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Badewannenmord von Rottach-Egern

2.043 Beiträge, Schlüsselwörter: Badewannenmord, Manfred Genditzki

Badewannenmord von Rottach-Egern

13.08.2019 um 22:27
Der Angeklagte sei von einem Sachverständigen zwar als ruhig und nicht aggressiv beschrieben worden. "Das schließt aber nicht einen Ausnahme-Übergriff in einer Ausnahmesituation aus." So kann alles und das Gegenteil begründet werden.
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/mord-an-seniorin-das-zweite-lebenslang-fuer-den-hausmeister-a-809729.html

ich finde den letzten Satz recht passend. Es war alles egal gewesen, was der Angeklagte angeführt hat, es wurde trotzdem als nachteilig gewertet.


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13.08.2019 um 23:40
Venice2009 schrieb:ich finde den letzten Satz recht passend. Es war alles egal gewesen, was der Angeklagte angeführt hat, es wurde trotzdem als nachteilig gewertet.
Ist das Deine Vorstellung davon, wie ein Strafverfahren in dem Land, in dem Du lebst, funktioniert?


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13.08.2019 um 23:48
Lichtenberg schrieb:Ist das Deine Vorstellung davon, wie ein Strafverfahren in dem Land, in dem Du lebst, funktioniert?
ich weiß nicht was das allgemein mit dem Strafverfahren in diesem Land zu tun haben soll. Es geht hier konkret um diesen Fall. Deine Aussage könnte man auf alle Bereiche übertragen...z. B. Schule (gute sowieso schlechte Lehrer usw.). Es ist doch nicht so, dass grundsätzlich etwas schief läuft, wenn der Verdacht besteht, dass etwas schief gelaufen sein könnte.
Ich bin übrigens dankbar dafür, dass wir hier bei uns die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung haben, und tatsächlich Sachverhalte auch hinterfragen dürfen. Ist nicht in jedem Land so.


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14.08.2019 um 08:02
@Seps13

Vielen Dank für diese Ausführungen, denen ich mich anschließe.
JosefK1914-2 schrieb (Beitrag gelöscht):Ich bin nur rechtlicher Laie und darf auch mal Gesetze falsch interpretieren,
Natürlich. Jeder ist irgendwo Laie auf den meisten Gebieten, und dann sollte man froh sein, wenn Fachmann oder Fachfrau einem etwas erklären, und das auch einmal annehmen, wenn sie es nun mal besser wissen.
JosefK1914-2 schrieb (Beitrag gelöscht):Aber wenn ein Grundsatz, der eigentlich eine der wichtigsten Säule eines Rechtsstaat ist, plötzlich von dem Teil der Zunft nicht mehr beachtet wird,
Gerade das Gegenteil ist der Fall. Selbstverständlich wenden Gerichte Gesetze an. Dass im Fall G kein Rechts- oder Verfahrensfehler vorliegt, hat ja nach dem zweiten Prozess der BGH bestätigt. Und dass das System im Grundsatz bei der Fehlerkorrektur funktioniert, zeigt die Zurückweisung des Prozesses durch den BGH nach dem ersten Prozess.

Es ist aber natürlich halt so, dass ein Gericht IM TAtSÄCHLICHEN Bereich - und der hat mit der sich daran anschließenden rechtlichen Bewertung nichts zu tun - zu gewissen Ergebnissen kommt, im Fall G eben zu keinem Sturzgeschehen. Und da muss man im Idealfall nun mal bei jeder Sekunde des Prozesses - wie die Richter - dabeigewesen sein, nicht nur sporadisch wie Journalisten, um möglichst genau die Rekonstruktion nachvollziehen zu können, wie sich eine Tat ereignet hat oder auch nicht. Und da hat das Gericht nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung nun einmal mal andere tatsächliche Schlussfolgerungen gehabt als die Verteidigung.

Das ist nicht der Untergang des Abendlandes, keine Bankrotterklärung des Rechtsstaats, keine Rechtsbeugung, kein gar nichts, sondern kommt in dieser Republik alltäglich in Strafprozessen vor.

Wir werden sehen, was das Wiederaufnahmegericht zu der Möglichkeit sagt, dass sich der zu beurteilende Sachverhalt anders ereignet haben kann als das Gericht es gesehen hat.


