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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

2.181 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Mord, Vergewaltigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 15:29
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Dennoch gehe ich - wie vermutlich Du auch - davon aus, dass das für unseren TV in dem schlimmen Fall nicht so aussieht. Als Vermutung.
Ich würde mal vermuten, dass der Tatverdächtige nicht in einer komfortablen Seniorenresidenz wohnte wo man hinzieht um sich verwöhnen zu lassen, denn bei seinem Lebenswandel wird er vermutlich nicht das nötige Kleingeld für sowas gehabt haben.

Sondern es wird ein normales Altersheim sein in das man erst zieht, wenn es anders nicht mehr geht. Alleine schon weil es ja sonst nicht bezahlt wird.

Das heißt: So körperlich rüstig wird der nicht mehr sein.

Ich stelle mir das so vor, dass er vielleicht mit einem Rollator oder Stock noch bis an die nächste Straßenecke laufen kann oder in den Garten des Heims, dass er aber nicht mehr so fit ist wie ein Gesunder und in einer eigenen Wohnung nicht mehr zurecht käme. Und dass Urlaub oder irgendwelche unbegleiteten Freizeitaktivitäten nicht mehr drin sind.

Trotzdem würde Gefängnis also schon eine Einschränkung bedeuten, weil man da halt nicht mal spazieren gehen kann und auch die Angebote in so einem Heim, vom Bingospielen bis Konzerten des örtlichen Musikvereins, dann wegfallen.

Und bevor hier jetzt die Spekulationen losgehen: Ich finde es richtig, dass man nicht veröffentlicht hat, in welcher Einrichtung er war. Alleine schon, damit da nicht irgendwelche Medien-Aasgeier hinrennen und die alten Leutchen belästigen.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 15:34
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde mal vermuten, dass der Tatverdächtige nicht in einer komfortablen Seniorenresidenz wohnte wo man hinzieht um sich verwöhnen zu lassen, denn bei seinem Lebenswandel wird er vermutlich nicht das nötige Kleingeld für sowas gehabt haben.

Sondern es wird ein normales Altersheim sein in das man erst zieht, wenn es anders nicht mehr geht. Alleine schon weil es ja sonst nicht bezahlt wird.

Das heißt: So körperlich rüstig wird der nicht mehr sein.

Ich stelle mir das so vor, dass er vielleicht mit einem Rollator oder Stock noch bis an die nächste Straßenecke laufen kann oder in den Garten des Heims, dass er aber nicht mehr so fit ist wie ein Gesunder und in einer eigenen Wohnung nicht mehr zurecht käme. Und dass Urlaub oder irgendwelche unbegleiteten Freizeitaktivitäten nicht mehr drin sind.

Trotzdem würde Gefängnis also schon eine Einschränkung bedeuten, weil man da halt nicht mal spazieren gehen kann und auch die Angebote in so einem Heim, vom Bingospielen bis Konzerten des örtlichen Musikvereins, dann wegfallen.

Und bevor hier jetzt die Spekulationen losgehen: Ich finde es richtig, dass man nicht veröffentlicht hat, in welcher Einrichtung er war. Alleine schon, damit da nicht irgendwelche Medien-Aasgeier hinrennen und die alten Leutchen belästigen.
Lieben Dank. Ich denke, das hast Du sehr gut beschrieben. Und auch recht realistisch.

Irgendwie finde ich es schon spannend den Gedanken nach zu spüren:

- Wer war dieser Mensch, dieser Verbrecher?
- Wie und wo lebte er?
- Wie wurde er zu dem Menschen, der er war?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 15:42
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:denn bei seinem Lebenswandel wird er vermutlich nicht das nötige Kleingeld für sowas gehabt haben.
Ja, zum Thema Lebenswandel: Wir wissen wohl - es war ein Mensch, dessen Leben von einer Straftat nach der anderen Straftat stattfand.

Vielleicht mal mit der Unterbrechung von ein paar Jahren.

Sehe ich das richtig?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 15:46
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Vielleicht mal mit der Unterbrechung von ein paar Jahren.

Sehe ich das richtig?
So habe ich das auch verstanden.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 15:57
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:denn bei seinem Lebenswandel wird er vermutlich nicht das nötige Kleingeld für sowas gehabt haben.
Ich frage mich manchmal, was der Täter wohl gearbeitet hat? Also womit er sein Geld verdient hat?

Mal völlig überspitzt ausgedrückt: Er war wohl keine verbeamtete Lehrkraft und er arbeitete vermutlich auch nicht in einer öffentlichen Verwaltung. Er war auch keine examinierte Pflegekraft in einem Caritas Altenzentrum.

