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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

37.441 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:50
Zitat von JaschaJascha schrieb:Und warum ist sie Rentnerin?
Das sollte man wohl den Therapeuten mal fragen der das abgenickt hat.
Die Meinung bzw. Aussage der Schwester halte ich da durchaus für glaubhaft.
Zitat von JaschaJascha schrieb:Mit ihr tauschen möchte hier wahrscheinlich niemand.
Etliche alleinstehende Rentner*innen müssen hierzulande mit weniger Rente/Hilfe auskommen und müssen davon auch noch Miete bezahlen.
Und die Frage ist ja eher, ob sie diese Hilfe überhaupt jemals benötigt hat - gibt ja genug was da Zweifel aufwirft.
In jedem Fall wäre sie z.B. auf einen Hortplatz nicht angewiesen gewesen (hat sie nicht sogar zuletzt noch einen bis abends beantragt?). Kann sie ja handhaben wie sie will, wenn der Sohn dann nur blöd rumhockt während sie "trainiert" ist der Hort ja womöglich wirklich sinnvoller und abwechslungsreicher. Es bleibt halt ein "Gschmäckle" von "alles mitnehmen was geht" für maximale Tagesfreizeit nach eigenem Gusto.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:05
Zitat von wobelwobel schrieb:Das sagt sich so einfach, aber ein Teil der Betroffenen kapselt sich eher mehr und mehr ab...
ja klar. Da müsste man natürlich helfen, bevor es so weit ist.
Wenn jeder einfach etwas aufmerksamer wäre, mehr das Gespräch suchen würde - vielleicht könnte ein bisschen was gewonnen werden. Es wäre wenigstens wünschenswert und ein Versuch. Leider denken aber die Meisten nur an sich selbst und dann erstmal lange an nichts und irgendwann kommen dann die Nachbarn oder...
Zitat von wobelwobel schrieb:Mein Eindruck ist, dass sie mehr Zeit mit den Pferden verbracht hat als mit ihrem Sohn. Für den Sohn war's womöglich sogar besser als Hausaufgabenhilfe jemand zu haben der da kompetenter ist, aber irgendwie klingt das für mich im Ganzen schon recht minimalistisch.
Ich denke das auch und ja vermutlich war das für den Sohn besser so. Denn mit einer Mutter allein, die so tickt, ist es sicherlich keine gute Basis und so hatte das Kind vermeintlich die Chance auf ein halbwegs stabiles Umfeld, zumindest tagsüber.
Was aber die Pferde angeht: Der Umgang mit Pferden hat nachweislich eine positive Auswirkung auf den Charakter. Ich nehme an, dass ihre Beschäftigung mit ihren Pferden stark dazu beigetragen hat, dass sie noch so halbwegs funktionierte. Ohne dies wäre es vermutlich noch schlimmer gekommen!

Ich bin selbst von Tag 1 an alleinerziehend und habe auch Pferde - ich kann mir ein stückweit ihre Situation, was die täglichen Abläufe angeht, vorstellen (im Gegensatz zu ihr mache ich allerdings alles selbst und arbeite zudem), und kenne auch die finanzielle Belastung (für die sie ja einen aus ihrer Sicht gangbaren Weg gefunden hat). Und andererseits kenne ich auch aus dem nahen Umfeld eine Mutter, die mit ihrem Kind irgendwie offenbar so gar nichts anfangen kann und immer so organisiert, dass sie sich nicht oder wenig bzw. nie alleine kümmern muss.
Das bedeutet aber alles nicht, dass GHs Verhalten nachvollziehbar wäre. Wir stecken - glücklicherweise - alle nicht in ihrer Haut.
Zitat von BohoBoho schrieb:Ich sehe nicht, dass sie einen Job von sagen wir mal mind. 5-6 Stunden in freier Natur nicht ausüben könnte - z.B. irgendwas mit Gartenarbeit, im Forst oder so. Sie ist sicher null Teamfähig bzw. würde jedes Team zerschiessen, sie ist aber körperlich sehr fit und auch in der Lage, einen Tagesablauf zu koordinieren - wenn es ihren eigenen Ansprüchen dient. Sie kann Termine zur festgesetzten Zeit wahrnehmen, wenn sie es möchte (der Hufschmied oder die Tierärztin) und ist in der Lage, für ihre Finanzen zu sorgen (halt nicht aus der eigenen Tasche).

