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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

18.431 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Club, Getötet, Rosenheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Hanna W. tot aus der Prien geborgen

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 14:11
@Tincho
Jetzt wäre es an der Zeit, Dein Handy ins eiskalte Wasser zu schmeißen und die Temperaturverzögerung zu messen 😉.
Ne, im Ernst: Solche Versuche wurden ggf. sogar gemacht, wenn sie nach dem Duschtest noch Handys übrig hatten.
Dass eiskaltes Wasser aber wirklich erst 80 sec später beim Sensor ankommen soll, finde ich trotzdem eher unrealistisch. Trotz Erwärmung durch den Anrufversuch.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 14:23
Zitat von XluXXluX schrieb:Jetzt wäre es an der Zeit, Dein Handy ins eiskalte Wasser zu schmeißen und die Temperaturverzögerung zu messen 😉.
Ne, im Ernst: Solche Versuche wurden ggf. sogar gemacht, wenn sie nach dem Duschtest noch Handys übrig hatten.
Dass eiskaltes Wasser aber wirklich erst 80 sec später beim Sensor ankommen soll, finde ich trotzdem eher unrealistisch. Trotz Erwärmung durch den Anrufversuch.
Hat denn außer mir niemand ein iPhone? :D Aber im Ernst, wahrscheinlich hätte ich das schon versucht; aber erstens ist mein iPhone 15 von seinem Innenleben her wahrscheinlich nicht repräsentativ für ein iPhone XR, und ich weiß gar nicht wie ich die Temperaturdaten auslesen würde.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die 80 Sekunden aus einem entsprechenden Versuch kommen. Und ich find das gar nicht so unwahrscheinlich: Das iPhone XR ist IP67-zertifiziert wasserdicht, das Wasser gelangt also gar nicht an den Sensor, der neben dem wärmsten Teil des Telefons angebracht ist. Die Abwärme bei wasserdichten Telefonen wird über die Rückseite an die Umgebung abgeführt, die Wärme muss also erst nach und nach an das Wasser abgegeben werden, bevor der Sensor da einen Unterschied merkt. Und schließlich: Die Geodaten von 02:31:41 waren noch nicht dramatisch ungenau, was wahrscheinlich bedeutet dass das Telefon zumindest eine gewisse Zeit aufgeschwommen ist (siehe Rigel92s Handtasche) und es entsprechend nicht komplett im (nicht mal eiskalten, sondern rund 10 Grad kühlen) Wasser war.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 14:51
Zitat von TinchoTincho schrieb:Hat denn außer mir niemand ein iPhone? :D Aber im Ernst, wahrscheinlich hätte ich das schon versucht; aber erstens ist mein iPhone 15 von seinem Innenleben her wahrscheinlich nicht repräsentativ für ein iPhone XR, und ich weiß gar nicht wie ich die Temperaturdaten auslesen würde.
Ich bin im Besitz eines iPhone SE und wollte völlig unabhängig von diesem Fall mal die Kurzbefehle testen. Dazu habe ich eine Automation erstellt, die alle sechs Sekunden ein georeferenziertes Foto macht. Damit habe eine Radtour mit dem am Fahrrad befestigten iPhone gemacht. Über 90% der damit aufgezeichneten Punkte lagen auf der Strasse, der Rest war weniger als einen Meter davon entfernt.
Zum Temperaturtest kannst du dein iPhone ja mal vom warmen Sofa in den kalten Kühlschrank stellen. Und nicht vergessen alle paar Sekunden die Temperatur via Kurzbefehle aufzuzeichnen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 17:12
Ebenfalls die Daten des Akkus mitsamt seiner Betriebstemperatur kann das Programm coconutBattery 3 auslesen. Allerdings handelt es sich hier nicht um eine App, sondern um eine Anwendung ausschließlich für macOS. Wer einen Apple-Rechner benutzt, kann also sein iPhone daran anschließen und bekommt die Akku-Temperatur geliefert.
https://praxistipps.chip.de/iphone-temperatur-anzeigen-geht-das_150521


