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Kriminalfall Kim Wall

28.665 Beiträge, Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, Torso, Kopenhagen, Reporterin, Peter Madsen, Säge, Kim Wall, Uc3 Nautilus
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

09.09.2020 um 20:10
Zitat von _mensch_
_mensch_
schrieb:
Ist es denn möglich, dass jemand Geld verdient der im Gefängnis sitzt?
Das kommt drauf an, wie er es verdient. Wenn er zB eine Firma hätt, die weiter liefe, ja.

Ob er aber direkt aus seiner Tat Profit schlagen darf oder nicht, weiß ich nicht.



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Kriminalfall Kim Wall

09.09.2020 um 20:12
Der Netflix-Film über den wegen Mordes verurteilten dänischen U-Boot-Bauer Peter Madsen hat im Januar schon Premiere auf einem Festival gefeiert. Nun soll er doch nicht auf dem Streamingdienst laufen.

Quelle: https://m.neuepresse.de/peter-madsen
Diese Dokumentation wurde also nie auf Netflix angeboten, trotz mit Sicherheit hoher Produktionskosten. Ich nahm an, eine andere Produktionsfirma hätte vielleicht von ihm die ganze Geschichte und Sendeerlaubnis erhalten und somit alleiniges Recht daran, diese auszustrahlen.
Zitat von DEFacTo
DEFacTo
schrieb:
Discovery Networks gab an, sich im Vorfeld an die Eltern von Kim Walls gewandt zu haben
Wenigstens waren ihre Eltern im Vorfeld informiert.



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Kriminalfall Kim Wall

09.09.2020 um 20:17
Zitat von DEFacTo
DEFacTo
schrieb:
Interviewer Kristian Linnemann sagte dänischen Medien, er habe die 20 Stunden Gespräch zunächst heimlich aufgenommen, im Nachhinein aber die Einwilligung von Peter Madsen bekommen, das Gespräch zu veröffentlichen.
Er wird wohl nichts daran verdient haben.

@off-peak



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09.09.2020 um 21:18
Zitat von _mensch_
_mensch_
schrieb:
Er wird wohl nichts daran verdient haben.
@_mensch_

Ich denke er ist jemand, der auf Geld pfeift und stolz darauf ist.
Ihm reicht wenig, Hauptsache frei und Zeit für Projekte. Wenn er Geld brauchte, dann für seine technischen Ideen.

Und trotzdem bringen ihm Interviews etwas ein: Öffentliche Aufmerksamkeit. Das ist der Lohn, auf den er nicht verzichten kann.
Wenn er narzisstische Züge hat, - wird ihm von einigen unterstellt - braucht er kein Geld, sondern Aufmerksamkeit.

Ich denke auch, er konnte schon immer gut manipulieren.

Dass das Interview zunächst heimlich aufgezeichnet und erst im Nachhinein genehmigt wurde, soll die Sache nur zusätzlich wertvoll machen.
In einem verabredeten Interview sagt der Befragte, was er sagen will. Auch Fragen kann man vorher absprechen.

Das ist doch ein durchsichtiger Trick, das Interview als authentisch zu verkaufen.
Madsen wusste nicht, dass er aufgezeichnet wird...

Ja, ja. Ganz toll. Das glaubt man natürlich sofort.

Diesem Film werde ich meine Aufmerksamkeit nicht schenken.



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Kriminalfall Kim Wall

09.09.2020 um 22:15
Zitat von off-peak
off-peak
schrieb:
MMN auch nicht. Noch nicht. Aber wie wir gerade in den letzten Posts lesen konnten, hat er die Tat jetzt wenigstens per Telefon gestanden. ...
Kommt darauf an wie man das interpretiert. Er hat ja nicht direkt gesagt: "Ja, ich habe sie vergewaltigt und ermordet." Er gibt ja nur zu, das er für ihren Tod verantwortlich ist. Das betont er sogar nochmal extra. Und so ähnlich hat er sich ja schon immer geäußert. Also eigentlich nichts Neues. Ein Geständnis ist das meiner Meinung nach nicht.



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Kriminalfall Kim Wall

10.09.2020 um 00:10
antwortet Madsen auf die Frage, ob er Kim Wall umgebracht habe, mit "Ja". An einer späteren Stelle sagt er: "Es gibt nur einen Schuldigen, und das bin ich".

