Die Vorsitzende: „Was hatten Sie als Bauingenieur mit dieser Operation zu tun? Erklären Sie mir das mal. Warum sind Sie zu dieser Besprechung gegangen? Was haben Sie für Qualifikationen, um Kinder zu retten?“
Der Zeuge: „Ich habe keine besonderen Qualifikationen. Ich ging hin, weil ich neugierig war und vielleicht helfen könnte. Es ging um Kinder.“
Ich möchte helfen, wo ich helfen kann.“
Es zerreißt mir das Herz, dass all diese guten Menschen, diese barmherzigen Samariter wegen eines Gewaltverbrechens vor Gericht gezerrt werden. Sie wollten doch nur den armen Kindern helfen - völlig selbstlos, in einem tausende Kilometer entfernten Land, alles soft, zärtlich und hyggelig mit Lichterkette, Alpakakuscheln und selbstredend absolut gewaltfrei. Man könnte meinen, er spricht davon, einem Kind in der Nachbarschaft den Lolli aufzuheben.
Wer soll das denn glauben? Man fliegt doch nicht 4000 km in ein rechtsstaatliches Land mit funktionierender Justiz und klaut mal eben in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Kinder einer traurigen, prinzessinenhaften Mutter aus dem ebenfalls rechtsstaatlichen Nachbarland (und schlägt dabei - sorry, bisschen Schwund gibts immer - deren Vater brutal zu Boden).
Diese wir-wollten-doch nur-den-Kindern-helfen-und-die-Mama-war-so-verzweifelt-Nummer ist unerträglich.
Jedem Menschen, der ein wenig denken kann, war klar, dass zumindest ein Teil der Aktion gegen das Gesetz verstoßen würde und die ganze hübsche Story einen Haken haben muss.
Quelle:
https://www.mopo.de/hamburg/gericht/46-vehandlungstag-im-block-prozess-heute-soll-ein-mutmasslicher-entfuehrer-aussagen/