Hier ein Screenshot der Version 4

phpj6hvrr-screenshot
https://www.coconut-flavour.com/coconutbattery


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 17:38
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Mit ihrem Bestreben ein Unfallgeschehen zu 'beweisen' steht die Anwältin allerdings auf verlorenem Posten. Selbst wenn alle Verletzungen in der Prien entstanden sind kann man immer noch nicht einen Täter ausschließen. Hanna kann ja bei einer Rangelei mit diesem oder bei einem Fluchtversuch völlig unverletzt an einer x-beliebigen Stelle in den Bärbach oder auch in den Scheichergraben gefallen sein.
Wahnsinn, wie man sich so ein Statement überhaupt noch anmaßen kann, nach allem, was jetzt bekannt ist. Es ist ja wohl eher umgekehrt: Die Ermittlungsbehörden stehen wahrscheinlich auf verlorenem Posten je ein Tötungsdelikt nachzuweisen, selbst wenn sich ein solches tatsächlich zugetragen haben sollte, geschweige denn je einer Person eine solche Tat beweisen zu können, auch anderen möglichen Tätern. Das wäre die Tragik hier. Die Aufgabe der Anwältin ist hiermit zu Ende, der Mandant hat einen Freispruch, es obliegt schon gar nicht mehr ihrer Kompetenz nachzuweisen, dass es kein Tötungsdelikt war.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 17:44
Zitat von TinchoTincho schrieb:Das iPhone XR ist IP67-zertifiziert wasserdicht, das Wasser gelangt also gar nicht an den Sensor, der neben dem wärmsten Teil des Telefons angebracht ist.
Das war glaube ich auch von mir missverständlich ausgedrückt. Das Wasser gelangt je nach Zustand des iPhones vielleicht nicht so schnell an den Sensor, aber die Kälte bei einem gut leitenden Metallrahmen wahrscheinlich schon. Gut gedämmt ist es sicher auch nicht.
Aber @GrafOskar hat ja schon angefangen mit seinen Versuchen 😉.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 17:56
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Die Aufgabe der Anwältin ist hiermit zu Ende, der Mandant hat einen Freispruch, es obliegt schon gar nicht mehr ihrer Kompetenz nachzuweisen, dass es kein Tötungsdelikt war.
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Ich möchte beweisen, dass es ein Unfallereignis war weil der Sebastian und seine Familie werden ja sonst hier nicht in Ruhe leben können.
https://www.ardmediathek.de/video/tod-nach-der-disco-der-eiskeller-fall/folge-3-ein-neues-urteil/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4NjE4M19nYW56ZVNlbmR1bmc

ab 23:20


Vor Gericht wird ihr das nicht mehr gelingen, der Zug ist abgefahren aber man kann es ja mal mit einer ARD-Doku versuchen ...
Ein nicht nachgewiesenes Tötungsdelikt beweist übrigens kein Unfallgeschehen. Es ist wie vor Gericht, wer behauptet muss auch beweisen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 18:01
Zitat von XluXXluX schrieb:Aber @GrafOskar hat ja schon angefangen mit seinen Versuchen 😉.
Ich werde einen Teufel tun mein iPhone einem Kälteschock auszusetzen.:) Es sind Hinweise für @Tincho falls er Versuche starten möchte.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 22:14
Zitat von TinchoTincho schrieb:Ich hab gerade ein kleines Experiment durchgeführt: Ich habe aus einem Funkloch heraus versucht, eine Nummer anzurufen von der ich weiß dass sie aktiv ist.
Ok das ist interessant, ich hab auch experimentiert, allerdings mit einem Xiaomi. Einmal hatte ich Netz, aber der Empfänger nicht und einmal im Flugmodus und einmal ohne sim. Keins der Experimente war ideal, aber bei mir wurde immer der Anfang des Anrufes im Handy gespeichert, daher hatte ich nach weiteren Erklärungen für den Unterschied gesucht. Gut zu wissen, dass das offenbar beim Iphone anders ist.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Ich bin im Besitz eines iPhone SE und wollte völlig unabhängig von diesem Fall mal die Kurzbefehle testen. Dazu habe ich eine Automation erstellt, die alle sechs Sekunden ein georeferenziertes Foto macht. Damit habe eine Radtour mit dem am Fahrrad befestigten iPhone gemacht. Über 90% der damit aufgezeichneten Punkte lagen auf der Strasse, der Rest war weniger als einen Meter davon entfernt.
Zum Temperaturtest kannst du dein iPhone ja mal vom warmen Sofa in den kalten Kühlschrank stellen. Und nicht vergessen alle paar Sekunden die Temperatur via Kurzbefehle aufzuzeichnen.
Keiner bestreitet, dass ein Iphone mit einem sehr genauen GPS ausgestattet ist und dafür ist dein Experiment ein schöner Beweis, allerdings sagt er nichts über diesen Fall aus. Es macht einen Unterschied ob die GPS-Daten im Vorder- oder Hintergrund erfasst werden. Wenn sie im Hintergrund erfasst werden, müssen sie akkuschonened erfasst werden und das geht nunmal auf Kosten der Genauigkeit. Schon allein die Trackinghäufigkeit hat einen Einfluss auf die Genauigkeit.
Lies vielleicht mal die Hintergrunddaten aus und sieh dir an, wie genau dein Iphone dann ortet.
Das selbe Problem besteht bei deinem Vorschlag zur Temperaturmessung, wenn du alle paar Sekunden die Temperatur misst, wird das die Temperatur des Akkus verfälschen.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Es ist wie vor Gericht, wer behauptet muss auch beweisen.
So ist es nicht bei Gericht. Aber egal, für sehr viele gelang der Beweis ! Dass auch der letzte Zweifler überzeugt sein muss, ist eine unrealistische Forderung und nicht der Maßstab dafür ob ein Beweis gelungen ist, oder nicht. Vor allem Zweifler, die sich in den Diskussionen einfach allen Argumenten schon von vornherein verschließen, um ihre Theorie nur ja nicht in Gefahr zu bringen.


