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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

2.177 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Mord, Vergewaltigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 19:31
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Wer sagt das?
Das wurde auf der Pressekonferenz so gesagt.
Sinngemäß hieß es er sei in einem altersgemäßen Zustand, aber grundsätzlich fit. Er sei auch in einer normalen JVA, jedoch mit altersgemäßen Betreuung.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 19:32
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Das wurde auf der Pressekonferenz so gesagt.
Sinngemäß hieß es er sei in einem altersgemäßen Zustand, aber grundsätzlich fit. Er sei auch in einer normalen JVA, jedoch mit altersgemäßen Betreuung.
Danke für die Klarstellung.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 19:42
@sooma
Danke für den Artikel.

Mam muss sich noch mal vor Augen führen mit welcher Brutalität im Fall AL vorgegangen wurde. AL wurde mit einem Messer und einem Stein traktiert, dazu gewürgt. Wenn msn sich dann das Vorgehen bei der Tat am 16 jährigen Mädchen anschaut fällt auch hier die Brutalität auf.

Achtung, Spekulation: vllt hat der Tatverdächtige gezielt an der Festung nach sehr jungen/ jüngeren Frauen geschaut, das scheint ja sein Beuteschema zu sein. Es wäre auch interessant ob sich das mit dem Rucksack-Typ noch klärt. Es wäre schon ein Zufall wenn AL nur weniger Minuten gleich auf zwei Männer trifft. Auf der Pressekonferenz wurde sehr klar verneint, dass das Phantombild den nun Tatverdächtigen zeigt. Das gilt es natürlich erst einmal zu beachten. Dennoch frage ich mich ob sich die Zeugen vllt in Alter und Aussehen des Unbekannten getäuscht haben und der Unbekannte doch = der Tatverdächtige ist


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 20:04
Zu den ganzen Taten und der besonderen Brutalität im Fall Amy Lopez kommt hinzu, dass ihm ein langes Leben vergönnt war, und seinem Opfer nicht.
Wenn man sich den Artikel von heute durchliest, wird auch klar, dass er wohl sehr gut die ganzen Jahrzehnte damit leben konnte, dass er nicht als Täter identifiziert wurde.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 20:13
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Und das wirft dann wieder die Frage nach dem Sinn von Strafe ab einem gewissen Alter, einer gewissen Pflegebedürftigkeit auf. Bleibt als Strafzweck eigentlich nur die Allgemeinprävention. Einfach die Tat ignorieren geht natürlich auch nicht, geht gar nicht. Dennoch ethisch nicht einfach, finde ich.
Letztlich kann man bei einem pflegebedürftigen Täter ja nicht einmal mehr damit argumentieren, dass man die Allgemeinheit vor ihm schützen muss - wer nicht mehr laufen kann, dürfte wohl kaum mehr in der Lage sein, jemanden zu vergewaltigen.

Das scheint in diesem Fall ja noch nicht so zu sein, aber ohne Grund wird auch der nicht in einer Einrichtung leben. Also ganz so fit ist er zumindest körperlich nicht mehr - was natürlich nicht heißen soll, dass er sich nicht mehr vor Gericht verantworten soll.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 20:27
Was macht ein 49-jähriger, in Boppard (andere Rheinseite) wohnhafter, vorbestrafter Sexualstraftäter morgens auf der Festung Ehrenbreitstein?

Kann es sein, dass er dort arbeitete?
Ist darüber etwas bekannt geworden?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 20:27
Zitat von soomasooma schrieb:
1974 und 1968 wurde er erneut wegen Sexualstraftaten zu Gefängnisstrafen verurteilt.
Hier hat sich meiner Meinung nach ein Fehler eingeschlichen, eher war es wohl 1974 und 1978.
Oder ein Zahlendreher und es ist 1986.