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/panorama/madsen-kim-wall-mord-1.5025841
Zitat von Ahmose
Ahmose
schrieb:
Ein Geständnis ist das meiner Meinung nach nicht.
Für mich ist das ein eindeutiges Geständnis. Er antwortet nicht ungenau oder undeutlich. Er sagt einfach nur: "Ja". Gibt sich im weiteren Verlauf des Gesprächs selbst die ganze Schuld. Wer soll denn alleinige Schuld haben an einem Mord, wenn nicht der Mörder?
Trafo schrieb (Beitrag gelöscht):An jemanden, der einen solch grausamen Mörder heiratet, hat man schon ein paar Fragen.
Das stimmt schon. Vielleicht wollte sie eine Bekanntheit erlangen, egal wie und hielt das für einen geeigneten Weg. Womöglich aufgrund einer psychischen Krankheit.
Trafo schrieb (Beitrag gelöscht):sie ist scheinbar krank, dass sie so einen typen aktiv auswählt.
Kann ich mir durchaus vorstellen. Womöglich hat sie eine schlimme Zeit, einen furchtbaren Lebensweg bereits hinter sich.
Zitat von frauzimt
frauzimt
schrieb:
Ich denke er ist jemand, der auf Geld pfeift
Ich vermutete, dass er damit Geld verdient haben könnte und bin zufrieden, dass das wohl nicht der Fall ist. Ob er
Zitat von frauzimt
frauzimt
schrieb:
Geld brauchte, dann für seine technischen Ideen.
oder aus war auf
Zitat von frauzimt
frauzimt
schrieb:
Öffentliche Aufmerksamkeit. Das ist der Lohn, auf den er nicht verzichten kann.
Kann ich nicht einschätzen.
Zitat von frauzimt
frauzimt
schrieb:
Das glaubt man natürlich sofort.
Ich denke, so wie dargestellt könnten die Gespräche stattgefunden haben. Auch die spätere Einwilligung seinerseits kann ich mir gut vorstellen.



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10.09.2020 um 06:13
Zitat von Ahmose
Ahmose
schrieb:
Er gibt ja nur zu, das er für ihren Tod verantwortlich ist. Das betont er sogar nochmal extra. Und so ähnlich hat er sich ja schon immer geäußert. Also eigentlich nichts Neues. Ein Geständnis ist das meiner Meinung nach nicht.
Für Salami-Madsen ist das schon ein Geständnis. Er hat immer nur scheibchenweise etwas zugegeben.

Warum kommt er jetzt damit raus? Es ist ruhig um ihn geworden, seine Währung ist Aufmerksamkeit und das seltsame Verlangen nach erbärmlichen Ruhm, wie bei so vielen Straftätern, die sich noch Jahre später an ihrer eigenen Tat bedröhnen.

Eine Provinzgröße der Raketen- und U-Boottechnik will nicht aus dem hellen Dauerfokus in die Bedeutungslosigkeit fallen.

Vielleicht war seine Offenbarung ein Teaser, vielleicht war zuwenig Interesse an ihm und seiner Geschichte und er wünscht sich wieder mehr beachtet zu werden. Ich glaube, dass ihm Geld nur als Mittel zum Zweck wichtig ist und das kann man auch im Gefängnis gebrauchen oder anders verteilen.

Mir kommt es so vor, als wenn er immer noch nicht wahrhaben will, was er wirklich und aus welchem Grund tat, denn sein Leben passt nicht in das Bild eines typischen Schwerverbrechers. Und er betrügt Kim Wall immer noch um ihre Wahrheit.
peawe schrieb (Beitrag gelöscht):off-peak schrieb:
Nur besonders starke Realitätsverweigerer kaufen ihm noch den Unschuldigen ab.

Davon gab es doch einige in diesem Thread. Wo sind die abgeblieben?
Nunja, man gibt halt ungern zu, dass man 356789 Beiträge für Nöppes geschrieben hat, obwohl es so klar war, was tatsächlich passiert ist.Peter Madsen und Kim Wall waren so entfernt und einsam wie auf einem anderen Planeten und die Beweise fielen wie aus einem Trichter direkt auf Peter Madsen, dem einzig möglichen Mörder.

Ich denke, ein Großteil hatte auch einfach nur Spaß daran, sich allen logischen Hinweisen zum Trotz und bis zum Abwinken über die technischen Möglichkeiten den Kopf zu zerbrechen, Stichwort Luke.



