Ungeklärter Mordfall in Fulda 1983 an Gabriele Schmidt (5 Jahre alt)
09.11.2022 um 21:12Hier ist ein Podcast dazu:https://podcast616858.podigee.io/28-mord-im-baumhaus
Wenn Kinder zu Mördern werdenQuelle:
Wenn Kinder zu Mördern werdenQuelle:
Man sollte berücksichtigen, dass die Möglichkeiten von Eltern, mit einer solchen Tat des eigenen Kindes (unabhängig vom Alter des Kindes) praktisch umzugehen, sehr stark von den finanziellen und sonstigen Möglichkeiten dieser Eltern abhängen.FritzPhantom schrieb:Es würde mich aber wundern, wenn der Täter in Gabrielles Fall ganz unauffällig weitergelebt hätte.
@sallomaeandersallomaeander schrieb:Besonders bitter daran wäre, dass den Eltern von Gabriele die Möglichkeit genommen wurde, zu Lebzeiten Klarheit zu erlangen.
Es hieß,die Mutter hätte mehr oder weniger nur noch vor sich hin vegetiert in einer kärglichen Wohnung. Mit einem Bild von Gabriele an der Wand.FrauZimt schrieb:Beide Elternteile sind inzwischen verstorben.
Der Vater kam damals in die Psychiatrie, die Mutter zog weit weg, nach Norddeutschland.
Wenn es jemand aus den umliegenden Block war, wie hier ja angenommen wird, dann wird es eher kein „reiches Früchtchen“ gewesen sein, sondern ein Jugendlicher aus sozial schlechter gestellten Verhältnissen. Deshalb gehe ich eigentlich nicht davon aus, dass er es den Eltern erzählt hat. Und wenn, dann lebte die Familie vielleicht noch Jahre dort und hielt einfach still.sallomaeander schrieb:Möglichkeiten von Eltern, mit einer solchen Tat des eigenen Kindes (unabhängig vom Alter des Kindes) praktisch umzugehen, sehr stark von den finanziellen und sonstigen Möglichkeiten dieser Eltern abhängen
Und genau diese Fähigkeit, sowohl mental als auch organisatorisch, eine Tat "ungeschehen" zu machen und über Jahrzehnte als "Familiengeheimnis" zu bewahren, traue ich eher Menschen aus gutbürgerlichen Kreisen zu.FritzPhantom schrieb:Und wenn, dann lebte die Familie vielleicht noch Jahre dort und hielt einfach still.
Abgesehen davon, dass der Täter Ortskenntnisse hatte und diese Gegend offenbar alles andere als gutbürgerlich ist, wird Gewalt allgemein in gutbürgerlichen Kreisen gerade nicht als akzeptables, geschweige denn legitimes Mittel angesehen, Probleme zu lösen. Das bedeutet natürlich nicht, dass es in gutbürgerlichen Kreisen keine Gewaltverbrechen gibt. Ganz so einfach ist es dann doch nicht.sallomaeander schrieb am 13.11.2022:Und genau diese Fähigkeit, sowohl mental als auch organisatorisch, eine Tat "ungeschehen" zu machen und über Jahrzehnte als "Familiengeheimnis" zu bewahren, traue ich eher Menschen aus gutbürgerlichen Kreisen zu.
Alle Hinweise, die im Zusammenhang mit der Sendung „Aktenzeichen XY“ stehen, seien bis dato ergebnislos. Dennoch werde der Fall Gabriele Schmidt nicht ad acta gelegt: „Die Ermittlungen dauern weiterhin insofern an, dass allen eingehenden Hinweisen nachgegangen wird“, erläutert Christine Seban. Konkrete Ermittlungsmaßnahmen könne die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen.Quelle: https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/aktenzeichen-xy-zdf-mord-gabriele-schmidt-fulda-neue-spuren-hinweise-ergebnislos-91999387.html
In einem Artikel aus 2022 stehtJamesRockford schrieb am 05.12.2016:„Für die damaligen Verhältnisse ist ausgezeichnet ermittelt worden. Es gibt viele einzelne Proben", sagte Hubertus Kümpel im vergangenen Jahr unserer Zeitung.
Die Ermittler hatten DNA-Spuren des Täters sichern können. Sie vermuten, dass er damals zwischen 15 und 30 Jahre alt gewesen war.Quelle: https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/kanalarbeiter-fulda-zdf-mord-gabriele-schmidt-cold-case-ungeklaert-rudi-cerne-aktenzeichen-xy-91478301.html
Dann wäre er heute zwischen 55 und 70 und eventuell noch am Leben. Umso mehr Grund für einen Reihentest wie hierabberline schrieb:Man hält also einen damals relativ jungen Täter für wahrscheinlich. Und dazu wohl mit Ortskenntnissen
Die DNA besagt nichts über die Nationalität, sondern max. über die ethnischen Anteile bzw. biogeografischer Herkunft eines Menschen.hofratschuster schrieb:Wenn ich mich nicht ganz irre darf die Nationalität nicht ermittelt werden?
Iwie ist es für mich nicht erklärbar, dass dem kleinen Mädchen bisher keine Gerechtigkeit widerfahren ist (wenn es die überhaupt gibt).abberline schrieb:Auf jeden Fall sollte der Täter nicht das Gefühl haben, aus der Sache rauszukommen.
Man weiss zwar noch nicht, wer es ist, aber man weiss immer mehr über die Jahre. DNA, das grobe Alter, damals körperlich zumindest ziemlich fit, Ortskenntnisse, am Tattag vor Ort uswusw...und es wird weiter ermittelt.
Gibt es darüber Quellen, warum das bisher nicht gemacht wurde?hofratschuster schrieb:Dann wäre er heute zwischen 55 und 70 und eventuell noch am Leben. Umso mehr Grund für einen Reihentest wie hier
Nein, aber es ist die Frage, ob das heute noch aussichtsreich wäre. Wenn man davon ausgeht, dass es ein Jugendlicher war, dessen Familie ihn geschützt hat, dann ist die vermutlich schon tot. Er selbst, nun gut man weiß es nicht, ob er abgebrüht genug ist, bis heute dort wohnen zu bleiben. Wenn er Geschwister hatte, die noch in der alten Wohnung wohnen, konnte man ihn so ausfindig machen. Vorausgesetzt er hat einen Bruder, Frauen werden ja sicher nicht getestet und jüngere Verwandte auch nicht.Ylvi schrieb:Gibt es darüber Quellen, warum das bisher nicht gemacht wurde?