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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

06.10.2017 um 09:41
Zu meinem letzten Beitrag:

Es müsste heißen:

@brennan zitierte

Denn der Satz:

Er war am Freitag zwecks erkennungsdienstlicher Behandlung von der Polizei abgeholt worden. Ermittelt wird aber nicht gegen ihn.

stellt ja nicht deine persönliche Meinung oder Einschätzung dar.

Das ist mir erst eben aufgefallen.

Sorry.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

06.10.2017 um 13:45
spookytooth schrieb:  Das habe aber nichts mit dem Fund des Skeletts von Birgit Meier unter einer Garage bei Vrestorf zu tun,sagte ein Polizeisprecher
Da habe ich wohl schneller geschrieben als gedacht.

Die Erkennungsdienstliche Behandlung steht wohl in keinem Zusammenhang zum Fund der sterblichen Überreste von BM.

Dann haben diesbezüglich auch keine Ermittlungen stattgefunden.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

09.10.2017 um 23:46
Es bleibt spannend! Die Verdachtsmomente werden also nun unter neuen Gesichtspunkten untersucht.
Im Fall der vor 28 Jahren verschwundenen Birgit M. prüfen die Ermittler einen möglichen Zusammenhang mit den sogenannten Göhrde-Morden. [...] Bereits seit Frühjahr arbeitet die Sonderkommission "Göhrde" mit doppelt so vielen Beamten an den Fällen. Seit Langem besteht die Vermutung, dass der Tatverdächtige im Fall M. auch für diese Morde verantwortlich sein könnte. Gleiches gilt für den nie aufgeklärten Mord an einer Frau in Lüneburg, die in einem Waldstück erschossen wurde, als sie mit dem Fahrrad unterwegs war. Auch hier wird wieder ermittelt.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Birgit-M-Zusammenhang-mit-Goehrde-Morden,goehrde18...


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

09.10.2017 um 23:49
Morgen wird das Ergebnis der DNA-Analyse im Fall Birgit Meier erwartet. Wenn dies positiv ausfällt, scheint der Fall endlich aufgeklärt zu sein.
Am Dienstag wird das Ergebnis der DNA-Analyse erwartet. Es wird endgültige Gewissheit darüber geben, ob es sich um die sterblichen Überreste von Birgit M. handelt. Die Polizei hält dies aufgrund von Indizien allerdings für sehr wahrscheinlich: Zusammen mit den Knochen waren Schmuckstücke gefunden worden, die der 41-jährigen Frau zugeordnet werden konnten. Auch das Zahnschema weist den Ermittlern zufolge auf M. hin.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Birgit-M-Zusammenhang-mit-Goehrde-Morden,goehrde18...


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

18.10.2017 um 18:58
@Gartenbauer

Leider hat man bezüglich der DNA-Analyse noch nichts gehört.

Hier noch mal ein neuer Zeit-Artikel, dessen Inhalt für sich spricht:

http://www.zeit.de/2017/42/wolfgang-sielaf-ex-lka-chef-mord-schwester/komplettansicht


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

24.10.2017 um 14:28
Lüneburg (ots) Am 06.10.2017 wurden Maßnahmen mit dem Ziel der Identitätsfeststellung vorgenommen. Die Ergebnisse liegen mittlerweile vor und bestätigen, dass es sich um die vor 28 Jahren verschwundene Birgit Meier handelt. Die Staatsanwaltschaft wird dies zum Anlass nehmen und einen Antrag auf Obduktion stellen.
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56836/3769838


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

17.12.2017 um 01:45
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Mordfall-von-1989-Birgit-M-wohl-erschossen,birgit...

Vom "chairman of the board" kommt auch nichts mehr.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 08:47
KWW wurde durch DNA als mutmaßlicher Göhrde-Mörder sozusagen überführt. Die Fälle gelten nun als gelöst. Er soll aber einen mglw noch lebenden Komplizen gehabt haben. Dieser könnte auch für weitere Taten in Frage kommen.

https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/aus-aller-welt/1362592-mysterioese-doppelmorde-in-der-goehrde-nach-28-jahr...

