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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

37.232 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

11.10.2026 um 13:47
Ich frage mich, warum hier manche so auf die Sicherungsverwahrung hoffen? Sie ändert nichts an der Haftdauer bei zu lebenslanger Haft verurteilter Straftäter. Die für die Sicherungsverwahrung maßgebliche Gefährlichkeit ist bei der weiteren Vollstreckung der lebenslangen Haft ein maßgeblicher Punkt. Wird die weitere Gefährlichkeit festgestellt, ist eine Strafaussetzung zur Bewährung nicht möglich. Wird sie verneint, und alle weiteren Punkte für die Strafaussetzung zur Bewährung treffen zu, ist mit der Strafaussetzung zur Bewährung auch die Sicherungsverwahrung weg. Man kann ja nicht sagen, bei der Strafvollstreckung ist sie nicht mehr gefährlich, bei der Sicherungsverwahrung schon.

Die zwei Unterschiede die es macht: Wird die Sicherungsverwahrung angeordnet, sind während der Haft Maßnahmen der Maßregel, wie Therapien möglich, und wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt, dann sie ebenfalls die Maßnahmen der Maßregel möglich, wie längere Überwachungszeit, engmaschigere Überwachung, zusätzliche Auflagen.

An der Dauer ihrer Inhaftierung ändert sich nichts. Kommt man nach 15 Jahren, oder bei festgestellter besonderer Schwere der Schuld nach Ablauf der Mindestverbüßungsdauer, zur Einschätzung sie ist weiter gefährlich, sitzt sie weiter.

Und nicht zu vergessen, Sicherungsverwahrte haben mehr Rechte als Strafgefangene. Da ist _mir_ lieber, dass sie bis ans Ende ihrer Tage unter den engeren Fesseln der Strafhaft leben muss.
Zitat von Lumina85Lumina85 schrieb:Hier wird schon die ganze Zeit nach REALISTISCHEN Alternativszenarien gefragt -ohne Antwort.
Da wird nichts kommen. Das geht schon seit er den Thread geflutet hat. Wir waren ja hier immer noch auf die platzenden Bomben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

11.10.2026 um 13:55
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:Wie kommt man jetzt auf Armin Meiwes, zumal bei ihm überhaupt keine Sicherungsverwahrung angeordnet wurde?
Das hatte ich falsch im Sinn mit Sicherungsverwahrung bei ihm. Ehrlich gesagt wundert mich das jedoch ein wenig. Wie ich auf ihn gekommen bin? Keine Vorstrafen vor der Tat und noch immer in Haft. Parallelen die ich zu Gina H sehe: keine Reue und Stolz auf die Tat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

11.10.2026 um 14:03
Zitat von Xen01Xen01 schrieb:Keine Vorstrafen vor der Tat und noch immer in Haft. Parallelen die ich zu Gina H sehe: keine Reue und Stolz auf die Tat.
Naja. Er hat gestanden im Detail
Gina H sagt, sie war’s nicht.
Also parallel ist etwas weit hergeholt. Aber off Topic.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

11.10.2026 um 14:06
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Meine Kristallkugel sagt eher, dass sie - auch wenn jetzt noch nicht journalistenoffen - spätestens nach dem Urteil mit geeigneten Mitstreitern alle Mediengeschütze auffahren wird, um sich als Justizopfer darzustellen.
Wenn sie und ihre Verteidigung dieser Ansicht sein sollten, könnten sie innerhalb einer Woche nach Urteilsverkündung Revision einlegen. Dafür müssten sie aber
Verfahrensfehler oder Rechtsfehler im Urteil aufzeigen und ich denke nicht, dass dem akribisch arbeitenden Gericht solche nachzuweisen sind.
Zuletzt hatte Hr. Ohm selbst öffentlich erklärt, dass er Gina über die hohe Wahrscheinlichkeit ihrer Verurteilung informiert hat.

Bin auf jeden Fall gespannt auf die letzten Worte des armen Justizopfers.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

11.10.2026 um 19:36
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Bin auf jeden Fall gespannt auf die letzten Worte des armen Justizopfers.
Entweder wird sie kreischen wie eine Furie oder aber Mucksmäuschenstill sein.

