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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

14.882 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

22.04.2026 um 09:02
"Wovor haben Sie denn Angst, Frau Staats­an­wältin?"
Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-prozess-tag-45-streit-fragen-staatsanwaltschaft-delling

Eine weitere Headline auf Block's PR-Linie. Den Artikel finde ich allerdings deutlich besser als seine Vorherigen. Nur seiner Einordnung folgender Aussagen als "Kontrast" folge ich nicht wirklich:
Am Vortag hatte sie erklärt, den Kontakt mit den dänischen Behörden gering gehalten zu haben. "Weil…die Dänen uns von der Arbeit abgehalten haben", begründet sie das heute. Ein Kontrast zu vorigen Aussagen von Polizist:innen, die berichtet hatten, auf Aufträge der dänischen Ermittler gewartet zu haben.
Für mich scheint das eher erklärend (das eine nach dem anderen) als widersprüchlich: Die deutschen Polizist:innen hatten auf Aufträge der dänischen Ermittler gewartet. (Ungesagt: Das gefiel ihnen nicht). Ergo haben sie entschieden den Kontakt mit den dänischen Behörden gering zu halten, um nicht weiter von der Arbeit abgehalten zu werden.
Zitat von LanzaLanza schrieb:Eine Top Verteidigerleistung heute und er setzt den zentralen Nadelstich
Ich dachte das meintest du ironisch. Der zentrale Nadelstich würde mich auch interessieren.

Man bekommt im Saal glaube ich schon ein besseres Gefühl, was Phase ist. Die Ticker-Lage finde ich bei der Zeugin der letzten beiden Tage etwas dünn und es geht Einiges unter. Vermutlich kann man sich trotzdem vorstellen, wie es war: Wenn die Zeugin jetzt schon zwei volle Verhandlungstage, also nach Abzug aller Pausen/Unterbrechungen etwa 10 Stunden, durchgängig befragt wird, werden da nicht nur vielleicht eher ein dutzend Fragen, über die berichtet wurde, gestellt. Ich zähle nicht mit, aber es sind vermutlich Hunderte. Die Zeugin wird durchlöchert. Stell dir vor du bist beim Zahnarzt, eigentlich zur Routinekontrolle, und der fängt an jeden einzelnen Zahn aufzubohren weil da vielleicht doch etwas sein könnte, was sein selbst auf dem Röntgenbild nicht sichtbar ist.


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22.04.2026 um 09:11
Vielleicht noch ergänzend: Diese Stichelei statt Nadelstich mag rein was die Fragetechnik angeht solides Handwerk eines Verteidigers sein. Als ich es das erste mal beobachet hatte, fand ich das auch noch beeindruckend. Mittlerweile empfinde ich es nur noch als verzweifelte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Böttner und vDM sind im gleichen Prozess für mich der Beweis, dass es auch ganz anders geht. Wobei zumindest vDM fairerweise auch eine ganz andere Rolle hat.


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22.04.2026 um 12:40
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Man musste zurück nach Hamburg (warum eigentlich?)
CB war per dänischem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben.


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22.04.2026 um 12:52
Zitat von LanzaLanza schrieb:Strate ist transparent und veröffentlicht alles
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Bitte auch dazu eine Quelle
@Lanza
Kannst du bitte erklären, was du genau meintest? „Alles“ ist ja ein sehr weit gefasster Begriff. Strate veröffentlicht zum Beispiel nicht, wann er mit EB telefoniert oder schreibt und worüber sie sprechen. Ich spreche von gelegentlicher Transparenz seitens Strate. Die finde ich im Vergleich zu anderen Anwälten außergewöhnlich - und positiv. Auf seiner Internetseite können wir sehen, dass damit auch Reibungen verbunden waren. Es findet sich älterer Austausch mit der Datenschutzbehörde.
Aber es wäre m.E. durchaus noch mehr Transparenz möglich. So könnte sich EB etwa in wöchentlichen Videobotschaften an die Öffentlichkeit wenden – schließlich wird sein Lebenswerk vermeintlich auf ungeheuerliche Weise beschädigt.


