Origines schrieb:"Leider"? Vielleicht sollte man mal argumentativ abrüsten und die Frage nach der Todesursache von Hanna W. von der Frage nach der Schuld von T. lösen:
Ja, das wäre mal ein Vorschlag, als Vorbild kann ich dir gleich
@XluX und
@Fassbinder1925 empfehlen, sie haben die Umstände (losgelöst von ST) beschrieben, die ein Angriffsgeschehen als Unfallursache einfach unwahrscheinlich machen.
Vielleicht gelingt es dir auch noch Argumente zu bringen, die eher für eine Angriffsgeschen und gegen einen Unfall sprechen, ganz losgelöst davon, die Staatsanwaltschaft und die Ermittler zwanghaft zu verteidigen.
Origines schrieb:Wenn die Staatsanwaltschaft vernünftig ist, wird sie die Frage, ob Gewalttat oder nicht noch einmal auf den Prüfstand stellen. Schon damit sie sich nicht dumm und dämlich nach einem (anderen) Täter sucht, den es vielleicht gar nicht gibt.
Da seitens der StA nie behauptet wurde, dass sie aktiv etwas tun werden um einer Aufklärung näherzukommen, ist die Gefahr des "Dumm und Dämlich- Suchen" sehr gering. Es werden sich einfach keine neuen Erkenntnisse ergeben und im Zuge dessen wird auch die Staatsanwaltschaft davor bewahrt werden, irgendwelche Fehler jemals einzugestehen.
Origines schrieb:Ja. Die Expertise hat keine rechtliche Wirkung, wie der ganze Prozess. Aber sie wurde öffentlich vorgetragen und ist somit als schlichte Tatsache in der Welt. Genauso, wie die StA nun daran erneut einen Anfangsverdacht geknüpft hat.
Das ist einfach Quatsch, das erste Urteil ist mit all seinen Erkenntnissen aufgehoben. Da jetzt herzugehen und sich nach Lust und Laune, bestimmte Teile herauszupicken, die jetzt doch noch als "Tatsache" in der Welt sein sollen ist grober Unfug. Nur weil etwas vorgetragen wurde, wird es nicht zu Tatsache, es ist die Meinung bestimmter Leute, eine Meinung die sie mittlerweile nicht mal mehr selbst vertreten wollen.
Dass sich die Staatsanwaltschaft tatsächlich noch erfolgreich auf Gutachten beruft, von denen sich selbst die erstellenden Gutachter schon distanziert haben und offenbar auch keinerlei kritsches Nachfragen erwartet, unterstreicht nur einmal mehr das seltsame "Vertrauen" zwischen Staatsanwaltschaft und Medienwelt in Traunstein.
Origines schrieb:Der Gutachter will seinem Auftraggeber "helfen". Das ist keine Unterstellung, sondern der Gutachtertätigkeit wesenseigen.
Deshalb würde ich als StA nochmals ein Gutachten einholen, weit weg vom LKA oder der LMU.
Ich weiß nicht, was noch passieren muss, dass man auch mal die Gerichts-Gutachten kritischer betrachtet. Mails in denen vorab abgesprochen wird, welche Ergebnisse erwünscht sind, reichen offenbar nicht.