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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

4.590 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, 2019, Erschossen, Kassel, Regierungspräsident, Wolfhagen-istha

Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

24.06.2019 um 23:16
Lichtenberg schrieb:Es ist auch nicht Aufgabe der Ermittlungsbehörde ein regelmäßiges Update zu geben, wie gerade der Stand der Ermittlungen ist.
Das ist der Irrtum, dem viele erliegen, dass sie meinen, es bestünde ein Anrecht auf Information.


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24.06.2019 um 23:16
tudirnix schrieb:es waren ja wohl mehr als nur die 2
"etliche hetzerische Kommentare in sozialen Netzwerken"
https://www.n-tv.de/politik/Jahrelang-rechter-Hass-dann-ein-Schuss-article21091109.html
nur man so am Rande bemerkt für @sören42
"Doch im Netz machte er weiter. Bei der Auswertung seines Handys haben die Ermittler nun, so berichtet die "Süddeutsche Zeitung", etliche hetzerische Kommentare in sozialen Netzwerken entdeckt. Vor allem auf Youtube, wo er unter dem Alias "Game Over" etwa geschrieben haben soll: "Entweder diese Regierung dankt in kürze ab oder es wird Tote geben." Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler zwar Waffen, aber nicht die Tatwaffe."

Man weiß jetzt natürlich nicht, was er sonst noch schrieb, aber vermutlich hat man schon einen möglichst extremen Spruch rausgesucht. Aber auch da muss man aufpassen nicht zu schnell dem Confirmation Bias zu verfallen. Es würde zur Tat passen, aber womöglich sind es nur irgendwelche Untergangsszenarien, die sich alle möglichen Leute ausmalen auf Social Media-Plattformen.
'Wenn Macron nicht einlenkt, gibt es Revolution'
'Wenn Merkel nicht abtritt, gibt es Bürgerkrieg'
'Wenn wir nicht das und das machen, geht die Welt in 10 Jahren unter' usw.


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24.06.2019 um 23:24
emz schrieb:Das ist der Irrtum, dem viele erliegen, dass sie meinen, es bestünde ein Anrecht auf Information.
Na ja, die Medien füttern da ja auch fleißig, so dass gerade daraus dieses vermeintliche Anrecht abgeleitet wird. Dass aber Ermittlungsbehörden nicht verpflichtet sind, postwendend jedes, aber auch jedes neue Detail mitzuteilen und auch aus ermittlungstaktischen Gründen einiges zurückhalten (müssen), wird gerne übersehen.

Aber wehe, Ermittlungsbehörden teilen mal was mit: Dann jaulen gleich welche auf wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung des TV undsoweiterundsofort. Wie man´s macht als Ermittler, falsch macht man es sowieso....


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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

24.06.2019 um 23:34
emz schrieb:Das ist der Irrtum, dem viele erliegen, dass sie meinen, es bestünde ein Anrecht auf Information.
Es gibt das Grundrecht der Informationsfreiheit, Art. 5 GG. Insofern ist es grudsätzlich kein Irrtum anzunehmen, dass man ein Recht auf Information hat. Das Grundrecht umfasst nicht nur das Recht sich aus(!) einer Quelle zu informieren sondern auch, sich an(!) einer Quelle zu informieren. Dies umfasst z.B. auch die Pflicht öffentlich-rechtlicher Stellen, Auskunft darüber zu geben was(!) passiert ist.

Der Irrtum, dem viele unterliegen, ist anzunehmen, dass Behörden verpflichtet seien, konkret über ihre aktuelle, dezidierte Arbeit zu berichten. Also darüber, wie sie in einem konkreten Ermittlungsverfahren vorgehen.

Regelmäßig wird angenommen, dass das Informationsinteresse höher zu bewerten sei, als das Interesse einer Ermittlungsbehörde an der ungestörten Ausübung ihrer Tätigkeit.

