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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

12.744 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 18:16
Zitat von KTGKTG schrieb:Er ist auch nicht so Recht im Thema drin (wie Bott😁) sonst hätte er die Bemerkung von vdM verstanden. Das wurde ja (auch im Podcast und hier) schon oft erörtert, warum das juristisch spannend ist, in wie weit der Verbleib der Kinder in DK zu bewerten ist. Hätte ich von LTO schon erwartet, dass das bekannt ist).
Guter Punkt.
Rieks schlussfolgert, dass die Aussage des Kripo-Beamten vom Dienstag nicht verwertet werden dürfe, jedenfalls in Bezug auf seinen Mandanten Delling. Der Grund: Dieser sei in der Silvesternacht nicht richtig belehrt worden. Ein weiterer Verteidiger schließt sich an, nun wird die Kammer über ein weiteres Beweisverwertungsverbot entscheiden müssen.
Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-prozess-tag-43-nachbarin-vorwuerfe-polizist-sorgerecht

Auch das fand ich z.B. für LTO sehr schwach. Also immerhin haben die es überhaupt erwähnt. Aber welche Verteidiger und mit welcher Begründung genau hätte ich gerne erfahren. Ich fand ja ganz spannend und erwähnenswert, dass sich der Verteidiger von Tal S. anschloss, da dieser sich sonst spätestens seit der Einlassung von Tal S. zum Treffen vor der Silvesternacht deutlich von den restlichen Verteidigern distanziert hatte.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 18:21
Zitat von KTGKTG schrieb:Er ist auch nicht so Recht im Thema drin (wie Bott😁)
Der hat gestern wirklich geglänzt!

Gegner anstatt Nebenkläger posaunt, Hausnummer verwechselt, Sorgerechtssituation nicht parat, Zeugen nicht respektiert….ein Realitätsangebot an Ahnungslosigkeit!


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 18:22
Jakob Hoffmann
Diplom-Jurist, Doktorand, Freier Journalist
Quelle: https://www.lto.de/autoren/name/jakob-hoffmann
IMG 2376


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 18:33
Rieks schlussfolgert, dass die Aussage des Kripo-Beamten vom Dienstag nicht verwertet werden dürfe, jedenfalls in Bezug auf seinen Mandanten Delling. Der Grund: Dieser sei in der Silvesternacht nicht richtig belehrt worden.
Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-prozess-tag-43-nachbarin-vorwuerfe-polizist-sorgerecht

Der Jakob hat sich verschrieben.
In der Silvesternacht saß Delling doch in illustrer Gesellschaft am runden Tisch im Elysée. Später an der Bar. Vielleicht wurde er von Eugen belehrt, aber nicht von der Polizei.
Die war erst am nächsten Tag dran.

Und jetzt ist auch wieder gut mit Kritik.


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gestern um 18:33
Zitat von leonorleonor schrieb:Vielleicht wurde er von Eugen belehrt, aber nicht von der Polizei.
Good one tho.


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gestern um 18:47
Was mich ein wenig wundert, ist: dass sehr oft auf die Unmengen von Einkaufstüten eingegangen wurde.
Was jedoch nicht weiter vertieft wurde (auch in der Nachschau nicht) ist der Umstand, dass die Nachbarin auch ein auffälliges Wohnmobil in der Straße gesehen habe:
Christina Blocks Nachbarin sagt im Block-Prozess aus. Sie berichtet von unangemessen harten Erziehungsmethoden und einem auffälligen Wohnmobil in ihrer Straße kurz vor der Entführung.
Quelle: https://www.bild.de/regional/hamburg/neue-zeugin-nachbarin-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-christina-block-69c5454caf187d606b8140c1

Ist das nicht mindestens ebenso relevant wie der vermeintliche Einkauf?


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gestern um 18:57
@SirLouis
Da war auf jeden Fall noch was. Ich glaube am Ende der Befragung durch IB kam noch eine Frage in Richtung ihrer mutmaßlichen Wohnmobil-Beobachtung, allerdings irgendwie bezogen auf die Akte. Da gab es vielleicht eine Diskrepanz zu der er die Zeugin fragen wollte? Jedenfalls sprang die, zu dem Zeitpunkt spürbar gereizte, Richterin erneut ein und verwies auch auf die Schöffen (vermutlich weil die keine Akteneinsicht haben?).