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14.08.2019 um 08:10
Dann weiß die Vorsitzende, was der Angeklagte an jenem Tag dachte. Sein erste Gedanke sei gewesen: Ich hole Rettung. "Gleichzeitig, widerstreitend, dachte er, wenn diese resolute Frau die Übergriffe jemandem erzählt, dann bin ich meinen Hausmeister-Job los. Er überlegt: Was mach ich? Es folgt das Verschließen des Wannenabflusses, das Öffnen des Hahns, das Unter-Wasser-Drücken, das Reduzieren des Wasserzuflusses, das Plausibel-Machen, dass es nicht zum Überlaufen kommt."
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/mord-an-seniorin-das-zweite-lebenslang-fuer-den-hausmeister-a-809729.html

läuft so tatsächlich unsere Rechtsprechung tagtäglich ab? Für mich hat es eher etwas von einem esoterischen Tatsch, als von dem, was ich mir unter Rechtsprechung vorstellen würde.


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14.08.2019 um 08:13
@Seps13
Können sie die Ansicht über Verteidiger eigentlich irgendwie belegen?

Ich sehe die Presse eigentlich selten auf Seiten der Verdächtigen stehen, dass sind eigentlich die absolute Ausnahme. In laufenden Verfahren müssen natürlich Verteidiger Argumente für ihren Klienten vorbringen, genau das ist ihre Aufgabe.

In Wirklichkeit sind Verteidiger aber eine der Säulen des Rechtsstaat, sie versuchen hier die den Verteidigern in diesem Rechtssaat zugeteilte Aufgabe aber als negativ auszulegen. Sie werden hier zum Buhmann gemacht. Das erfolgt nicht nur von ihnen, das findet man in anderen Threads ebenfalls, die bösen bösen Anwälte, die guten Ermittler und StA, welche (fast) nie Fehler machen.

sie meinen hier, dass auch nach Abschluss eines Verfahrens dann einfach nur Wiederaufnahmeversuche starten, nur zur Meinungsmache. Ihre Ansicht ist eben einfach nur eine Befürchtung, ähnlich der von @Lichtenberg , dass durch Einzelfälle das Vertrauen in die Justiz verloren gehen kann.

Das können sie von mir aus annehmen, belegen können sie es aber nicht.

Mit ihrem Beitrag machen sie ganz deutlich, dass allein schon diese Bewertung von Verteidigern ein Einfluss auf ihre Sichtweise hat. Aber genau dann ist man nicht mehr offen in alle Richtungen, es fehlt ihnen die für einen solchen Fall notwendige Neutralität.

Bei ihnen ist es diese fehlende Neutralität aber nicht nur. Sie stellen hier Tatsachenbehauptungen zusätzlich auf (offene Tür, keine kotverschmierte Wäsche) ohne diese mit einer Quelle zu belegen (trotz Aufforderung). Dieses Verhalten von ihnen verhindert aber gerade eine sinnvolle Diskussion und führt vermutlich dazu, dass ihre falsche Darstellung von anderen (z.B. @Andante) mehr oder weniger unhinterfragt übernommen wird.

@Rick_Blaine hatte zu ihrer Annahme bzgl. der Verteidigern auch klar Stellung genommen und führte aus:
Rick_Blaine schrieb:Na ja, mir scheint hier immer wieder die Rolle der Verteidigung zu negativ dargestellt zu werden. Als Strafverteidiger sind wir normalerweise nicht damit beschäftigt, irgendwelche hanebüchenen Szenarien zu "erfinden." Das wäre zutiefst unseriös. Wenn man sich einmal den Fall Darsow anschaut, sieht man, dass auch ein Fachmann wie Dr. Strate das nicht tut (nur im Fall Avery scheint mir das der Fall zu sein, was ja auch berechtigterweise kritisiert wird).
@Andante

Schade, dass sie sich der Ansicht von @Seps13 unhinterfragt anschließen. Aber wenn sie einfach genau die gleiche Sichtweise von Verteidigern besitzen wie @Seps13 , dann sind es nicht bekannte Fakten, welche ihre Sichtweise bestimmen, sondern diese durch nichts belegbare Ansicht. Das erklärt vieles.