Es waren ja noch mehr Morde als die an den Göhrde-Opfern und Birgit M. im Gespräch. Vielleicht kommt ja nach und nach noch mehr ans Licht, wo man nun offenbar technisch weiter gekommen ist. Geklärt war ja offenbar auch nie, weshalb er einen geheimen Raum hatte in dem auch Leichenspürhunde anschlugen sowie weshalb er ein komplettes Auto im Garten vergrub, an dem die Leichenspürhunde auch anschlugen.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 12:10
Hier eine Zitatesammlung in Bezug auf die Taten Wichmanns sowie einer Reihe von Staftaten in seinem räumlichen Umfeld aus einem heutigen Artikel der Zeit:


"Im Alter von 14 Jahren wird Wichmann zu drei Wochen Jugendarrest verurteilt. Am 2. Januar 1964 hatte er mit einem Messer die Untermieterin im Haus seiner Eltern bedroht und versucht, sie zu erwürgen.

Im Alter von 16 Jahren folgen sechs Monate Jugendstrafe auf Bewährung: Am 16. August 1965 hatte Wichmann eine Fahrradfahrerin überfallen und sexuell belästigt.

Am 17. September 1965 wird die sechsjährige Antje S. ermordet bei Lüneburg aufgefunden.

Am 6. Juli 1967 wird die 37-jährige Hinnerina F. erschlagen in einem Wald bei Maschen entdeckt.

Am 1. September 1967 wird in einem Lüneburger Park die 60-jährige Hildegard T. erschlagen. Alle drei Fälle sind bis heute ungeklärt.

Im Alter von 18 Jahren wird Kurt-Werner Wichmann zu einem Jahr Jugendstrafe verurteilt, weil er am 12. Juli 1967 Beamte in Adendorf mit einem Kleinkalibergewehr bedroht hat.

Am 11. April 1968 wird die 38-jährige Ilse G. von vier Schüssen eines Kleinkalibergewehrs tödlich in den Rücken getroffen, als sie mit dem Fahrrad durch ein Waldgebiet bei Lüneburg fährt. Zeugen sehen einen Jugendlichen flüchten, der Wichmann ähneln soll.

Am 5. Oktober 1968 wird die 18-jährige Hannelore B. in Uelzen Opfer eines Sexualmordes.

Am 14. Mai 1969 wird die 14-jährige Ulrike B. aus Lüneburg ermordet. Beide Fälle sind ungeklärt.

Im Alter von 21 Jahren wird Wichmann zu fünfeinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Am 20. November 1970 war er mit der jungen Anhalterin Karin D. in einen Wald eingebogen, hatte sie ins Gebüsch gezerrt, sie vergewaltigt und mehrmals vergeblich versucht, sie zu erwürgen.

In der Haft lernt Wichmann über eine Kontaktanzeige eine Frau kennen, die für ihn bürgt und den damals 25-Jährigen nach der Entlassung in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Raum aufnimmt. In dieser Zeit werden dort mehrere Morde an Anhalterinnen begangen, die verblüffende Parallelen zum Fall Karin D. aufweisen. Bis heute ist keiner der Fälle aufgeklärt.

Anfang der achtziger Jahre kehrt Wichmann nach Lüneburg zurück.

Am 23. August 1984 fährt Irma B. mit ihrem Rad in den Wald bei Wustrow. Die 59-Jährige wird später erdrosselt und erstochen aufgefunden, ausgeweidet mit einem Küchenmesser.

Am 23. August 1986 fährt die 60-jährige Elsbeth M. mit dem Rad in eine Feldmark in der Nähe Lüneburgs. Sie wird vergewaltigt, erwürgt und am Unterleib verstümmelt aufgefunden.

Am 10. April 1989 geht die 45-jährige Gitta S. mit ihrem Hund in einem Wald bei Holm-Seppensen spazieren. Sie wird erstochen aufgefunden.