Ich dachte mir in dem Moment, dass es vielleicht Thema war, dass die Zeugin das Wohnmobil vorher (bzw. nach Aktenlage) nicht erwähnt hätte und das vielleicht erst später anhand der Berichterstattung mutmaßlich dazugedichtet haben könnte?

Soweit ich das bisher verstehe war das Wohnmobil zu keinem Zeitpunkt beim Privathaus von CB und es gäb auch keinen Grund dafür, oder?


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gestern um 19:03
Zitat von ottercatottercat schrieb:Soweit ich das bisher verstehe war das Wohnmobil zu keinem Zeitpunkt beim Privathaus von CB und es gäb auch keinen Grund dafür, oder?
Ich hatte einen ähnlichen Hinweis bereits VOR der gestrigen verhandlung irgendwo gelesen - wenn ich nur wüsste WO!^^
Ich ging davon aus, dass es daher schon Bestandteil der Akten war (durchgestochen zur Presse).
Sinngemäß wurde berichtet: dass ihr das Wohnmobil aufgefallen war, weil es da eben so verloren rumstand. UND: es sei ihr aufgefallen, da es so hässlich war.

In dem Bild-Artikel wird ja geschrieben, dass sie was dazu ausgesagt hätte - der Beitrag ist vom 31.3. 14.47h. Da war die Nachbarin ja schon durch mit ihrer Aussage.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 19:10
Hm. In dem Bild-Artikel steht nur Sie soll ihrem Umfeld berichtet haben, dass in den Tagen vor der Entführung ein Wohnmobil auffällig vor dem Haus gestanden haben soll. Nichts weiter.


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gestern um 19:21
Zitat von SirLouisSirLouis schrieb:UND: es sei ihr aufgefallen, da es so hässlich war
Dann kann es ja das Tatfahrzeug gewesen sein...


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gestern um 19:31
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Dann kann es ja das Tatfahrzeug gewesen sein...
Ich kann leider nicht mehr den Artikel finden, wo ich das gelesen hatte - hab mir schon n Wolf gesucht. :(
Genau deshalb ( könnte das Tatfahrzeug gewesen sein ) wundere ich mich darüber, dass das so unter den Tisch gefallen ist.


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gestern um 19:33
Die Nebenkläger hätten bestimmt dafür gesorgt, dass es nicht unter den Tisch fällt. Vielleicht war das eine Ente oder so und wurde zurück gezogen?


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gestern um 19:34
Zitat von ottercatottercat schrieb:Die Nebenkläger hätten bestimmt dafür gesorgt, dass es nicht unter den Tisch fällt. Vielleicht war das eine Ente oder so und wurde zurück gezogen?
Muss wohl so sein...


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 20:09
Zitat von ottercatottercat schrieb:Ich möchte SH grundsätzlich überhaupt nicht in Schutz nehmen, dafür bin ich viel zu wenig in der Sache und kenne den ja auch gar nicht. Aber über diese ganzen Berichte bzgl. Kommentaren und Grimassen von ihm wundere ich mich schon. Er sitzt entlang einer der Längsseiten vom Saal, dadurch kann man ihn im Publikum eigentlich schon ganz ok sehen. Grimassen habe ich bei ihm bisher noch nicht beobachtet.
Gül Pinar hatte sich u.a. über "Hensels Grinsen" beschwert:
Kurz vor Schluss kommt es dann nochmal zur lautstarken Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten: von der Meden beschwert sich, die anderen Verteidiger würden sich während seiner Erklärung unterhalten. Pinar kritisiert daraufhin, Hensel würde ständig grinsen. Die Vorsitzende ermahnt sie und droht einen Ordnungsruf an.
Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-tag-37-block-prozess-christian-zeugin-jugendamt-kinder-strafrecht


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 20:26
Zitat von SirLouisSirLouis schrieb:
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Dann kann es ja das Tatfahrzeug gewesen sein...
Ich kann leider nicht mehr den Artikel finden, wo ich das gelesen hatte - hab mir schon n Wolf gesucht. :(
In Hamburg den Wolf suchen 🤣

Habe ich auch gestern gelesen, heute gesucht und nicht wiedergefunden.

