LilliVanilli schrieb:Die TV als solche triggert im Breitbandmodus. Sie triggert grundsätzlich alle Menschen, die schon mal Erfahrungen mit Narzissten gemacht haben
Zum einen das, zum anderen triggert es, dass der Mord zu verhindern gewesen wäre, wenn da nicht eine ganze Reihe von Männern nicht nur südlich des Gürtels gedacht hätten. Hätten alle früher den Geldhahn zugedreht, wäre es soweit gar nicht gekommen.
Grillage schrieb:Wer schaut sich die stundenlangen youtube-Videos zu jedem Prozesstag an?
Also nach dem einen Prozesstag habe ich nur mal bei YT und TicTac reingesehen, also da gibts anscheinend ne ganze Menge Leute, vorallem viele die sich inhaltsloses Gesabbel anhören, oder einem Typen mit falsch aufgesetzter Kappe dabei zusehen, wie er Ticker vorliest (!) und dabei pro Wort drei Fehler macht und keinen zusammenhängenden Satz herausbekommt, und dafür auch ne Menge an Geld dalassen.
Ich stelle mal die These auf, 95% derer die da zuschauen und u.U. auch Geld lassen, diskutieren hier nicht bzw. kennen das hier nicht.
Grillage schrieb:Mein Eindruck ist, dass sich die Journalistenreihen im Gerichtssaal langsam lichten.
Ist meistens so, wenn "uninteressante" Sachen in den Verhandlungstagen anstehen, und allgemein bei einem so langen Prozess (in Prozesstagen). Schau doch die Parallele beim Block-Prozess. Die ersten Tage haben sich die Nachrichtenmagine überschlagen, LiveStreams auf YT. Das ist auch abgeflacht. Das wird, wie hier auch bei Fabian, zum Ende hin, bei den Plädoyers und beim Urteil wieder voll werden.
Die Journalisten haben meistens ausführliche Notizen (der gute Jens hat pro Prozesstag 20-30 Seiten) sowas wird dann im Nachgang für Berichte oder Dokus dann noch verwendet und zu Geld gemacht, oder für Bücher, Podcasts usw.
Boho schrieb:Als es damals hieß, die Ex fand ihn, klingelten bei mir gleich alle Alarmglocken, weil 1. Trennung und 2. die Ex bis dato bei der Suche nie präsent war. Als ich dann ihr Interview las, wurde die Sachlage für mich immer deutlicher.
Als es hieß, die Ex sei die Finderin, nachdem es erst eine Touristin und dann eine Spaziergängerin war, war für mich klar, da stimmt was nicht, vorallem der Auffindeort "in der Pampa" nen gutes Stück vom Wohnort weg.
Neustarter schrieb:Der größte Schrecken in diesem Drama ist jedoch der ermordete Fabian
Ja, natürlich ist das, der größte Schrecken. Nur wenn man sieht, dass das Umfeld eben durch das gewähren lassen ein gutes Stück dazu beigetragen hat.
Grillage schrieb:Nicht, weil sie nicht leistungsfähig ist, sondern weil sie keinen Bock auf eine geregelte Arbeit hat. Es ist mir ein Rätsel, wie sie sich da durch alle Filter gelogen hat, aber offenbar ist es ihr gelungen.
Stattdessen lebt sue exzessiv ihr großes Hobby, fährt mit ihrer Protzekarre durch die Gegend und lässt andere für sich schuften und zahlen.
Naja, schau dir den "Therapeuten" an. Auch der beste Gutachter hat einen Fall wo er drauf reinfällt. Solche Leute wie die Angeklagte können sehr gut manipulieren. Ich muss sagen, durch eigene Erfahrungen, alleine aus dem was man vom Prozess hört, ist sie nochmal ne Stufe "härter" und besser in dem was sie tut. Ohne irgendwie auf das Äusserliche zu reduzieren, muss man anhand dessen was so bekannt ist eindeutig sagen, dass sie ihr Aussehen eben auch punktgenau eingesetzt hat und um die Wirkung wusste.
Grillage schrieb:Die 4 Jahre Beziehung zu ihr müssen doch die Hölle gewesen sein, die Nachrichten, die wir kennen sind eine Geschmacksprobe dafür.
So eine Beziehung beginnt ganz anders. Da sind solche Leute ganz lieb, zuvorkommend. Die ganze Kontrolle, Zuckerbot und Peitsche, kommt erst nach und nach. Gepaart mit Manipulationen des Zielobjektes als auch des Umfeldes um eben das Zielobjekt zu isolieren. So ist dass die manipulierende Person der "einzige Freund".
Grillage schrieb:Wieso nur hält MR so verzweifelt an dem Konstrukt fest?
Man sieht ja, in der Fläche in MeckPom herrscht Männerüberschuss. Da dürfte eine Art Torschlusspanik vorherrschen. Und jetzt erst mit dem Prozess, wo zumindest in der Region jeder ihn kennt, und somit mehr Ablehnung kommen dürfte. Zum anderen darf man nicht unterschätzen, was vier Jahre Manipulationen anrichten in der Psyche eines solchen Manipulationsopfers. Mit Alkohol scheint er ja durchaus direkt den korrekten Schluss gezogen zu haben, dass er direkt meinte sie [die Angeklagte] hätte was damit zu tun.
Grillage schrieb:sondern die Rentenversicherung fordert durch entsprechend qualifizierte Ärzte erstellte Gutachten ein.
Ich denke das weite Feld der psychischen Erkrankungen kann nicht jeder Gutachter gut abbilden. Und wenn man dann noch eine sehr gute Manipulatorin hinkommt. Und ich halte sie für sehr gut darin.
Grillage schrieb:Und deren täglich Brot ist es ja, dabei Simulanten von wirklich erkrankten und beeinträchtigten Menschen zu unterscheiden.
Naja, kommt drauf an. Sind es Vertragsgutachter, sind sie, wie beim MdK, darauf ausgelegt soviel wie möglich abzulehnen. Ich erinnere da an den Bekannten mit Parkinson, der die Dampfwalze eben langsamer fahren sollte. Der erste Gutachter von der Rentenversicherung hat sich 30 Minuten mit ihm beschäftigt. Der für den Widerspruch angeheuerte freie Gutachter hat sich acht Stunden (!) im Lebensumfeld des Bekannten bewegt und Zeit genommen. Das Gutachten fiel dann eben auch um den Faktor 10 umfangreicher aus.
Wenn sie dann auch so einen "30 Minuten"-Gutachter hatte, und in der kurzen Zeit eben geballt manipulieren konnte, wundert es mich nicht.
Grillage schrieb:Ich verstehe auch nicht, wie sie dass geschafft hat.
Personalmangel mit sehr kurzer Begutachtungszeit führt eben auch zu Fehlern. Und eben nicht vergessen, sie manipuliert sehr sehr gut.
Justsaying schrieb:Vielleicht kommt es auf die Diagnose an?
In dem Fall, den ich kenne, war es Demenz
Ja, Demenz ist so eine Sache, die man schwer in einer kurzen Begutachtungszeit erkennen kann. Wenn da gute Diagnostiken vorliegen, geht das eben "nach Aktenlage". War bei meiner Großmutter (für Pflegegrad) ähnlich. Erste Begutachtung, obwohl mindesten PG 3 nötig war, gab es nur PG 1. Als dann noch die gesicherte Diagnose Demenz + ein verdeckter Schlaganfall dazukam, ging das binnen zwei Tagen nach Aktenlage von PG 1 auf 4 rauf.