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10.09.2020 um 09:09
Zitat von _mensch_
_mensch_
schrieb:
Für mich ist das ein eindeutiges Geständnis. Er antwortet nicht ungenau oder undeutlich. Er sagt einfach nur: "Ja". Gibt sich im weiteren Verlauf des Gesprächs selbst die ganze Schuld. Wer soll denn alleinige Schuld haben an einem Mord, wenn nicht der Mörder?
Wenn er ihr eine Luke auf den Kopf fallen lässt, oder sie durch eine CO-Vergiftung umkommt, ist er auch schuld an ihrem Tod. Er hat sie dann auch quasi umgebracht. Und genau das sagt PM ja schon die ganze Zeit (mit diversen Variationen).

Ein Geständnis für einen Mord samt Vergewaltigung wäre es erst, wenn er genau das auch zugibt. Nämlich das er sie vergewaltigt und ermordet hat. Und nicht das sie irgendwie auf seinem Boot starb und er letztlich verantwortlich ist, weil es sein Boot war, er unvorsichtig oder fahrlässig handelte, usw.
Zitat von Dawn
Dawn
schrieb:
...Warum kommt er jetzt damit raus? Es ist ruhig um ihn geworden, seine Währung ist Aufmerksamkeit und das seltsame Verlangen nach erbärmlichen Ruhm, wie bei so vielen Straftätern, die sich noch Jahre später an ihrer eigenen Tat bedröhnen.
Die Reportage bzw. Doku wird sicher nicht auf seine Veranlassung hin produziert worden sein.



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10.09.2020 um 15:45
Zitat von Ahmose
Ahmose
schrieb:
Er hat ja nicht direkt gesagt: "Ja, ich habe sie vergewaltigt und ermordet." Er gibt ja nur zu, das er für ihren Tod verantwortlich ist.
Lies noch mal gründlich nach. Ich stelle es hiermit ein zweites Mal an und hebe die signifikante Stelle hervor:
Kopenhagen
Der wegen der Ermordung der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hat die Tat gestanden. In einem am Mittwoch ausgestrahlten Dokumentarfilm antwortete Madsen am Telefon auf die Frage, ob er die junge Frau im August 2017 getötet habe, mit „Ja“. „Es gibt nur einen Schuldigen, und das bin ich“, fügte er hinzu, nachdem er während des gesamten Verfahrens die Tat bestritten hatte.

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/daenischer-erfinder-madsen-gesteht-mord-an-journalistin-in-u-boot-li.103926



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10.09.2020 um 15:51
Zitat von Ahmose
Ahmose
schrieb:
Ein Geständnis für einen Mord samt Vergewaltigung wäre es erst, wenn er genau das auch zugibt. Nämlich das er sie vergewaltigt und ermordet hat. Und nicht das sie irgendwie auf seinem Boot starb und er letztlich verantwortlich ist, weil es sein Boot war, er unvorsichtig oder fahrlässig handelte, usw.
Zitat von off-peak
off-peak
schrieb:
Lies noch mal gründlich nach. Ich stelle es hiermit ein zweites Mal an und hebe die signifikante Stelle hervor:
am deutlichsten wurde es für mich in diesem artikel:
In den Gesprächen gibt Madsen den Mord zu, auch wenn er Einzelheiten nicht preisgibt. “Es ist mein Fehler, dass sie tot ist. Und es ist mein Fehler, weil ich das Verbrechen begangen habe. Alles ist meine Schuld”, zitiert „Ekstrabladet“ Madsen aus dem ersten Teil der TV-Doku.
Quelle: https://www.rnd.de/panorama/peter-madsen-danischer-u-boot-bauer-gesteht-mord-an-journalistin-kim-wall-46MLEE5VSNB2ZMYG42...