Am 4. Mai 1989 wird Brigitte T. in der Heidelandschaft bei Müden an der Örtze erstochen. Alle Fälle sind bis heute ungeklärt.

Bisher sind es nur Vermutungen, dass Kurt-Werner Wichmann mit diesen Taten in Verbindung steht. Doch das Muster ist für die Kriminalisten um Sielaff klar zu erkennen.

Wichmann kommt in Haft und erhängt sich am 25. April 1993. Er ist 43 Jahre alt. Im selben Zeitraum endet die Serie mit vergleichbaren Vergewaltigungen und sadistischen Morden in den Wäldern rund um Lüneburg."


Zitatende.

Quelle:

http://www.zeit.de/2018/01/kurt-werner-wichmann-serienmoerder-25-jahre-untersuchungshaft/komplettansicht


Able_Archer.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 12:41
@Able_Archer
Danke für den interessanten Artikel.

Ich denke mit den Anhaltermorden im Rhein Neckar Raum sind die von 1975-1977 gemeint.

Besonders der an Monika Pfeifer erinnert mich zumindest, etwas an die Vorgehenensweise von Kurt Werner W.
Die Leiche von Birgit Meier ist im September mit einer Plastiktüte über den Kopf gefunden worden.
Auch wenn ich mich Recht Entsinne hat man nur was von gefundenem Schmuck geschrieben, nicht aber das Birgit M. noch Kleidung trug. Also ist möglich, dass sie unbekleidet, nur mit ihrem Schmuck, dort vergraben wurde.
Bei Monika Pfeifer aus Dossenheim es nicht sonderlich anders.
Am 11.10.1976 wurde sie vermisst gemeldet und nach über 2 Monaten später am 20.12.1976 wurde ihre Leiche unweit entfernt von der Konrad Adenauer Brücke aus dem Rhein bei Ludwigshafen gezogen.
Auch ihre Leiche hatte einen Müllsack über den Kopf gebunden gehabt und war unbekleidet.
Einzig und alleine Ihre Ringe hatte sie noch am Finger.
Laut Aktenzeichen und einer einer ZDF Doku die sich oberflächlich mit den Fällen aus dem Rhein-Neckar Gebiet beschäftigt.

Ich beschäftige mich schon ziemlich lange mit dieser und anderen Mordserien und finde es gut, dass diese auch mit in die Ermittlungen einbezogen werden.
Zu dem Fall gibt es übrigens auch einen Aktenzeichen Beitrag vom September 1977.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 17:33
In der Haft lernt Wichmann über eine Kontaktanzeige eine Frau kennen, die für ihn bürgt und den damals 25-Jährigen nach der Entlassung in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Raum aufnimmt. In dieser Zeit werden dort mehrere Morde an Anhalterinnen begangen, die verblüffende Parallelen zum Fall Karin D. aufweisen. Bis heute ist keiner der Fälle aufgeklärt.
http://www.zeit.de/2018/01/kurt-werner-wichmann-serienmoerder-25-jahre-untersuchungshaft/komplettansicht

Nochmal etwas zu den Anhaltermorden im Rhein Neckar Raum.
Im September 1975 ist dort die 17 Jährige Monika Sorn aus Hemsbach verschwunden.
Man hat sie später im Lampertheimer Stadtwald gefunden.
Die Leiche war bereits stark verwest als man sie gefunden hat, aber der Täter muss enorme Gewalt angewendet haben.
Ihr Pullover war mittig geschlitzt.
Kleidung existiert noch, deshalb könnte man diese noch nach DNA Spuren untersuchen.
Das außergewöhnliche ist, wenn man das so nennen darf, ist das im Mai 1976 in genau dem selben Waldstück, nur 300 Meter, eine
weitere tote Frau gefunden wurde.
Sie hieß Maria Else Scholte und galt seit dem 30.04.1976 in Heidelberg als vermisst.

Weshalb hat der Täter beide Frauen in dem selben Walstück, nur 300 Meter entfernt voneinander abgelegt?
Es ist ja logisch, dass das nach Zusammenhänge schreit.