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14.08.2019 um 08:24
PS:
Andante schrieb:JosefK1914-2 schrieb:
Aber wenn ein Grundsatz, der eigentlich eine der wichtigsten Säule eines Rechtsstaat ist, plötzlich von dem Teil der Zunft nicht mehr beachtet wird,
Gerade das Gegenteil ist der Fall. Selbstverständlich wenden Gerichte Gesetze an. Dass im Fall G kein Rechts- oder Verfahrensfehler vorliegt, hat ja nach dem zweiten Prozess der BGH bestätigt. Und dass das System im Grundsatz bei der Fehlerkorrektur funktioniert, zeigt die Zurückweisung des Prozesses durch den BGH nach dem ersten Prozess.
Leider reißen sie meinen obigen Satz aus dem Zusammenhang raus. Mit "Teil der Zunft" ist z.B. ihr persönliches Verhalten hier im Thread gemeint. Sie haben hier versucht, unbewiesenes als Grund für den vermeintlichen Mord anzusehen. Im Verfahren konnte das ursprüngliche Mordmotiv nicht bewiesen werden und durch ein anderes ersetzt. Sie bleiben aber weiter bei dem urspünglichen, warum? Ich habe schlich und einfach ihr persönliches Verhalten kritisiert, was man von Laien hier häufig sieht, aber gerade von Vertretern ihrer Zunft eigentlich nicht erwartet.


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14.08.2019 um 08:32
JosefK1914-2 schrieb:Dieses Verhalten von ihnen verhindert aber gerade eine sinnvolle Diskussion und führt vermutlich dazu, dass ihre falsche Darstellung von anderen (z.B. @Andante) mehr oder weniger unhinterfragt übernommen wird.
JosefK1914-2 schrieb:Ich habe schlich und einfach ihr persönliches Verhalten kritisiert
JosefK1914-2 schrieb:ihr persönliches Verhalten hier im Thread gemeint. Sie haben hier versucht, unbewiesenes als Grund für den vermeintlichen Mord anzusehen.
@JosefK1914-2, bevor es hier zu einer OT-Grundsatzdiskussion kommt, möchte ich dich bitten, deine unsachlichen persönlichen Angriffe und Animositäten zu unterlassen. Sie stören die Kommunikation mit dir ganz erheblich.

Ich gebe dir mal ein Beispiel für dein unreflektiertes Vorgehen, welches du anderen vorwirfst:
JosefK1914-2 schrieb:Netter Versuch, die Meinung hier noch weiter zu manipulieren. sie wissen sicher, dass eine Quelle, welche nicht allen zugänglich ist, hier eigentlich verboten ist, weil man sie nicht nachprüfen kann. Ich denke, sie wissen auch, dass das Buch "Der Richter und sein Opfer" vor der Urteilsverkündung der zweiten Tatsacheninstanz herausgekommen ist, sprich die Sicht des ersten Gerichts nur wieder geben kann, diese ist mittlerweile aber offenbar überholt. Das bestärkt wieder mal voll und ganz, noch weiter den negatibven Eindruck von ihnen. Was bezwecken sie einfach mit diesen Manipulationsversuchen, die findet man bei ihnen auf Schritt und tritt.
Das Buch "Der Richter und sein Opfer: Wenn die Justiz sich irrt", ist am 16.04.13 erschienen, die Urteilsverkündung war davor, am 17.01.12.
Das Buch ist also danach erschienen.

Warum behauptest du etwas Falsches und unterstellst gleichzeitig anderen Manipulation? Geht es dir hier nur um Polemik?


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14.08.2019 um 09:05
Venice2009 schrieb:läuft so tatsächlich unsere Rechtsprechung tagtäglich ab? Für mich hat es eher etwas von einem esoterischen Tatsch, als von dem, was ich mir unter Rechtsprechung vorstellen würde.
Ja, das ist leider so öfter anzutreffen. Ich verstehe es auch nicht. Ich finde diese Darstellungen in einem Urteil auch häufig geradezu lächerlich. Warum muss man sich eine solche Geschichte aus den Fingern saugen, die man eigentlich nicht belegen kann. Im Fall Darsow ist das auch so der Fall.

Gerade diese Darstellung ist es, welche die Angehörigen des Verurteilten nicht überzeugen können. Man meint leicht, dass man das dann auch auf die eigentlichen Kernpunkte des Urteiles ähnlich anwenden zu können, sie sehen hier einen Hinweis, dass das Gericht die notwendige Neutralität nicht gehabt habe.