Das Potential ist da für Alles - nur geht sie halt den bequemen Weg und bisher hat ihr eben nie Jemand einen Riegel vorgeschoben.
"Gelegenheit macht Diebe" heißt es doch so treffend.
Wäre es auf dem Amt vielleicht anders gelaufen, der zuständige Mitarbeiter kreativer geworden, beispielsweise - vielleicht hätte sie einen solchen passenden Job finden können und wäre nicht in den Rentenbezug abgerutscht. Wir wissen es nicht. Aus eigener Erfahrung - ich war selbst mal arbeitssuchend gemeldet - kann ich nur sagen: die Mitarbeiter im Jobcenter sind nicht alle hilfreich und wenn man empfangen wird mit den Worten: "Sie sind über 40, alleinerziehend, mit minderjährigem Kind - vergessen Sie's einfach, sie werden, egal wie qualifiziert, nie einen Job finden!" - dann wundert mich überhaupt nicht, wie ein hochgradig manipulativer Mensch in einer ähnlichen Situation vielleicht auf die Tränendrüse drückt und es hinkriegt, in die Rente geschickt zu werden.
Auch damit muss unsere Gesellschaft leben. Es gibt immer "solche und solche". Die einen nutzen sowas in ihrem Sinne aus, die anderen sehen zu, dass sie den Arsch hoch kriegen und es trotzdem schaffen. Menschen sind verschieden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:05
Zitat von BohoBoho schrieb:Ich sehe nicht, dass sie einen Job von sagen wir mal mind. 5-6 Stunden in freier Natur nicht ausüben könnte - z.B. irgendwas mit Gartenarbeit, im Forst oder so.
Hatte sie doch... Gina hatte u.a. kurzzeitig für die Gemeinde gearbeitet. Am 16. Prozesstag am 1.7. sagte dazu u.a. eine aktuelle Arbeitskollegin von Matthias aus, mit der Gina dort damals gearbeitet hatte (Grünflächenamt meine ich - damals war sie Gina's Vorgesetzte - die erlaubten Quellen haben leider recht wenig dazu geschrieben). An diesem Tag wurden insgesamt 6 Zeugen gehört: u.a. Marian (Satteldiebstahl) Jörg (Künstler/Mathelehrer), Stefan (langjähriger Freund von Matthias), die Tierärztin und eben diese Arbeitskollegin, die damals mit Gina arbeitete und heute mit Matthias - und nicht viel Gutes aussagte über sie.
Den Job hatte sie verloren. Den Job danach im Reitsportgeschäft eben dann, wie bekannt, wegen Diebstahls (dort wurde von einer Anzeige abgesehen und das Ganze landete nicht vor Gericht).
Der NDR Podcast greift das alles kurz auf und ich habe gerade nochmal reingehört: da wird gesagt, dass der Satteldiebstahl mit Marian (der nichts mit dem Job und dem Diebstahl im Reitsportgeschäft zu tun hatte!) zwar vor Gericht war, aber eingestellt wurde und Gina Schadensersatz gezahlt hatte. Es war ja vor einigen Tagen mal Thema, als Frau Habetha in ihrem Plädoyer gesagt hatte, dass Gina nicht vorbestraft sei. Das ist somit geklärt.

Hier zum Nachhören (ab ca. Min 6 die Zeugin):
Quelle:
https://www.ndr.de/radiomv/fall-fabian-17-vater-erstmals-wieder-im-gericht,audio-3333460.html

Podcast des NDR Fall Fabian


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:42
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Sie sind über 40, alleinerziehend, mit minderjährigem Kind - vergessen Sie's einfach, sie werden, egal wie qualifiziert, nie einen Job finden!" - dann wundert mich überhaupt nicht, wie ein hochgradig manipulativer Mensch in einer ähnlichen Situation vielleicht auf die Tränendrüse drückt und es hinkriegt, in die Rente geschickt zu werden.
Hast du diesen Fall eigentlich verfolgt? Gina hatte nicht mal Lust, ihre Lehre als Lackiererin zu beenden. Damals hatte sie noch kein Kind und sagte gegenüber ihrer Schwester, Arbeiten sei nichts für sie, sie wolle einen anderen Weg finden. Sie bezog mit 19 Jahren bzw. ab 2015 Erwerbsminderungsrente, zuerst unbefristet. Ihren Sohn bekam sie erst mit 22 Jahren, wenn dieser im letzten Jahr 7 gewesen sein soll.