Diese Verhaltenweise erinnert mich sehr stark an die von den Göhrde Morden...

Im Fall von Maria Else Scholte gibt es ein Phantombild.
Vielleicht ist das der Grund weshalb der Täter seine Verhaltensweise änderte.
Wie bereits geschrieben verschwand am 11.10.1976 Monika Pfeifer und wurde erst am 20.12 aus dem Rhein bei Ludwigshafen gezogen.
Im Gegensatz zu den anderen Fällen ist sie bis auf einen Ring unbekleidet und hatte einen Müllbeutel über den Kopf.
Der Zustand der Leiche war sehr schlecht und dementsprechend konnte man die Todesursache nie wirklich bestimmen.

Am 28.04.1977 wurde dann Maria Theresia Majer auf einem Acker bei Schriesheim an einen Apfelbaum gelehnt, tot aufgefunden.
Sie starb an Schlägen und Stichverletzungen.

1978 verschwand übrigens noch die 15 Jährige Gudrun Thome. Aber da man ihre Leiche nie gefunden hat, ist es schwierig dort einen Zusammenhang herzustellen.

Ich persönlich meine, das die Morde sehr gut zu KWW passen. Erstens wegen den ersten beiden Frauen, die im selben Waldstück nur 300 Meter voneinander entfernt aufgefunden wurden und Monika Pfeifer wegen dem Müllbeutel über den Kopf.
( Paralelle zum Mordfall Birgit Meier )

Hier noch das Aktenzeichen Video zu der Rhein-Neckar Mordserie.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 23:14
Man müsste mehr vom Lebenslauf und der Biografie des KWW wissen. Wann hat er wo gewohnt und wohin Bezüge gehabt? Wann saß er genau im Gefängnis? Welche Tätigkeiten hat er wann wo ausgeführt? Wie und womit war er mobil? Welcher Radius ist bekannt?

Die Mord- und Vermisstenserie aus dem Neckarraum soll ja lt Polizei mit der früheren Serie um Münster herum in Zusammenhang stehen. Hatte er dorthin Bezüge? Saß er da im Knast? Wenn er für die Münsteraner Serie nicht verantwortlich sein kann, kann er dann für de Heidelberger verantwortlich sein? Und was ist mit den Mord- und Vermisstenfällen im Todesdreieck (Bremen, Hamburg/Lüneburg, Cuxhaven)?

Das könnte noch spannend werden


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 23:27
@darkstar69

Hier aus der Diskussion Göhrde Morde :

RedJohn1heute um 19:14

Hallo zusammen, ich habe hier mal eine kurze Zusammenfassung fertig gemacht. Werde später noch eine genauere fertig machen.





8.Juli 1949 :
Er wird geboren und wächst in Adendorf, nördlich von Lüneburg auf. Sein Elternhaus ist geprägt von Gewalt. Sein Vater arbeitet bei einem Energie-Unternehmen. Schon als Jugendlicher sei er mit einer Machete in den Wald gegangen und habe auf Bäume eingeschlagen, erinnern sich Nachbarn, die ihn beobachtet haben. Andere Zeugen berichten, dass er in seiner Jugend einen Hund mit einer Schlinge an einer Fichte erhängt und im Wald vergraben habe.

1963 :
Mit 14 Jahren wird die „vorläufige Fürsorgeerziehung“ angeordnet. Der Junge kommt in den „Wichern-Stift“.

1964 :
Er dringt bewaffnet mit einem Dolch ins Haus der Nachbarin ein und versucht Geld zu stehlen. Als die Frau erwacht, würgt er sie und flieht. Kurt-Werner wird zu drei Wochen Jugendarrest verurteilt. Danach beginnt er eine Lehre als Elektriker.

1965 :
Er betatscht in Bardowick, einem Dorf bei Lüneburg, eine Radfahrerin. Sechs Monate Jugendstrafe auf Bewährung.

1967 :
Er begeht einen Betrug. Als Kripoleute ihn in Adendorf festnehmen wollen, droht er ihnen mit einem Kleinkalibergewehr. Die Beamten schießen, verletzten den 18-Jährigen am Bein. Er entkommt zunächst, wird später zu einem Jahr Jugendknast verurteilt.