Könnte es rein spekuliert sein, dass er sein Leben mit Aushilfsjobs und Gelegenheitsarbeiten bestritten hat?

Was mich zur Zeit wundert ist, dass wir medial ganz wenig erfahren.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 17:29
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Was mich zur Zeit wundert ist, dass wir medial ganz wenig erfahren.
Ich denke, man will vermeiden, dass da evtl. unbeteiligte Personen mit hineingezogen werden und nun z. B. plötzlich Verwandte von Medienleuten belästigt werden. Oder eben Mitbewohner aus dem Seniorenheim.

Und: Vielleicht wissen die Ermittler auch einfach noch sehr wenig über sein früheres Leben und wollen das erst einmal in Ruhe untersuchen. Wenn er dazu keine Angaben macht und auch keine Unterlagen mehr darüber besitzt, wird es nicht so einfach sein, das herauszubekommen.

Mal ganz abgesehen von der Frage, ob die Öffentlichkeit jetzt z. B. unbedingt erfahren muss, wo er gearbeitet hat.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 17:51
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Das ist Deine persönliche und individuelle Erfahrung. Und die wird auch sicher stimmen. Ja, sicher. Solche Seniorenheime gibt es. Viele alte Menschen ziehen sich dann komplett zurück und verlassen kaum ihr Zimmer. Man kann es eben nur nicht verallgemeinern.

Ich bin Mitte 50. Wenn ich Senioren meine, meine ich die Generation meiner Eltern.
Das kann man schon verallgemeinern bzw. ist Allgemeinwissen. Was du meinst ist wohl eher Seniorenresidenz oder betreutes wohnen. Glaube nicht dass mein Seniorenheim hier nicht repräsentativ ist. Seniorenheime die gut sind, wo die fitten sind und Heime wo die gebrechlichen sind, gibt's nicht separiert.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

06.03.2026 um 20:02
Ich bin gespannt ob falls der Täter sein Schweigen bricht, sich aufklärt ob Amy von alleine ins Asterzimmer ging und er ihr folgte oder ob er sie da hin gezwungen hat.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 09:01
Zitat von SchwarzwaldiSchwarzwaldi schrieb:Ich bin gespannt ob falls der Täter sein Schweigen bricht, sich aufklärt ob Amy von alleine ins Asterzimmer ging und er ihr folgte oder ob er sie da hin gezwungen hat.
Er kann sie ja auch einfach angesprochen haben und sich angeboten ihr die Sehenswürdigkeit zu zeigen. Da kann man leider zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren, wie das alles genau von statten ging und ich gehe auch eher nicht davon aus, daß wir da viel mehr erfahren.
Ob er je noch die Wahrheit erzählt, selbst falls es zu einem Prozeß kommt, ist auch eher unwahrscheinlich.

Das einzig Gute daran, daß er noch gefunden wurde, ist die Tatsache, daß Amy’s Familie noch eine Art Abschluß bekommt.
Für den Täter selbst macht es wohl keinen großen Unterschied, ob er nun in einem Altersheim seinen Lebensabend verbringt oder im Gefängnis, falls er überhaupt haftfähig ist. Denn, wie schon oben geschrieben wurde, lebte er sicher nicht in einer Luxus-Seniorenresidenz sondern einem normalen Altenheim, wo man halt das Nötigste bekommt plus noch etwas Bespassung hier und da.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 09:37
Ich glaube schon, dass es einen Unterschied macht ob man in einem Altenheim wohnt und täglich Unterhaltungsprogramm hat - Zeitung vorlesen, basteln, Tanzkaffee, Kaffee und Kuchen, Ausgang und Spaziergänge, … - oder ob man im Knast hinter einer verschlossenen Tür sitzt. Das ist nicht dasselbe, auch wenn die Toilette in beiden Einrichtungen seniorengerecht ist.

Genau deswegen wird der Rechtsbeistand den Täter sofort sterbenskrank machen. Just seit Inhaftierung wird er zahlreiche schwere Gebrechen haben und man versucht sicherlich massiv und mit jedem kleinsten Zipperlein, seine Haftfähigkeit in Frage zu stellen.

Man kann nur hoffen, dass die Gutachter und die Staatsanwaltschaft hier konsequent sind und die besseren Karten haben. Bisher scheint es zu funktionieren.

Da der TV Knasterfahrung hat wird er sich im Gefängnis besser zurechtfinden als jemand, der zum ersten Mal dort landet und bei einer so verkommenen Person glaube ich auch eher nicht, dass er aussagen wird. Ich befürchte eher, dass die Taktik sein wird, sich als alt, krank und vergesslich bis dement zu präsentieren.