Diese Befürchtung kann man auch durchaus als berechtigt ansehen, wenn sich solche "aus den Fingern gesaugte" Annahmen sich häufen. Dann kann man sich durchaus berechtigt fragen, ob das Gericht die notwendige Neutralität besessen hatte. Ich würde mir wünschen, dass Gerichte sich auf das wirklich notwendige in ihrer Geschichte beschränken, denn andernfalls sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich persönlich glaube, dass das Darsow-Urteil im Ergebnis richtig ist, verstehe aber die Skepsis, welche so einen Darstellung auslöst. Da gibt es dann einfach viel zu viel Annahmen, wo u.U. die Angehörigen/Freunde wissen, dass diese nicht zutreffen. Diese u.U. wirklich vorhandenen Fehler in dieser Geschichte wird dann die Kernpunkte projiziert. In manchen Fällen (wie eben im Fall Darsow) führt das zu öffentlichen Diskussionen, aber daran sind eben auch die Richter zumindest nicht ganz unschuldig, wie gesagt, weniger in solchen Geschichten ist da manchmal mehr.

Der BGH schaut sich in diesen Fällen auch nur die Kernpunkte an, wenn diese ausreichend tragend sind, weisen sie die Revision dann ab. Das Schmuckwerk, was aber bei Angehörigen/Freunde leicht zu Irritation wird, wird vom BGH kaum beachtet. Wie gesagt, mir wäre es wichtig, wenn ein ganz nüchterner Schreibstil von Richtern angewendet wird, mit so wenig "Ausschmückungen" arbeiten, wie überhaupt möglich. Das ist aber gerade im Darsow-Urteil nicht der Fall, deshalb- und damit bin ich mit der Ansicht auch nicht allein - ist es ein im obigen Sinne schlecht begründetes Urteil, aber ich glaube im Ergebnis vermutlich ein richtiges.
Seps13 schrieb:Das Buch "Der Richter und sein Opfer: Wenn die Justiz sich irrt", ist am 16.04.13 erschienen, die Urteilsverkündung war davor, am 17.01.12. Das Buch ist also danach erschienen.
Wenn sie wirklich den Abschnitt in dem Buch komplett gelesen hätten, dann hätten sie erkannt, dass sich der Autor ganz klar auf das erste Verfahren bezieht. Es mag von ihnen anfangs ein Fehler gewesen sein, aber in der Zwischenzeit hätten sie ausreichend Gelegenheit gehabt, ihr Zitat nochmals zu überprüfen und ich denke, sie kenne auch sich etwas darüber aus, wie ein Buch entsteht und nach dem sogenannten "Redaktionsschluss" man selten noch den Text ergänzt. Ja ich habe hier den Redaktionsschluss gemeint und das mit dem Erscheinungsdatum nicht ganz korrekt ausgedrückt. Im Kern ist meine Aussage nach wie vor korrekt und ich hätte von ihnen erwartet, dass sie da einfach nochmal nachgelesen hätten, denn ich hatte klar ihnen mitgeteilt, das sich der Autor auf das erste Urteil bezogen hat. Sie versuchen aber hier Meinungsmache, in dem sie nebensächliches hier hervorheben.

Wie gesagt, es geht ganz klar aus den Beitrag des Autors hervor, dass er sich auf das erste Urteil bezogen hat und das sollte man bei der Nennung der Quelle einfach erstmal kontrollieren, besonders dann wenn man von einer anderen Person darauf hingewiesen wird.


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Badewannenmord von Rottach-Egern

14.08.2019 um 09:13
JosefK1914-2 schrieb:Gerade diese Darstellung ist es, welche die Angehörigen des Verurteilten nicht überzeugen können. Man meint leicht, dass man das dann auch auf die eigentlichen Kernpunkte des Urteiles ähnlich anwenden zu können, sie sehen hier einen Hinweis, dass das Gericht die notwendige Neutralität nicht gehabt habe.
Verstehe ich das richtig: Unabhängigen Richtern, die emotional weder der Anklage noch der Verteidigung nahe stehen sprichst du die Neutralität ab, gleichzeitig erhebst du aber die Reaktion der Angehörigen von Verurteilten zum objektiven Kriterium für die Qualität eines Urteils?


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14.08.2019 um 09:31
Falstaff schrieb:Verstehe ich das richtig: Unabhängigen Richtern, die emotional weder der Anklage noch der Verteidigung nahe stehen sprichst du die Neutralität ab, gleichzeitig erhebst du aber die Reaktion der Angehörigen von Verurteilten zum objektiven Kriterium für die Qualität eines Urteils?
Schade, wie oberflächlich sie meinen Text gelesen haben. Es geht hier klar und deutlich hervor, dass hier Angehörige durch solche ausgeschmücktes Beiwerk irritiert werden können, ich kritisiere die Form des Urteils und nicht die Kernpunkte. Ich glaube deutlicher kann man das nicht schreiben. Ich habe auch ganz klar und deutlich gemacht (mehrfach), dass das Darsow-Urteil im Ergebnis vermutlich richtig ist.