20.November 1970 :
Er vergewaltigt eine 17-Jährige. Tatort Elbe-Seiten-Kanal. Das Opfer: eine Anhalterin. Werner W. vergewaltigt die 17-jährige und versucht sie zu erwürgen. Er legt das leblose Opfer in den Kofferraum seines Autos und rast in einen Wald. As er die Klappe öffnet, attackiert die inzwischen wieder erwachte Frau ihn mit einem Spaten. Werner W. schlägt den Kofferraumdeckel zu und rast davon. Später lässt er die Frau frei. Die Kripo ermittelt Kurt-Werner W. als Täter, findet bei ihm zwei Kleinkalibergewehre. Das Urteil wird 1971 gefällt: 5 Jahre, sechs Monate Haft. Werner W. verbüßt die Strafe im Knast Wolfenbüttel und wird 1974 entlassen. In der Haft lernt Wichmann über eine Kontaktanzeige eine Frau kennen, die für ihn bürgt und den damals 25-Jährigen nach der Entlassung in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Raum aufnimmt. In dieser Zeit werden dort mehrere Morde an Anhalterinnen begangen, die verblüffende Parallelen zum Fall Karin D. aufweisen.

Bis 80er :
Er hält sich in Karlsruhe auf, kehrt dann nach Lüneburg zurück. W. hat von seinem Vater das Haus und mehr als 15.000 Quadratmeter Land geerbt. Werner W. hat inzwischen geheiratet und bezieht das Haus mit seiner Ehefrau. Doch ein Zimmer ist für sie tabu: Der „geheime Raum“ im Obergeschoss. Bis zu seinem Freitod 1993 hat sie den Raum vermutlich nie betreten. In diesem Jahr fällt ein Verdacht auf Werner W. – er soll mit dem Verschwinden Birgit M.s im Jahr 1989 etwas zu tun haben. Über eine Bekannte kannten beide sich. Werner W. war auf dem Nachbargrundstück der vermutlich ermordeten Frau tätig, hatte sich auch einmal den Gartenschlauch bei ihr geliehen.Die Kripo rückt mehrfach an und durchsucht auch das geheime Zimmer. Hier gibt es diverse Verstecke hinter der Wand und Geheimfächer in Möbelstücken. Dort finden die Beamten zwei Kleinkaliber-Gewehre, zwei Schalldämpfer, einen Revolver, Munition, Handfesseln, Ketten, Messer, Kanülen, starke Beruhigungsmittel, Rasiermesser und eine Schussweste. Leichenspürhunde schlagen an mehreren Stellen an. Das vergrabene Auto: Die Kripo rückt ab, kehrt aber wenig später zweimal zurück. Diesmal buddeln die Kripoleute im Garten und finden einen nagelneuen Ford-Probe – vergraben im Garten. Im Auto liegen MOPO-Ausgaben vom 24. August der Jahre 1989 bis 1992. Der Leichenspürhund schlägt auch im Fahrzeug an. Außerdem finden die Beamten eine Abhöranlage im „geheimen Zimmer“. Und Werner W.? Der bekommt von der Durchsuchung rechtzeitig Wind und flieht nach Süddeutschland.

21.Mai 1989 :
Göhrde 1 : Ursula und Peter R.
Drei Blaubeersammler entdeckten die Leichen. Sie lagen im Innern einer Schonung unter Tannenzweigen. Ein Mann und eine Frau, die Körper verwest, angefressen von Tieren, übersät von Maden. Ob das Ehepaar aus Hamburg erschossen, erschlagen oder stranguliert wurde, ist bis heute nicht bekannt, die Körper waren schon zu zersetzt. Es war der 12. Juli 1989 im niedersächsischen Staatsforst Göhrde.