Schon bisher hat ihn die Belastung der Tat und das Leiden von Amy und ihren Angehörigen seit Jahrzehnten nicht gestört, Aufklärung und Reue dürften weit weniger in seinem Fokus stehen als eine schnelle Haftverschonung indem er sich besonders alt und krank zeigt.

Zur Aufklärung beizutragen wäre aus seiner Sicht kontraproduktiv weil es für gute geistige Kapazitäten und Denk-/Erinnerungsfähigkeiten spräche.

Auch generell wissen erfahrene Verbrecher, dass man nicht mit der Polizei redet weil jeder Aussage der Polizei helfen könnte, aber nicht dem Verdächtigen selbst. Man kann also nur hoffen, dass die Polizei jetzt, wo sie den TV hat, genug weitere Erkenntnisse über ihn und den Tatablauf gewinnt um eine Verurteilung zu erzielen und den Angehörigen von Amy einen Teil der Ungewissheiten und unbeantworteten Fragen nehmen zu können.

Allzu viel erwarte ich aber letztlich nicht. Leider.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 12:11
Der Staatsanwalt hat ja betont nicht gesagt dass es ihm gut geht oder fit für einen 81 jährigen. Glaube er hatte extra betont "schon sehr typisch für einen 81 jährigen". Also denke zu 50 Prozent ist er nicht nennenswert aus'm Zimmer gegangen um z.b. draußen brettspiele zu spielen.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 12:34
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Genau deswegen wird der Rechtsbeistand den Täter sofort sterbenskrank machen. Just seit Inhaftierung wird er zahlreiche schwere Gebrechen haben und man versucht sicherlich massiv und mit jedem kleinsten Zipperlein, seine Haftfähigkeit in Frage zu stellen.
Das wird wahrscheinlich passieren.

Aber andererseits wird auch nicht so sein, dass er nur "auf krank macht". In ein Pflegeheim zieht man ja nicht ohne Grund, bzw. ginge das auch gar nicht, weil die Kasse ja nur bei nachgewiesenem Bedarf dafür zahlt. Irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen die nicht "gespielt" sind, wird er schon haben.

Und da wäre es spannend, ab wann man als haftunfähig gilt. Bei jemandem der nicht mehr gut laufen kann oder Hilfe beim Waschen braucht, wird es wohl gehen. Aber wenn jemand praktisch nur noch im Bett liegt, kann ich mir nicht vorstellen, dass da eine Pflege im "Altenknast" noch möglich ist.

Wobei ich nicht glaube, dass der Tatverdächtige in diese letztere Kategorie gehört, denn sonst wäre er wohl nicht in Untersuchungshaft gekommen.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 12:53
Zitat von SchwarzwaldiSchwarzwaldi schrieb:Glaube er hatte extra betont "schon sehr typisch für einen 81 jährigen".
Ja, genau so habe ich die Aussage auch in Erinnerung.

Warum sollte ein 81jähriger nicht oder kaum noch aus dem Zimmer gehen?

Ich spekuliere mal, dass er das noch konnte.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wobei ich nicht glaube, dass der Tatverdächtige in diese letztere Kategorie gehört, denn sonst wäre er wohl nicht in Untersuchungshaft gekommen.
So sehe ich das auch.

Zudem kommt noch die Frage hinzu, wie der TV mental und psychisch so drauf ist?

Ist er eher jemand der sich "hängen lässt" und sozusagen "auf den Tod wartet", oder hat er eine große Resilienz; ist kraftvoll und noch voller Energie (trotz vielleicht einiger nicht unwesentlicher körperlicher Gebrechen)?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 12:57
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Ich spekuliere mal, dass er das noch konnte.
Worauf baust du das auf bei 50/50?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 13:02
Zitat von SchwarzwaldiSchwarzwaldi schrieb:Worauf baust du das auf bei 50/50?
Klar, kann man das natürlich so sehen und spekulieren wie Du. Kann sein: 50/50. Wir spekulieren hier ja alle. Ich denke, er konnte -und wollte(!)- noch aus dem Zimmer. Also 80/20.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 13:07
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Klar, kann man das natürlich so sehen und spekulieren wie Du. Kann sein: 50/50. Wir spekulieren hier ja alle. Ich denke, er konnte -und wollte(!)- noch aus dem Zimmer. Also 80/20.
Anders als für deine frei erfunde einschätzung dass er aus'm Zimmer ging, gibt's Argumente und Daten die belegen dass das 50% der über 80 jährigen nicht machen. Kann auch 60/40 sein. Weiß nicht wo du überhaupt hin willst, weil ich glaub dir auch nicht dass du nicht weißt wie alte Leute sind, du tust nur so.

