Hmmm. Wenn das stimmt, dann hatte der jetzige leitende Oberstaatsanwalt den Tatverdächtigen bereits in 1999 vor sich:
Zur Tatzeit sitzt Mario Mannweiler noch im Hörsaal. Er ist Jurastudent. Doch auch er verfolgt das Verbrechen in den Medien.„Der Fall hat die ganze Region bewegt. Es wurde überall darüber gesprochen.“ Niemand ahnt damals, dass sich sein beruflicher Weg Jahre später immer wieder mit diesem Verbrechen kreuzen wird. Fünf Jahre nach dem schrecklichen Mord vertritt der junge Staatsanwalt Mannweiler im Jahr 1999 die Anklage in einem Sexualstrafverfahren vor dem Landgericht Koblenz. Angeklagt ist ein damals 54-jähriger Mann. Tatvorwurf: versuchte Vergewaltigung einer 16-Jährigen in Koblenz. Der Täter war einschlägig vorbestraft, unter anderem 1968 und 1974 wegen Sexualdelikten. Der Mann wird zu sieben Jahren Haft verurteilt. Was weder Mannweiler noch die Kripo damals wissen: Der Verurteilte soll mutmaßlich fünf Jahre zuvor bereits zugeschlagen und die US-Amerikanerin ermordet haben. Ein Zusammenhang zum Mord an Amy Lopez lässt sich damals jedoch nicht herstellen. Es fehlt die entscheidende Spur. „Ich kann mich an die konkrete Verhandlung heute nicht mehr erinnern“, sagt Mannweiler offen. Erst durch einen alten Zeitungsartikel sei ihm bewusst geworden, dass es sich um denselben Mann handelt.
Quelle:
https://www.wochenspiegellive.de/kreis-mayen-koblenz/artikel/im-ersten-moment-war-ich-unglaeubigDemnach war der Tatverdächtige auch bereits 1968 und 1974 wg. Sexualdelikten verurteilt worden.