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gestern um 23:29
Zitat von XluXXluX schrieb:Und dann stellt sich noch die Frage, worauf sich die 1:20 beziehen. Weil laut Deiner Tabelle (und Urteil) begann der deutliche Temperaturabfall ja von vornherein schon spätestens um 02:32:47:
Man kann den spätesten Wasserkontakt wirklich auch aus dem Diagramm von @Tincho erkennen.

Es ist der Messpunkt kurz vor dem Emergency-Call. Die beiden roten Punkte irritieren nur. Die werden wahrscheinlich von einem anderen Temperatursensor stammen, dessen Vorgeschichte man nicht kennt. Der mit den schwarzen Punkten wird der Richtige sein. Das Diagramm in der ARD-Doku gibt es auch nicht richtig wieder.

Vorher bleibt die Temperatur nach der letzten Stufe noch konstant, d.h. die Umgebungstemperatur hat sich nicht geändert. Aber von dem Punkt um 2:31:15 an, genau dort beginnt eine fallende Flanke, zwar noch nicht so stark wie später, aber das ist auffällig und wird den Thermodynamiker zu dieser Aussage gebracht haben. Und kurz danach beginnt dann der Emergency-Call.

Also wo war das Opfer 2:31:15? Höchstwahrscheinlich am Brückerl.

Warum sehen wir an dieser Stelle nur eine ganz flache Rampe? Weil an das IPhone nur eine geringe Wassermenge gekommen ist, ausreichend um den Anrufversuch - so wie es die Verteidigung im Verfahren gezeigt hat - auszulösen. Aber nicht so ausreichend, dass das IPhone in den Fluten versank. Spätestens 1:20 Min später versank es endgültig. Vorher sah man noch das Volllaufen des Gegenstandes in dem es trieb. Die Kurve wird immer steiler.

Was mich aber ärgert, warum macht man dann in dieser Art die Doku? Die bewirkt nur Verwirrung, man spekuliert über vollkommen falsche Stellen. Es kann natürlich sein, dass das thermodynamische Gutachten erst spät kam. Aber dann muss man eben die Doku an die neuen Erkenntnisse anpassen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 06:06
Für mich fällt es nicht schwer, der Theorie von Frau Rick* zu folgen: Dass sie gestürzt ist wie der Mann mit der Holzuhr. Das ist leider überhaupt kein außergewöhnliches Geschehen. Hanna war alles andere als nüchtern, es kann ihr schlecht geworden sein oder sie musste austreten. Ein falscher Schritt, leichte Gleichgewichtsstörungen, ob im Stehen oder Hocken – schon ist es passiert.

