Dr.Doyle schrieb:Seine Frau riet ihm doch, sofort die Nummer von Gina zu löschen
und er sagte dann so was wie: " Nee, mach ich lieber nicht. Komme womöglich in den
Verdacht, Spuren zu beseitigen".
Aber wenn er 1.373 Nachrichten löscht, dann nicht?
Dieser Punkt ist in der Tat spannend, habe ich mir auch überlegt. Die Frage wäre dann ja, wann er die gelöscht hat. Die Nacht auf dem Hochsitz wäre eine interessante mögliche Erklärung. Weil ich ihn nicht für so blöd halte, dass er da immer noch nicht gecheckt hatte, dass G. irgendwie in der ganzen Sache zumindest involviert ist, wenn er ihr vlt. da auch noch nicht die alleinige Täterschaft zugetraut hat.
Und hat er damit die (seine) Nachrichten auch G.s WhatsApp Feed gelöscht oder nur in seinem eigenen Chatverlauf? Direkt im Chat kann er ja nur seine eigenen Nachrichten löschen, nicht aber die von G. an ihn versandten. Also selbst wenn er selbst den Chat komplett gelöscht hätte, wären die Nachrichten immer noch auf G.s Smartphone verfügbar gewesen. Das wurde im Detail zumindest in den Tickern nicht erwähnt, ich gehe aber mal davon aus, dass die Nachrichten gefunden und ausgewertet wurden. Denn wenn er G.s Nachrichten in seinem Chat löscht, sind die ja nur in seinem eigenen Verlauf "weg".
Ich denke, Tümpelzeuge C. hat relativ schnell sehr viel mehr durchschaut und verstanden, als er bei seiner Aussage zugegeben hat. Und nur, weil er keinen Sex mit G. wollte, heißt das ja nicht, dass er den Kontakt nicht "genossen" hat. Sie hat sich ihm ja regelrecht angeboten, und manchmal kann auch für einen Mann das Wissen "Ich könnte sie jederzeit haben, wenn ich denn wollte ..." ein besseres Gefühl ergeben als die Auflösung der prickelnden Situation (verbunden mit der evt. Ernüchterung) nach dem tatsächlichen Sex. Deshalb halte ich ihn dennoch für recht authentisch und zuverlässig, soweit es nicht sein eigenes "Saubermann-Image" berührt, was in der Natur dieser brisanten "Beziehung" zwischen ihm und G. liegt.