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10.09.2020 um 16:06
Hier zwei Ausschnitte aus dem Bericht. Der erste Teil ist vollkommen unglaubwürdig, denn wieso sollte das "Umschmeissen von Gegenständen" einen unglaublich brutalen Sexualmord auslösen?
Wirkliche Reue zeige der Frauenmörder, der inzwischen aus dem Gefängnis heraus eine seiner skurrilen Bewunderinnen geheiratet hat, dabei allerdings nicht. Normalerweise sei er keine gewalttätige Person, so Madsen. “Wenn ich jemandem etwas antue, dann nur mir selbst”, sagt er. Aber die Journalistin Kim Wall habe ihn provoziert. Sie habe beim Interview im U-Boot absichtlich “einige Gegenstände umgeschmissen”. Ob Madsen das so provoziert habe, dass es damit endete, dass er “sie totschlug”, fragt der Dokumentarfilmer. Madsen entgegnet darauf: “Ja lautet die Antwort.”
Der damals verantwortliche dänische Mordermittler Kurt Kragh kommentierte das reuelose Geständnis Madsens so: “Er versucht, dem Opfer Kim Wall selbst die Schuld zu geben. Und das ist ein klassischer Charakterzug für einen Mörder wie Peter Madsen, der deutliche psychopathische Züge trägt. Solche Leute übernehmen nie die Verantwortung für ihre Handlungen, egal, wie schlimm sie sind”, sagte er der Zeitung. Immerhin gäbe es nun aber ein Geständnis.
Quelle: https://www.rnd.de/panorama/peter-madsen-danischer-u-boot-bauer-gesteht-mord-an-journalistin-kim-wall-46MLEE5VSNB2ZMYG42...



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10.09.2020 um 16:27
Aus dem Link, den @DEFacTo einstellte
Es ist mein Fehler, dass sie tot ist. Und es ist mein Fehler, weil ich das Verbrechen begangen habe.
Es treibt mir fast die Kotze hoch, wenn er in dem Zusammenhang von einem "Fehler" spricht. Das Wort "Schuld" vermeidet er.

Hier wird es noch schlimmer bei der Aussage aus dem Link von @brennan
Aber die Journalistin Kim Wall habe ihn provoziert. Sie habe beim Interview im U-Boot absichtlich “einige Gegenstände umgeschmissen”. Ob Madsen das so provoziert habe, dass es damit endete, dass er “sie totschlug”, fragt der Dokumentarfilmer. Madsen entgegnet darauf: “Ja lautet die Antwort.”
Er ist sich keiner Schuld bewußt. Das Opfer ist schuld, sie hätte ihn ja nicht provozieren müssen... :{ Und lediglich totgeschlagen (was ja schon schlimm genug gewesen wäre) hat er sie ja auch nicht, wie wir mittlerweile wissen. Wem will er denn erzählen, daß sie einfach so, out of the blue, plötzlich damit provozierte, daß sie Gegenstände umgeschmissen hat ? Welchen Grund sollte sie haben ? Das ist absurd. Und noch absurder ist es, daß er der Öffentlichkeit erzählen will, daß er deswegen SO ausrastet und sie mißhandelt, ermordet und zerstückelt. Allein diese Einlassung finde ich schon wieder völlig krank.

Da ist keine Reue, keine Einsicht, er übernimmt nur die Verantwortung dafür, daß sie tot ist. Und das wohl auch nur aus Kalkül heraus. Daß er sie gefoltert und ermordet hat, das kehrt er unter den Teppich. Das ist widerlich. Ich habe ja auch lange mit den Geschehnissen gehadert und immer wieder hinterfragt, ob es nicht doch so sein könnte, wie er sagt. Aber das ging eben nur bis einem bestimmten Punkt.



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10.09.2020 um 16:29
@brennan

Ich denke so wird da eher ein Schuh draus , das deckt sich auch mit der schriftlichen Einleitung bei Discovery Dänemark zum Interview
In einem Ausschnitt, den der Sender Discovery Network Danmark einigen Zeitungen zur Verfügung stellte, hört man den Angaben zufolge Madsen am Telefon sprechen. Er sagt, Kim Wall habe mit ihren Fragen einen wunden Punkt getroffen und damit eine "Landmine" ausgelöst. Auf die Frage des Journalisten, ob er Kim Wall getötet habe, antwortet Madsen den Berichten zufolge: "Ja".

An anderer Stelle soll Madsen gesagt haben: "Es steht außer Frage, wessen Schuld es ist. Es ist meine Schuld, dass sie gestorben ist. Und es ist meine Schuld, weil ich das Verbrechen begangen habe. Alles ist meine Schuld."

Quelle: https://www.nordbayern.de/panorama/mordfall-kim-wall-gesteht-u-bootbauer-madsen-in-tv-doku-1.10420415?cache=WBiUxBPL%27%...