* 08:30 min
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ein-moerder-der-keiner-ist-die-geschichte-eines-unglaublichen-justizirrtums-spiegel-tv-a-c856ea0d-adb5-42ff-9fd9-db0f6184b4c7#pDFHh


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um 08:41
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Man kann den spätesten Wasserkontakt wirklich auch aus dem Diagramm von @Tincho erkennen.
Du hast Recht, man sieht ab 2:31:15 schon etwas - aber das ist so minimal, dass man eigentlich nicht davon ausgehen kann, dass das Handy zu dem Zeitpunkt schon Wasserkontakt hatte, oder?
Aber Frau Rick hatte noch einen Gutachter, der darstellen sollte, dass das Handy schon vor dem Notruf im Wasser war. Was auch immer das heißen soll - das Gutachten konnte ja leider nicht mehr eingeführt werden im Prozess.

Nachdem aber in der Doku etwas von "Temperaturabfall mindestens 1:20 min früher" gesagt wurde, stellt sich die Frage: "Früher als was?". Früher als der ursprunglich angenommene erste Temperaturabfall bei 02:32:47 laut Urteil oder früher als 02:33:35 (= GPS-Datenpunkt 12, so wurde es in der Doku gesagt)? Hat sich das nur rein rechnerisch ergeben oder wurden Abkühlungsversuche gemacht?

Mir geht's also vor allem um den frühestmöglichen Wasserkontakt. Dazu isi leider nichts Genaueres bekannt, weil wir das Gutachten von Hansen nicht kennen.

Was ganz anderes (weil ich vorhin nochmal ein paar Prozessberichte rückwärts gelesen habe) zum Thema Hose:
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb am 02.10.2025:Die Vorsitzende, fragt bei den Staatsanwälten nach, ob das eigentlich mal getestet wurde, dass man die Hose über beide Füße bekommt.

Die Staatsanwaltschaft meint, das ist angedacht.
Im Oktober 2025, fast drei Jahre nach der Verhaftung und nachdem ST über 2,5 Jahre im Gefängnis saß, ist "angedacht", mal zu prüfen, ob die Hose vielleicht nicht doch so leicht über die Schuhe hätte abgestriffen werden können, dass es beim Treiben passiert sein könnte. Aber ein Gutachter war sich sicher, dass es nicht beim Treiben passiert sein kann.
Man darf gar nicht nachlesen, weil einen das alles nur noch kopfschüttelnd zurücklässt.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 08:43
Du hast vollkommen recht, aber es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten.

Eins darf man nicht vergessen, sie lief an einer Durchgangsstraße. Laut Frau Rick konnte man viele Lichtkegel auf den Überwachungskameras sehen, welche diese Straße in dem entscheidenden Zeitraum befuhren.

Das Opfer wird daher auf der linken Straßenseite gelaufen sein, auf dem Gehsteig.

Durch den Alkoholkonsum kann sie etwas die Orientierung auch verloren habe. Sie kann sich auch durch ein Auto (entgegenkommend oder von hinten) erschreckt haben und durch die Alkoholisierung zu starken wenig kontrollierten Ausweichen nach links geführt haben. Sie kann auch von einem entgegenkommenden Auto stark geblendet worden sein,vieles ist möglich.

Dadurch dass das Geländer am Bärbach Lücken aufgewiesen hat, kann sie dort reingefallen sein. Die GPS-Daten sprechen dafür, dass sie sich gerade zu dieser Zeit in so einem sehr Unfall-gefährdeten Bereich aufgehalten hat.

An dieser Stelle gab es damals mindestens 3 ungesicherte Stellen in diesem Bereich.


Screenshot 2025-06-06 at 22-36-34 Apple Original anzeigen (3,0 MB)


Einmal konnte sie links von dem ersten Geländer in den Bärbach gestürzt sein. Hinter diesem Gitter mündet der Seitenarm des Bärbaches in den Bärbach selbst (über ein Rohr unter der Straße).

Die 2. Möglichkeit wird rechts vom Geländer gewesen sein. Diese Möglichkeit ist aus zwei Gründen eher unwahrscheinlich. Einmal kam sie von links, sie hätte schon fast einen Wendung an dieser Stelle durchführen müssen. Auch wird sich dort der von Frau Rick angesprochene Totwasserbereich befinden, da direkt links von dieser Stelle das Rohr des Seitenarms des Bärbachs unter der Straße hervor kommt. Trotzdem, unmöglich ist diese Stelle ebenfalls nicht.