Dann waeren es weniger als 15 Jahre bis 1999 und dann wuerde nach heutigen Maßstäben die Sicherheitsverwahrung greifen.
Eine Sicherungsverwahrung sei aber damals nicht möglich gewesen, weil die anderen Sexualstraftaten des Mannes mehr als fünf Jahre zurücklagen. Inzwischen hat sich die Gesetzeslage geändert: Heute werden Fälle in einem rückwirkenden Zeitraum von 15 Jahren berücksichtigt, wenn es um die Frage geht, ob Sexualstraftäter in Sicherheitsverwahrung kommen.
Quelle:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-das-ist-ueber-die-vergangenheit-des-mutmasslichen-moerders-von-amy-lopez-bekannt-100.html

Wenn ich mir das so durchlese, waere der Mann rechter schon in den 70er Jahren in den Massregelvollzug (wie es heute heisst) verbracht worden.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 20:29
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:49-jähriger, in Boppard
Boppard - das passt nicht.
Es ist doch der Koblenzer (der, bei dem die Sicherungsverwahrung im Raum stand, aber nicht umgesetzt werden konnte) - oder?

Beitrag von angellost (Seite 98)
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Kann es sein, dass er dort arbeitete?
Ist darüber etwas bekannt geworden?
Ich meine es in der Pressekonferenz so herausgehoert zu haben, dass der Tatverdächtige nicht auf der Burganlage gesehen wurde - dann haette er dort auch nicht gearbeitet.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 20:34
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Boppard - das passt nicht.
Es ist doch der Koblenzer - oder?
Bin mir ziemlich sicher, gelesen zu haben, er hätte in Boppard gewohnt.
Es hatte mich gewundert, weil ich ihn eher im Ort Ehrenbreitstein oder Asterstein vermutet hatte.

Ich gucke mal nach der Quelle.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 20:52
Zitat von angellostangellost schrieb:Ich habe folgende Fälle in der Genios-Suche gefunden.
Vom Alter her passen beide allerdings nicht ganz, aber zumindest die Haftzeit von 7 Jahren einmal und es ist die Rede von früheren Delikten


IMG 0169



IMG 0171
Hier hatte ich es gelesen, aber es war wohl der falsche Täter, weil die Daten nicht stimmten.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 21:27
Zitat von soomasooma schrieb:Hier hat sich meiner Meinung nach ein Fehler eingeschlichen, eher war es wohl 1974 und 1978.
Nein, 1974 und 1986:
1974 und 1986 wurde er erneut wegen Sexualstraftaten zu Gefängnisstrafen verurteilt.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-das-ist-ueber-die-vergangenheit-des-mutmasslichen-moerders-von-amy-lopez-bekannt-100.html
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Mam muss sich noch mal vor Augen führen mit welcher Brutalität im Fall AL vorgegangen wurde. AL wurde mit einem Messer und einem Stein traktiert, dazu gewürgt. Wenn msn sich dann das Vorgehen bei der Tat am 16 jährigen Mädchen anschaut fällt auch hier die Brutalität auf.
Woher stammt denn die Info, dass er die 16jährige, die er versucht hat zu vergewaltigen, mit einem Messer und eiem Steein attakiert hat?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 21:29
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Bin mir ziemlich sicher, gelesen zu haben, er hätte in Boppard gewohnt.
Es hatte mich gewundert, weil ich ihn eher im Ort Ehrenbreitstein oder Asterstein vermutet hatte.
Bei der Pressekonferenz wurde die heutige Ermittlerin nach meiner Erinnerung gefragt, ob denn der heute verhaftete Mann 1994 schon im Fokus gewesen wäre.

Das verneinte sie und meinte dazu, man habe sich damals auf das unmittelbare räumliche Umfeld des Aster-Zimmers konzentriert.

Das verstehe ich so, als ob der Mann damals nicht ins Blickfeld kam eben weil er nicht in der Nähe gewohnt hat. Also zumindest mal nicht Ehrenbreitstein.

Ob natürlich (unterer) Asterstein oder Niederberg schon nicht mehr unmittelbares Umfeld sind, ist dann natürlich die nächste Frage.

Andererseits kann er natürlich irgendwann früher einmal dort gewohnt haben oder er hatte Freunde/Verwandte dort, oder, oder...

Letztlich war und ist dieses Zimmer frei zugänglich. Da anzunehmen, dass man das nur kennt, wenn man da direkt nebenan wohnt, wäre auch zu kurz gedacht.

