterwegs in Boquete), an einem sicheren, für sie vertrauenswürdigen Ort und vielleicht sogar in sicherer Funktion, den sie nach der Absage in der Kita erneut getroffen haben oder auf dem Mirador. So ganz abwegig halte ich das nicht; gerade auf Reisen muss man vertrauen, auch vielleicht Leuten, die man nur kurz kennt, und da vertraut man vielleicht einem Tipp oder Ähnlichem.

Muss natürlich alles nicht sein, und gerade haben wir ja auch gar keinen Beweis dafür. Ich wollte diese Perspektive nochmal reingeben.


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08.10.2026 um 12:14
Zitat von Offshore7Offshore7 schrieb:Kurz später zeigt das Samsung zufällig einen Akkuverbrauch, als hätte jmd darauf NFS Most Wanted gezockt, dreimal so hoch wie beim Aufstieg (Google Maps aktiv, Foto-Session Mirador, schlechter Empfang / Funkloch).
Mal ein paar Gedankenspiele.
Dass auf Foto #508 (mit Ausnahme von evtl. #509) am 1. April keine weiteren Bilder folgen, ergibt angesichts der interessanten noch folgenden Plätze wirklich kaum Sinn.
Grundsätzlich spricht schon viel dafür, dass sich die Situation recht zeitnah nach #508 irgendwie änderte. Wundern tut mich nur dieser extreme Abstand zum ersten Notruf. Wir sprechen da ja von ca. 2 Std und 45 Minuten.
Gegen 14 Uhr ungefähr dürfte ein Rückweg zum Mirador um die 45-50 Minuten gedauert haben (Der Handyempfang wäre dann auch zurückgekehrt). Da wäre es sogar verständlich, wenn keine neuen Bilder mehr gemacht werden, da sie ja einfach nur den gleichen Weg zurückgehen und nichts neues mehr sehen.
Aber ganz zurück auf den Berggipfel sind K+L in dieser Zeitphase ja wohl nicht gekommen, da die Telefone noch eingeschaltet waren und keinen Netzempfang registrierten.

Also könnte man denken, sie sind ab Q1 tendenziell eher weitergegangen. In dem Fall wundern sich allerdings sogar Kris Eltern, die bei ihrer eigenen Wanderung noch mehrere coole Fotospots gefunden haben, die ihre Tochter „definitiv fotografieren hätte wollen“.

Irgendwas ist also passiert. Oft denk ich da beispielsweise an eine Art „Überlastung“, die bei unerfahrenen Wanderern nicht selten auftritt. Lisanne hatte bekanntlich Fußprobleme. Und der Weg war noch dazu wirklich speziell und uneben. Trotzdem finde ich den Zeitraum bis 16:39 (erster Notruf) einfach verdammt lang.

Keine Fotos mehr und keine Rückkehr zum Mirador könnte natürlich auch dafür sprechen, dass sie sich nach #508 irgendwo hingesetzt haben und auf Hilfe warteten, da mindestens eine körperlich nicht mehr weitergehen konnte. Gerade dann finde ich den Zeitraum bis 16:39 (erster Notruf) einfach verdammt lang.

Und wieso der hohe Akkuverbrauch plötzlich? Google Maps wurde doch nachweislich nicht mehr geöffnet, oder?
Ohne Empfang kann man doch ohnehin gar nicht so viel machen.
In den folgenden Tagen wurde sich doch auch vor allem beim Samsung darauf fokussiert, es viel schneller leergehen zu lassen als das iPhone.
Aber wenn die Handys schon kurz nach 14 Uhr in die Hände Dritter gefallen wären, ergibt es doch keinen Sinn, dass K+L 2 1/2 Stunden später noch selbst Notrufe absetzen konnten.

War zwischen 14 - 16:39 Uhr denn wirklich keine einzige App mal geöffnet oder weiß man schlichtweg nicht, wie sich der deutlich erhöhte Akkuverbrauch erklären könnte?


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08.10.2026 um 12:30
Also die Notrufe wurden natürlich nicht abgesetzt, sondern nur versucht und das mit dem „fokussiert das Samsung leergehen zu lassen“ ist natürlich nur, wenn man von FP ausgeht.


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08.10.2026 um 13:30
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Aber wenn die Handys schon kurz nach 14 Uhr in die Hände Dritter gefallen wären, ergibt es doch keinen Sinn, dass K+L 2 1/2 Stunden später noch selbst Notrufe absetzen konnten.
Diese Notrufversuche müssen nicht zwingend von ihnen selbst ausgelöst worden sein.