Eine Pressekonferenz zu organisieren bedeutet regelmäßig nicht nur sehr viel Arbeit sondern auch, dass entscheidende Ermittler von ihrer Arbeit abgehalten werden, weil Sie gegenüber ihren Kollegen von der Presseabteilung Auskunft geben müssen, was sie gerade unternehmen und warum.

Eigentlich sollte es verständlich und jedem klar sein, dass ein permanenter Tätigkeitsbericht die Ermittlungsbeamten nicht nur von ihrer Arbeit abhalten, sondern auch, dass dadurch Ermittlungsergebnisse gefährdet werden.

Interessiert nur viele eben nicht.


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24.06.2019 um 23:37
@Lichtenberg
Ergänzenswert ist, dass weitere Täter nicht ausgeschlossen sind, ermittelt werden und kaum mit Informationen gefüttert werden dürfen. Das ist höher zu bewerten als die Informationsgier.


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25.06.2019 um 00:30
Sein bester Kumpel war angeblich ein Iraner.
https://www.hna.de/kassel/mord-an-walter-luebcke-stephan-e-arbeitete-bei-huebner-in-kassel-12539741.html

Soll ein Arbeitskollege gesagt haben. Ob das tatsächlich stimmt oder ob der TV ihm gegenüber das behauptet hat, wird aus dem Artikel nicht deutlich. "Ich bin kein Nazi, mein bester Freund ist ein Iraner" - ist jedenfalls ein äußerst geschmackloser "Scherz" unter Nazis:

der freund
Quelle: https://www.welt.de/politik/article195597419/Mordfall-Walter-Luebcke-Das-kann-den-Boden-bis-hin-zu-rechtem-Terror-bereit...
Video zu "Morddrohung gegen Kölner Oberbürgermeisterin Reker". 00:05 min.

Das T-Shirt rechts zeigt das Konterfei des iranischen ex Präsidenten Mahmud Ahmadineschād, der den Holocaust leugnet und Israel das Existenzrecht abspricht.
Wikipedia: Mahmud_Ahmadinesch


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25.06.2019 um 01:01
@eimedak
Ich denke , das sollten wir hier außen vor lassen . Ich kenne aus meiner Arbeit u dem persönlichen Bereich mehrere Rechtsradikale , die "trotzdem "persönliche Beziehungen zu " Ausländern " haben , die Uwes sind zum " Griechen " im Haus gegangen ....das eine hat mit dem andren nichts zu tun .
Das hört sich paradox an , war aber immer schon so , auch in der Nazizeit , und ich kann das auch verstehen .
Das hat aber mit der grundsätzlichen Gesinnung und den Taten nichts zu tun und mit dem Fall auch nicht .


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25.06.2019 um 01:14
Stradivari schrieb:Das hat aber mit der grundsätzlichen Gesinnung und den Taten nichts zu tun und mit dem Fall auch nicht .
Das sehe ich anders. Es wurde von den Medien berichtet und auch hier im Forum aufgegriffen. Wie ich schon schrieb, ist aus dem Text aber nicht ersichtlich, ob der Kollege den Iraner kannte, oder ob es sich um eine Behauptung des TV gehandelt hat. Die Aussage taugt jedenfalls nicht dazu, dem TV eine Läuterung zu attestieren.


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Mikail
ehemaliges Mitglied

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25.06.2019 um 02:17
Lichtenberg schrieb:Eine Pressekonferenz zu organisieren bedeutet regelmäßig nicht nur sehr viel Arbeit sondern auch, dass entscheidende Ermittler von ihrer Arbeit abgehalten werden, weil Sie gegenüber ihren Kollegen von der Presseabteilung Auskunft geben müssen, was sie gerade unternehmen und warum.
Woher hast du diese Informationen?
Oder reimst du dir das so zusammen?
Eine Quellenangabe wäre nicht schlecht.