Gina H. führte (laut Gutachten) einen parasitären Lebensstil, für den sie sogar über Leichen ging. Wie ich schon zuvor schrieb, ihre einzige von ihr empfundene „Not“ war finanzieller Art. Hier ist nicht die Schuld bei der Gesellschaft oder jedem einzelnen zu suchen, Gina H. ist voll verantwortlich für diesen grausamen Mord.

Wenn es danach geht, wie viele Menschen die Folgen einer schwierigen Kindheit mit sich tragen, müsste es ja nur noch Mord und Totschlag geben. Auch wenn ich nicht in Abrede stellen möchte, dass Ginas Lebensumstände nicht zuträglich waren für ihre Entwicklung.

Aber was du hier machst, ist so etwas wie Schuldumkehr, nach dem Motto: andere hätten den Mord verhindern können, wenn man ihr nur genug Hilfe angeboten hätte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:44
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Den Job hatte sie verloren. Den Job danach im Reitsportgeschäft eben dann, wie bekannt, wegen Diebstahls (dort wurde von einer Anzeige abgesehen und das Ganze landete nicht vor Gericht).
Ah, Danke, dass hatte ich nicht mehr auf dem Schirm.
Die Frage ist halt, konnte oder wollte sie nicht - also, war es krankheitsbedingt oder willensbedingt und da gehe ich nach dem Gutachter, der bescheinigt, dass sie sehr gut Recht von Unrecht unterscheiden kann.

Im Reitladen hat sie geklaut.
Bei der Gemeinde war es was nochmal? Im Podcast wird da nichts angesprochen - bei Minute 6 geht es um die Aussage des Freundes von MR (der übrigens darlegt, dass es keine Gewalttätigkeiten von MR gab, wie von ihr behauptet)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:45
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:"Gelegenheit macht Diebe" heißt es doch so treffend.
Wäre es auf dem Amt vielleicht anders gelaufen, der zuständige Mitarbeiter kreativer geworden, beispielsweise - vielleicht hätte sie einen solchen passenden Job finden können und wäre nicht in den Rentenbezug abgerutscht.
Kann ich mir nicht vorstellen das es am Mitarbeiter gelegen haben soll, denn wie soll man jemanden in einen Job bringen wenn sie nicht mal einen Beruf erlernt hat. Und wenn sie einen Job hatte, dann hat sie nur Mist gemacht, so muss man das ja mal sagen.
Arbeiten ist nicht ihre Welt
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:ann ich nur sagen: die Mitarbeiter im Jobcenter sind nicht alle hilfreich und wenn man empfangen wird mit den Worten: "Sie sind über 40, alleinerziehend, mit minderjährigem Kind - vergessen Sie's einfach, sie werden, egal wie qualifiziert, nie einen Job finden!" -
Gina war aber nicht über 40 , und auch alleinerziehende mit Kind bekommen einen Job , aber Gina hat den einfachsten Weg gewählt, und auch geschafft.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:47
@Retsiemfoh

zum Beispiel Dorina hat als Alleinerziehende gearbeitet


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:03
@Jesse6

Genau, da könnte man wahrscheinlich noch viele Bsp. nennen. Und sie wusste schon wie man einen Arbeitsplatz wieder los wird, sie hatte keine Lust auf Arbeit, das unterstelle ich ihr jetzt mal. Sondern nur ihre Pferde im Kopf die sich nicht mal leisten konnte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:15
Hallo zusammen,

Ich lese hier seit geraumer Zeit mit - vielen Dank, dass ich dadurch immer wusste, welcher live Ticker aktuell war und überhaupt den Fall viel besser verfolgen konnte. Ich habe tatsächlich jeden Verhandlungstag verfolgt- zur Urteilsverkündung möchte ich gern vor Ort dabei sein, auch wenn es für mich sehr weit entfernt ist.
Meine Frage an euch- wird von euch jemand dabei sein?

