JamesRockford schrieb:Und auch das zeugt nicht gerade von einem professionellen Vorgehen. Der Täter hat sein Tatmittel gewechselt und ist deswegen aus dem Raster gefallen? Puh!
Nein. Das ist alleine eine Vermutung von @OpLibelle.
Und ich sehe nicht, dass sie zutrifft.
1994 hatte man eine Beschreibung eines Mannes, mit dem man Amy auf dem Weg zur Burg gesehen haben will. Diese passte nicht zum jetzigen Taetverdaechtigen.
Üblicherweise werden Maenner, die Sexualdelikte begangen haben und in räumlicher Nähe zur Tat stehen, abgeklopft - hier scheint der Taeter nicht dabei gewesen zu sein. Die letzte bekannte Sexualstraftat lag damals auch schon einige Jahre zurueck und fand möglicherweise an einem früheren Wohnort des Täters statt (also nicht in Koblenz, möglicherweise anderes Bundesland).
Vielleicht hatten die Koblenzer daher keine Kenntnis davon(die Digitalisierung war noch nicht so weit fortgeschritten, Zusammenarbeit ueber die Bundesländer hinweg, wobei auch die Bundesländer und hinsichtlich ihrer Datenbanken nicht harmonisiert waren...andere Zeiten).
Mit der versuchten Vergewaltigung in 1998 wurde eine Ermittlugsspur (Nr 200irgendwas angelegt) fuer diesen Mann fuer den Fall Amy angelegt. Ihm wurde DNA entnommen - die zu keinem Treffer führte (was mich noch immer wundert). Die Ermittler haben versucht, sein Alibi zu überprüfen - was nicht moeglich war, da die Unterlagen dazu nicht mehr existierten.
Unterm Strich hatten sie nichts, was den Tatverdacht gg. Ihn erhaertete - bis Feb 2025, den DNA-Treffer.
Und dass war NUR moeglich, weil er FREIWILLIG DNA abgegeben hat:
Er gibt freiwillig eine DNA-Probe ab. Ein Glücksfall. Denn bei der dünnen Indizienlage wäre eine richterliche Anordnung möglicherweise nicht ergangen.
Quelle:
https://www.wochenspiegellive.de/kreis-mayen-koblenz/artikel/im-ersten-moment-war-ich-unglaeubig