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08.10.2026 um 13:38
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:Diese Notrufversuche müssen nicht zwingend von ihnen selbst ausgelöst worden sein.
Denke ich mir halt auch, andererseits gehen selbst überzeugte FP-Befürworter meist davon aus, dass zumindest die ersten beiden Notrufe noch von K+L selbst stammen.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

08.10.2026 um 15:07
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Denke ich mir halt auch, andererseits gehen selbst überzeugte FP-Befürworter meist davon aus, dass zumindest die ersten beiden Notrufe noch von K+L selbst stammen
Dann müsste es aber eine Erklärung für die lange 12-minütige Pause zwischen den beiden Anrufen an 112 geben. Wenn es mit dem iPhone um 16.39 nicht klappt ist zwar ein Versuch mit dem Samsung logisch - man hofft, dass eine andere Technologie besser funktioniert. Aber warum 12 Minuten warten? Und warum dann nicht schon jetzt noch ein weiterer Versuch an 911 starten?
Ich glaube, dass sie spätestens ab 16.39 nicht mehr Zugriff auf ihre Handys hatten.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

08.10.2026 um 18:45
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:Dann müsste es aber eine Erklärung für die lange 12-minütige Pause zwischen den beiden Anrufen an 112 geben. Wenn es mit dem iPhone um 16.39 nicht klappt ist zwar ein Versuch mit dem Samsung logisch - man hofft, dass eine andere Technologie besser funktioniert. Aber warum 12 Minuten warten? Und warum dann nicht schon jetzt noch ein weiterer Versuch an 911 starten?
Ich glaube, dass sie spätestens ab 16.39 nicht mehr Zugriff auf ihre Handys hatten.
Ich kann mir das nur unter Zwang erklären. Das würde erklären, warum sie die 110 wählten, nicht die 911 und warum die lange Pause. Es wurde ja schon geschlussfolgert, dass das kein "echter Notfall'war, sondern eine missliche Lage, wie Stehen vor der ersten Monkeys Bridge. Aber ich weiß nicht. Wenn ich den Notruf wähle, dann doch gleich hintereinander mit dem 2. Handy, und sogar noch mehr Versuche. Sie hätten ja sonst auch Miriam oder die Schule anrufen können (wenn sie nicht gewusst hätten, dass Notrufe auch bei keinem Netz durchkommen können). Ihr sonstiges Telefonverhalten spricht eher nicht dafür.

Vielleicht sollten sie Notrufe absetzen. Kris kam den nach; Lisanne hat sich erst "geweigert". Durch ihr Psychologiestudium hat sie es vielleicht versucht. Ganz ähnlich zu Frauke Liebs, die gezwungen wurde, die Anrufe zu tätigen, um eben abzulenken und eine falsche Spur zu legen.


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08.10.2026 um 20:37
Zitat von luna00luna00 schrieb:Ich kann mir das nur unter Zwang erklären. Das würde erklären, warum sie die 110 wählten, nicht die 911 und warum die lange Pause. Es wurde ja schon geschlussfolgert, dass das kein "echter Notfall'war, sondern eine missliche Lage, wie Stehen vor der ersten Monkeys Bridge. Aber ich weiß nicht. Wenn ich den Notruf wähle, dann doch gleich hintereinander mit dem 2. Handy, und sogar noch mehr Versuche. Sie hätten ja sonst auch Miriam oder die Schule anrufen können (wenn sie nicht gewusst hätten, dass Notrufe auch bei keinem Netz durchkommen können). Ihr sonstiges Telefonverhalten spricht eher nicht dafür.
diese These mit der Monkey Bridge stammt ja von mir und ich halte sie immer noch für sehr plausibel:

1.Weil Romain selbst rausgefunden hat dass (wenn sie im selben Tempo wie bisher weitergegangen sind) um 16.39 in etwa bei der Monkey Bridge gewesen sein müssten...ist mal wieder so ein seltsamer Zufall dass sie dann gerade vor einem unüberwindbaren Hindernis (Culebra) gestanden haben könnten.

2.Die Pause von 12 Minuten erkläre ich mir dass sie im ersten Moment erschrocken und völlig überfordert waren was sie eigentlich tun sollten.Und da sie ja vorher schon keinen Empfang hatten es (nach dem ersten Schreck) für nötiger befanden sich erst mal Gedanken zu machen wie sie sich am besten für eine Nacht im Dschungel rüsten sollten anstatt permanent Notrufe abzusenden. Den 2. Notruf haben sie dann pro forma noch mal abgesetzt.

3.Weitere Notrufversuche halte ich (vor allem an 18Uhr für wenig sinnvoll da Hubschrauber in der Dunkelheit nicht fliegen und Rettungstruppen zu Fuss frühestens nach Mitternacht (oder noch später) eingetroffen wären.