12.Juli 1989 :
Göhrde 2 : Ingrid W. und Bernd-Michael K
Kaum 800 Meter vom ersten Tatort entfernt werden im Wald zwei weitere Leichen gefunden. Sie waren - im Gegensatz zum ersten Opferpaar - noch erkenntlich und bekleidet. Auch dieses Paar war ermordet worden: Die Polizei stellte Kopfschüsse, Strangulierungen und Schädelbrüche fest.

1989 :
Er soll Birgit Meier ( 41 ), die Schwester des ehemaligen Hamburger Polizeivizepräsidenten Wolfgang Sielaff, ermordet haben.Am 14. Mai 1989 hatte sich die Schwester eines Hamburger Kripobeamten bei ihrer Mutter gemeldet und gesagt, dass sie sehr froh sei, bald umziehen zu können. Nach der Trennung von ihrem Mann lebte sie allein in einem einsam gelegenen Haus in Brietlingen bei Lüneburg. Am nächsten Morgen war die attraktive Frau verschwunden. Dabei sollte eigentlich an diesem Tag ein Notar-Termin zur Überschreibung des Hauses stattfinden. Als die Polizei das Haus überprüfte, stand die Balkontür im 1. Stock offen. Die Hauskatzen, die sonst nur drinnen gehalten wurden, liefen im Garten herum. Die Lüneburger Kripo ging trotzdem eher von einem Freitod als einem Verbrechen aus. Kurt-Werner W. kannte das Opfer, hatte Gartenarbeiten bei ihren Nachbarn verrichtet. Wichmann sammelte Artikel und Sendungen über den Fall.

1993 :
Hausdurchsuchung. Im Keller schlägt ein Leichenspürhund an, die Beamten finden eine Wand, die erst kürzlich eingezogen wurde. Im Garten ist ein Auto vergraben, es sieht aus, als klebe auf dem Rücksitz Blut. Wieder schlägt der Leichenspürhund an. Eine Leiche finden die Beamten nicht. Im ersten Stock stehen sie vor einer mit Polstern überzogenen, schallisolierten Tür. Die Beamten brechen die Tür auf. Hier finden sie die Gewehre, die Folterwerkzeuge, die Dossiers. Wichmann ist nicht da. Die Polizei hatte ihn vorab per Telefon über die Hausdurchsuchung informiert, daraufhin ist er geflüchtet. Nur ein Zufall hilft, ihn zu fassen: Er ist in Hessen in einen Verkehrsunfall verwickelt, im Auto findet die Polizei Waffen und Teile einer Maschinenpistole.
Der damals 44-Jährige kommt in Untersuchungshaft. Erneut wird sein Haus durchsucht. Seine Frau sagt den Beamten, ihr Mann habe gesagt, er fahre in die Schweiz. „Es ist besser, du weißt nicht, was ich vorhabe“, soll er ihr gesagt haben.

25.April 1993 :
Er beging in der Haft Selbstmord. Am 25. April 1993 wird Kurt-Werner W. tot in seiner Zelle aufgefunden. Er hatte sich mit einem Gürtel erhängt. Der mutmaßliche Serienmörder hinterlässt zwei Abschiedsbriefe. Sie enthalten diverse versteckte Botschaften und schließen mit: „Bitte denkt nicht nur an meine schlechten Seiten. Gott sei mir gnädig.“

29.September 2017 :
In Wichmanns Garage findet der inzwischen pensionierte Hamburger Polizist Wolfgang Sielaff die Leiche seiner Schwester. Der Beton darüber war drei Zentimeter dick. Der Mörder hatte Birgit Meier eine Plastiktüte über den Kopf gezogen, ihr einen Strick um den Hals gelegt und anschließend Dinge getan, über die die örtliche Polizei noch schweigt. Später versenkte der ehemalige Friedhofsgärtner die Leiche kopfüber und senkrecht in ein schmales, aber tiefes Loch in der Garage. Er füllte Sand nach und betonierte das Loch zu.