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22.04.2026 um 13:20
Zitat von Salamander32Salamander32 schrieb:Aber es wäre m.E. durchaus noch mehr Transparenz möglich. So könnte sich EB etwa in wöchentlichen Videobotschaften an die Öffentlichkeit wenden – schließlich wird sein Lebenswerk vermeintlich auf ungeheuerliche Weise beschädigt.
Ich persönlich denke, dass man da durchaus in einer ziemlichen Zwickmühle sitzt.


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22.04.2026 um 13:33
Zitat von Salamander32Salamander32 schrieb:Ich spreche von gelegentlicher Transparenz seitens Strate. Die finde ich im Vergleich zu anderen Anwälten außergewöhnlich - und positiv. Auf seiner Internetseite können wir sehen, dass damit auch Reibungen verbunden waren. Es findet sich älterer Austausch mit der Datenschutzbehörde.
"Gelegentliche Transparenz" ist genau das Gegenteil von Transparenz, denn es wird nur das veröffentlicht und gezeigt, was ihm und dem Mandanten in den Kram passt. Also deren Seite der Story.


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22.04.2026 um 14:02
Zitat von GrillageGrillage schrieb:"Gelegentliche Transparenz" ist genau das Gegenteil von Transparenz, denn es wird nur das veröffentlicht und gezeigt, was ihm und dem Mandanten in den Kram passt. Also deren Seite der Story.
Das seh ich auch so. Tranzparenz umfasst und kann meinem Verständnis nach nur durch vollständige Offenlegung geschaffen werden.

Ich finds auch ganz spannend, wie unterschiedlich die Herangehensweisen (zumindest die erklärten) von den Verteidigern Böttner und Strate sind. Strate will alles von seinen Mandanten wissen, Böttner explizit nicht.


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22.04.2026 um 14:15
Zitat von GrillageGrillage schrieb:
Zitat von Salamander32Salamander32 schrieb:Ich spreche von gelegentlicher Transparenz seitens Strate. Die finde ich im Vergleich zu anderen Anwälten außergewöhnlich - und positiv. Auf seiner Internetseite können wir sehen, dass damit auch Reibungen verbunden waren. Es findet sich älterer Austausch mit der Datenschutzbehörde.
"Gelegentliche Transparenz" ist genau das Gegenteil von Transparenz, denn es wird nur das veröffentlicht und gezeigt, was ihm und dem Mandanten in den Kram passt. Also deren Seite der Story.
Zitat von ottercatottercat schrieb:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:"Gelegentliche Transparenz" ist genau das Gegenteil von Transparenz, denn es wird nur das veröffentlicht und gezeigt, was ihm und dem Mandanten in den Kram passt. Also deren Seite der Story.
Das seh ich auch so. Tranzparenz umfasst und kann meinem Verständnis nach nur durch vollständige Offenlegung geschaffen werden.
Sehe ich ebenso.
Transparenz bedeutet für mich, dass eine Sache in beide Richtungen „durchschaubar“ ist und dadurch nachvollziehbar wird.
Bei gelegentlicher Transparenz bestimme ich, wieviel die andere Seite sehen kann und beeinflusse die Sichtweise und Meinungsbildung.
Insofern geht das aus meiner Sicht in Richtung Litigation.
Strates Beitrag im letzten Podcast sehe ich unter diesem Aspekt und EB als die Person, die die Fäden in der Hand hält und ihm vorgibt, wo die Grenze der „gelegentlichen Transparenz“ ist.


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22.04.2026 um 15:42
Zitat von GrillageGrillage schrieb:"Gelegentliche Transparenz" ist genau das Gegenteil von Transparenz, denn es wird nur das veröffentlicht und gezeigt, was ihm und dem Mandanten in den Kram passt. Also deren Seite der Story.
Nein, den Eindruck habe ich da nicht. Strate scheint mir da konsequent zu sein. Ich finde beispielsweise viele Unterlagen nicht gerade schmeichelhaft für ihn (denken wir an den Wiederaufnahmeantrag in Sachen Monika Weimar).