4.Die immer wieder auftauchende Annahme dass sie ja öfters die Taschenlampe am Handy hätten nachts anmachen müssen wegen der gruseligen Geräuschkulisse halte ich auch für sehr fragwürdig weil
a) sich anscheinend vor der Monkey Bridge eine Art alter Shelter befand
b)man sich im Bereich vor der Brücke NICHT im Dschungel sondern auf einer Art Lichtung befindet und sich die Tiere (die die "unheilvolle Atmosphäre" hervorrufen) dort in der Regel gar nicht befinden.

5.Es wird ja immer gesagt dass man nirgends am Pianista vom Weg abkommen kann...im grossen und Ganzen gehe ich da konform....ausser eben wenn ein grosser Fluss den Weg kreuzt und eine Person dort verunglückt und die andere sich bei der Rettungsaktion selbst verletzt.Und genau das ist m.m.n passiert.

6.M.E. haben sie imBereich etwa 30-100 Meter unterhalb der Brücke auf einem Stein festgesessen...eine Stelle die man von der Brücke nicht mehr einsehen und von der man sie aufgrund des lauten Rauschen des flusses auch hätte nie hören können.
Es gibt übrigens eine Stelle wo ich diesen grossen Stein zumindest vermuten könnte....


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08.10.2026 um 20:37
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Aber ganz zurück auf den Berggipfel sind K+L in dieser Zeitphase ja wohl nicht gekommen, da die Telefone noch eingeschaltet waren und keinen Netzempfang registrierten.
Wir haben auf dem Mirador nicht deswegen ein halbes Dutzend Signalstärke-Logs, weil es dort Netzempfang gibt, sondern weil dort Handyfotos an einem Ort mit Netzempfang gemacht wurden. Deshalb fallen die Logs auch alle in den 3-Minuten-Zeitraum der Handy-Fotos.

Wenn das Handy schläft (iPhone im Standby), dann gibt es auch keine Logs, egal ob es Empfang gibt. Währenddessen arbeitet im Handy ein eigenständiges Subsystem (Baseband-Modul) mit eigenem Prozessor (nicht Apple A4) und eigenem System (nicht iOS 7), was sich um Netzsuche, Zellwechsel, Signalstärke etc. kümmert. Dieses Subsystem schläft nicht, aber loggt auch nix.

Wenn du also über den Mirador zurückwanderst und mit dem Handy keine Fotos (oder sonst was) machst, gibt es auch keine Logs, die Netzempfang nachweisen. Das wird leider nirgendwo verstanden: Die Handydaten beweisen nicht, dass K+L zB um 14:45 Uhr nicht über den Mirador zurückgingen.
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:War zwischen 14 - 16:39 Uhr denn wirklich keine einzige App mal geöffnet oder weiß man schlichtweg nicht, wie sich der deutlich erhöhte Akkuverbrauch erklären könnte?
Man weiß bei vielen Auffälligkeiten nicht, wie diese zustande kamen. Wenn man lange genug googelt und KI befragt, findet man für jede Auffälligkeit eine mögliche technische Ursache von Akku-Kontaktfehlern bei der Kamera bis zum Feuchtigkeitsschaden beim Handy. So werden zB auf Reddit die ganzen Auffälligkeiten wegdiskutiert.

Meine Antwort ist: Man weiß viele Dinge schlichtweg nicht. Wie sagte Matt / IP vor ein paar Tagen: Das NFI beschränkte sich auf die Basics. Dem stimme ich zu. Gemeint sind natürlich die Basics auf Expertenniveau.


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08.10.2026 um 21:18
Zitat von goldenerreitergoldenerreiter schrieb:diese These mit der Monkey Bridge stammt ja von mir und ich halte sie immer noch für sehr plausibel:

1.Weil Romain selbst rausgefunden hat dass (wenn sie im selben Tempo wie bisher weitergegangen sind) um 16.39 in etwa bei der Monkey Bridge gewesen sein müssten...ist mal wieder so ein seltsamer Zufall dass sie dann gerade vor einem unüberwindbaren Hindernis (Culebra) gestanden haben könnten.
Das könnte ich mir auch vorstellen, aber dann nur dann, wenn sie noch Fotos nach 508 gemacht haben, und diese gelöscht worden sind. Wenn sie alleine unterwegs waren und dann das Problem Monkeys Bridge kam, dann hätten sie vorher Fotos gemacht. Das sagen ja auch die Eltern. Warum über 2 Stunden keine Fotos, bis zu den Notrufen?
Ich könnte mir persönlich vorstellen, dass es weitere Fotos gab (da glaube ich sogar fest daran). Das passt sonst einfach nicht, kein Szenario von Foto bis Notruf ist sonst für mich sinnig. Aber keine Ahnung, wo sie hingegangen sind.
Zitat von goldenerreitergoldenerreiter schrieb:2.Die Pause von 12 Minuten erkläre ich mir dass sie im ersten Moment erschrocken und völlig überfordert waren was sie eigentlich tun sollten.Und da sie ja vorher schon keinen Empfang hatten es (nach dem ersten Schreck) für nötiger befanden sich erst mal Gedanken zu machen wie sie sich am besten für eine Nacht im Dschungel rüsten sollten anstatt permanent Notrufe abzusenden. Den 2. Notruf haben sie dann pro forma noch mal abgesetzt.

3.Weitere Notrufversuche halte ich (vor allem an 18Uhr für wenig sinnvoll da Hubschrauber in der Dunkelheit nicht fliegen und Rettungstruppen zu Fuss frühestens nach Mitternacht (oder noch später) eingetroffen wären
Ich folge dem Gedanken. Aber so würde ich persönlich nicht reagieren. Ich würde schauen, wo ich Empfang kriegen würde. Ich würde meine Handys Anbruch der Dunkelheit nicht ausmachen. Ich würde Notrufe absetzen, wenn ich wüsste, ich muss in der Dunkelheit übernachten. Auch um Handlungsoptionen zu bekommen, wie verhalte ich mich nachts. Wo ist ein sicherer Ort? Gibt es was in der Nähe? Worauf muss ich achten? Und dass jemand morgens ganz früh zu mir kommt. Der Dschungel ist nachts saumäßig gruselig, es ist laut, Affen brüllen. Ich habe lange gebraucht, mich daran zu gewöhnen. Und wenn ich nachts auf Toilette musste, und die Hütte vrlassn müsste, dann war das bis zuletzt "aufregend" und dann immer nur mit Licht. Warum dann beide Handys aus? Und erst Recht würde ich das mit den Notrufen versuchen, wenn wer verletzt ist. Ich würde da Akkuverbrauch riskieren, weil ich in einer Notlage bin und für mich in dem Moment nichts dafür spräche, mich darauf einzustellen, weitere Tage auszuharren.
Wenn sie in Begleitung waren, könnte ich es mir noch eher vorstellen, dass diese beruhigend eingeredet haben, am nächsten Morgen bringen wir euch sicher zurück. Jetzt ist zu spät.
Zitat von goldenerreitergoldenerreiter schrieb:5.Es wird ja immer gesagt dass man nirgends am Pianista vom Weg abkommen kann...im grossen und Ganzen gehe ich da konform....ausser eben wenn ein grosser Fluss den Weg kreuzt und eine Person dort verunglückt und die andere sich bei der Rettungsaktion selbst verletzt.Und genau das ist m.m.n passiert.
Das kann möglich sein. Aber dann geht die andere Person doch irgendwann zurück, um Hilfe zu holen. Außer ihr passiert dann auch was auf dem Weg, Hilfe zu holen. Aber passt das zu den Telefondaten? Zu den unterschiedlichen Verwesungszuständen?


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

08.10.2026 um 21:24
Zitat von Offshore7Offshore7 schrieb:Wenn du also über den Mirador zurückwanderst und mit dem Handy keine Fotos (oder sonst was) machst, gibt es auch keine Logs, die Netzempfang nachweisen. Das wird leider nirgendwo verstanden: Die Handydaten beweisen nicht, dass K+L zB um 14:45 Uhr nicht über den Mirador zurückgingen.
Das ist krass spannend. Ich bin bis dato auch davon ausgegangen, dass das geloggt wird. Jetzt bin ich total durcheinander mit den Signalstärken, die so viel, auch in ViP, diskutiert wurden. Wären die am Mirador nicht geloggt worden? Könntest du das für mich nochmal erklären?


