Konnte leider nicht früher darauf antworten, aber möchte noch ein paar Dinge zurechtrücken:
GrafOskar schrieb:Offensichtlich wusste der Gutachter nichts vom Fundort des Gürtels der ca. 100m bachaufwärts gefunden wurde, anders kann ich mir seine Aussage nicht erklären.
Das halte ich für ausgeschlossen. Ich bin mir sicher, alle Beteiligten wussten genau, wo der Gürtel gefunden worden war.
Und da sind wir auch schon beim Problem: Der Fundort von Ring und Gürtel wurde bis dato nie exakt genannt.
Ich hatte geschrieben, dass es da in der ARD-Doku eine Abweichung gab, die mir auch aufgefallen ist.
Hier ist der Screenshot vom Gürtel-Fundort laut Doku:

Quelle:
ARD-Doku, Folge 1, Timestamp 13:30Dort ist der Fundort deutlich weiter südlich eingezeichnet als er tatsächlich war.
Aber (anders als Du) gehe ich davon aus, dass das eher eine Ungenauigkeit in der Darstellung ist. Die Fundorte sollen ja nur grob veranschaulicht werden - keiner denkt hierbei dran, dass wir auf diese Infos schon ewig gewartet haben 😀.
Ebenso beim Merkur, da ist die Markierung ja wieder woanders. Auch hier eine Ungenauigkeit, die ich eher beim Grafiker sehen würde.
Heißt für mich also nicht, dass der vermutete Unfallort hinter dem blauen VW falsch oder widersprüchlich sein muss.
Laut verschiedenen Berichten waren Gürtel- und Ring-Fundort in direkter Nähe. Und der Ring wurde laut Doku an der gezeigten Stelle gefunden.
GrafOskar schrieb:So wie es aussieht hatte man dem Gutachter etwas von Ärmel reinigen erzählt und dann ist er eben vom Parkplatz aus auf kürzestem Weg zum Bärbach gegangen und hat diese dafür geeignete Stelle gefunden, es sollte ja ein Unfallgeschehen dabei herauskommen.
So hat vielleicht die Polizei gearbeitet (und ggf. die Gutachter vom ersten Verfahren), aber Frau Rick ist ja nicht blöd. Auch sie weiß, dass ein Gürtel nicht flussaufwärts treibt. Und die Daten des Geodäsie-Experten mussten ja auch noch berücksichtigt werden.
GrafOskar schrieb:In der Nähe des Tatorts und unweit sind natürlich ziemlich dehnbare Begriffe,
Wie man gesehen hat, waren diese Begriffe genauso dehnbar wie die "Tatsache" (Behauptung der Ermittler), dass ST sich laut Zeugensichtungen zum Tatzeitpunkt in der Nähe des Tatorts aufgehalten hat. "In der Nähe" war in diesem Fall: ein paar Hundert Meter entfernt. Das ist für mich schon eher unter "halluziniert" einzuordnen.
GrafOskar schrieb:Allerdings führen zu der von Sauer vermuteten Stelle keine GPS Positionen hin, diese führen zu Geopunkt 13.
Ne, eben nicht. Punkt 12 und 13 sind keine Positionen mehr, sondern riesige Areale von über einem Kilometer Durchmesser. Diese "Punkte" sagen halt einfach nichts mehr aus. Und zum Zeitpunkt Datenpunkt 12 und 13 war Hs Handy auch schon im Wasser (Temperatursturz, GPS-Abschirmung).
sunrise2008 schrieb:Gerade, WEIL ja größere Abweichungen möglich sind.
Der Umkehrschluss funktioniert so nicht. Bei Punkt 12 und 13 waren diese Abweichungen ja genau deshalb so groß, weil das Handy schon im Wasser lag. Da dreht sich die Argumentation dann im Kreis.