Nur das folgende, d.h. eine Schlagzeile und dann kommt die Paywall 😖
Christina Blocks Nachbarin sagt im Block-Prozess aus. Sie berichtet von unangemessen harten Erziehungsmethoden und einem auffälligen Wohnmobil in ihrer Straße kurz vor der Entführung.
Quelle: https://www.bild.de/regional/hamburg/neue-zeugin-nachbarin-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-christina-block-69c5454caf187d606b8140c1


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gestern um 20:34
Zitat von SirLouisSirLouis schrieb:Gül Pinar hatte sich u.a. über "Hensels Grinsen" beschwert:
Ja, das erinnere ich. Aber auch da hatte ich im Publikum nichts von den Störungen mit bekommen sondern erst Pinar's Beschwerde über die Lautsprecher. Und mal kurz zu Grinsen, wenn man Prozessbeteiligter ist und etwas z.B. sehr seltsam/abwegig/"aberwitzig" oder auch lustig findet, finde ich nachvollziehbar und noch ok. Ich stell mir die Situation eh schon sehr anstrengend und belastend vor. Keine Ahnung, Sie müsste ihn nicht angucken, wenn Sie davon genervt ist. Grimassen zu schneiden fänd ich dagegen unangebracht. Vielleicht bringt er ja auch unangebrachte Sprüche, die man im Publikum aber nicht mit bekommt. Mich stört eher die Berichterstattung in der das alles einfach für gegeben dargestellt wird obwohl man es dort nicht selbst bestätigen kann. Selbst die Richterin bekommt es ja nicht mit. Sie reagiert erst auf die Beschwerden der Verteidiger.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 20:40
Zitat von ottercatottercat schrieb:Mich stört eher die Berichterstattung in der das alles einfach für gegeben dargestellt wird obwohl man es dort nicht selbst bestätigen kann.
Das nervt mich auch.
Passt wunderbar zur Litigation-PR.
Ich finde das unsachlich, denn in eine Mimik/Gestik lässt sich viel reininterpretieren - je nachdem, wer es kommentiert.
Das kann dem ganzen schon eine andere (gewünschte) Richtung verleihen.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 22:57
Huch, so viel Aufregung wegen eines Springer- und eines Jungjournalisten mit Jura-Diplom, der von der Muße der prozessualen Praxis noch nicht richtig geküsst wurde...

Zum Springer-Journalisten:
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Die KiPo-Vorwürfe hat Lars Petersen auch aus meiner Sicht schnell mal eben abgehandelt.
Weil es um die ging, die angeblich Mehles und Hannig konstruieren sollten. Was offenbar nicht geschah.
Zitat von antheanthe schrieb:Und vorzuschlagen, die Politik solle doch bitteschön langsam mal Einfluss auf das Verfahren nehmen (ab Minute 03:30) und der Staatsanwaltschaft bzw den Ermittlern Weisungen geben.
Wurde schon erläutert. Aufsichtsbehörden sind die Senatoren für Justiz und für Inneres. In Hamburg werden die Behörden nach der Amtsspitze bezeichnet. Sie haben die Fach- und Dienstaufsicht. Rechtswidrige Ermittlungsmaßnahmen müssen natürlich unterlassen werden.
Zitat von limlim schrieb:Klingt krumm? Ist es auch!
Ist es nicht. Hanning war Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Besoldungsgruppe B 11. Entsprechend hoch ist seine Pension. Mehles bekommt sicher auch ein saftiges Stückchen Alimente. Bekämen sie mehr als ein Jahr auf Bewährung, wäre alles verloren. Und das wegen einer Sorgerechtsstreitigkeit? Nein so doof ist er nicht. So war auch nicht mein persönlicher Eindruck.
Zitat von KerzenKerzen schrieb:Es schreit Litigation-Pr. Ich bin mir sicher, dass es zur Anklage kommen wird, gegen Hanning und co.
Nein, schreit es nicht. Es schreit nach einem politischen Spin des Herrn Petersen, der Politiker für etwas verantwortlich macht, wofür sie nicht verantwortlich sind.
Zitat von leonorleonor schrieb:Herr Petersen hat halt einen guten Draht zu Hanning und poliert in einer Win-Win-Situation dessen Image wieder auf.
Nicht umsonst bekommt er die Unterlagen für seine Premium Investigation Gruppe als Exklusiv Material.
Herr Petersen nimmt was er kriegen kann. Ansonsten nehme ich beim derzeitigen Stand an, dass es keine Anklage geben wird.
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Klar, war überspitzt von mir. Aber warum sollten sie in ein laufendes Strafverfahren eingreifen? Wo gab es das schon? Ausser im "Tatort" ?
Nun, das gab es schon in Bayern. Meinem Eindruck nach nicht nur einmal. Aber da wird nichts aktenkundig gemacht, sondern da ruft ein Büroleiter aus dem Ministerium an und erläutert ganz unverbindlich, was der Staatsregierung am meisten nützt. Nonverbal ist damit auch der Hinweis enthalten, das der Beamte am anderen Ende der Leitung auch daran denken solle, was ihm am meisten nützt. Viele Worte muss man da nicht verlieren, Beamte lesen Zeitung.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Wenn ich den Begriff investigativ und Journalist schon höre, bin ich raus .
Der investigative Journalismus (der sich halt nicht nur auf die Wiedergabe von Pressemitteilungen und -konferenzen beschränkt, sondern nachforscht) ist trotz aller Schwächen ein wichtiges Korrektiv für Demokratie und Rechtsstaat. Deshalb gibt es die Pressefreiheit.