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25.06.2019 um 08:16
eimedak schrieb:Das Nazi-Paradoxon:
- erst schreien die Nazis im Internet: "bringt ihn um!"
- dann tut es einer und die Nazis freuen sich: "endlich macht es einer"
- und wenn dann ein rechtsextremer festgenommen wird, behaupten sie: "das war kein Nazi"

Vollkommen schizophren.
@eimedak
Im Gegenteil: ich sehe darin eine logik.

Ich denke, es geht darum nach innen und aussen zu beweisen: Wir lassen unsere Leute nicht hängen.
Der Staat, den wir verachten, wird keinen der unseren einsperren.
Wenn einer von uns, einen eliminiert, der unserem Volk schaden zugefügt hat, gehört er belohnt und nicht bestraft.


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25.06.2019 um 08:49
Mikail schrieb:Woher hast du diese Informationen?
Oder reimst du dir das so zusammen?
Die Frage verstehe ich nicht: Woher ich die Information habe, dass Arbeit auch Arbeit verursacht?

Ist es tatsächlich schwer vorstellbar, dass eine Pressekonferenz im Vorfeld Arbeit verursacht, weil Informationen gesammelt, ausgewertet und selektiert werden müssen? Dass man im Vorfeld einer PK eine Besprechung durchführt, in der darüber geredet wird, was der Presse mitgeteilt werden kann und was nicht? Und ist es weiterhin schwer vorstellbar, dass an einer solchen PK auch die Beamte teilnehmen (müssen), die die Ermittlungen leiten?

Wenn Du eine Quelle benötigst:

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/arbeit-31465


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25.06.2019 um 08:53
@Lichtenberg
Die Ermittler müssen sowieso regelmäßig Bericht erstatten. Auch ist es ja nicht so, dass die leitenden Ermittler alles alleine machen, da arbeiten tatsächlich noch andere an dem Fall, die dann auch weiter arbeiten.


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25.06.2019 um 09:00
Tussinelda schrieb:Die Ermittler müssen sowieso regelmäßig Bericht erstatten.
Wem gegenüber müssen(?) sie Bericht erstatten? Warum? Und wie oft? Was muss in diesem Bericht stehen? Und kann ein solcher Bericht tatsächlich als Vorlag für eine PK dienen?


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25.06.2019 um 09:11
@Lichtenberg
Zum Beispiel dem Staatsanwalt. Weiteren Vorgesetzten.
Auch gibt es nicht umsonst eine Pressestelle und Mitarbeiter, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind. Es gäbe sonst wohl weder PK noch Presseportale (Blaulicht) Das gehört zum Job, genauso, wie Berichte schreiben, da ist man dann ja auch nicht aktiv am Fall lösen.
Keine Ahnung, wie oft, welche Rolle spielt das? Das "warum" sollte sich einem eigentlich von selbst erschliessen. Oder meinst Du, Ermittler müssen niemandem Rede und Antwort stehen und niemandem auf dem Laufenden halten, den Stand der Ermittlungen betreffend?


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25.06.2019 um 09:23
Tussinelda schrieb:Das gehört zum Job,
Es ging ursprünglich darum, warum es "so ruhig" ist und dass man daraus bauchgefühlsmäßig eventuell schließen könne, dass die Spur falsch gewesen sei.
@Lichtenberg hat erklärt, warum es "so ruhig" ist (keine permanente Information der Öffentlichkeit über jeden Ermittlungsschritt nötig, weder ökonomisch noch taktisch sinnvoll) und dass Bauchgefühlsschlüsse deswegen unsinnig sind.

Ich denke, dem ist zuzustimmen, eine Ressourcendebatte führt hier zu keinem anderen Ergebnis.


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25.06.2019 um 09:27
Tussinelda schrieb:Zum Beispiel dem Staatsanwalt. Weiteren Vorgesetzten.
Der StA ist(!) die Ermittlungsbehörde. Er leitet die Ermittlungen. Und selbstverständlich bekommt er auf Nachfrage den Sachstand mitgeteilt. Solche Berichte (gerne auch auf dem kurzen Dienstweg übermittelt), können selbstverständlich nicht für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden.