Ich bin auch nicht in Ehrenbreitstein aufgewachsen und in ganz braven, bürgerlichen Verhältnissen. Trotzdem kenne ich das Zimmer seit meiner Kindheit.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 21:36
@Grillage
Ah, dann wurde das korrigiert, danke.

Ich kann mir irgendwie nicht recht vorstellen, dass er nach der letzten Entlassung aufgehört hat, (Sexual-)Straftaten zu begehen.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 21:42
@Grillage
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Woher stammt denn die Info, dass er die 16jährige, die er versucht hat zu vergewaltigen, mit einem Messer und eiem Steein attakiert hat?
Ich verstehe nicht ganz. Die 16 jährige wurde nicht mit Stein und Messer attackiert, sondern AL. Die 16 jährige wurde mit einem Elektroschocker bedroht und weggezerrt. Das wirkt für mich ebenfalls recht brutal. Das habe ich als Parallele herausgestellt.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 22:38
Im Rahmen des Prozesses 1999 hatte der Mann bereits deutlich gemacht, dass er weitere Straftaten begangen hatte. Wie die Rhein-Zeitung damals berichtete, hatte er dem damaligen Gutachter gestanden, dass eine große Zahl seiner Sexualtaten nie aufgedeckt worden seien.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-das-ist-ueber-die-vergangenheit-des-mutmasslichen-moerders-von-amy-lopez-bekannt-100.html

Das ist echt unfassbar, was dieser Mensch für eine Biografie gelebt hat. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viel Leid hinter dieser "großen Zahl" von Sexualstraftaten steht. Und ich frage mich, ob das Taten sind, die der Polizei bekannt waren und ihm nur nicht zugeordnet werden konnten oder ob das vor allem nicht angezeigte Taten sind, von denen nie jemand etwas erfahren hat.
Wenn man sieht, was er Amy Lopez angetan hat, wie brutal er da vorgegangen ist, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Taten waren, die einigermaßen "harmlos" waren - wenn man das von Sexualstraftaten überhaupt sagen kann, aber ich meine Taten ohne dass er viel brutale körperliche Gewalt eingesetzt hat, um das Opfer gefügig zu machen. Er scheint doch bereit gewesen zu sein, da bis zum äußersten zu gehen und sein Opfer zu töten, damit er sich nicht wehrt und/oder um die begangene Tat zu verdecken.
Zitat von soomasooma schrieb:Ich kann mir irgendwie nicht recht vorstellen, dass er nach der letzten Entlassung aufgehört hat, (Sexual-)Straftaten zu begehen.
Ja, das kann ich mir auch nicht vorstellen und habe mich auch schon gefragt, ob er nicht nach der Entlassung, die ca. 2006 erfolgt sein müsste, noch weitere Taten begangen hat, die ihm wieder nicht zugeordnet werden konnten. Allerdings scheint aber ja sein DNA danach nicht mehr aufegtaucht zu sein, denn die wurde ja erst nach der längeren Frist gelöscht.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Ich verstehe nicht ganz. Die 16 jährige wurde nicht mit Stein und Messer attackiert, sondern AL. Die 16 jährige wurde mit einem Elektroschocker bedroht und weggezerrt. Das wirkt für mich ebenfalls recht brutal. Das habe ich als Parallele herausgestellt.
Ah, sorry, ich hatte das dann missvestanden. Aber woher kommt die Info, dass er die 16jährige mit einem Elektroschocker bedroht hat?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

26.02.2026 um 22:43
@Grillage
1999 stand er wieder vor dem Landgericht Koblenz. Der Vorwurf: Versuchte Vergewaltigung und Körperverletzung an einer 16-Jährigen. Die Rhein-Zeitung berichtete damals über den Fall und beschrieb, dass der Angeklagte die 16-jährige in einem Lokal in Koblenz packte, mit einem Elektroschocker bedrohte und sagte "Jetzt wirst du mir gefällig sein!" Das Mädchen konnte sich demnach aber losreißen und fliehen. Für diese Tat wurde der Angeklagte schließlich zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.
Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/amy-lopez-mutmasslicher-moerder-vergangenheit-vorstrafen-100.html