Liebe Grüße & schönen Abend euch!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:20
Zitat von BohoBoho schrieb:Ah, Danke, dass hatte ich nicht mehr auf dem Schirm.
Die Frage ist halt, konnte oder wollte sie nicht - also, war es krankheitsbedingt oder willensbedingt und da gehe ich nach dem Gutachter, der bescheinigt, dass sie sehr gut Recht von Unrecht unterscheiden kann.
Ich verstehe den Zusammenhang da gerade nicht in Hinblick auf ihre Arbeitsstellen... Was meinst Du mit "Konnte oder wollte sie nicht" und dann diesbezüglich "Recht von Unrecht unterscheiden können"?
Das hört sich an, als wäre Gina schwachsinnig und nicht in der Lage, rational grundlegende Zusammenhänge zu erkennen oder dementsprechend zu handeln...
Zitat von BohoBoho schrieb:Im Reitladen hat sie geklaut.
Bei der Gemeinde war es was nochmal? Im Podcast wird da nichts angesprochen - bei Minute 6 geht es um die Aussage des Freundes von MR (der übrigens darlegt, dass es keine Gewalttätigkeiten von MR gab, wie von ihr behauptet)
Ich schrieb "ab ca. min 6", da es dort dann so langsam übergeht. Ich schrieb auch, es wird bei den erlaubten Quellen nur kurz angeschnitten. Alles andere kannst/müsstest Du selbst nochmal recherchieren (vielleicht gibt es ja noch ausführlichere Ticker von damals - gut möglich - mir ging es erstmal nur grundsätzlich kurz um den Hinweis auf den Job beim Grünflächenamt, der im Prozess halt Thema war).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:22
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Hier ist nicht die Schuld bei der Gesellschaft oder jedem einzelnen zu suchen, Gina H. ist voll verantwortlich für diesen grausamen Mord.
Selbstverständlich ist sie das!
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Aber was du hier machst, ist so etwas wie Schuldumkehr, nach dem Motto: andere hätten den Mord verhindern können, wenn man ihr nur genug Hilfe angeboten hätte.
Nö. Ich überlege nur, was zukünftig in ähnlich gelagerten Situationen besser laufen könnte oder wie man generell besser helfen könnte. Denn selbst GH wird sich vielleicht ihr Verhalten ursprünglich nicht so ausgesucht haben. Das bedeutet aber keineswegs, dass andere Schuld wären oder sie nicht zur Verantwortung gezogen werden sollte!
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Kann ich mir nicht vorstellen das es am Mitarbeiter gelegen haben soll, denn wie soll man jemanden in einen Job bringen wenn sie nicht mal einen Beruf erlernt hat.
Naja es gibt viele Jobs und nicht jeder erfordert eine Ausbildung. Es lag vermutlich nicht an dem Mitarbeiter, aber vielleicht wäre es generell hilfreich, wenn dort manche engagierter wären. Es gibt ja tolle Mitarbeiter dort, meiner Erfahrung nach ist das aber leider eher die Ausnahme. Es ist aber eben nicht so, dass die Arbeitslosen alle nicht arbeiten wollen (auch wenn das natürlich vorkommt, wie hier vielleicht auch).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:23
Zitat von wobelwobel schrieb:Etliche alleinstehende Rentner*innen müssen hierzulande mit weniger Rente/Hilfe auskommen und müssen davon auch noch Miete bezahlen.
Nein, das müssen sie nicht, das nennt sich Grundsicherung im Alter.
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/In-der-Rente/Grundsicherung

Was fehlt, sind bezahlbare, einfache, kleinere Wohnungen für Menschen mit wenig Geld, also auch für Azubis und Studenten.
Aber das hat mit einer Gina H., die im Haus ihrer Großeltern auf dem platten Land wohnen konnte, nichts zu tun.