Zum LTO-Journalisten:
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Lange, bis Mitte Januar, hatte Peyman Khaljani geschrieben.
Seine Artikel fand ich sehr gut. Sachlich und gut formuliert. (...)
Seit einiger Zeit Jakob Hoffmann, dessen Beiträge weder sprachlich noch inhaltlich an die Artikel von Khaljani heranreichen.
Ist auch nicht verwunderlich. Khaljani war halt Profi, als Dr. jur. und LL.M schon viel weiter, als der jetzige Autor. Khaljanis Artikel fand ich auch immer inhaltlich und sprachlich perfekt.
Zitat von ottercatottercat schrieb:Mich stört eher die Berichterstattung in der das alles einfach für gegeben dargestellt wird obwohl man es dort nicht selbst bestätigen kann.
Es ist aber journalistisch völlig korrekte Berichterstattung, nur das zu berichten, was andere Leute im Prozess gesagt haben. Das ist das Entscheidende. Es ist nicht erforderlich und zeitlich zumeist auch gar nicht zu leisten, das zu hinterfragen, hinterher zu recherchieren und richtigzustellen. Wer gut im Stoff ist, hat vielleicht gleich Einwände parat, aber das ist genau genommen Meinung oder Hintergrundberichterstattung. Heute wird das oft nicht getrennt, Musterbeispiel der "Spiegel" oder "Bild". Das nennt sich dann "engagierter Journalismus" oder "meinungsstark".

Für mich ist das ein Grauen, wenn irgendein unqualifizierter Journalist meint, mir keine Informationen zu liefern, sondern mich belehren will oder ohne tiefere Kenntnis empört meint, was für ein Quark das doch alles sei.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 06:28
Weil ich ein komisches Gefühl habe, habe ich mir die Artikel Jakob Hoffmann noch einmal angeschaut. Die Überschriften sind in sechs von seinen sieben Artikeln eindeutig auf PR-Linie von Block:

Tag 37 "Hier nur für Sie der Bericht, Smiley" (Jugendamt)
Tag 38 "Hätte die Polizei ihren Job gemacht, wären wir heute nicht hier" (Bott)
Tag 39 "Der Mossad wäre stolz auf das TiktTok-Verhalten seiner Agenten" (Rieks)
Tag 40 "Ich warte kurz, bis das Theater hier vorbei ist" (Bott)
Tag 41 "Das Haus wie ein Museum für eine Familie, die auseinandergerissen wurde" (Bott)
Tag 42 "Das perfekte Verbrechen gibt's nur im Kino" (vdM)
Tag 43 "Span­nend, was für eine Zeugin die Neben­klage da aus dem Hut zau­bert" (CB)

