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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 17:50
Sherlocke schrieb:Der Mann hatte ein abgeschlossenes BWL-studium und soll im früheren Leben in einer Unternehmensberatung tätig gewesen sein.
Das hat aber mit Gastronomie so überhaupt gar nichts zu tun.

Ich habe ne abgeschlossene Banklehre. Vielleicht sollte ich mich damit mal als Herzchirurg bewerben?

Bei dem Angeklagten habe ich den Eindruck, der wollte das schnelle Geld ohne großen Arbeitsaufwand...


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24.09.2019 um 18:13
@spiky73 Herr Gernegross hat sich vertan. Normal kein Ding, aber deswegen jemanden töten ist schon extra abscheulich.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 18:21
@Paulina
Das habe ich doch auch gar nicht in Abrede gestellt.

Es ging einzig darum, dass der Angeklagte sich in ein Metier begeben hat, für das er keinerlei Qualifikation hatte.

Aber die Aussage von @Sherlocke, dass er Betriebswirt sei, klang so, als ob das für sämtliche Berufszweige qualifiziert...

Natürlich könnte man es aber auch mit dem alten Spruch begründen:
Wer nix wird, wird Wirt.
Wer überhaupt nix wird, wird Betriebswirt.
(Und ist ihm dieses nicht gelungen,
dann macht er in Versicherungen..)


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 19:06
spiky73 schrieb:Aber die Aussage von @Sherlocke, dass er Betriebswirt sei, klang so, als ob das für sämtliche Berufszweige qualifiziert...
Naja, es sollte ihn dazu qualifizieren, ein Unternehmen zu führen.....

Der hat mE einfach auf Kosten seiner GmbH auf zu großem Fuß gelebt.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 20:19
@Sherlocke
@spiky73
In den Jahresabschlüssen seiner "M** Gastro Gruppe GmbH" und dem Vorgänger "Kochevents Jan M** GmbH" gibt er an, Bankkaufmann zu sein.

Weiß jemand was Herr M. vor dem 28.09.2009 gemacht hat?


https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=53ae7e7e6186d681340bfe4f14e194de&page.navid=details...

Sonstige Pflichtangeben für den Anhang:
alle Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und eines Aufsichtsrats, auch wenn sie im Geschäftsjahr oder später ausgeschieden sind, mit dem Familiennamen und mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen, einschließlich des ausgeübten Berufs und bei börsennotierten Gesellschaften auch der Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes. Der Vorsitzende eines Aufsichtsrats, seine Stellvertreter und ein etwaiger Vorsitzender des Geschäftsführungsorgans sind als solche zu bezeichnen;
§285 10. HGB


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 20:54
E_M schrieb am 11.05.2018:http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Zur-Person-Ein-Gastronom-der-Frankfurter-Szene;art675,2464659
Ich weiß natürlich nicht, wie gut der Artikel recherchiert ist, aber als KPMG Manager hätte M das mit den Einnahmen und den Ausgaben schon verstanden haben müssen.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 21:06
@Sherlocke
Mais Laufbahn als Frankfurter Szenegastronom war keineswegs vorgezeichnet: Nach einer Banklehre besuchte er zunächst die Frankfurter Goethe-Universität, um dort Betriebswirtschaftslehre zu studieren und einen Abschluss als Diplom-Kaufmann zu machen. Richtig ins Berufsleben stieg Mai bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ein, wo er es bis ins Management brachte. Später wechselte er als Investmentbanker zur Privatbank Sal. Oppenheimer und landete bei der Spütz AG. Als diese übernommen wurde, machte er sich als Finanz- und IT-Dienstleister selbstständig.
Der Artikel ist vom Feb. 2017. Im letzten abgegeben Geschäftsjahr 2016, hat sich Herr M. noch als Bankkaufmann betitelt.
(er hatte diese am "Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 23.4.2018". unterschrieben)

Ich glaube dem Jahresabschluss. Als Bankkaufmann ist Herr M. nicht ungeeignet einen Betrieb zu führen.

Aber die Diskrepanz zwischen dem was er ist und dem was er öffentlich suggeriert, ist doch immens.



Mich erinnert es etwas an "Clark Rockefeller", eigentlich Christian Gerhartsreiter.

M.M.n. war Herr M. ein Hochstapler. Daher meine Frage:

Ich finde keine Informationen über Herrn M. vor September 2009. Was hat er vor 2009 gemacht?


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 21:12
@jada

Da könntest du recht haben☺.

Im Prozess würde der Lebenslauf auch zur Sprache kommen, aber ich weiß nicht, ob sich das Gericht die Mühe macht, den Lebenslauf wirklich aufzuklären.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 21:21
Sherlocke schrieb:Da könntest du recht haben☺.
Nicht ich, sondern die Angaben von Herr M. in seinem Jahresabschluss.


