M8nix schrieb:Und da, wie du schreibst, der Zeitaufwand sehr hoch ist, hat sie es mMn erst nachträglich erstellt.
Ich würde sogar noch weiter gehen: hat es
erstellen lassen. Vielleicht habe ich zu wenig Phantasie, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich selbst hingesetzt und gebastelt hat. Es wurde doch alles beauftragt, warum nicht auch das?
Aber selbstverständlich kann ich mich auch irren an der Stelle. Oder meine Vorstellungskraft ist zu begrenzt. Möglich.
Noch mal was anderes:
Versetzt Euch mal in die kids für einen Moment. Wir unterstellen, dass das, was die kids bislang beschrieben haben, was öffentlich bekannt ist, auch so stimmt.
Seid mal für einen Moment mal Klara, 12 Jahre.
Hypothese: Ihr fühlt Euch belastet durch rigide Regeln, unangemessen scharfe Ansprachen, Ihr habt das Gefühl, nicht gehört zu werden. Eure Versuche, beim Jugendamt auf die Situation aufmerksam zu machen, wird ebenfalls nicht gehört. Die Mutter hat keinen Nerv, Euch wirklich zuzuhören, im Gegenteil: reagiert mit noch mehr Druck. Oma und Opa haben ebenfalls kein Verständnis für Eure Belange. Da muss man sich erst recht benehmen, der Großvater ist schließlich eine "Instanz" und das unangefochtene Familienoberhaupt, der keinen Widerspruch duldet. Vielleicht bekommt Euer kleiner Bruder auch mal einen anpackenden Griff an die Schulter, wenn's nicht schnell genug geht usw.
Irgendwann ist der Druck und Eure innere Not so groß, dass Ihr den "Ausbruch" wagt und Euch dem Vater öffnet. Ihn bittet, bei ihm bleiben zu dürfen.
In der Presse lest Ihr aber solche Dinge wie: Euer Vater ist ein Irrer, Nichtsnutz etc. (Aussage des Opas), Euer Vater ist ein Psychopath, entfremdet/manipuliert Euch, hat darüber hinaus mit Pädophilie zu tun usw und so fort. Eure Mutter hat alles richtig gemacht, an den Vorwürfen sei nichts dran. Ihr wart doch glücklich usw.
Ihr fragt Euch: warum? Mein Vater hat mir wenigstens zugehört und mir in meiner Not geholfen. Ich fühlte mich zu Hause nicht wirklich glücklich. Mir wurde nicht zugehört. meine Bedürfnisse (z.B. mal im Bett liegen zu bleiben, mal keinen vollen Terminplaner zu haben) wurden nicht berücksichtigt, weil immer das Programm der Erwachsenen zählte. Und noch viele Dinge mehr entnehmt Ihr der Presse, hört Ihr eventuell von Mitschülern, die das lesen etc.
Hat man da nicht vielleicht auch mal das Bedürfnis, sich dazu zu äußern und mal aus eigener Sicht klarzustellen, was man selber (z.B. als Klara) wirklich denkt und fühlt? Wie man das alles selbst erlebt hat?
Es gab mal eine Pressemeldung, wo Klara genau das nämlich auch gesagt hat, (sinngemäß) sie habe keine Lust mehr zu lesen, was ÜBER sie geschrieben und gesagt wird, sondern mal selbst etwas dazu zu sagen.
Daher denke ich, dass genau solche Dokumente, wie
@Hillepille sie hier gezeigt hat, sogar hilfreich für die kids sein können. Wenn nicht sogar heilsam. Die Kinder haben ebenfalls einen Rechtsbeistand. wenn das was gegen einzuwenden gewesen wäre, diese Dokumente zu veröffentlichen, hätte dieser unter Garantie sofort interveniert.
Ich finde die Frage, ob das in die Öffentlichkeit gehört, daher nicht mehr konstruktiv. Ideal wäre natürlich gewesen, dass überhaupt nichts von all dem an die Öffentlichkeit gekommen wäre, aber dafür ist es ja längst zu spät. CB hat sehr früh dafür gesorgt, dass dieses passiert ist. Sie hat lange vor der Entführung die Presse benutzt für ihre Zwecke und hat Dinge öffentlich gemacht, die privat sind und nicht in die Öffentlichkeit gehören. DA fängt der Fehler an - und nicht viel später, wo das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Die Geister, die ich rief... Jetzt ist es zu spät, der Drops ist gelutscht.
Jetzt bleibt eigentlich nur noch die eine Chance, auch mal die andere Seite (nämlich die der Kinder) in der Presse zu präsentieren, um diese Einseitigkeit zu entkräften. Wie gesagt: versetzt Euch in die Kinder für einen Moment.