G. ist Tatleugnerin und wird es laut Gutachten auch bleiben. Da benötigt es keine Sicherungsverwahrung - sie wird, so wahr es das Gericht entscheidet sehr lange einfahren.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

11.10.2026 um 20:07
Zitat von HeribertHeribert schrieb:
Zitat von wobelwobel schrieb:Am Donnerstag (09.10.) durfte er noch in den Jugendclub,
am Freitag (10.10.) sollte er allerdings zuhause bleiben.
Sorry!
Und hier stellt sich die Frage nach dem warum, mit wem hatte er eine Verabredung? Wurde er gezwungen/ gedrängt? Wer hat ihn aufgespürt und mitgenommen? Was ist mit den arabisch aussehenden Männer?
Also wenn er überhaupt "verabredet" war, dann am Freitag - mit Gina.
Gezwungen/gedrängt wurde er da eher nicht sondern am Donnerstag von Gina abgepasst als er (zu einer für ihn üblichen Zeit) zum Jugendclub geradelt ist (es gibt Zeugen dafür, dass sie dort geparkt hat).
Die "arabisch aussehenden Männer" waren vor Gericht plötzlich nur einer (nebst diverser anderer Abweichungen in der Aussage) - und der hat zudem nicht in die Timeline gepasst, denn zu dem Zeitpunkt hat es lt. Brandsachverständigem dort schon gebrannt.
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Und wie ihr Auto plötzlich diese Aussetzer hatte und nichts mehr gespeichert hat. Ich wüsste gar nicht, wie so etwas funktioniert. Wo ich da etwas anpacken müsste. Muss man einen Chip einsetzen oder in die Motor Elektronik eingreifen? Mit IQ 74? Hm
Tja... Wie sagte der Psychiatrische Gutachter? Sie hatte für alles einen Mann... Vielleicht ja auch einen dafür das Auto zu manipulieren...
Oder es war tatsächlich nur Zufall (wobei ich mir da wirklich ein Zweitgutachten gewünscht hätte).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

11.10.2026 um 22:54
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Und hier stellt sich die Frage nach dem warum, mit wem hatte er eine Verabredung?
Genau genommen, wissen wir nicht einmal hundertprozentig, DASS Fabian eine Verabredung hatte. Ich persönlich gehe davon aus. Es könnte aber genausogut sein, dass Fabian einfach nur zu Hause geblieben ist, kurz vor die Tür ging und dann (in seinen Augen zufällig) auf Gina H. traf. Es spricht aber mehr für eine Verabredung mit Gina H. am Tag vorher, als Fabian ein paar Minuten später als sonst in den Jugendclub kam und Gina am gleichen Nachmittag in Güstrow war, dort ihren Termin jedoch nicht wahrgenommen hat.
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Was ist mit den arabisch aussehenden Männer?
Nichts. Die Zeugin hat damals von einem Mann gesprochen und jetzt plötzlich von zweien. So stark kann man sich gar nicht vertun. Diese Männer kannst du vergessen. Wahrscheinlich existieren sie nicht einmal.
Zitat von HeribertHeribert schrieb:bei manchen Punkten hat Sie gelogen, das ist FAKT. Und da stellt sich die Frage - Wieso?
Eben. Warum hätte sie z.B. leugnen sollen, die Gegend am Tümpel zu kennen? Es ist doch normalerweise nichts dabei, wenn man Spazierwege kennt, die nicht direkt am eigenen Wohnort liegen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 00:35
Unter der Prämisse der Unschuldsvermutung hat sich am Ende offenbar so gut wie alles bestätigt.

Eine mutmaßliche Tat aus dem unmittelbaren Umfeld – mit möglichem Motiv und offenbar auch der Gelegenheit.

Besonders perfide erscheint die Art und Weise, wie die Tat mutmaßlich begangen wurde.

Ich bin kein Richter und möchte auch keiner sein. Aber ich bin Vater. Und deshalb wünsche ich mir vor allem eines: ein gerechtes Urteil.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 08:28
@Xen01

Meiwes mit Gina H zu vergleichen, ist irgendwie echt merkwürdig.
Bei Gina war das Opfer ein arg- und wehrloses Kind, welches einer Beziehungstat mit absoluter Kaltblütigkeit und Übertötung zum Opfer viel.
Bei Meiwes lag das Motiv gänzlich anders. Es gibt ein längeres Interview mit ihm, welches Wirklich sehenswert ist.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 12:32
Zitat von _Salzbrezel_Salzbrezel schrieb:G. ist Tatleugnerin und wird es laut Gutachten auch bleiben. Da benötigt es keine Sicherungsverwahrung - sie wird, so wahr es das Gericht entscheidet sehr lange einfahren.
Sorry, das so nicht richtig. "Tatleugnerin" ist kein Rechtsbegriff und das Leugnen der Tat hat auch keine Rechtsfolgen. So hängt die besondere Schwere der Schuld nicht davon ab, ob die Tat geleugnet wird. Es gilt der Grundsatz: "Nemo tenetur se ipsum accusare", was nicht nur das Recht zu Schweigen, sondern auch das Recht zur Lüge umfasst. Die einzige Grenze ist das Begehen neuer Straftaten durch eine Falschaussage, z.B. durch eine Falschbeschuldigung.