Im Übrigen ist auch er an das Anwaltsgeheimnis gebunden und kann nicht alles veröffentlichen. Ob ein Mandant nicht zugestimmt hat oder ob Strate es für besser hält, von Veröffentlichungen Abstand zu nehmen, muss auch intransparent bleiben.

Teiltransparenz in einen Topf mit Nichttransparenz zu schmeißen, halte ich jetzt nicht für überzeugend. Denn volle Transparenz gibt es eigentlich nirgendwo, weil immer individuelle Rechte entgegenstehen. Meinetwegen muss nicht jeder Anwalt so handeln wie Strate, seine Transparenz ist zwar informativ, aber weder notwendig noch geboten.

Die Veröffentlichungen auch unter dem Stichwort "Litigation" zu sehen, ist sicher nicht verkehrt. Sie vermitteln trotzdem einen Einblick in das, was passiert, und sind m.E. eben auch nicht immer zum Vorteil des Mandanten. In meiner Interpretation.
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Strates Beitrag im letzten Podcast sehe ich unter diesem Aspekt und EB als die Person, die die Fäden in der Hand hält und ihm vorgibt, wo die Grenze der „gelegentlichen Transparenz“ ist.
Da weiß ich ehrlich gesagt nicht, was abgeht. Mir erscheint das Agieren Strates, soweit öffentlich, nicht sehr nützlich, weder für Eugen noch für Christiana Block. Wobei Eugen zwar unmittelbar weniger zu verlieren hat (er ist nicht angeklagt), aber er hat einen Ruf und ein Vermächtnis zu verlieren.
Zitat von antheanthe schrieb:Das betrifft dann aber für gewöhnlich eher junge Männer (häufig werden ja sogar gezielt Heranwachsende zu Straftaten angestiftet, weil bei ihnen noch Jugendstrafrecht zur Anwendung kommt), nicht Frauen in ihren 50ern.
Das ist wohl bei den katholischen Clans anders... ;)


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22.04.2026 um 16:32
Eine wichtige Frage ist doch ob und falls ja wie die Kinder tatsächlich durch CB (psychisch) misshandelt/vernachlässigt wurden. Da musste ich eben an die Rechtslage denken und sie mit den USA vergleichen. Und ich habe festgestellt, dass die Kinder dort ihre Mutter einfach hätten aufzeichnen können. In Deutschland nicht.

Die KI sagt zum Thema (Datenschutz ist Täterschutz):
("Deutschland schützt mit seinen strengen Datenschutz‑ und Persönlichkeitsrechtsnormen **grundsätzlich alle Menschen** – aber in Fällen von familiärem Missbrauch führt das dazu, dass **Täter faktisch besser geschützt sind als Opfer**.
Die USA haben hier ein deutlich opferfreundlicheres System, weil Beweise leichter gesichert werden können.")


Spoiler## Datenschutz ist Täterschutz
*
Ja, in vielen US‑Bundesstaaten dürfen Minderjährige – wie alle anderen Personen – Gespräche heimlich aufzeichnen, **wenn sie selbst Gesprächsteilnehmer sind** und der jeweilige Staat ein **One‑Party‑Consent‑Gesetz** hat.
In Deutschland ist das **strafbar**, selbst wenn ein Kind versucht, psychischen Missbrauch zu dokumentieren.

Damit entsteht tatsächlich ein Spannungsfeld, in dem Datenschutz in Deutschland **faktisch** auch Täter schützt – allerdings nicht, weil das Gesetz Täter bevorzugen will, sondern weil es den Schutz der Privatsphäre absolut setzt, selbst in familiären Konflikten.