Es geht letztlich um eine angemessene, strafrechtliche Konsequenz für den Mord an Fabian.
Die Kosten für ihre Unterbringung in einer JVA dürften ihre „supertolle“ Rente übersteigen und ein lebender, gesunder Fabian wäre mir persönlich wichtiger, als diese irrelevante Diskussion um ihre Erwerbstätigkeit und den Hortplatz für ihren Sohn. Wir haben in Deutschland keine Sippenhaft und dieses Kind hat jede Minute verdient, die es nicht in dieser toxischen Beziehung verbringen musste.
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Gina H. führte (laut Gutachten) einen parasitären Lebensstil, für den sie sogar über Leichen ging. Wie ich schon zuvor schrieb, ihre einzige von ihr empfundene „Not“ war finanzieller Art. Hier ist nicht die Schuld bei der Gesellschaft oder jedem einzelnen zu suchen, Gina H. ist voll verantwortlich für diesen grausamen Mord.
Ja, das wird sie nach einer rechtskräftigen Verurteilung sein.
Aber ohne einen Wirt kann ein Parasit nicht überleben. Und diese Wirte / Enabler hatte sie nun mal.
Sie ist nicht die Einzige mit diesem Lebensentwurf. Die Leidtragenden sind zu oft die Kinder.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:28
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Nö. Ich überlege nur, was zukünftig in ähnlich gelagerten Situationen besser laufen könnte oder wie man generell besser helfen könnte.
Mich darfst du gerne von diesen Überlegungen verschonen, das gehört hier eigentlich nicht hin.
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Denn selbst GH wird sich vielleicht ihr Verhalten ursprünglich nicht so ausgesucht haben.
Hier relativierst du ihr Verhalten schon wieder. Absurd angesichts eines brutal abgestochenen und verbrannten Kindes, das diese „liebe Ziehmama“ „entsorgen“ wollte wie Müll.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:49
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ich verstehe den Zusammenhang da gerade nicht in Hinblick auf ihre Arbeitsstellen... Was meinst Du mit "Konnte oder wollte sie nicht" und dann diesbezüglich "Recht von Unrecht unterscheiden können"?
Das hört sich an, als wäre Gina schwachsinnig und nicht in der Lage, rational grundlegende Zusammenhänge zu erkennen oder dementsprechend zu handeln...
Nein, ich meinte, das ja der Gutachter eben darauf hinwies, dass sie sehr gut Recht von Unrecht unterscheiden kann.
Unsere beiden Posts gehen am Ende ja zurück auf den Post von @Jascha, dass es Gründe für ihre Rente gegeben hätte - also, sie sei schlicht nicht arbeitsfähig wegen ihrer Erkrankung.
Was ich eben nicht so sehe und hier kommt das wollte sie nicht oder konnte sie nicht her.
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Nö. Ich überlege nur, was zukünftig in ähnlich gelagerten Situationen besser laufen könnte oder wie man generell besser helfen könnte. Denn selbst GH wird sich vielleicht ihr Verhalten ursprünglich nicht so ausgesucht haben.
Ganz glitischiger Boden und komplette Verlagerung der Verantwortung. Vor allen Dingen grausam für Menschen/Partner, die in abusive Beziehungen gefangen sind.
Gestern habe ich zufällig die Doku "The Pastors Wife" auf Netflix gesehen - eine Frau, die nach jahrelangem Missbrauch durch den Ehemann tot aufgefunden wird (als sie sich endlich trennen will). Der Ehemann ist ein Scheusal als Mensch und predigt einen Müll sondersgleichen, aber die Frau war so gefangen in dem, Gott will das so, sie muss ja besser sein, denn nur deswegen verhält er sich so, etc.