Gina H. leugnet bislang in diesem Prozess jede Tatbeteiligung. Wie sie sich in Zukunft verhalten wird, das wissen wir nicht. Auch das Gutachten sagt dazu nichts. Wird sie zu lebenslänglicher Haft verurteilt und bestreitet sie weiter, die Tat begangen zu haben, ergibt sich daraus erst einmal nichts Nachteiliges.

Es wäre nämlich auch unzulässig (Verstoß gegen das Nemo-tenetur-Prinzip), nach 15 Jahren (oder später bei Feststellung besonderer Schwere der Schuld) eine vorzeitige Haftentlassung auf Bewährung von einem Geständnis abhängig zu machen. Nach §§ 57a, 57 StGB ist für eine Entlassung entscheidend:
...insbesondere die Persönlichkeit der verurteilten Person, ihr Vorleben, die Umstände ihrer Tat, das Gewicht des bei einem Rückfall bedrohten Rechtsguts, das Verhalten der verurteilten Person im Vollzug, ihre Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Aussetzung für sie zu erwarten sind.
Anderes gilt also nur, wenn die fehlende Tateinsicht dazu führt, dass die Gefahr eines Rückfalls besteht. Dann kann - wegen Gefährlichkeit, nicht wegen Tatleugnung - eine vorzeitige Haftentlassung verneint werden. Der Zeitpunkt dafür liegt aber Jahrzehnte in der Zukunft und ist heute nicht bestimmbar. Kein Mensch weiß, welche Entwicklung Gina H. im Gefängnis und ggf. unter therapeutischer Begleitung nehmen wird. Das gilt umso mehr, wenn ihre psychischen Erkrankungen nicht ursächlich für die Tat gewesen sind.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 12:34
Zitat von _Salzbrezel_Salzbrezel schrieb:Entweder wird sie kreischen wie eine Furie oder aber Mucksmäuschenstill sein.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kann ich mir bei ihrem letzten Wort sehr gut vorstellen, dass sie hier theatralisch -und einem Nervenzusammenbruch nahe- in Tränen ausbrechen wird.

Quasi „Jetzt wurde ich tatsächlich zu lebenslang verurteilt, dabei bin ich doch aber unschuldig!“


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 13:17
Zitat von Madridista7Madridista7 schrieb:Quasi „Jetzt wurde ich tatsächlich zu lebenslang verurteilt, dabei bin ich doch aber unschuldig!“
Das letzte Wort fällt vor dem Urteil.

Ich gehe davon aus, dass sie einfach kurz nochmal sagen wird, dass sie unschuldig ist und nichts mit dem Tod Fabians zu tun hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 14:59
Zitat von Lumina85Lumina85 schrieb:Ich gehe davon aus, dass sie einfach kurz nochmal sagen wird, dass sie unschuldig ist und nichts mit dem Tod Fabians zu tun hat.
Alles andere wäre eine Überraschung - in der Opferrolle fühlt sie sich ja wohl - hat ja auch der Psychologe bestätigt...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 18:40
Zitat von Lumina85Lumina85 schrieb:Das letzte Wort fällt vor dem Urteil.

Ich gehe davon aus, dass sie einfach kurz nochmal sagen wird, dass sie unschuldig ist und nichts mit dem Tod Fabians zu tun hat.
Du hast damit selbstverständlich Recht, war etwas unglücklich formuliert. :) Aber ich hoffe jede/r weiß, wie es zu verstehen war.

