Justsaying schrieb:In den Fokus geraten ist er 1999; ich habe auf der Pressekonferenz verstanden, dass man damals auch sein Alibi fuer den Fall AL zu überprüfen versucht hat, dies aber aufgrund von nicht mehr vorhandenen Unterlagen nicht mehr moeglich war.
Dass man es damals bei diesem "Kandidaten", zu dem ja 1999 auch eine konkrete "Spurakte" im Mordfall Lopez angelegt wurde, trotzdem nicht geschafft hat, ihn zeitnah zu überführen, und dass erst noch weitere 27 (!) Jahre vergehen mussten, bis seine Überführung jetzt offenbar erreichbar ist (wobei der Täter nun fast schon ein Greis ist und bereits im Altersheim lebte), bleibt mir trotzdem ein großes Rätsel.
Es überrascht mich (in diesem Fall genauso wie in vielen anderen Fällen) immer wieder aufs Neue, dass Täter, die bereits namentlich in den Ermittlungsakten stehen und allein wegen ihrer einschlägigen kriminellen Vorgeschichte in Verbindung mit ihrer regionalen Verortung ausgesprochen verdächtig erscheinen müssen, im Verhör nicht so "in die Mangel" genommen werden können, dass sie sich in Widersprüche verstricken oder sich unter dem emotionalen Druck der Befragung letztlich selbst verraten.
Es scheint aber Täter zu geben, an denen (persönlichkeitsbedingt) wirklich alles "abperlt" und die sich nach einer Tat trotz aller Expertise der Ermittler in den Befragungen nicht die geringste Blöße geben.