Screenshot 2025-06-06 at 22-35-29 Apple Original anzeigen (2,9 MB)
Screenshot 2025-06-06 at 22-36-34 Apple Original anzeigen (3,0 MB)


Hier sieht man die 3. Möglichkeit, rechts vom Brückerl. Auch hier ein größerer ungesicherter Bereich,


Man sieht, hier handelt es sich schon um einen gefährlichen Bereich. Dieser Bereich war also quasi einen tickende Zeitbombe. Irgendwann musste es passieren. Eigentlich ein ganz banaler Unfall, der aber verkompliziert wurde, weil man die Indizien nicht vernünftig gedeutet hat.


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um 08:48
Zitat von XluXXluX schrieb:Man darf gar nicht nachlesen, weil einen das alles nur noch kopfschüttelnd zurücklässt.
Man hätte einfach von Anfang an sauber ermitteln sollen, auch wenn das bedeutet hätte, dass man keinen Täter ermitteln hätte können oder es sich herausgestellt hätte: es war ein Unfall. Von sowas kommt sowas.


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um 09:00
@Rigel42, danke für die Fotos. Vor allem auf dem letzten ist ja recht deutlich zu sehen, dass auch links vom Zaun noch eine gefährliche Unterbrechung war.
Gerade wenn man sich z.B. übergeben muss, tut man das ja eher dezent zur Seite hin als mitten auf die Straße. Da gibt's aus meiner Sicht mehrere Szenarien (auch ein Ausweichen o.ä.).

Aber weil Du "Durchgangsstraße" erwähnst. In der Doku hat Frau Rückert ja gesagt, dass diverse Autos im Hintergrund vorbeigefahren sind.
Mich wundert ein bisschen, dass diese Kamera anscheinend diesbezüglich gar nicht ausgewertet wurde, um zu eruieren, wie groß das Zeitfenster für die angebliche Tat wirklich war.

Und dann noch eine Frage: Überwachungskameras zeichnen meistens ohne Ton auf, oder? Sonst hätte man ja auf der Kampenwandparkplatz-Kamera vielleicht etwas hören können (mal abgesehen davon, dass 16 min lang nichts aufgezeichnet wurde)?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 09:24
Zitat von XluXXluX schrieb:Du hast Recht, man sieht ab 2:31:15 schon etwas - aber das ist so minimal, dass man eigentlich nicht davon ausgehen kann, dass das Handy zu dem Zeitpunkt schon Wasserkontakt hatte, oder?
Man muss genau hinhören, der Thermpodynamiker sprach von "Wasserkontakt". Er sprach nicht davon, dass das IPhone vollständig von Wasser umgeben war.

Ich denke er hatte an einem IPhone entsprechende Versuche angestellt und erkannt, dass die negative Steigung dieser Rampe nicht mit einer Änderung der Umgebungstemperatur zu erklären ist. Die Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Wasser dagegen leitet die Wärme um Größenordnungen besser. Daher ist er von einem spätesten Wasserkontakt von diesem Messpunkt an ausgegangen.

Der früheste Wasserkontakt wäre kurz hinter dem vorherigen Messpunkt. Also zwischen 2:30:45 und 2:31:15 ist der erste Wasserkontakt erfolgt.

Und genaugenommen passt nun alles zusammen. Das IPhone scheint wirklich das erste eindringende Wasser in das schwimmende Etwas registriert zu haben. Dieses Wasser löste dann Anruf so aus, wie die Verteidigung es in einem Video gezeigt hatte. Dann schwamm es noch während des Anrufversuchs auf dem Wasser weiter. Der Punkt während des Anrufversuchs ist schon etwas tiefer als man erwarten würde, das könnte zeigen, dass schon etwas mehr Wasser eingedrungen war, das der Kontakt zwischen IPhone und dem Wasser sich stärker ausgebildet hatte. Wenn das nicht so zu interpretieren ist, dann könnte man mit diesem Punkt die Zeit des ersten Kontaktes sogar besser bestimmen, es wäre dann um etwa 2:31:00. Aber da man das nicht weiß und es zu wenig stützende Messpunkte gibt, kann man diese Zeit nicht besser als in dem obigen Zeitrahmen bestimmen.

