Sven1213 schrieb:Ich werde durch meine Emotionalität vielleicht die Faktenlage etwas vernachlässigt haben, hoffe aber euren Rat unvoreingenommen weiterhin in Anspruch nehmen zu dürfen.
Türlich. Ich bin auf dein Post nicht eingegangen, weil es völlig ok ist, wenn du ne andere Meinung hast. Kann dir trotzdem gerne meine Sichtweise schildern:
Sven1213 schrieb am 02.10.2026:Das Logs fehlen oder das die auswertende Behörde nicht tiefgreifender gearbeitet hat, verwundert dich als Spezialist mehr, als den gewöhnlichen Mitdenker.
Von ermittelnden Behörden und Experten erwarte ich halt ein Niveau, das über dem eines gewöhnlichen Mitdenkers liegt. In erster Linie wundert mich, dass Pitti den Fall so schnell einstellen wollte, kaum 3 Wochen nach den letzten Knochenfunden. IMELCF-Bericht und NFI-Gutachten, das offenbar 6 Wochen von NL nach Panama brauchte, wahrscheinlich Flaschenpost :-) lagen (angeblich) grad ein paar Tage vor.
Sven1213 schrieb am 02.10.2026:Ich gehe davon aus, dass über den Mobilfunkanbieter oder beim Auslesen der Handys, die Aktivitäten sichtbar wurden und z.B. die Notrufversuche und die Anschalt-und Ausschalttätigkeiten der Realität entsprechen.
Die einzig vorhandene Realität besteht aus Daten. Ob diese Daten alle von K+Ls Geräten generiert wurden und ob das durch normale Bedienung überhaupt möglich ist, wurde nicht ermittelt. So ein Ermittlungsstand ist mE weit davon entfernt darauf schließen zu können, dass K+L die Geräte selbst bedienten. Das gilt auch für die Kamera. Selbst wenn manuelle Bedienung möglich wäre, kann es immer noch K+Ls Realität oder die Realität eines Dritten sein, ne.
Beispiel:
- An Q1 (#508) reißt die Fotoserie ab, wofür es zu diesem frühen Zeitpunkt und bei nahen interessanten Fotomotiven (Q2, Paddocks) keinen ersichtlichen Grund gibt.
- Kurz später zeigt das Samsung zufällig einen Akkuverbrauch, als hätte jmd darauf NFS Most Wanted gezockt, dreimal so hoch wie beim Aufstieg (Google Maps aktiv, Foto-Session Mirador, schlechter Empfang / Funkloch).
- Zufällig fehlt jede Spur des direkt folgenden Videos oder Fotos #509, mit der techn. Wahrscheinlichkeit eines Kamerafehlers von kA 1:100000.
- Random zeigen 3 von 100 Nachtfotos 3 verschiedene Lost/Unfall-Szenario-Motive. Alle 3 zeigen keine aufgetroffenen Regentropfen. Nur 1 von 100 Fotos lässt vage auf Kris schließen, jedoch weder auf ein Lebenszeichen noch auf Übereinstimmung mit dem Ort der anderen Fotos. #541 bleibt unanalysiert, obwohl es mögliche FP-Details enthält.
- Mit Beginn der offiziellen Suchmaßnahmen hören nicht nur die Notrufe auf, sondern auch die Logs des iPhones. Das iPhone wurde plötzlich tagelang schon während des Startvorgangs wieder ausgeschaltet, als wollte man nicht geortet werden. Deshalb fehlen ab 4. April auch sämtliche Akkustände und Signalstärken, der Log-Prozess und wahrscheinlich auch die Netzsuche wurden via Ausschaltknopf abgewürgt.
- Am 11. April erzeugt das iPhone dagegen 100te Logs inkl. zig Signalstärke- und Akkustand-Logs, nur finden die Forensiker keinen einzigen davon, die Logs sind spurlos verschwunden wie Foto #509. Das NFI stellt keine User-Aktivität fest (außer Ein- und nach ner Stunde Ausschalten). Ja, wie auch ohne Logs? Bei der Kamera kann auch keine User-Aktivität festgestellt werden, wenn Foto oder Video #509 spurlos verschwunden ist.
Einzeln können solche Auffälligkeiten Zufall sein. In Kombination sinkt jedoch die Wahrscheinlichkeit eines zufälligen Zusammentreffens, wodurch eine signifikante Gesamtauffälligkeit entsteht. Es reicht dann nicht mehr, für jedes einzelne Element lediglich eine denkbare Lost-/Unfall-Erklärung zu finden. Vielmehr müssen die einzelnen Elemente auch hinsichtlich FP untersucht und bewertet werden (im besten Fall falsifiziert), um sie aus der Gesamtbetrachtung ausschließen zu können. Gilt genauso zB für die völlig unterschiedlichen Verwesungszustände der Überreste oder die fehlenden taphonomischen Spuren (Flusstransport / Tierfraß).
Das NFI hat alles dokumentiert (ohne gezielt nach FP zu suchen) und die Ergebnisse an die ermittelnde Behörde in Panama übersandt. Der Anwalt von Kris Eltern erhielt den Bericht zum selben Zeitpunkt, wo Pitti die Einstellung forderte. Mit unerklärlicher Konfusion (6 Wochen) über den Zeitpunkt des Eingangs in Panama und in der Ermittlungsakte. Was die EB mit dem NFI- und IMELCF-Gutachten gemacht haben, kann ja jeder selbst einschätzen. Wenn ich so an die Untätigkeitsklage gegen Panama denke, tippe ich mal auf: Nix.
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Aktueller Fall mitten in Deutschland (John Kesting). Fall vor 7 Jahren eingestellt mit dem Ergebnis Unfall, keine Hinweise auf ein Verbrechen. Nun fand ein von den Eltern beauftragter IT-Spezialist auf dem Handy des Opfers ein Foto, das unmittelbar vor dem Tod in der Nähe des Fundorts vom Opfer selbst gemacht wurde und den Schatten des Opfers sowie direkt daneben den einer fremden Person zeigt. Die Behörden hatten keine Hinweise auf eine mögliche Straftat, weil sie nicht tiefgreifender danach suchten, so simpel ist das.