Ich frage mich, was tue ich, wenn die Vertreter dieser Zunft hier so unsachlich immer reagieren, nur wenn die Bekanntes aus einem Urteil einen nicht überzeugen kann?

Ich denke, @Rick_Blaine hat hier nicht von ungefähr gemeint, dass er mit seiner Beitrag in ein Wespennest stößt und genau die Reaktion auslöst, die sie hier zeigen. Das ist mittlerweile hier nur noch erbärmlich. @Rick_Blaine scheint seine Zunft recht gut zu kennen.


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14.08.2019 um 09:48
JosefK1914-2 schrieb:Schade, wie oberflächlich sie meinen Text gelesen haben. Es geht hier klar und deutlich hervor, dass hier Angehörige durch solche ausgeschmücktes Beiwerk irritiert werden können, ich kritisiere die Form des Urteils und nicht die Kernpunkte. Ich glaube deutlicher kann man das nicht schreiben. Ich habe auch ganz klar und deutlich gemacht (mehrfach), dass das Darsow-Urteil im Ergebnis vermutlich richtig ist.
Ok, verstanden. Dann ist die nächste Frage aber, ob du es wirklich erstrebenswert findest dass ein Verbrecher freikommt, weil einem der literarische Stil eines Urteils nicht gefällt?


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14.08.2019 um 09:55
JosefK1914-2 schrieb:Ich frage mich, was tue ich, wenn die Vertreter dieser Zunft hier so unsachlich immer reagieren, nur wenn die Bekanntes aus einem Urteil einen nicht überzeugen kann?
Genau das frage ich mich auch. Wenn sie doch einen Fehler eingestehen müssen, ob sie das tatsächlich machen oder bis zuletzt an ihrer Theorie festhalten?


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14.08.2019 um 10:05
@Falstaff

Auch wider typisch für sie in den Text etwas reinzuinterpretieren, was dort nicht steht. Einfach nur erbärmlich.

Warum, gab es erfolgreiche WAV, bei denen Der Schreibstil entscheidend war. Sie wollen offenbar mich (bewusst) nicht verstehen. Ich sehe es notwendig an, das Urteile eben nicht mit soviel unbewiesenem Beiwerk daher kommen. Das überzeugt dann eher. Macht man es anders, kann man erst recht nicht Angehörige/Bekannte überzeugen, was dann in manchen Fällen dazu führt, dass man gutes Geld Anwälten gibt, die dann einen WAV versuchen.
Venice2009 schrieb:Genau das frage ich mich auch. Wenn sie doch einen Fehler eingestehen müssen, ob sie das tatsächlich machen oder bis zuletzt an ihrer Theorie festhalten?
Eben, das ist hier das große Problem, wenn einige Vertreter diese Zunft HIER in dieser Weise so reagieren, fragt man sich, wie man ihnen noch vertrauen entgegen bringen kann. Und genau dieses Verhalten bestärkt dann eben die Vermutung, dass die Zunft tatsächlich bis zum Schluss an ihrer Theorie festhalten. Souveränes Reagieren wäre hier angesagt und seltsamerweise hat das hier bisher nur ein einziger in diesem Thread geschafft.


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14.08.2019 um 10:35
Venice2009 schrieb:ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum MG, der Mörder, nicht einfach einen Unfall inszenierte indem die alte Dame z. B. beim Aufstehen aus dem Bett unglücklich hinfiel. Er hatte das Kissen ja schon griffbereit liegen gehabt, bewusstlos wird sie nach den Schlägen gewesen sein.
Warum so kompliziert mit dem Badewasser außerdem recht zeitraubend er hatte ja nur diese 10 Minuten zur Verfügung gehabt.
Genau! Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Zumal MG hätte wissen müssen, dass Frau K. nicht mehr badet und er durch sein Handeln erst einen Verdacht erwecken würde.

Nochmal zurück zu @Seps13 Feststellung: Frau K. hatte keinen Grund, Wasser in die Wanne einzulassen.
Dieser Auffassung scheint auch das Strafgericht gefolgt zu sein und hat den Angeklagten als Mörder verurteilt.