Fürs Helfen gibt es Ärzte und Kliniken - Ende. Weder der Partner noch andere Menschen sind hier verantwortlich - sie können auch gar nicht helfen. Genausowenig, wie man einem Alkoholkranken oder sonstwie Süchtigen helfen kann. MR war mehr als behilflich und was das gebracht hat, sehen wir ja.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:52
Zitat von JaschaJascha schrieb:Nein, das müssen sie nicht, das nennt sich Grundsicherung im Alter.
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/In-der-Rente/Grundsicherung
Die "Grundsicherung" entspricht in etwa dem, was Gina bekommt.
Allerdings muß Gina keine Miete bezahlen - was pi-mal-Daumen ungefähr die Hälfte des Betrags ausmacht.
Zitat von JaschaJascha schrieb:Was fehlt, sind bezahlbare, einfache, kleinere Wohnungen für Menschen mit wenig Geld, also auch für Azubis und Studenten.
Es gibt diese Wohnungen. Aber die sind halt größtenteils Altbau. Und werden nach und nach "verboten" - während gleich große (bzw. eher kleine) Neubauwohnungen auf aktuellem Stand einfach nicht bezahlbar sind.
Zitat von JaschaJascha schrieb:Aber ohne einen Wirt kann ein Parasit nicht überleben. Und diese Wirte / Enabler hatte sie nun mal.
Sie hat den Sozialstaat ebenso voll ausgenutzt. Und das Rentensystem. Und das Gesundheitssystem.
In welchem sozialen Netz hat sie nicht faul rumgefläzt?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:55
Zitat von BohoBoho schrieb:Fürs Helfen gibt es Ärzte und Kliniken - Ende.
Ich kann's nur wiederholen: Davon gibt es leider nicht genug...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:58
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Nö. Ich überlege nur, was zukünftig in ähnlich gelagerten Situationen besser laufen könnte oder wie man generell besser helfen könnte. Denn selbst GH wird sich vielleicht ihr Verhalten ursprünglich nicht so ausgesucht haben
Ich finde deine Überlegung erstmal richtig, wichtig und gut! Aber: was meinst Du mit "ähnlich gelagerten Situationen"? Ähnlich gelagerte Situationen passieren jeden Tag tausendfach!! Und das ist der Punkt: trotzdem begehen diese betroffenen Menschen keinen Mord an einem Kind. Und daher: ihr Verhalten hat sich definitiv NUR Gina so ausgesucht! Sie hatte Unterstützung von allen Seiten, seit Jahren, in jeglicher Hinsicht (emotional, psychologisch, im täglichen Leben, finanziell). Ich weiß, was Du aussagen möchtest. Es gibt ganz schlimme Schicksale und allgemein eine Schieflage - das hat aber nichts mit diesem Fall zu tun. Dennoch glaube ich, dass sich solche/ähnliche Fälle in Zukunft häufen werden, weil die Gesellschaft immer mehr so tickt (das sagen im Übrigen auch renommierte Wissenschaftler und Psychologen).
Gina's Problem bestand doch nicht darin, dass es an all dem haperte, sondern daran, dass sie 5 (!) Pferde hatte und nicht bereit war, daran etwas zu ändern! Emotional kann ich noch nachvollziehen, dass man an an seinem Tier hängt - sie hat sich das alles aber nunmal selbst erst so aufbauen und halten können, weil sie immer die Unterstützung durch andere hatte, die für sie "schafften". Wir reden hier nicht über eine mittellose, alleinerziehende Frau, die keine Wohnung, keine Unterstützung hatte, ihren Sohn nicht ernähren, sich nicht um ihn kümmern und ihren Hund nicht durchfüttern konnte, weil sie Frührentnerin und ein Opfer sozialer Ungerechtigkeit war! Gina mit nur einem Pferd, vielleicht sogar noch 2, mit Halbtagsjob (und sogar ohne, mit einem Vollzeit arbeitenden Partner in einer Wohnung mit einem Kind, einem kleinem Auto und ihrer Rente von 1500 Euro), wäre mMn wunderbar gegangen! Alleine natürlich nur mit Abstrichen möglich (auch ohne Miete bei Oma und Opa - als eingetragene pflegende Person bekommt man auch nochmal Geld, Kredit für den dicken Pickup lief auch über andere), Trecker, Landmaschinen, Equipment für die Pferde, OP-Versicherungen, Tierarzt, Turniere, Training - es mussten 5 Pferde sein - daran gab es nichts zu rütteln! Bei Heike wurde dann damals geklingelt, wenn der Sohn nichts für die Schule hatte und ein Apfel gesponsert (Kinder sind teuer und mit wachsendem Alter steigen auch die Ansprüche - das ist absolut so! Ich bin auch alleinerziehend mit 2 Pubertieren und großem Hund - man darf das nicht unterschätzen! Da wäre es auch interessant zu wissen, ob der Vater von Gina's Sohn Unterhalt zahlte für ihn und ob Matthias zudem auch Unterhalt für Fabian an Dorina zahlte?). Kindergeld hat Gina ja definitiv erhalten.
In diesem Fall geht es nicht um soziale Ungerechtigkeit - Gina hatte immer ein Netzwerk - sondern schlichtweg um ihre persönlichen Prioritäten (mal sehr gelinde und nicht "pathologisch" ausgedrückt)!