Der Zeitbereich ist genau genug, Der Weg über die Wiese ist dadurch unmöglich geworden. Hier haben uns die GPS-Daten wirklich etwas vorgegaukelt, was nicht realistisch war. Eigentlich kein Wunder, denn eine solche Handlungsweise des Opfers war von vornherein unplausibel.

Der nächste ist dann schon deutlich niedriger, dort wird das schwimmende Etwas dann sich im Untergang befunden haben.
Zitat von XluXXluX schrieb:Im Oktober 2025, fast drei Jahre nach der Verhaftung und nachdem ST über 2,5 Jahre im Gefängnis saß, ist "angedacht", mal zu prüfen, ob die Hose vielleicht nicht doch so leicht über die Schuhe hätte abgestriffen werden können, dass es beim Treiben passiert sein könnte. Aber ein Gutachter war sich sicher, dass es nicht beim Treiben passiert sein kann.
Ja, es war eine katastrophales Versagen der kompletten Justiz. Ich denke, man kann es wirklich als Skandal bezeichnen. Das trifft voll und ganz zu.
Zitat von XluXXluX schrieb:Gerade wenn man sich z.B. übergeben muss, tut man das ja eher dezent zur Seite hin als mitten auf die Straße. Da gibt's aus meiner Sicht mehrere Szenarien (auch ein Ausweichen o.ä.).
Ja, auch dies ist möglich. Wie gesagt, diese Stelle war eine tickende Zeitbombe. Es gibt neuere Fotos dieser Stelle, wo zumindest der Bereich um das Brückerl entschärft wurde.
Zitat von XluXXluX schrieb:Aber weil Du "Durchgangsstraße" erwähnst. In der Doku hat Frau Rückert ja gesagt, dass diverse Autos im Hintergrund vorbeigefahren sind.
Mich wundert ein bisschen, dass diese Kamera anscheinend diesbezüglich gar nicht ausgewertet wurde, um zu eruieren, wie groß das Zeitfenster für die angebliche Tat wirklich war.
Mich wundert in dem Fall ehrlich gesagt nichts mehr. Sie waren 100%ig auf den Angeklagten fixiert und erkannten daher nicht die vielen widersprechenden Indizien. Es war ein Hexenprozess, wie er im Buche steht. Dass so etwas in unserer Zeit noch vorkommen kann ist erschreckend.
Zitat von XluXXluX schrieb:Und dann noch eine Frage: Überwachungskameras zeichnen meistens ohne Ton auf, oder? Sonst hätte man ja auf der Kampenwandparkplatz-Kamera vielleicht etwas hören können (mal abgesehen davon, dass 16 min lang nichts aufgezeichnet wurde)?
Der Ton wird normalerweise nie aufgezeichnet. Wahrscheinlich gibt es dazu noch weit mehr rechtliche Hürden. Sonst wäre der Überwachungsstaat nicht mehr fern.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 09:54
Es ist ja weder ein Unfallgeschehen noch ein Mord ausgeschlossen und es ist auch kein Naturgesetz, dass nach einem missglückten Telefonanruf kein Unfall mehr geschehen kann. Daher kurz ein entsprechendes Szenario:
Hanna fühlt sich kurz nach Verlassen des Eiskellers verfolgt und versucht diese Person abzuschütteln indem sie so tut als wäre sie Gast im Burghotel. Dieses Manöver gelingt ihr und der Verfolger - der evtl. gar nichts Böses im Sinn hatte - geht seiner Wege. Hanna hat aber ein mulmiges Gefühl und beschliesst, sich am Parkplatz der Kampenwandbahn von ihrem Vater mit dem Auto abholen zu lassen. Dies misslingt aus den bekannten Gründen, also macht sie sich notgedrungen zu Fuß auf den Heimweg. Am Brannderweg hat sie dann die erste Möglichkeit in den ungesicherten Bärbach zu stürzen, kurz danach bietet sich an der Kampenwandstrasse eine zweite Möglichkeit in den Schleichergraben zu fallen.
Diese beiden theoretisch möglichen Unfallstellen haben den Vorteil, dass alle GPS-Koordinaten korrekt sind und auch der Temperaturverlauf stimmig ist. Vor allem aber haben der Ring und der Gürtel genügend Zeit sich vom Körper zu lösen und müssen dies nicht gleich in der ersten Sekunde schaffen und dann auch noch sofort liegen bleiben.
Für dieses Szenario kann man sich dann Wahrscheinlichkeiten überlegen:
- Der Verfolger war eine harmlose Person auf dem Nachhauseweg
- Der Verfolger war tatsächlich ein Stalker, liess sich aber täuschen
- Der Verfolger war der Mörder