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08.10.2026 um 21:42
Zitat von luna00luna00 schrieb:Das könnte ich mir auch vorstellen, aber dann nur dann, wenn sie noch Fotos nach 508 gemacht haben, und diese gelöscht worden sind. Wenn sie alleine unterwegs waren und dann das Problem Monkeys Bridge kam, dann hätten sie vorher Fotos gemacht. Das sagen ja auch die Eltern. Warum über 2 Stunden keine Fotos, bis zu den Notrufen?
Ich könnte mir persönlich vorstellen, dass es weitere Fotos gab (da glaube ich sogar fest daran). Das passt sonst einfach nicht, kein Szenario von Foto bis Notruf ist sonst für mich sinnig. Aber keine Ahnung, wo sie hingegangen sind.
die Frage ist ob sie ab Foto508(an der Q1) oder evtl. schon am Mirador sich überhaupt einig waren weiterzugehen?
Nur mal angenommen ein Guide (evtl Plinio) hat sie wirklich am Aufstieg zum Mirador angesprochen und ihnen von einem tollen Wasserfall vorgeschwärmt (womöglich gar nicht mal um ihnen einen Tipp zu geben dort selbst hinzugehen sondern in der Hoffnung dass sie diesen Trip bei ihm irgendwann buchen würden) und sie haben irrtümlich gedacht dieser Wasserfall wäre der Endpunkt des Pipeline Trails (nach dem sie ja tags zuvor googelten).
Kris war begeistert von dem Gedanken 2 Sehenswürdigkeiten an einem Tag sehen zukönnen...Lisanne hat geahnt dass dies vielleicht doch keine gute Idee sei.
Wie hätte Lisanne Kris von ihrem Vorhaben abbringen können ausser dass sie sich weigerte weiter Fotos mit ihrer Kamera zu machen?
Die Akkuleerung erkläre ich mir auch so dass Lisanne irgendwie mit ihrem Handy versuchte zu beweisen dass das Weitergehen problematisch werden könnte.
Zitat von luna00luna00 schrieb:Ich folge dem Gedanken. Aber so würde ich persönlich nicht reagieren. Ich würde schauen, wo ich Empfang kriegen würde.
vielleicht haben sie das anfangs auch....daher die 12 Minuten Zeitdifferenz zwischen den Notrufen....
Zitat von luna00luna00 schrieb:Handlungsoptionen zu bekommen, wie verhalte ich mich nachts. Wo ist ein sicherer Ort? Gibt es was in der Nähe? Worauf muss ich achten? Und dass jemand morgens ganz früh zu mir kommt. Der Dschungel ist nachts saumäßig gruselig, es ist laut, Affen brüllen. Ich habe lange gebraucht, mich daran zu gewöhnen. Und wenn ich nachts auf Toilette musste, und die Hütte vrlassn müsste, dann war das bis zuletzt "aufregend" und dann immer nur mit Licht. Warum dann beide Handys aus? Und erst Recht würde ich das mit den Notrufen versuchen, wenn wer verletzt ist. Ich würde da Akkuverbrauch riskieren, weil ich in einer Notlage bin und für mich in dem Moment nichts dafür spräche, mich darauf einzustellen, weitere Tage auszuharren.
Wenn sie in Begleitung waren, könnte ich es mir noch eher vorstellen, dass diese beruhigend eingeredet haben, am nächsten Morgen bringen wir euch sicher zurück. Jetzt ist zu spät.
wie schon geschrieben:Unmittelbar vor dem Fluss dürfte diese gruselige Geräuschkulisse nicht existiert haben...Affen und anderes Getier würden eher die Offenflächen am Fluss meiden da sie dort vor Prädatoren ungeschützt wären.
Ich vermute ja dass keiner der beiden zum Zeitpunkt 1.April verletzt war sondern dass sie eigentlich vorhatten am frühen Morgen des 2.april zurückzugehen und genau da ist beim Trinken oder Auffüllen der Wasserflaschen am Culebra das eigentliche Unglück passiert (daher auch am 2.April mehrere Notrufversuche morgens).
Zitat von luna00luna00 schrieb:Das kann möglich sein. Aber dann geht die andere Person doch irgendwann zurück, um Hilfe zu holen. Außer ihr passiert dann auch was auf dem Weg, Hilfe zu holen. Aber passt das zu den Telefondaten? Zu den unterschiedlichen Verwesungszuständen?
ich vermute dass Kris diejenige war die am Culebra verunglückt ist und erheblich verletzt und auch völlig immobil war.Logisch dass Lisanne ihr direkt zu Hilfe geeilt ist wenn Kris dutzende Meter von der Strömung mitgerissen wurde.
Lisanne könnte sich am Ufer (unter schwierigen Bedingungen) bis zu Kris vorgearbeitet haben und beim Betreten des Flusses selbst schwer am Fuss verletzt haben.
Eine Rückkehr bis nach Boquete wäre dann auch für sie ausgeschlossen gewesen sein.Daher vermute ich ja auch dass sie die Papierschnipsel und die rote Tüte platziert haben weil sie ihre Hoffnung darin sahen dass Hubschrauber nach ihnen suchen würden (von selbigem konnten sie ja auch ausgehen da sie ja von mehreren Zeugen gesehen wurden).


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