So oder so schade für amys Fall dass der täter nicht gefasst wurde als er noch deutlich jünger war. Amy durfte ihr Leben nicht leben, er ja. Aber klar der Abschluss ist trotzdem unfassbar wichtig.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 13:17
Zitat von SchwarzwaldiSchwarzwaldi schrieb:Anders als für deine frei erfunde einschätzung dass er aus'm Zimmer ging, gibt's Argumente und Daten die belegen dass das 50% der über 80 jährigen nicht machen. Kann auch 60/40 sein. Weiß nicht wo du überhaupt hin willst, weil ich glaub dir auch nicht dass du nicht weißt wie alte Leute sind, du tust nur so.
Die 70jährigen und 80jährigen heutzutage sind nicht mehr diejenigen, wie sie es einmal vor Jahrzehnten waren. Viele sind noch relativ fit und sportlich.

Gut, wir sprechen beim TV ja von Einem, der im Altersheim lebte... .

Es macht jetzt wenig Sinn, sich zu dem Thema weiter zu verlieren.
Zitat von SchwarzwaldiSchwarzwaldi schrieb:Aber klar der Abschluss ist trotzdem unfassbar wichtig.
Richtig, genau das ist jetzt das Wichtigste und der wohl entscheidenste Punkt in der Sache!


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

07.03.2026 um 15:35
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Das einzig Gute daran, daß er noch gefunden wurde, ist die Tatsache, daß Amy’s Familie noch eine Art Abschluß bekommt.
Es ist schon gut, dass er nicht auch schlicht durch Tod den Ermittlungeni entkommen könnte. Man hat ihn gekriegt, er konnte sich dem Zugriff nicht entziehen. Das war schon sein Plan, dass man ihm nicht auf die Schliche kommt. Er dachte, er sei schlauer. Auch wenn er erst jetzt gefunden wurde, er hätte jederzeit damit rechnen müssen, auch wenn es lange nicht so gewirkt hat.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

09.03.2026 um 08:58
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und da wäre es spannend, ab wann man als haftunfähig gilt. Bei jemandem der nicht mehr gut laufen kann oder Hilfe beim Waschen braucht, wird es wohl gehen. Aber wenn jemand praktisch nur noch im Bett liegt, kann ich mir nicht vorstellen, dass da eine Pflege im "Altenknast" noch möglich ist.
Die letzte Stufe vor Haftverschonung wäre ein Daueraufenthalt im Gefängskrankenhaus.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

09.03.2026 um 10:10
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und da wäre es spannend, ab wann man als haftunfähig gilt. Bei jemandem der nicht mehr gut laufen kann oder Hilfe beim Waschen braucht, wird es wohl gehen. Aber wenn jemand praktisch nur noch im Bett liegt, kann ich mir nicht vorstellen, dass da eine Pflege im "Altenknast" noch möglich ist.
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Die letzte Stufe vor Haftverschonung wäre ein Daueraufenthalt im Gefängskrankenhaus.
Ich finde die Frage kritischer, ab wann man als verhandlungsunfähig gilt. Dafür dürften die Kriterien deutlich niedriger liegen als für die Haftunfähigkeit. In Haft muss man ja nicht viel machen, lebt im Grunde normal vor sich hin, ist halt eingesperrt. Für körperlich eingeschränkte Inhaftierte gibt es offenbar speziell ausgestattete Haftanstalten, so dass eine Haft auch trotz der Einschränkungen möglich ist.

Im Prozess dagegen muss der Angeklagte in der Lage sein, dem Prozess zu folgen, damit er die Möglichkeit hat, sich zu verteidigen. Das erfordert zum einen eine gewisse Mindestmobilität (immerhin muss er igrendwie in den Gerichtssaal und zurück gebracht werden können), aber vor allem auch ein Mindestmaß an Aufmerksamkeitsspanne, geistiger Aufenahmefähigkeit, Hörvermögen etc.
Ich denke, dass es leichter sein dürfte, eine Verhandlungsunfähigkeit attestiert zu bekommen als eine Haftunfähigkeit.

Und das wäre insofern schlimm, als dass ein Prozess ja auch dazu dient, die Wahrheit zu finden. Einmal für die Öffentlichkeit, aber auch für die Angehörigen des Opfers. Bis zur Verurteilung gilt für den Angeklagten die Unschuldvermutung. Die Angehörigen können sich also nicht anstelle des Prozesses einfach mal die Ermittlungsakten durchlesen oder sich die Ermittlungsergebnisse durch die Ermittler schildern lassen. Einsicht in die Akten haben sie nur dann, wenn sie als Nebenkläger in einem Prozess auftreten und dazu muss eben erst mal eine Prozess stattfinden.


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