calligraphie schrieb:Ich finde es allerdings beruhigend zu hören ( von zb Dir) wie da die Arbeitsweisen und Kontrollmechanismen reguliert sind.
Es könnte aber im Fall Block tatsächlich so gewesen sein, dass hier ein Versagen vorliegt, warum auch immer, Zeitdruck, Stress, das Umfeld hat sie eingeschüchtert?
Naja, in 1000 Fällen geht alles gut und es wird sauber und professionell gearbeitet. Aber dann gibt es doch mal wieder diesen einen Fall, wo aus welchen Gründen auch immer, ein kollektives Versagen vorkommt.
Jugendamtsmitarbeitende hatten früher etwa 20 Fälle. Heute sind es teilweise bis zu 120 (obwohl eigentlich mal auf 80 höchstens begrenzt, zumindest hier in Berlin).
Dann kommt auch hier der Fachkräftemangel zum Tragen, führt zu weiterer Belastung.
Die "alte Garde" geht langsam in Rente, somit viele junge unerfahrene Kolleg*innen, kaum noch "alte Hasen". Viele Dauererkrankte.
Dann kommen noch Umstände dazu wie oben schon beschrieben: High-Society-Familie, die auch noch einflussreich ist. Klar, da kommen einem dann schon mal Bedenken, ob man sich da wirklich "anlegt". Ganz frei ist man davon mit Sicherheit nicht.
Außerdem - was mir noch so einfiel: es war auch Corona-Zeit.
Ich kann mich selbst noch gut erinnnern an diese Zeit. War nicht so einfach, mit den Klienten in Kontakt zu bleiben. Besonders bei Kinderschutz-Fällen war es eine echte Herausforderung, denn man musste Hausbesuche gewährleisten. Das alles in Voll-Schutz-Anzügen usw.
Will sagen: in dieser Zeit war es wirklich auch schwer, intensive Arbeit in den Familien zu leisten.
Dieses war allerdings nicht mehr der Fall an Sylvester 2023/24. Von daher rechtfertigt dieser Umstand nicht, dass die Kolleginnen da vom JA nur diesen oberflächlichen Hausbesuch gemacht haben. Und sich auch noch von Dr. Rücker haben vollseiern lassen vermutlich.