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10.09.2020 um 16:36
An anderer Stelle soll Madsen gesagt haben: "Es steht außer Frage, wessen Schuld es ist. Es ist meine Schuld, dass sie gestorben ist. Und es ist meine Schuld, weil ich das Verbrechen begangen habe. Alles ist meine Schuld."


Dann fiel anscheinend doch zumindest das Wort Schuld, immerhin. Dennoch bleiben seine Ausflüchte leere Hülsen und in meinen Augen unglaublich relativierend.



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10.09.2020 um 16:36
Ps. In Kombination damit daß seine neue Frau im RTL Interview hervorhob das Madsen den Verlust seines Projektes nicht ertragen hat und darüber abgedreht ist -kann man sich zumindest denken worauf die Begründung hinauslaufen soll.

Ob man das nun glauben möchte steht auf einem anderen Blatt.Mal sehen was er dem Journalisten noch so erzählt hat .... waren ja immerhin 20 Stunden Material



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10.09.2020 um 16:49
Zitat von Photographer73
Photographer73
schrieb:
Dennoch bleiben seine Ausflüchte leere Hülsen und in meinen Augen unglaublich relativierend.
na klar, aber mich schockiert das nicht mehr, denn er ist ein psychopath und alles was er getan hat seh ich nur noch vor diesem hintergrund.
eine kranke tat von einem kranken menschen, der hoffentlich niemals mehr auf die menschheit losgelassen wird (ich gehe davon aus, dass er nicht therapiert werden kann).



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10.09.2020 um 17:06
Zitat von Photographer73
Photographer73
schrieb:
Daß er sie gefoltert und ermordet hat, das kehrt er unter den Teppich.
Aber genau danach dürfte er wohl auch vom Journalisten gefragt worden sein. Z.B. Das gefundene Material auf dem PC - die verstörenden SMS en mit seiner jungen Projektteilnehmerin die Versuche andere Frauen aufs Boot einzuladen ...und was im Laufe des Prozesses sonst noch alles so zu Tage trat und dafür sprach daß er ganz gezielt eine Frau auf sein U-Boot locken wollte um entsprechende Phantasien auszuleben.

Kann sich beim aufgenommenen Material natürlich auch nur um 20 Stunden Selbstmitleid handeln - wir werden es vermutlich zu lesen bekommen.



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10.09.2020 um 17:53
Zitat von DEFacTo
DEFacTo
schrieb:
am deutlichsten wurde es für mich in diesem artikel:
NA, dann hätten wir es ja. Was soll ein "weil ich das Verbrechen begangen habe" denn anders sein als ein Geständnis oder Zugeben der Tat?

Interessant ist aber auch die Ausdrucksweise, es wäre ein "Fehler" gewesen. Kann man so eine Tat eigentlich noch empathieloser ausdrücken?



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10.09.2020 um 21:29
Zitat von off-peak
off-peak
schrieb:
Lies noch mal gründlich nach. Ich stelle es hiermit ein zweites Mal an und hebe die signifikante Stelle hervor:
Kein Problem. Er spricht davon für ihren Tod verantwortlich zu sein, davon das er einen Fehler gemacht hat, usw. Details vermeidet er, von Mord und/oder Vergewaltigung spricht er gar nicht.

Ein klares Geständnis wäre, wenn er sagen würde: "Ja, ich habe sie vergewaltigt und ermordet." Aber genau das macht er ja nicht. Stattdessen relativiert er bis zum geht-nicht-mehr. Und genau das macht er seit Anfang an.



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10.09.2020 um 23:22
Zitat von Photographer73
Photographer73
schrieb:
Dann fiel anscheinend doch zumindest das Wort Schuld, immerhin. Dennoch bleiben seine Ausflüchte leere Hülsen und in meinen Augen unglaublich relativierend.
Für mich klingt das ein bisschen wie:
Als Kapitän bin ich schuld. Ich bin für die Sicherheit meiner Passagiere verantwortlich. Sorry, ich habe versagt. Das Unglück geht auf meine Kappe.

Er wird ja nicht konkret- und das wird auch so bleiben.

Ich denke, er räumt nur so viel ein, wie für ihn vorteilhaft ist. Als Leugner der Tat hat er wahrscheinlich eher Nachteile, was Freigang, Aussetzung der Reststrafe auf Bewährung usw. betrifft. Jedenfalls vermute ich das.

Er sieht keinen Grund, die Tat zuzugeben. (Vielleicht denkt er, ihn versteht sowieso niemand)



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