---

## 1. Rechtslage in den USA: One‑Party‑Consent
In den USA gilt **Bundesrecht + einzelstaatliches Recht**.
Die Mehrheit der Bundesstaaten (über 35) hat **One‑Party‑Consent**. Das bedeutet:

- Eine Person darf ein Gespräch **heimlich aufzeichnen**,
- **wenn sie selbst daran beteiligt ist**,
- **ohne** die andere Person zu informieren.

Das gilt **auch für Minderjährige**, sofern sie geschäftsfähig genug sind, ein Telefon zu bedienen oder ein Aufnahmegerät zu nutzen.
Gerichte haben in mehreren Fällen Aufnahmen von Kindern zugelassen, wenn diese Missbrauch dokumentieren wollten – insbesondere bei psychischer Gewalt, Drohungen oder Manipulation.

**Wichtig:**
Auch in den USA gibt es Grenzen, z. B. bei staatlichen Ermittlungen, in Schulen oder bei verdeckten Ermittlungen. Aber im familiären Kontext ist die Rechtslage deutlich aufnahmefreundlicher.

---

## 2. Rechtslage in Deutschland: § 201 StGB – „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“
In Deutschland ist die Lage **diametral anders**:

- Heimliche Tonaufnahmen sind **strafbar**,
- selbst wenn man **selbst am Gespräch beteiligt** ist,
- selbst wenn man **Missbrauch beweisen möchte**,
- selbst wenn man **minderjährig** ist.

Das Gesetz schützt das **gesprochene Wort absolut**.
Gerichte lassen solche Aufnahmen in der Regel **nicht als Beweis** zu – und die aufnehmende Person kann sogar selbst strafrechtlich verfolgt werden.

Das führt dazu, dass Kinder, die psychischen Missbrauch dokumentieren wollen, **rechtlich kaum Möglichkeiten** haben, Beweise zu sichern.

---

## 3. Einordnung: Inwiefern ist Datenschutz in Deutschland „Täterschutz“?
Der Begriff ist polemisch, aber er beschreibt ein reales Problem:

### **a) Der deutsche Datenschutz schützt die Privatsphäre – auch die der Täter**
Das Gesetz ist nicht darauf ausgelegt, Täter zu schützen, aber es **wirkt** so, wenn:

- Opfer keine Beweise sichern dürfen,
- Täter wissen, dass sie nicht heimlich dokumentiert werden können,
- Aussagen gegen Aussagen stehen,
- psychischer Missbrauch schwer nachweisbar ist.

### **b) In den USA ist der Opferschutz stärker, weil Beweise leichter gesichert werden können**
Durch One‑Party‑Consent können Opfer – auch Kinder – **Beweise sammeln**, bevor Behörden eingreifen.
Das führt in der Praxis zu:

- mehr verwertbaren Beweisen,
- früheren Eingriffsmöglichkeiten,
- weniger Abhängigkeit von Zeugenaussagen.

### **c) Deutschland priorisiert Datenschutz über Opferschutz**
Das deutsche Recht setzt die **Privatsphäre** höher als die Möglichkeit, Missbrauch zu dokumentieren.
Das führt zu paradoxen Situationen:

- Ein Kind, das Missbrauch dokumentiert, kann **selbst strafbar** sein.
- Ein Täter, der psychisch missbraucht, bleibt **geschützt**, weil keine Beweise existieren dürfen.
- Behörden können oft erst eingreifen, wenn der Schaden bereits groß ist.

### **d) Psychischer Missbrauch ist besonders schwer nachweisbar**
Gerade bei emotionaler Gewalt, Manipulation, Drohungen oder Gaslighting fehlen sichtbare Spuren.
In den USA können Aufnahmen helfen, in Deutschland sind sie verboten.

---

## 4. Fazit
Deutschland schützt mit seinen strengen Datenschutz‑ und Persönlichkeitsrechtsnormen **grundsätzlich alle Menschen** – aber in Fällen von familiärem Missbrauch führt das dazu, dass **Täter faktisch besser geschützt sind als Opfer**.
Die USA haben hier ein deutlich opferfreundlicheres System, weil Beweise leichter gesichert werden können.




