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Grundsätzlich meint
@GrafOskar auch das richtige, er geht eben nicht von einem Zufall aus. Ich habe es eben so aufgefasst, dass er von einer Korrelation ausgeht.
Natürlich wird ein verlorengegangener Ring kaum vom Wasser weit mitgerissen.
Der Ort des Fundorts ist noch mit weiteren Besonderheiten verbunden. Da gibt es eben auch das Ende des Anrufversuches als auch das schlechter werden der GPS-Daten. Auch der Abbruch des Anrufversuches ist an diesen Ort verbunden.
@Tincho hatte erkannt, dass das Wasser eine starke abschirmende Wirkung hat. Er hatte schon Probleme mit WLAN. Das gleiche gilt natürlich sowohl für die GPS-Signale als auch den Mobilfunkt.
Ich habe mich inzwischen nochmal beim Mobilfunk schlau gemacht. Dort gibt es das sogenannte RRC-Protokoll. En Anrufversuch läuft wie folgt ab:
Zuerst erfolgt die Verbindungsanforderung des IPhones an den nächsten Sendemast. Diese Anforderung wird vom Sendermast quittiert.
Anschließend wartet das IPhone, bis der Sender sagt, dass die Verbindung zustande gekommen ist. Der Empfänger des IPhone horcht über die ganze Zeit auf den Sender.
Daher kann das Untergehen des IPhones aus meiner Sicht ebenfalls den Anrufversuch abgebrochen haben, denn dann „sieht“ der IPhone-Empfänger den Sender nicht mehr. Da diese Zeit auch mit den GPS-Daten korreliert, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Zeit der Zeit entspricht, als das IPhone in den Fluten versank. Ganz sicher ist es nicht, es könnte ein Timeout auch gewesen sein, aber die Korrelation dieser Daten ist schon sehr auffällig.
Eigentlich könnte man daher wirklich meinen, dass das Opfer an diesem Ort in die Fluten gekommen ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Doku stark mit dieser Stelle befasst. Wahrscheinlich gab es zu dem Zeitpunkt der Aufnahmen noch nicht das Thermodynamik-Gutachten.
Aber dieses Gutachten schließt diesen Ort aus.
Der Temperaturverlauf und der
Beginn des Anrufversuchs (wenn er vom Wasser ausgelöst wurde) sprechen sehr eindeutig dagegen.
Die Experimente von
@Tincho zeigen es auch sehr deutlich, ich glaube man kann den Wasserkontakt auf 30s mit dieser Information eingrenzen.
Man darf dabei nicht den Fehler begehen, die Temperaturkurven übereinander legen zu wollen. Man muss sich mit den Auffälligkeiten befassen.
Ich nutze dazu das Diagramm von
@Tincho:
@Tincho hat gezeigt, dass es recht spät als erstes eine leichte Temperaturänderung nach unten gibt. Daraus kann man schließen, dass der späteste Zeitpunkt um 2:31:15 war. Das ist der erste Punkt mit niedrigerer Temperatur.
Wäre der Anrufversuch durch das Wasser ausgelöst worden, dann wird – wie
@Tincho gezeigt hat – das Display eingeschaltet. Das führt zu einer Temperaturerhöhung im Akku, mit einer recht kurzen Zeitverzögerung. Leider wird der Temperatur-Sensor beim Opfer nur jede 30s abgefragt. Das wird der Grund sein, dass man diesen Temperaturanstieg nicht beobachten kann. Da die 2 Messungen vor dem 1. Niedrigeren Wert gleichgeblieben sind, kann man davon ausgehen, dass das Display nach dem 2. Wert erst hell wurde. Hätte sich das Display vorher eingeschaltet, wäre dieser 2. Wert sehr wahrscheinlich nicht mit dem vorherigen identisch.
Das heißt der erste Wasserkontakt erfolgte zwischen 2:30:45 und 2:31:15.
Damit kann man so gut wie ausschließen, dass das Opfer erst am Parkplatz der Kampenwandbahn in das Wasser gekommen ist.
Sie wird am Brückerl oder spätestens an der Ausfahrt des Kampenwandparkplatzes in das Wasser gekommen sein.
Wenn sie dort nicht gestürzt ist, sondern vom Rand in das Wasser abgerutscht ist (was durch den einzelnen Schrei naheliegend ist, denn ich glaube nicht, dass man bei einem Sturz noch schreit). Dann wird sie mit den Füßen voran in das Wasser geglitten sein.
Bei einer offenen Jacke wird sich die Jacke umschlagen, vielleicht sogar umgeschlagen dann über ihrem Kopf bleiben.
Die erste Reaktion des Opfers könnte daher gewesen sein, die Jacke loszuwerden.
Bei einer solchen Aktion wird man sehr leicht den Ring verlieren. Auch wird man leicht den schwimmenden Gegenstand (wahrscheinlich Handtasche) versenken, in dem das IPhone bis zu diesem Zeitpunkt an der Oberfläche des Bärbachs trieb. Das ist dann besonders wahrscheinlich, wenn man den Gegenstand ursprünglich unter der Jacke getragen hatte. Damit es schneller geht, hat das Opfer einen Ärmel auf links gedreht. Bei dieser Aktion wird man sowohl die Ringe als auch den Gürtel der Jacke leicht verlieren.
Aus diesem Grund sind diese Gegenstände nahe zueinander gefunden worden.
Ich persönlich glaube, dass diese Möglichkeit die wahrscheinlichste ist. Hätte das Treiben zum Verlust der Jacke geführt, wäre die Jacke wahrscheinlich erst deutlich weiter weg gefunden worden. Das ist auch die Theorie von Frau Rick, an die ich ursprünglich nicht geglaubt hatte. Aber für mich spricht mittlerweile sehr viel dafür.
Die restlichen Ereignisse, welche zu den Verletzungen führten, gehen sehr wahrscheinlich aus der Doku hervor.