Wen Du mit "weitere Vorgesetzte" meinst, weiß ich nicht.

Deine Vorstellung davon, wie die Öffentlichkeitsarbeit funktioniert, ist nicht ganz korrekt. Selbstverständlich gibt es bei einer Ermittlungsbehörde Mitarbeiter, die ausschließlich für die Pressearbeit zuständig sind. Wer aber erstattet diesen Bericht? Und wie geschieht das? Wer entscheidet, was der Öffentlichkeit mitgeteilt werden darf und mitgeteilt werden kann, ohne die Ermittlungen zu gefährden?

Ich finde es seltsam, dass man davon ausgeht, es müsse schon gemacht werden, dies sei auch der Job und überhaupt sei das alles auch gar nicht so mit Arbeit verbunden.

Bei allem Respekt: Wer im täglichen Berufsleben steckt, sollte eigentlich nicht so über die Arbeit anderer denken.


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25.06.2019 um 09:44
Lichtenberg schrieb:Ich finde es seltsam, dass man davon ausgeht, es müsse schon gemacht werden, dies sei auch der Job und überhaupt sei das alles auch gar nicht so mit Arbeit verbunden.
das ist nicht seltsam, und das es nicht mit Arbeit verbunden sei habe ich auch nicht behauptet. Nur stellst Du es so dar, als ob es die eigentliche Ermittlungsarbeit total hemmen würde und das stimmt nicht.
Seps13 schrieb:Ich denke, dem ist zuzustimmen, eine Ressourcendebatte führt hier zu keinem anderen Ergebnis.
durchaus, aber es hat eben nichts damit zu tun, dass es zu arbeitsintensiv sei und man dann quasi nicht mehr zum Ermitteln käme, darauf wollte ich hinaus


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25.06.2019 um 10:01
Tussinelda schrieb:Nur stellst Du es so dar, als ob es die eigentliche Ermittlungsarbeit total hemmen würde und das stimmt nicht.
Bitte: Wo habe ich von "totaler Hemmung" geschrieben? Geh über diese Frage nicht einfach hinweg. Ich möchte wissen, wie Du zu dieser Unterstellung kommst.

Was möchtest Du mitteilen? Siehst Du dein Informationsinteresse gefährdet? Wünscht Du dir mehr und stetige Information über den Fall? Möchtest Du die Informationspolitik in dem Fall kritisieren?


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25.06.2019 um 10:09
@Lichtenberg
Du hast doch geschrieben, dass entscheidende Ermittler von der Arbeit abgehalten werden. Darauf bezog ich mich. Und nein, ich habe noch nie Informationen gefordert, warum sollte ich? Nur weil ich Deiner Behauptung widerspreche bedeutet das nicht, dass ich ständig oder mehr Infos wollen würde. Ich würde mir wünschen, es würde weniger spekuliert werden. Und abgewartet. Aber das ist ja zu viel verlangt.


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25.06.2019 um 10:21
Es hat sich an den Ermittlungen gar nichts geändert und am dringenden Tatverdacht auch nicht. Bei den Fotos vom März handelt es sich ja nicht um polizeiliche Ermittlungsergebnisse, sondern um Journalismus. (Und selbst da gibt es noch kein abschließendes Ergebnis!) Spannend, wie hier bereits Rückschlüsse gezogen werden obwohl sich an der Beweislast nichts geändert hat. Wir können nur abwarten. Entweder auf das Ergebnis eines Haftprüfungsantrages oder auf eine Mitteilung der Behörden. Wie allerdings in einem Fall bei dem ein TV in Untersuchungshaft ist und weitere (!) ermittelt werden davon geredet werden kann, dass eine dünne Beweislast gegeben ist erschließt sich gar nicht und ist völlig inakzeptabel. Hier wird LKA, Generalbundesanwaltschaft und das Gericht angezweifelt, dabei geht alles mit rechten Dingen zu.


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