Dezember 2017 :
Die Polizei geht davon aus, dass Kurt-Werner W. "mit hoher Wahrscheinlichkeit" der Mörder ist, so formuliert es nun ein Sprecher. Der Grund: Eine DNA-Spur, die in einem der Fahrzeuge der Opfer gefunden wurde, konnte W. zugeordnet werden. Die Polizei ermittelt auch gegen einen möglichen Mittäter. Dafür spreche unter anderem der Umstand, dass der Täter mit einem eigenen Wagen in das Naturgebiet gefahren sei, es nach dem ersten Doppelmord aber mit dem Auto seiner Opfer verlassen habe. Der zweite Mann ist demnach frei. Gegen den mutmaßlichen Mittäter wird jetzt ermittelt.




Möglich :

6.Juli 1967 :
Hinnerina F ( 37 ) erschlagen in einem Wald bei Maschen

1.September 1967 :
Hildegard T. ( 60 ) in einem Lüneburger Park erschlagen

11.April 1968 :
Ilse G. ( 38 ) von vier Schüssen eines Kleinkalibergewehrs tödlich in den Rücken getroffen, als sie mit dem Fahrrad durch ein Waldgebiet bei Lüneburg fährt. Zeugen sehen einen Jugendlichen flüchten, der Wichmann ähneln soll. Die Polizei findet später acht DIN-A4-Seiten mit aufgeklebten Zeitungsausschnitten zum Mordfall Ilse G.

14.Mai 1969 :
Ulrike Burmester ( 14 ) in Lüneburg ermordet.

23.August 1984 :
Irma B ( 59 ) fährt mit ihrem Rad in den Wald bei Wustrow. Sie wird später erdrosselt und erstochen aufgefunden, ausgeweidet mit einem Küchenmesser.

23.August 1986 :
Elsbeth M ( 60 ) fährt mit dem Rad in eine Feldmark in der Nähe Lüneburgs. Sie wird vergewaltigt, erwürgt und am Unterleib verstümmelt aufgefunden.

10.April 1989 :
Gitta S. ( 45 ) geht mit ihrem Hund in einem Wald bei Holm-Seppensen spazieren. Sie wird erstochen aufgefunden.

4.Mai 1989 :
Brigitte T. wird in der Heidelandschaft bei Müden an der Örtze erstochen.




Hausdurchsuchung :

Handfesseln
Ketten
Elektroschocker
Rasiermesser
Spritzen
Tabletten
Stricke
Folterwerkzeuge
Kleinkalibergewehre
Geladener Revolver
Ausrüstung zum Übernachten im Wald
Sammlungen von Artikeln zu Mordfällen
TV-Mitschnitte von Aktenzeichen xy..ungelöst
Fotos von Bespitzelungen weiterer Frauen
Tonbandkassetten
Ausführliches Dossier zu den Göhrde-Morden


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 23:28
@darkstar69

Sieh mal in den neuen Thread von @GonzoX rein, da findest Du alle Eckdaten.

An der Serie aus Muenster kann er nicht schuld sein, da sass er naemlich. Er hatte also das denkbar beste Alibi.

Diskussion: Auf der Suche nach dem großen Killer


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.12.2017 um 23:32
@darkstar69
Und hier noch was interessantes aus der Göhrde Morde Dikussion :

gabi0558heute um 13:41

Ich empfehle den weiter oben verlinkten Artikel derZeit online, nicht kostenpflichtig, man muss sich nur anmelden.

Wenn KWW für all die darin beschriebenen Morde verantwortlich ist, Gute Nacht Polizei.

Er lebte eine Zeit lang im Rhein-Neckar-Raum (Heilbronn), während dieser Zeit werden mehrere (!) Morde an Anhalterinnen begangen (Ende der 70er Jahre), die alle ungeklärt sind.

Mordopfer im Raum Lüneburg etc. sind u.a.

Antje S. 09/1965
Hinnerina F. 07/67
Hildegard T. 09/67
Ilse G. 04/68
Hannelore B 10/68
Ulrike B. 05/69

Haft von 71 - 73

Irma B. 08/84
Elsbeth M. 08/86
Gitta S. 04/89
Brigitte T 05/89

Zitat Artikel: "Bisher sind es nur Vermutungen, dass Kurt-Werner Wichmann mit diesen Taten in Verbindung steht. Doch das Muster ist für die Kriminalisten um Sielaff klar zu erkennen."