Warum tut sich eine junge Frau diese Investition an. Ich habe die Jahresabschlüsse überflogen. Sie müsste schon 2014 eingestiegen sein. Abgehend mit dem Unternehmen war es ab 2013.

Mein o.g. Link funktioniert nicht.

Lösung:
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet
Suche nach: M** Gastro Gruppe GmbH

Kann sich jeder anschauen. Augenmerk auf C. .


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

24.09.2019 um 21:38
@jada
Ich bezog das Recht auf die Hochstapelei.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

25.09.2019 um 07:48
Sherlocke schrieb:Naja, es sollte ihn dazu qualifizieren, ein Unternehmen zu führen.....
Aber das sind doch zwei Paar Schuhe.

Ich wage zu behaupten, dass ein Gastronomiebetrieb mit einem klassischen, kaufmännisch geführten Unternehmen eigentlich nicht viel gemeinsam hat.
Nicht zuletzt deshalb gibt es im Bereich Gastronomie auch genau darauf zugeschnittene Ausbildungsberufe.
Ich wage zu behaupten, dass man dazu kein BWL Studium braucht.
Ich würde mir nicht zutrauen, eine Kneipe erfolgreich zu führen, dazu braucht man schon eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur, Organisationstalent und jede Menge Leidensfähigkeit. Ich kenne nicht viele Wirte, und die haben das entweder gelernt - oder quasi mit der Muttermilch aufgesogen.

Im vorliegenden Fall hat da aber wohl jemand das große Geld gewittert und Einnahmen und Gewinn verwechselt.
Hauptsache, mit den Großen gepinkelt, aber dann das Bein nicht hoch genug kriegen.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

25.09.2019 um 09:59
spiky73 schrieb:Ich wage zu behaupten, dass ein Gastronomiebetrieb mit einem klassischen, kaufmännisch geführten Unternehmen eigentlich nicht viel gemeinsam hat.
Nicht zuletzt deshalb gibt es im Bereich Gastronomie auch genau darauf zugeschnittene Ausbildungsberufe.
Diese Ausbildungsberufe wirst du beispielsweise auch im Bereich der Metallverarbeitung finden. Wir reden hier nicht von der kleinen Eck-Kneipe sondern von einer GmbH. Da wird dir die Muttermilch nicht unbedingt helfen. Vielleicht sollte man sich davon frei machen, dass der Geschäftsführer Jan M. in seinen Objekten selbst hinter dem Thresen stand und Bier gezapft hat.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

28.09.2019 um 10:35
Hier ein neuer FAZ-Artikel zum gestrigen Prozesstag. Gab gestern schon einen Bild-Artikel dazu, aber dieser hier ist weitaus detaillierter.

Es ging um die Zeugenaussage des Spaziergängers, der Irina auffand bzw. um die Frage, wie gut die Leiche im hohen Gras erkennbar war.
Dass der TV sie im Dunkeln dort zufällig gefunden haben könnte, wie von ihm behauptet, ist demnach jawohl sehr unwahrscheinlich..

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/prozess-um-mord-im-niddapark-16406610.html


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28.09.2019 um 12:13
spiky73 schrieb am 25.09.2019:Ich wage zu behaupten, dass ein Gastronomiebetrieb mit einem klassischen, kaufmännisch geführten Unternehmen eigentlich nicht viel gemeinsam hat.
Außer Mutter zu werden ist die Eröffnung eines Restaurants oder einer Bar so ziemlich die einzige Sache, für die man in Deutschland keinerlei Qualifikationen nachweisen muss. Dementsprechend hoch ist die Scheiternsquote der Betriebe. Ein abgeschlossenes BWL-Studium ist in diesem Zusammenhang durchaus hilfreich, vermittelt einem sozusagen die richtige Mentalität, das Wissen, woran sich wirtschaftlicher Erfolg bemisst.

Andererseits sind die Treiber der Profitabilität in der Welt der Gastronomie völlig andere als z. B. in einem klassischen Fertigungsbetrieb. Neben Miete, Personalkosten und Wareneinsatz gibt es unzählige kleine Stellschrauben, an denen man drehen kann. Diese lernt man weder an der Uni noch bei einer Lehre, sondern nur durch die Praxis, im Selbststudium. Ferner ist die Gastronomie gekennzeichnet von weit verbreiteter Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung sowie Diebstahl und Betrug seitens des Personals. Wer da als Inhaber nicht ständig am Ball bleibt, wird gnadenlos abgezockt.