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 00:43
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Er scheint doch bereit gewesen zu sein, da bis zum äußersten zu gehen und sein Opfer zu töten, damit er sich nicht wehrt und/oder um die begangene Tat zu verdecken.
Und genau da könnte der Grund liegen, warum er nicht oben auf der Liste der Verdächtigen stand: Bei Amy hat der Täter zweimal das Tatmittel gewechselt. Ich interpretiere das als absoluten Tötungswillen. Die anderen Opfer - auch das zumindest eine, zeitlich spätere - leben aber noch. Also hatte er diesen absoluten Tötungswillen bezüglich seiner anderen Opfer offenbar nicht. Das wirft die Frage auf, was bei Amy anders war. Warum musste sie sterben? Und es erklärt, dass man vielleicht lange Zeit keinen Zusammenhang zwischen dem Mord an Amy und seinen anderen Taten gesehen hat.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:habe mich auch schon gefragt, ob er nicht nach der Entlassung, die ca. 2006 erfolgt sein müsste, noch weitere Taten begangen hat
Bei seiner Entlassung war er ca. 61 Jahre alt. Man könnte ihm Zuge von Bewährungsauflagen (falls er die Strafe doch nicht vollständig abgesessen hat) oder im Rahmen der Wikipedia: Führungsaufsicht die Einnahme von triebhemmenden Medikamenten zur Auflage gemacht haben, z.B. Wikipedia: Cyproteronacetat Ich komme darauf, weil das bei Peter F., dem Mörder von Jutta Hoffmann ("Freibad Lindenfels") so war. Wenn wir mal von fünf Jahren Führungsaufsicht ausgehen und er tatsächlich triebhemmende Medikamenten bekommen hat, hätte er bis zu seinem 67-sten Lebensjahr faktisch nicht gekonnt. Das ist natürlich spekulativ, wäre aber ein realistisches Szenario.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 01:22
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:. Man könnte ihm Zuge von Bewährungsauflagen (falls er die Strafe doch nicht vollständig abgesessen hat)
Die Strafe wurde vollstaendig abgesessen (Info aus der Pressekonferenz)
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Die anderen Opfer - auch das zumindest eine, zeitlich spätere - leben aber noch.
Woher willst Du das wissen?
Es gibt doch noch mehr unaufgeklärte Faelle von Frauen, die Opfer eines Sexualdeliktes wurden und schwer verletzt oder getötet wurden.
Die 16 Jährige konnte sich losreissen und fliehen, offensichtlich hat es der Täter da weder geschafft, sie 'ausser Gefecht zu setzen' noch zu vergewaltigen.

Mich wundert, dass 1999 kein DNA-Treffer erzielt wurde.
Wenn man 1994 keine nennenswerten DNA-Mengen sichern konnte, wuerde es doch bedeuten, dass der Täter weder Sperma noch Blut hinterlassen hat.
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Und genau da könnte der Grund liegen, warum er nicht oben auf der Liste der Verdächtigen stand
Was heisst oben auf der Liste - er kam erst 1999, aufgrund der Verurteilung wg der versuchten Vergewaltigung, auf die Liste. Mit DNA-Abgabe und Alibi-Abfrage.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 01:36
Ich bin immer wieder aufs Neue erschrocken darüber, wie die Judikative mit Sexualstraftätern umgeht.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:
Im Rahmen des Prozesses 1999 hatte der Mann bereits deutlich gemacht, dass er weitere Straftaten begangen hatte. Wie die Rhein-Zeitung damals berichtete, hatte er dem damaligen Gutachter gestanden, dass eine große Zahl seiner Sexualtaten nie aufgedeckt worden seien.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-das-ist-ueber-die-vergangenheit-des-mutmasslichen-moerders-von-amy-lopez-bekannt-100.html
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das ist echt unfassbar, was dieser Mensch für eine Biografie gelebt hat. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viel Leid hinter dieser "großen Zahl" von Sexualstraftaten steht. Und ich frage mich, ob das Taten sind, die der Polizei bekannt waren und ihm nur nicht zugeordnet werden konnten oder ob das vor allem nicht angezeigte Taten sind, von denen nie jemand etwas erfahren hat.
Vollumfängliche Zustimmung. Alleine der Hinweis, dass er "eine große Zahl an Sexualstraftaten" auf sein Konto gingen, die niemals aufgeklärt wurden, müsste doch die Alarmglocken zum Sturmgeläut angetrieben haben.
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Und genau da könnte der Grund liegen, warum er nicht oben auf der Liste der Verdächtigen stand: Bei Amy hat der Täter zweimal das Tatmittel gewechselt.
Und auch das zeugt nicht gerade von einem professionellen Vorgehen. Der Täter hat sein Tatmittel gewechselt und ist deswegen aus dem Raster gefallen? Puh!