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gestern um 21:33
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb am 03.11.2026:
Auch finanzielle Gründe könnten seiner Auffassung nach bei einer möglichen Tat keine Rolle gespielt haben. Das Futter für ihre Pferde würde nur 200 Euro monatlich kosten, sie hätte 1.500 Euro monatlich zur Verfügung gehabt
Quelle: https://www.rtl.de/news/liveticker-zum-mordprozess-im-fall-fabian-8-aus-guestrow-gina-h-beteuert-ihre-unschuld-ihre-letzten-worte-vor-gericht-id31224931.html

Dazu möchte ich abermals die Zusammenfassung der Nachrichten anführen, die aus dem Allmystery Themewiki stammt. Die Argumentation, sie sei nach der Trennung emotional gefestigt gewesen und hatte keine finanziellen Probleme (die Milchmädchenrechnung, sie hatte 1500 Euro insgesamt, 200 Euro im Monat für das Futter für die Pferde und deswegen 1300 Euro übrig), ist schlichtweg albern und nicht haltbar.
Und daher macht mich die Aussage im Plädoyer der Verteidigung wütend, weil man anscheinend davon ausgeht, dass es ansonsten keine Kosten/Ausgaben gab oder dass die Leute alle dumm sind? Allein diese Argumentation ist eigentlich eine Frechheit (oder lachhaft - aber dazu gibt es nunmal keinen Grund).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 22:22
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Es gibt da draußen etliche Menschen, die Hilfe dringend benötigen - was können wir als Gesellschaft tun, um ihnen zu helfen, aber auch, um Taten zu verhindern, die so eigentlich sicher niemand gewollt hat? Was kann im Vorfeld getan werden, um Situationen gar nicht erst aufkommen zu lassen, die das Leben eines Menschen in Gefahr bringen, erstrecht das Leben eines Kindes?

Habt ihr dazu Ideen?
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wo hättest Du denn noch mehr Hilfeleistungen und Unterstützungen bei ihr hinkippen wollen?
es ging mir nicht nur um Gina H., sondern ich meinte das generell. Es gibt ja viele andere Mitmenschen, die Hilfe brauchen. Und ich meinte auch nicht die "Hilfe von staatlicher Seite", sondern von jedem, der sie kannte.
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Da müsste man natürlich helfen, bevor es so weit ist.
Wenn jeder einfach etwas aufmerksamer wäre, mehr das Gespräch suchen würde - vielleicht könnte ein bisschen was gewonnen werden. Es wäre wenigstens wünschenswert und ein Versuch. Leider denken aber die Meisten nur an sich selbst und dann erstmal lange an nichts und irgendwann kommen dann die Nachbarn oder...
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Es ging mir nicht darum, jede Straftat im Vorfeld zu verhindern, oder dass die Gesellschaft das Risiko tragen muss. Sondern einfach darum, Menschen Hilfe aktiv anzubieten, die diese brauchen können. Ob sie nun andernfalls zu Tötern werden oder nicht, oder ob sie die Hilfe annehmen können, oder nicht, ist mir hier zweitrangig. Mir geht es ums Hinschauen und um das Angebot, was wir - jeder Einzelne - vielleicht leisten könnte.