Das heisst zwei von drei Möglichkeiten sprechen für einen Unfall und damit wäre dieser wahrscheinlicher. Allerdings gilt das ganze - und das gilt für jeden Unfallort - nur wenn alle Verletzungen auch Treib- oder Sturzverletzungen sind.




KampenwandstrasseOriginal anzeigen (1,8 MB)



Quelle: Apple Karten App


Bei Google: https://www.google.de/maps/@47.7637675,12.3243732,3a,37.5y,145.72h,91.66t/data=!3m7!1e1!3m5!1sCIABIhD9TeaPK1tlultCbNprhE2V!2e10!6shttps:%2F%2Flh3.googleusercontent.com%2Fgpms-cs-s%2FAFfmt2aehY1qXJLr-pgrTOPKwJw7LU-EeGBF3CxjhW7uc18LQfFFwDT1lTvX2klvsrc84TH-CbPHtwhOGJc3q7q-_dDBcZvqcR9W7g6Xuha9v1Q9eFIsdKXkg0AdJtFi1n6RtQMcNpOu-y3LUX2r%3Dw900-h600-k-no-pi-1.6641159030987467-ya247.97022382116378-ro0-fo100!7i5760!8i2880?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDEyOC4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 10:25
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Das heisst zwei von drei Möglichkeiten sprechen für einen Unfall und damit wäre dieser wahrscheinlicher. Allerdings gilt das ganze - und das gilt für jeden Unfallort - nur wenn alle Verletzungen auch Treib- oder Sturzverletzungen sind.
Genau das hat der hydromechanische Gutachter gegenüber Aßbichler in einer EMail geäußert. Es hat offenbar keine Verletzung gegeben, die nicht durch Sturz oder innerhalb der Prien entstanden sein können.

Ich denke, hätte man ihm deutlich mehr Zeit gegeben und hätte man ihn über die Besonderheit der Kopfwunden aufgeklärt, hätte er auch die wahrscheinlichsten Ursachen dieser Verletzungen gefunden.

Der Prozess war eben auch extrem mangelhaft vorbereitet worden und dann musste alles schnell schnell gehen, da das Gericht den Angeklagten unbedingt verurteilen wollte (siehe EMail Anfang Januar 2023 von Aßbichler). Es interessierte sich schon nicht für eine Auswertung des Temperaturverlaufes durch einen Sachverständigen und lehnte den entsprechenden Antrag der Verteidigung ab. Heute wissen wir es besser, wie fatal und objektiv willkürlich diese Entscheidung war.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 10:46
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Ich denke, hätte man ihm deutlich mehr Zeit gegeben und hätte man ihn über die Besonderheit der Kopfwunden aufgeklärt, hätte er auch die wahrscheinlichsten Ursachen dieser Verletzungen gefunden.
Paradoxerweise wurde ja (vermutlich aufgrund der Wundränder und der Gleichförmigkeit der Wunden) im ersten Prozess von einem der Gutachter sogar ein Hammer als Werkzeug vermutet. Also ein Gegenstand aus Metall.
Bis dann beschlossen wurde, dass ein Stein so viel besser zu ST passen würde - und damit war die Idee vom Stein geboren. Um dann wiederum sagen zu können, dass ST wusste, dass das Tatwerkzeug ein Stein war.
Äh ja.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 10:58
Die Ermittler hatten nach dem Auffinden der Leiche das Problem den Ort zu finden an dem Hanna ins Wasser fiel oder gestossen wurde. Als Ring und Gürtel gefunden wurden, war klar, dass es oberhalb dieser Stelle sein muss. Es ist der Öffentlichkeit vermutlich nicht bekannt wie weit sie danach den Bärbach und den Schleichergraben abgesucht haben. Bei einem Mord hätte eigentlich wegen der Kopfverletzung eine grössere Blutlache auffallen müssen falls sie bis dorthin kamen und der Regen nicht bereits alles weggespült hatte.


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