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22.04.2026 um 16:44
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Mir erscheint das Agieren Strates, soweit öffentlich, nicht sehr nützlich, weder für Eugen noch für Christiana Block. Wobei Eugen zwar unmittelbar weniger zu verlieren hat (er ist nicht angeklagt), aber er hat einen Ruf und ein Vermächtnis zu verlieren.
Ich bin mir sicher, dass Strate im Dreieck springen würde, wenn ihm ein Familienangehöriger seiner Mandantin derart in die Parade fahren würde.

CB fühlte sich veranlasst, in der HV mitzuteilen, dass sie (und somit wohl auch ihr Verteidiger) nicht in die Aktionen ihres Vaters (Dienstaufsichtsbeschwerde, Behauptung der Befangenheit der Vorsitzenden) eingebunden war. Wenn sich Außenstehende, auch wenn es das Familienoberhaupt, derart in die Verteidigung einmischen und diese Dinge nicht mit dem eigentlichen Verteidiger abstimmen, zeugt das mE von wenig Vertrauen in diese Verteidigung.

Im Podcast ging Strate noch einen Schritt weiter. Er widersprach öffentlich der Einlassung der CB, Cyber Cupula sei in Sachen Cybersicherheit des Hotels beauftragt worden. Natürlich - so sagte er sinngemäß - sei es von Anfang an bei diesem Auftrag um die Kinder gegangen. Sie habe in ihrer Einlassung falsche Akzente gesetzt.

Nun erinnern wir uns an die Verteidigungslinie des Doppel-Dr.: Cyber Cupula hat sich selbst beauftragt. Sie erhofften sich so, „weitere“ Aufträge iS Cybersicherheit der gesamten Blockgruppe.

CB hat sich dahingehend eingelassen, dass sie und Dr. C. Cyber Cupula beauftragt hätte. Sie hat das sogar schriftlich niedergelegt in einem Schreiben an den Zeugen von Bülow.

Weiter zu Strate: er erklärt im Podcast, das Verfahren sollte wegen Geringfügigkeit eingestellt werden. Damit kann er nur eine Einstellung nach § 153 StPO gemeint haben. Da geht es aber nicht um Geringfügigkeit, sondern darum, dass die Schuld des Täters als gering einzustufen ist. Ausgeschlossen ist so eine - von ihm geforderte - Einstellung, wenn es um Verbrechen, wie hier angeklagt, geht.

Letztendlich hat Strate aus meiner Sicht verklausuliert mitgeteilt, dass er CB für schuldig hält.

Auffällig war auch, dass der Podcast erst einige Wochen, nachdem er aufgenommen wurde, gesendet wurde. Strate ist auch Medienprofi. Es ist anzunehmen, dass er sich ausbedungen hat, das Gesagte vorher nochmals zu überprüfen und abzusegnen. Er ist dort als Interessenvertreter, Berater von EB aufgetreten. Entsprechend dürfte das auch von EB abgesegnet worden sein.

Was das alles soll - keine Ahnung. Es scheint mir so, als würde EB die „Verteidigungsstrategie“ von Bott und CB nicht sonderlich gefallen. Einfluss scheint er derzeit nur von der Seitenlinie nehmen zu können. Helfen wird das mE nicht, es sei denn, es führt zu einem Umdenken. Das erscheint mir aber mit diesem Verteidiger ausgeschlossen.


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22.04.2026 um 17:14
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Was das alles soll - keine Ahnung. Es scheint mir so, als würde EB die „Verteidigungsstrategie“ von Bott und CB nicht sonderlich gefallen. Einfluss scheint er derzeit nur von der Seitenlinie nehmen zu können. Helfen wird das mE nicht, es sei denn, es führt zu einem Umdenken.
Böttner erklärte in einer vorherigen Folge vom gleichen Podcast (und auch zuvor in einem TV Interview, ich meine NDR?) ja, dass auch er die Verteidigungsstrategie von Bott für "brandgefährlich" halte. Und, dass das Strafmaß seines Mandanten am Ende von der pot. Strafe für CB abhänge. Sorry, wenn das unjuristisch formuliert ist... sinngemäß ;)

Könnte das nicht eine Erklärung sein, warum nun auch Strate in die Verteidigung von Bott so rein grätscht? Nicht für CB, sondern für jemanden anderen. Da käme mir z.B. Dr. C. in den Kopf. Aber nee, für CB wäre das langsam wohl eh zu spät?