Wenn sich dadurch etwas verhindern lässt, umso besser.
Sorry, mir gehen Aussagen, dass "die Gesellschaft" mehr zuhören und helfen müsste auf den Keks. Die Gesellschaft sind wir alle und die Vorstellung, dass das Funktionieren der Gesellschaft den Beitrag jedes einzelnen Mitglieds erfordert, ist auch klar, und durchaus ein ehrenwerter Gedanke! Aber, nicht jeder Mensch kann dazu seinen Beitrag leisten, da die Fähigkeiten und/oder Lebensumstände (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Behinderung oder eigene Lebenskrisen) es einfach nicht hergeben! Deshalb ist mMn ja schon viel getan, sich in erster Linie selbst zu bemühen, mit seinem persönlichen Leben weitestgehend zurechtzukommen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Denn eine funktionierende Gesellschaft gründet in besonderem Maße auf das Verantwortungsgefühl sich selbst gegenüber, dann auf ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein einschließlich Solidarität mit den Schwächsten in der Gesellschaft.

Es ist einfach, darüber zu lamentieren, dass die Gesellschaft mehr hinschauen und zuhören müsste.
Ganz konkret :) @Tita1992 , wie hättest du zB als Nachbarin (als Mitglied der Gesellschaft) auf Gina einwirken können, damit diese grausame Tat nicht passiert wäre? Die Menschen im Umfeld sehen doch immer nur einen Teilausschnitt! Sie nehmen vllt nur eine junge Frau in einer On-Off-Beziehung wahr. So what?

Wäre es meine Nachbarin, würde ich wahrscheinlich nicht so den großen Kontakt suchen. Bin ich deshalb unsolidarisch? Kann "die Gesellschaft" mir das Ankreiden?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 22:55
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Ob das in der heutigen Zeit als so außergewöhnlich angesehen werden kann, dass es Unmengen an Material aus den privaten Kommunikationen gibt, wage ich grundsätzlich zu bezweifeln, da sich das Kommunikationsverhalten einfach geändert hat.
Und wie man das Gefundene als derartige "Goldgrube" interpretieren kann, kann ich eigentlich auch nicht ganz nachvollziehen, meiner Meinung nach ist ihrer Kommunikation sogar ziemlich harmlos und dreht sich eigentlich auffallend wenig um Fabian.
Wenn Du das Kommunikationsverhalten von Gina H. als normal und absolut nicht ungewöhnlich einstufen möchtest, bleibt Dir das unbenommen. Für mich ist das Ausmaß ihrer Telefonate, Chats und Sprachnachrichten mehr als überbordend, einfach nur „gaga“.

Zur Erinnerung: Allein in der Zeit vom 9. bis zum 14. Oktober 2025 wurden auf ihrem Handy rund 30 000 (!) Vorgänge registriert. Und in den vier Wochen, in denen sie näheren Kontakt zu Christian D. hatte, tauschten GH und CD etwa 1400 WhatsApp-Nachrichten aus.

Total üblich?

Folgt man @rabunsel, hielt sich all diese Kommunikation nicht nur von der Menge her im Rahmen, sondern sie war auch inhaltlich „ziemlich harmlos“.

Ach ja?

Hat Gina H. nicht unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass sie einen Neustart wünsche nur mit Matthias R., den Pferden und Leo, dem Hund - aber ohne diese „Scheiß Anhängsel“ wie Fabian L.?

Und hat sie nicht bitterlich beklagt, dass sie ohne MR finanziell am Ende sei? Hat sie ihn vor diesem Hintergrund nicht eindringlich beschworen („bitte, bitte“), zu ihr zurückzukehren?

Allein diese Auszüge aus der Kommunikation von Gina H. geben zu erkennen, dass sie ein handfestes Motiv für den Mord besaß: Hass auf den „Störenfried“ und „Konkurrenten“ Fabian, gepaart mit dem Verlangen, die Beziehung mit MR als Partner und wichtigen Financier ihres parasitären Lebensstils nach dem Tod des Kindes neu knüpfen zu können.

Für mich ist das nicht harmlos, sondern unmenschlich brutal.


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