Bei Betrachtung der Situation in der sich Frau. K. befand, wäre ich zu einem anderen Schluss gekommen.

Da Herr G. keine Zeit hatte die Wäsche zu waschen, er wollte ins Krankenhaus fahren, hat er sie in der Wohnung (Flur) einfach stehen gelassen. Außerdem hat er den Schlüssel in der Wohnungstür stecken lassen. Frau K. könnte es unangenehm gewesen sein, dass eine Person, die nach ihr schauen wollte gleich die Schmutzwäsche sieht die evl. schon gerochen haben könnte, da sie evl. schon eine Woche im Krankenhaus gelegen haben könnte.

meine Mutmaßung wäre, dass Frau K. entgegen ihrer aktuellen Gewohnheit sich doch dafür entschieden haben könnte die Wäsche in der Badewanne einfach einzuweichen. Für mich wäre dieser Ablauf schlüssig und ich hätte Herrn K. nicht als Mörder überführt betrachtet.

Auf den Fotos vom Badezimmer ist keine Waschmaschine zu sehen und ich gehe davon aus, dass Frau K. keine Waschmaschine in ihrer Wohnung hatte, sondern sich ein Waschkeller im Haus befand. Ist häufig in Seniorenwohnanlagen.


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14.08.2019 um 10:38
JosefK1914-2 schrieb:Ihre Ansicht ist eben einfach nur eine Befürchtung, ähnlich der von @Lichtenberg , dass durch Einzelfälle das Vertrauen in die Justiz verloren gehen kann.
Unterlass es bitte mir Aussagen zu unterstellen, die ich nicht gemacht habe.

Im Übrigen wäre es wünschenswert, wenn Du hier ohne permanenten Userbzeug argumentierst. Darüber hinaus halte ich Dein regelmäßiges Juristenbashing für überflüssig.

Fällt Dir nicht mehr ein?


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14.08.2019 um 10:44
Der permanente Userbezug und die persoenlichen Sticheleien werden hier jetzt sofort eingestellt!


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14.08.2019 um 11:11
Rosenmontag schrieb:Genau! Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Zumal MG hätte wissen müssen, dass Frau K. nicht mehr badet und er durch sein Handeln erst einen Verdacht erwecken würde.
Es ist ein häufiger Fehler, von sich auf andere zu schließen, sodann Rückschlüsse auf ein irgendwie "vernünftiges" Alternativverhalten zu ziehen um dann zu dem Schluss zu gelangen, dass das festgestellte Verhalten gar nicht richtig sein kann.

Es kann ersichtlich nicht darauf ankommen, wie man selbst(!) in einer bestimmten Situation sich verhalten hätte. Das ist zwar ein gern genommes Verhalten in Krimiserien ("Was hätte ich getan, wenn ich der Mörder wäre?"), hat aber mit der Lebenswirklichkeit nicht viel gemein.

Deine Annahme unterstellt auch, dass der Verurteilte irgendwie planvoll vorgegangen und zu jeder Zeit des Geschehens Herr seiner selbst gewesen sei. Es ist doch ohne genaue Kenntnis des Urteils offensichtlich, dass es sich hier nicht um eine vorab geplante Tötung gehandelt hat, bei der der Täter sein Vorgehen akribisch durchdenken konnte.


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14.08.2019 um 11:12
Rosenmontag schrieb:Genau! Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Zumal MG hätte wissen müssen, dass Frau K. nicht mehr badet und er durch sein Handeln erst einen Verdacht erwecken würde.
so sieht es aus. Einerseits hat das Gericht kategorisch dagegen argumentiert, dass Frau K. Wäsche, Haare oder was auch immer in der Badewanne waschen wollte. Andererseits hält es das Gericht für schlüssig, dass MG sie in die Badewanne legte, um es wie einen Unfall aussehen zu lassen, obwohl ihm die Angst vor der Badewanne der Frau K. bekannt gewesen sein muss. Das ist unplausibel.
Ich verstehe die einseitige Argumentation einfach nicht.


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14.08.2019 um 11:23
Venice2009 schrieb:obwohl ihm die Angst vor der Badewanne der Frau K. bekannt gewesen sein muss.
Frage: Wenn ihm die Angst der Getöteten vor der Badewann "bekannt" war, wie kommt er dann dazu über seine Verteidigerin zu erklären, dass die Getötete Schmutzwäsche in der Badewanne waschen wollte?


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