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22.04.2026 um 17:33
Ich wäre nicht überrascht, wenn CB nach den Aussagen der Israelis eine Version vorträgt, in der Sie das Treffen inkl. dem Zeug in der Tüte einräumt. Vielleicht möchte Strate das damit noch provozieren?


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

22.04.2026 um 17:49
Zitat von ottercatottercat schrieb:Aber nee, für CB wäre das langsam wohl eh zu spät?
Nach 45 Hauptverhandlungstagen und bei der jetzigen Beweislage hätte ein Geständnis im Falle einer Verurteilung idR kaum noch Auswirkungen auf das Strafmaß. Man hat sich die Möglichkeit genommen, die Kinder vor einer Aussage zu bewahren. Diese Chance bestand, solange die Kinder nicht selbst haben erklären lassen, in der Hauptverhandlung nicht auszusagen. Natürlich könnte man im Falle einer geständigen Einlassung die Hauptverhandlung immer noch - gegebenenfalls extrem - verkürzen. Aber hier scheint wohl von der Verteidigung der CB eher das Gegenteil geplant zu sein.


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22.04.2026 um 17:53
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Letztendlich hat Strate aus meiner Sicht verklausuliert mitgeteilt, dass er CB für schuldig hält.
Das verstehe ich nicht genau, wie du das meinst.
Ich habe das etwas anders verstanden von Strate.
Er lässt durchblicken, dass er davon ausgeht, dass CB die "Rückholung" der Kinder beauftragt hat, geht aber davon aus, dass sie sich damit nicht strafbar gemacht hat. Er sagt ja sogar, dass es unerheblich ist, ob dieses umstrittene Treffen am 28.12. (diverse Realitätsangebote) stattgefunden hat, da sie das nicht schuldig macht, da sie ja als liebende Mutter niemals eine derart gewalttätige Aktion beauftragt hätte/hat.
Sinngemäß wiedergegeben.
Ich setze den Podcast mit Strate als Gast als bekannt voraus und verzichte vorläufig auf den Zeitstempel.

Ich verstehe das so, dass er sie für nicht schuldig im Sinne der Anklage hält, selbst wenn sie die Israelis beauftragt hat.
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Das erscheint mir aber mit diesem Verteidiger ausgeschlossen.
Weiß man nicht, vielleicht wäre er auch ganz froh, wenn er einen Tipp bekäme, wie er CB ein bisschen besser unter Kontrolle bekommt und ihr ihre Optionen und Risiken verdeutlicht.

Einen kollegialen Hinweis vom renommierten Strate anzunehmen, ist nichts, wofür man sich schämen müsste, auch in seiner Welt, denke ich mal.


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22.04.2026 um 17:54
Zitat von ottercatottercat schrieb:Ich wäre nicht überrascht, wenn CB nach den Aussagen der Israelis eine Version vorträgt, in der Sie das Treffen inkl. dem Zeug in der Tüte einräumt. Vielleicht möchte Strate das damit noch provozieren?
Denke ich nicht. Strate weiß im Gegensatz zu Bott, dass die ständig neuen, an das jeweilige Beweisergebnis angepassten Einlassungen nicht dazu führen, dass man der Angeklagten überhaupt noch Glauben schenkt.


