LilliVanilli schrieb:
MINKA123 schrieb:Ich denke sie hat irgendeine Art von Größenwahn.
Nein, genau das eher nicht *find*. Ich seh die Steine schon auf mich niederprasseln, aber - das hatte ich schon mal geschrieben - sie tut mir beizeiten in ihrer völlig verqueren Selbst- und Weltwahrnehmung auch leid, weil sie nullkommanull der Werkzeuge, derer wir hier Schreibenden uns mit totaler Selbstverständlichkeit bedienen, mitbekommen hat. Stattdessen hat sie eine (Über-) Lebenstatik gelernt, die völlig aus der ethisch-moralischen Norm rausfällt - die aber immer positiv verstärkt wurde, es führte ja zum scheinbaren Erfolg. Mit Norm-Maßstäben ist sie komplett hilflos, die Werkzeuge hat sie einfach nicht. Nicht aus purer Bösartigkeit. Sondern vornehmlich, weil sie es nicht kann.
Der Mord an einem wehrlosen, unschuldigen Kind lässt sich mit nichts begründen, weder, die Täterin wurde mglw in schwierige familiäre Verhältnisse hineingeboren und/oder musste in einem gefühllosen und eher hemmenden Umfeld aufwachsen. Soweit bekannt, wuchs auch ihre Schwester unter nicht ganz so positiven Bedingungen auf. Sie hat aber für sich die Verantwortung übernommen. Das ist zwar oft ein sehr, sehr mühsamer Weg, aber es ist der einzige Schlüssel, um sich aus schwierigen familiären Konstellationen- und Mustern zu befreien.
LilliVanilli schrieb:Mit Norm-Maßstäben ist sie komplett hilflos, die Werkzeuge hat sie einfach nicht. Nicht aus purer Bösartigkeit. Sondern vornehmlich, weil sie es nicht kann.
Soweit ich es blicke, hat sie auf vielfache Weise Unterstützung erhalten. Voraussetzung ist aber immer auch der Wille, mitzuarbeiten!
... weil sie es nicht
kann wollte, passt mMn besser.
Auch wenn traumatische Erlebnisse oder psychische Probleme in der Strafrechtswissenschaft dazu beitragen können, die Mechanismen und Wege zu verstehen, die zu kriminellem Verhalten führen, dienen sie niemals als Rechtfertigung, Billigung oder Entlastung einer derart grausamen Tat. Die Verantwortung liegt ausschließlich bei der mutmaßlichen Täterin; die grausame Tat ist mit nichts zu entschuldigen.
LilliVanilli schrieb:Wir (und unser Sozialsystem, für das wir uns persönlich oft popogepudert nur interessieren, wenn da mal wieder empörenderweise Kosten erhöht werden) schauen oft viel zu wenig auf Kinder, die irgendwann Erwachsene werden. Wie Gina.
Und die Verallgemeinerung, dass unsere "popogepuderte" Gesellschaft sich nur für sich selber interessiert (meine Lesart) ist oberflächlich und kompletter Unsinn. Damit lässt du die komplexe und oft harte Realität außer Acht, in der ein großer Teil unserer Gesellschaft (auch User) lebt.