Auch seine Lead-Texte sind exakt auf Linie der Verteidigung, hier der vom letzten Prozesstag
Eine Nachbarin belastet Christina Block zunächst schwer, ihre Zeugenaussage gerät bei der Befragung aber gehörig ins Wanken. Das Bild von einer Polizei, die nicht genau erklären kann, was sie in der Silvesternacht tat, verfestigt sich.
Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-prozess-tag-43-nachbarin-vorwuerfe-polizist-sorgerecht

Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung von dem Tag. Hier weiter aus dem Artikel:

„Wichtige Details weichen aber voneinander ab: von der Medens Notizen sind dramatischer, es ist von "Anschreien" die Rede. Die Aussagen der Zeugin am Dienstag sind aber sehr viel vorsichtiger.“

Das würde ja bedeuten, dass die Zeugin vdM in seiner Befragung widersprochen hätte. Sie hatte aber alle seine genannten Notizen zum Telefonat mit Ihr bestätigt. Ich habe jedenfalls keine Erinnerung an solche Abweichungen.

„Unter den vielen Nachfragen der Verteidiger geraten ihre Aussagen gehörig ins Wanken. Plötzlich erinnert sie sich doch, dass Block öfter mal große Einkäufe selbst ins Haus getragen habe.“

Die Frage von IB war viel zu unspezifisch, die Richterin hatte IB doch auch erklärt er müsse zumindest den Zeitraum eingrenzen. Das war dann von 2000 bis 2026. Und darauf meinte die Zeugin natürlich, dass Sie CB auch in diesem Zeitraum mal gesehen habe, wie sie Einkäufe ins Haus getragen habe. Daraus zu drehen ihre Aussagen geraten gehörig ins Wanken und das sogar in den Lead zu übernehmen ist crazy. IB selbst hätte es ihm nicht besser diktieren können.

„Im Gegensatz zu ihrem Ex Hensel, der durch seine Kommentare und Grimassen regelmäßig mit der Verteidigung aneinandergerät, kann man manchmal schon beinahe übersehen, dass die Hauptangeklagte selbst auch jeden Tag im Gericht ist.“

Die Behauptung der Kommentare und Grimassen basiert auf Erklärungen von Verteidigern. Mein Eindruck bei dieser Formulierung ist, dass von den Kommentaren und Grimassen als (von Ihm erlebten) Fakt berichtet wird. Vielleicht ist es so, ich kann es aber nicht bestätigen. Ich glaube niemand vergisst, auch nicht beinahe, dass CB als Hauptangeklagte anwesend ist. Mag seine Meinung sein. Vielleicht sollte er seine Artikel zumindest als Kommentar kennzeichnen?

„Auf diese Mail alleine hatte sich die Polizei laut dem Zeugen in der Silvesternacht verlassen. Dabei heikel: An dieselbe Mailadresse der Polizei hatte Delling den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts geschickt, mit dem es Block vorläufig das alleinige Sorgerecht zugesprochen hatte.“

Der Beamte vom Kriminaldauerdienst hatte mehrfach erklärt, dass er diese Mail nur zur Kenntnis genommen habe. Er wollte sich nicht mal drauf festnageln lassen diese gelesen zu haben, sondern er hätte sie eher überflogen (kein Zitat, erinnere ich nur noch sinngemäß). Jedenfalls hatte er verdeutlicht, dass weder diese Mail, noch die ihm mutmaßlich unbekannte Mail von Delling, Basis für sein Handeln waren bzw. gewesen wären. Er hat sich also nicht darauf „verlassen“. Das ist wieder genau das Wording der Verteidiger. Die Erklärung vom Zeugen, dass die Mails an die Adresse von mehreren Beamten bearbeitet werden und ein anderer Beamter vor ihm vermutlich die Mail von Delling bearbeitet hatte, lässt er dann weg und unterstützt lieber das Framing der Verteidigung, die Polizei sei auf einem Auge blind gewesen.

"Das Bild, das die Befragungen aller Kripo-Zeugen in den vergangenen Wochen ergeben haben, verfestigt sich damit: eine Polizei, die sich an kaum etwas konkret erinnern kann und sich schwertut, ihr eigenes Vorgehen in der hitzigen Silvesternacht zu erklären."

