LilliVanilli schrieb:Für mich ist dieser 09.10. der Schlüssel zu allem anderen, das dann gefolgt ist. Da hatte es vorher schon geraume Zeit in der "Beziehung" gebrodelt, sie hat die Kontrolle über ihren v. a. finanziellen Deppen verloren, hat ihn auch nicht mehr über Zwinkerzwinkersiewissenschon zurückbekommen - und da flog der Schalter. Wie sagte sie so schön in einem Gespräch mit C. D. am 09.10.? Es wären Entscheidungen nötig, und die hätte sie jetzt getroffen. Ich finde die Quelle und leider auch die Uhrzeit des Gesprächs nicht mehr, es ging aber aus den Prozess-Livetickern hervor. Der nicht wahrgenommene AWO-Termin, stattdessen die Sichtung ihres Autos in der Ulmenstraße...
THIS!
Ich hatte mich immer mal wieder gefragt, woran die Ermittler die "endgültige" Trennung festgemacht haben. Für mich waren auch das die prägnantesten Aussagen von ihr - sie hatte entschieden, was nun passieren muss, damit sich alles wieder regelt und sie wieder Kontrolle über das Geschehen hat.
Und die ganzen vorherigen Post versuchen immer ihre Handlungen mit dem heutigen Wissen zu verstehen und da liegt der Fehler.
Ihre Handlungen begangen mit dieser Entscheidung - das Kind muss weg. Und so hat sie dann agiert.
Sie hat nicht darüber nachgedacht, was danach passiert - weder auf der Beziehungsebene noch auf der Logikebene.
Sie hätte sich ein besseres Alibi verschafft, mit dem Handy ganz anders agiert, ein anderes Auto genutzt, etc.
In ihrem Kopf war der Ablauf "Fabian ist weg" "Vater Sohn Wochende fällt aus" "ich habe wieder Kontrolle über MR". Dass ein Vater sich über sein verschwundenes Kind Sorgen macht, gab es ja schon nicht in ihrem Plan. Sie ging davon aus, er kommt zum schnackseln und gut ist.
Deswegen ist alles, was zur Tat passiert rein mit der Zielsetzung zu sehen
Ich weiß, es ist sehr schwer zu verstehen - auch ich gehöre zu den Planern, den Menschen, die immer jedes Details und jede mögliche Variante durchspielen müssen. Es gibt aber Menschen - und ich kenne solche persönlich - die das eben nicht tun. Die nur ans primäre Ziel, den nächsten Schritt denken und alles danach gibt es einfach nicht. Sie wird auch m.M. gar nicht die Kapazitäten dafür haben, alleine schon ihr Geduldsfaden reicht für so eine Herangehensweise nicht aus. Sie wird für so etwas auch nicht die erforderliche Konzentration aufbringen können.
Und so ist eben jeder Schritt danach auch wieder als Schritt für sich zu sehen und nicht als komplexe Handlungen, die aufeinander abgestimmt sind.
z.B.:
Samstag - oh, die suchen ja auch bei mir, ich könnte ja auch im Fokus sein, also besorg ich mich mal ein Alibi (während sie allerdings Wissen um die Abwesenheit des Kindes etc. herausplappert)
Sonntag - Schei..., MR kommt einfach nicht bei. und jetzt hängt der auch noch mit D und R ab. Das Kind muss endlich gefunden werden, damit das aufhört
Montag - CD zum Tümpel geschleppt, der ruft aber keine Polizei
Montag - OK zum Tümpel geschleppt, der ruft auch keine Polizei - Story Variante A zu CD erzählt
Dienstag - Heike zum Tümpel geschleppt, die lässt aber mich die Polizei rufen und hält sich nicht an meine Anweisung, nix von den beiden Herren davor zu erzählen - Heike wurde Story Variante B zu den vorherigen Besuchen erzählt
etc.