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22.04.2026 um 18:12
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Er lässt durchblicken, dass er davon ausgeht, dass CB die "Rückholung" der Kinder beauftragt hat, geht aber davon aus, dass sie sich damit nicht strafbar gemacht hat. Er sagt ja sogar, dass es unerheblich ist, ob dieses umstrittene Treffen am 28.12. (diverse Realitätsangebote) stattgefunden hat, da sie das nicht schuldig macht, da sie ja als liebende Mutter niemals eine derart gewalttätige Aktion beauftragt hätte/hat.
Sinngemäß wiedergegeben.
Ja, weil er da (bewusst oder unbewusst) einen juristischen Fehler eingebaut hat. Er hat davon gesprochen, dass es bei diesen Paragraphen (er meinte die Entziehung Minderjähriger und die Mißhandlung Schutzbefohlener) immer einen Abs. 3 oder 4 gäbe, der die Tat zu einem Verbrechen macht. Der lautet, dass man die Kinder durch die Tat in die Gefahr einer erheblichen Schädigung ihrer seelischen Entwicklung gebracht hat. Das - so Strate - hätte eine Mutter niemals gewollt. Strate verkennt, dass hier kein Vorsatz erforderlich ist. Es wird lediglich eine konkrete Gefährdung verlangt, auf die sich der Vorsatz nicht erstrecken muss. Ebenfalls lässt er außer Acht, dass ebenfalls eine Entziehung gegen Entgelt (ebenfalls Verbrechenstatbestand) angeklagt ist.

Daher kommt er zu dem Schluss, dass man die dann übrig bleibende (einfache) Entziehung wegen Geringfügigkeit einstellen könne. Die einfache Entziehung setzt aber auch die Anwendung von Gewalt voraus. Also lt. Strate Gewalt ja, aber nicht so viel, dass es zur Schädigung der seelischen Entwicklung kommt. Silvester überfallen und in ein Auto geworfen zu werden, 5 Tage festgehalten zu werden ohne Wissen, ob der zusammengeschlagene Vater noch am Leben ist, reicht mE hierfür schon aus.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

22.04.2026 um 18:14
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Einen kollegialen Hinweis vom renommierten Strate
Nur dass es kein kollegialer Hinweis ist, wenn dieser öffentlich erteilt wird.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

22.04.2026 um 18:15
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Strate verkennt, dass hier kein Vorsatz erforderlich ist. Es wird lediglich eine konkrete Gefährdung verlangt, auf die sich der Vorsatz nicht erstrecken muss.
Oha, interessant. Danke für's Erklären.
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Nur dass es kein kollegialer Hinweis ist, wenn dieser öffentlich erteilt wird.
Ich empfinde es wenn auch eher als Versuch, durch Öffentlichkeit Druck auszuüben. Ähnlich wie Böttner seinerzeit mit seinem "brandgefährlich"-Kommentar.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

22.04.2026 um 18:31
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Der lautet, dass man die Kinder durch die Tat in die Gefahr einer erheblichen Schädigung ihrer seelischen Entwicklung gebracht hat. Das - so Strate - hätte eine Mutter niemals gewollt. Strate verkennt, dass hier kein Vorsatz erforderlich ist.
Die Logik muss man sich mal reinziehen. Ist ein bisschen wie das Argument bei einem Kindsmord, eine Mutter hätte ihr Kind niemals töten wollen, deshalb hat sie es auch nicht getötet.

Darauf kommt es aber gar nicht an. Die konkrete Gefährdung ist objektives Merkmal. Davon unabhängig hätte die Mutter sich eigentlich immer denken müssen, dass eine Aktion durch fünf Israelis, als Fremde, noch dazu vermummt usw., zu einer Traumatisierung und ggf. zur Anwendung von Gewalt führen würde. Und das hat sie hingenommen.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Weiß man nicht, vielleicht wäre er auch ganz froh, wenn er einen Tipp bekäme, wie er CB ein bisschen besser unter Kontrolle bekommt und ihr ihre Optionen und Risiken verdeutlicht.
Bott??? Ne. Niemals. Der schein in einer narzisstischen Blase des "Größten Verteidigers aller Zeiten" gefangen zu sein, dass er gute Ratschläge wohl nicht nötig hat.


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