Das ist wohl seine Meinung und die Meinung der Verteidigung. Mein Eindruck ist, dass die Verteidigung die Beamten so in Details durchlöchert hat, dass jeder Mensch Erinnerungslücken aufweisen würde. Es wurden bestimmt auch Fehler gemacht. Aber es ging hier um Stunden in der Silvesternacht bei akuter Lage durch mit Gewalt entführter Kinder. Als ob sich einer vom Kriminaldauerdienst in Ruhe mit einem Juristen hinsetzt und erstmal den langen Sorgerechtsstreit studiert. Das hätte vielleicht ganz andere Fragen aufgeworfen.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 07:33
Zitat von ottercatottercat schrieb:Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung von dem Tag. Hier weiter aus dem Artikel:
Vielen Dank für diese detailreiche Analyse.

Das bestätigt mein Lamentieren, dass Journalisten zu oft schnöden Bericht (auch da kann natürlich schon Selektion stattfinden), Reportage, Erläuterung, Einwände und Hintergrund sowie eigene Meinung vermischen. So dass der Leser nicht mehr erkennen kann, was ist im Saal unmittelbar Erlebtes, z.B. die Meinung der Verteidigung ist (die von eigener Meinung zu trennen ist), was eigene Schlussfolgerungen und Annahmen ("Zeuge widerspricht sich") oder gar diffuse Gefühle sind.

Klassiker für eine saubere Trennung waren früher: Die Tagesschau. Die haben es von der BBC übernommen. Die "Süddeutsche" hat es auf ihren ersten Seiten auch sehr konsequent gehandhabt. Das klang dann wie Behördensprache, war aber nicht angreifbar. Vermutlich wird das noch in den Journalistenschulen gelehrt. Journalisten aber, die sich danach richten, wie heute in den Leitmedien oder Lokalredaktionen "meinungsstark" geschrieben wird, die meinen, es muss so sein, der "Content" muss ja auch unterhalten, sonst liest es niemand.

Aber es gibt immer noch Journalisten, die sich daran halten. Sogar auf Lokalebene. Hier aber nicht:

Zitat:
Zitat von ottercatottercat schrieb:„Im Gegensatz zu ihrem Ex Hensel, der durch seine Kommentare und Grimassen regelmäßig mit der Verteidigung aneinandergerät, kann man manchmal schon beinahe übersehen, dass die Hauptangeklagte selbst auch jeden Tag im Gericht ist.“
Von "Ex" zu sprechen ist sprachlich nicht sauber. Seine Kommentare und Grimassen müsste der Journalist selbst erlebt haben, was er aber nicht kenntlich macht. Hat er hier Behauptungen der Verteidigung übernommen, wäre das journalistisch ein böses Foul. Und ob jetzt die angeblichen "Grimassen" eines Prozessbeteiligten aus sachlicher prozessualer Sicht berichtenswert sind, das wage ich zu bezweifeln (doch die polarisierte Öffentlichkeit wird das vermutlich mehr interessieren als die StPO).

Für mich war nach Kenntnisnahme des Berichts https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-prozess-tag-43-nachbarin-vorwuerfe-polizist-sorgerecht noch zum Verständnis wichtig:

Die Zeugin hatte sich erst nach Prozessbeginn mit ihren Beobachtungen telefonisch beim Anwalt der Nebenklage gemeldet.

Die Notizen v. d. Medens sind also schon von dem gefärbt gewesen, was er in dem Telefonat für wichtig gehalten hat. Er hat dann vermutlich diese Zeugin benannt, obwohl sie jetzt für die Schuldfrage nicht besonders bedeutend war. Dann ist die Verteidigung auf diese Nachbarin los, schon weil es die Zeugin der Nebenklage war - und weil v.d. Meden noch seine Notizen verlas. Fand ich jetzt nicht so klug, weil es unvermeidlich Abweichungen geben würde. Aber ein Teil der Anwaltschaft gehört in die Gruppe der "G'schaftl'huber". Und dann war jede kleine Divergenz für die noch viel größeren "G'schaftl'huber" von der Mannschaft der Verteidigung ein gefundenes Fressen, das sich in Wirklichkeit mehr gegen v.d. Medens Notizen denn gegen die Zeugin richtete.

Oder wie war da Dein Eindruck @ottercat ?


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