Fast noch wichtiger ist ein Gespür für Trends. Wer nicht gerade das Glück hat, einen gut laufenden Traditionsschuppen zu besitzen, muss damit rechnen, dass sein Betrieb heute top, morgen Flop ist – und rechtzeitig gegensteuern. Diese Intuition, was morgen angesagt sein könnte, welche Location lediglich gut und welche perfekt ist, welches Preisniveau man wann welcher Zielgruppe zumuten kann, die ist nur Wenigen gegeben. Ich glaube nicht, dass man das lernen kann. Selbst unter Top-Sterneköchen wirtschaftet die große Mehrheit an der Verlustgrenze, während es einigen gelingt, einen florierenden Laden nach dem anderen zu eröffnen, weil sie die richtige Nase für Trends und Locations haben.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

28.09.2019 um 12:19
julimond schrieb:Dass der TV sie im Dunkeln dort zufällig gefunden haben könnte, wie von ihm behauptet, ist demnach jawohl sehr unwahrscheinlich..
Sehe ich ganz genauso. Die Aussage des Zeugen widerlegt seine Geschichte wieder ein Stückchen mehr. Interessant ist auch dieser Punkt aus deinem Link.
. LKA-Spezialisten haben an ihrer linken Socke Blut von M. gefunden, das sie als Griffspur einschätzen.
Das Blut mußte er ja irgendwie erklären und kam deshalb anscheinend mit seiner Story um die Ecke - ich hab sie gefunden und am Knöchel gerüttelt... Daran bin ich nämlich immer schon hängengeblieben. Er findet angeblich Irina, um die er ja in so großer Sorge war und ihm fällt nix besseres ein, als sie am Knöchel zu rütteln ?


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28.09.2019 um 12:31
Photographer73 schrieb:Er findet angeblich Irina, um die er ja in so großer Sorge war und ihm fällt nix besseres ein, als sie am Knöchel zu rütteln ?
Ja, macht ungefähr genau so viel Sinn wie seine Wunde, die just in diesem Moment vor lauter Sorge wieder aufplatzte und sein Blut erklären soll...

Die Details zu den Blutspuren waren mir vor diesem Artikel in der Form sowieso noch nicht bekannt. Vielleicht überlesen.
Außerdem gibt es Ermittlern zufolge eine Tropfspur aus M.’s Blut nahe der Leiche und an der Parkbank unweit des Fundorts. 


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

28.09.2019 um 12:36
@julimond

Eben, das ergibt alles keinen Sinn. Es wirkt auf mich so, als wenn er seine diesbezüglichen Aussagen einfach nur an die Ermittlungsergebnisse angepaßt hat, um irgendwie seine Spuren erklären zu können - auch wenn es nicht rund wird. Das wird man ihm nicht abnehmen, da bin ich sicher.

Auch die Tropfspur macht Sinn. Angriff an der Bank und später zog er sie ins Gras, um sie einigermaßen zu verstecken.


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Irina A. - Mord im Frankfurter Park

28.09.2019 um 12:54
Photographer73 schrieb:Er findet angeblich Irina, um die er ja in so großer Sorge war und ihm fällt nix besseres ein, als sie am Knöchel zu rütteln ?
Was sonst, denn auf die Wange tätscheln, ob sie noch lebt, konnte er sie ja nicht mehr. Auf das Gesicht war unzählige Male eingestochen worden und es war vom Ohr bis zum Kinn aufgeschnitten.

Ob man das als Täter "vergessen" kann, oder doch manchmal nachts davon träumt?


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28.09.2019 um 13:11
emz schrieb:Ob man das als Täter "vergessen" kann, oder doch manchmal nachts davon träumt?
Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, daß man sowas vergessen kann. Kann nur von mir ausgehen, aber ich habe mal ein Unfallopfer erstversorgt. Hatte mit dem Unfall nix zu tun und habe die Bilder dennoch heute noch manchmal vor Augen. Wie das bei Tätern ist... Keine Ahnung.


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28.09.2019 um 20:01
Photographer73 schrieb:Er findet angeblich Irina, um die er ja in so großer Sorge war und ihm fällt nix besseres ein, als sie am Knöchel zu rütteln ?
Dass man eine bewusstlos aufgefundene Person irgendwo anfasst, wäre ja noch halbwegs plausibel, von mir aus auch am Knöchel (dort lässt sich übrigens mit etwas Übung der Fußpuls tasten). Aber es ist das skurrile Gesamtbild seiner Einlassungen, das Jan M. unglaubwürdig erscheinen lässt. Er macht sich aus Sorge auf die Suche, findet im stockdunklen Park in der verlassensten Ecke die getötete Irina A., beginnt selbst zu bluten, ruft weder Polizei noch Notarzt, und dann geht er in aller Seelenruhe zu einem Geschäftsessen.


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