Zitat: "Alle Morde geschahen im Umkreis von 80 Kilometern um seinen Wohnort. Wichmann hatte fünf Autos. Er fuhr Zehntausende Kilometer im Jahr, viel mehr, als es sein Lebensstil als Friedhofsgärtner vermuten ließ. In einem seiner Autos stellte die örtliche Polizei Jahre später mehr als 20 Landkarten sicher."

Zitat:"Bei einer Hausdurchsuchung wurden gefunden: Handfesseln, Ketten, Elektroschocker, Rasiermesser, Spritzen, Tabletten, Stricke und Folterwerkzeuge. Kleinkalibergewehre, ein geladener Revolver, eine Ausrüstung zum Übernachten im Wald. Möglicherweise hat Wichmann mit Schlafsack, Fernglas und Thermoskanne in den Wäldern ausgeharrt und seine Opfer ausgespäht.

Und man fand ausführliche Dossiers: Sammlungen von Artikeln zu Mordfällen, TV-Mitschnitte von Aktenzeichen XY ... ungelöst, Fotos von Bespitzelungen weiterer Frauen, Tonbandkassetten."

Zitat:"DNA-Treffer bedeuten normalerweise einen großen Erfolg für die Ermittler. Doch die Lüneburger Behörden wissen, dass die Spuren sie nicht gut aussehen lassen. Die neuen Erkenntnisse werfen die Frage auf, warum die Polizei nicht bereits vor Jahrzehnten auf Wichmann als Täter kam."

War die Kripo gar nicht an einer Aufklärung interessiert?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

30.12.2017 um 23:56
Wie sah das eigentlich mit seinen Finanzen aus? Als Friedhofsgaertner wird er nicht so viel verdient haben. Das Haus hatte er geerbt... zwischenzeitlich wohnte er bei einer Frau, wahrscheinlich mietfrei. Wo kam sonst noch Geld rein? Und wieviel Geld ging raus? Er hatte ja doch wohl mehrere Autos. Wie hat er die finanziert?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

31.12.2017 um 00:04
@AnnaKomnene
@RALEXS
Dank!

Ich bin jetzt nicht mehr so tief im Fall KWW drin, werde mich demnächst wieder einlesen. Wissen wir eigentlich, wo KWW zur Bundeswehr eingesetzt war? Seine Bund-Zeit müsste ja etwa Ende der 60er gewesen sein. Wenn nicht länger. Er war zeitweise in Betreuung und Bewährung und zeitweise im Knast. War er da in Lüneburg und wie war er da unter Aufsicht?

Gibt es iwo einen genaueren Lebenslauf als im Zeit-Artikel?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

31.12.2017 um 00:26
War er überhaupt in der Bundeswehr, steht das irgendwo? Zumindest in den späten Jahren der Wehrpflicht wäre er sicher aufgrund seiner Vorgeschichte gar nicht eingezogen worden.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

31.12.2017 um 04:00
KWW ist 1949 geboren. Da ist es sehr unwahrscheinlich, dass er nicht zum Bund eingezogen wurde oder er verweigert hätte. Ich bin ie gesagt, gerade nicht richtig drin im Fall, aber ich habe nirgendwo gelesen, dass er irgendwie eingeschränkt wäre. Demnach dürfte er deswegen nicht ausgemustert worden sein. Ob er in den 60ern wegen Vorstrafen ausgemustert worden wäre/ist, weiß ich nicht.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

31.12.2017 um 07:41
Zur damaligen Zeit wurden keine Homosexuellen, soweit das bekannt war, eingezogen oder wurden unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen.
Kriminelle mit solchem Täterprofil wie KWW wurden ausgemustert und unterlagen nicht der Wehrüberwachung.
So gehe ich davon aus, dass er keine diesbzgl. Altlasten aus der Bundeswehrzeit hat.


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