Ich erinnere mich voller Graus exemplarisch an den Fall Marc Hoffmann, den Mörder von Levke und Felix. Statistisch war es für die Ermittler unwahrscheinlich, dass ein Sexualstraftäter sich sowohl an Jungen wie auch an Mädchen vergreift. Dieser Gedanke war ein Griff ins Klo.
Im Februar des Jahres 1994 trat Hoffmann das erste Mal als Sexualstraftäter in Erscheinung, als er eine 17-jährige Anhalterin in einem abgelegenen Waldstück vergewaltigen wollte. Weil Hoffmann geständig war und außerdem bis dahin keinerlei Vorstrafen hatte, wurde ihm im Zuge des folgenden Gerichtsprozesses eine „positive Sozialprognose“ bescheinigt, so dass die zweijährige Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Quelle: Wikipedia: Marc Hoffmann

Die positive Sozialprognose war so sicher, dass er 10 Jahre später zwei Kinder in einen Hinterhalt lockte, vergewaltigte und ermordete?

Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich ein Rezept für die Behandlung von Sexualstraftätern habe, aber wenigstens kann ich mich von denen ausnehmen, die immer wieder und für alles Verständnis aufbringen, und die denken, dass man mit einem erhobenen Zeigefinger und ein wenig "Du, du, das darfst du aber nicht machen, weil das der xyz Aua macht", die Probleme lösen zu können.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 02:16
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Und auch das zeugt nicht gerade von einem professionellen Vorgehen. Der Täter hat sein Tatmittel gewechselt und ist deswegen aus dem Raster gefallen? Puh!
Nein. Das ist alleine eine Vermutung von @OpLibelle.
Und ich sehe nicht, dass sie zutrifft.

1994 hatte man eine Beschreibung eines Mannes, mit dem man Amy auf dem Weg zur Burg gesehen haben will. Diese passte nicht zum jetzigen Taetverdaechtigen.
Üblicherweise werden Maenner, die Sexualdelikte begangen haben und in räumlicher Nähe zur Tat stehen, abgeklopft - hier scheint der Taeter nicht dabei gewesen zu sein. Die letzte bekannte Sexualstraftat lag damals auch schon einige Jahre zurueck und fand möglicherweise an einem früheren Wohnort des Täters statt (also nicht in Koblenz, möglicherweise anderes Bundesland).
Vielleicht hatten die Koblenzer daher keine Kenntnis davon(die Digitalisierung war noch nicht so weit fortgeschritten, Zusammenarbeit ueber die Bundesländer hinweg, wobei auch die Bundesländer und hinsichtlich ihrer Datenbanken nicht harmonisiert waren...andere Zeiten).

Mit der versuchten Vergewaltigung in 1998 wurde eine Ermittlugsspur (Nr 200irgendwas angelegt) fuer diesen Mann fuer den Fall Amy angelegt. Ihm wurde DNA entnommen - die zu keinem Treffer führte (was mich noch immer wundert). Die Ermittler haben versucht, sein Alibi zu überprüfen - was nicht moeglich war, da die Unterlagen dazu nicht mehr existierten.
Unterm Strich hatten sie nichts, was den Tatverdacht gg. Ihn erhaertete - bis Feb 2025, den DNA-Treffer.

Und dass war NUR moeglich, weil er FREIWILLIG DNA abgegeben hat:
Er gibt freiwillig eine DNA-Probe ab. Ein Glücksfall. Denn bei der dünnen Indizienlage wäre eine richterliche Anordnung möglicherweise nicht ergangen.
Quelle: https://www.wochenspiegellive.de/kreis-mayen-koblenz/artikel/im-ersten-moment-war-ich-unglaeubig


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