Wie dem auch sei, dieser Prozess darf gerne nun endlich zu Ende gehen, absolutes Trauerspiel.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 19:33
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:Und die Rückfallquote bei Mord/Totschlag beträgt m.W. lediglich 3 Prozent.
Das ist Statistik, die aber für den einzelnen Fall rei gar nichtd aussagt. Für eine individuelle Person kann die Wahrdcheinlichkeit für einen Rückfall deutlich höher liegen.
Zitat von GlupschGlupsch schrieb:Dass ihr Gesetzte egal sind, wenn sie ihr im Weg sind, hat sie mehrfach durchblicken lassen: Diebstahl Sattel, Rucksack voller gestohlenem Reitzubehör beim Arbeitgeber und Erdbestattung eines Pferdes. Und natürlich die Ermordung eines Kindes, wenn es zur Verurteilung kommt.
Ich finde auch, dass sie mehr als einmal bewiesen hat, dass ihr Gesetze völlig egal sind, wenn sie ihren Wünschen im Weg stehen. Man mag das als harmlose kleinere Delikte sehen, aber ich finde schon, dass man daran eine gewisse Grundeinstellung erkennen kann. Wenn GH etwas hsbrn will, dann nimmt die sich das, egal ob Gesetze dagegen stehen und egal ob die damit anderen schadet. Notfalls schiebt sie es dann noch anderen in fir Schuhe, Hauptsache sie kommt ungeschoren davon.
Zitat von Xen01Xen01 schrieb:Das hatte ich falsch im Sinn mit Sicherungsverwahrung bei ihm. Ehrlich gesagt wundert mich das jedoch ein wenig. Wie ich auf ihn gekommen bin? Keine Vorstrafen vor der Tat und noch immer in Haft. Parallelen die ich zu Gina H sehe: keine Reue und Stolz auf die Tat.
Eoran machst Du denn fest, dass GH stolz suf die Tat ist? Ich sehe dasvbei ihr nicht.
Und ob sie Reue empfindet, können wir nicht wissen. Die behauptet ja, die Tat nicht begangen zu haben, dann kann die folglich öffentlich auch keine Reur zeigen. Spätestens nach dem psychiatrischen Gutachten wissen wir, dass sue mir Fabian, dem Opfer, keinerlei Mitgefühl hat. Aber man kann so eine Tat ja auch aus anderen Gründen bereuen, z.B. weil man dafür lebenslang hinter Gittern hocken muss.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Es spricht aber mehr für eine Verabredung mit Gina H. am Tag vorher, als Fabian ein paar Minuten später als sonst in den Jugendclub kam und Gina am gleichen Nachmittag in Güstrow war, dort ihren Termin jedoch nicht wahrgenommen hat.
Er kam nicht später als donst im Jugendclub so, sondern hat für den Weg länger gebraucht als die reine Fahrzeit mit dem Rad.
Zitat von Madridista7Madridista7 schrieb:Wie dem auch sei, dieser Prozess darf gerne nun endlich zu Ende gehen, absolutes Trauerspiel.
Ich sehe nicht, dass der Prozess ein Trauerspiel war, im Gegenteil. Ich finde, der vorsitzende Richter hat den Prozess sehr professionell und sorgfältig geführt . Bei GHs Einlassung war er super vorbereitet und hatte auf jede ihrer Lügen genau den passenden Beleg, um die der Lüge zu überführen, das fand ich eine herausragende Leistung.
Ich finde, ihre Schuld ist durch die zahlreichen Indizien sehr eindeutig belegt, vernünftige Zweifel kann man da nicht haben. Der psychiatrische Gutachter hat ihr die volle Schuldfähigkeit attestiert, auch da bleiben keine vernünftigen Zweifel. Das ist aus meinet Sicht im Grunde beides erfreulich.
Ein Trauerspiel wäre es doch wohl, wenn noch Fragen offen wären und Zweifel blieben, ob GH tatsächlich die Täterin ist oder nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 19:40
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich sehe nicht, dass der Prozess ein Trauerspiel war, im Gegenteil.
Der Prozess im Ganzen betrachtet war das nicht, ne.

Aber angefangen bei der Vernehmung und dessen Äußerungen von dem Vater der Opfers, über „Don‘t worry, beer happy“, mit der plumpen Aussage „Ne“, sie möchte nicht wissen, was mit ihrem Enkelkind passiert ist, bis hin zu Süßigkeiten und Geschmunzle zwischen Angeklagter und ihrer echt mageren Verteidigung, war es das meiner Meinung nach leider schon…


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 19:51
Zitat von Madridista7Madridista7 schrieb:Aber angefangen bei der Vernehmung und dessen Äußerungen von dem Vater der Opfers, über „Don‘t worry, beer happy“, mit der plumpen Aussage „Ne“, sie möchte nicht wissen, was mit ihrem Enkelkind passiert ist, bis hin zu Süßigkeiten und Geschmunzle zwischen Angeklagter und ihrer echt mageren Verteidigung, war es das meiner Meinung nach leider schon…
Was hättest Du denn von der Verteidigung erwartet? Die Beweislage ist in dem Fall nunmal sehr erdrückend, auch wenn es "nur" Indizien sind. Wo hätten sie denn Deiner Meinung nach ansetzen sollen?
Und bei den "Süssigkeiten " handelt es sich wohl um Hustenbonbons. Ich denke, dass die Verteidiger auf diese Art ( Bonbons zuschieben, Tuscheln und Schmunzeln) versucht haben, Anspannung bei GH abzubauen. Sie arbeiten halt für GH und da ist es doch positiv zu bewerten, dass diese offenbar ein gutes, vertrauensvollen Verhältnis zu denen hat.

Dass der Vater und die Großmutter des Opfers sich do benommen haben, mag unschön gewesen sein. Aber deshalb kann man den Prozess doch nicht als Trauerspiel bezeichnen. Im Gegenteil, im Rahmen des Prozesses ist deren Einstellung mehr als deutlich geworden und dazu ist ein Prozess nunmal da.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 20:05
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Eoran machst Du denn fest, dass GH stolz suf die Tat ist? Ich sehe dasvbei ihr nicht.
Ich bin bei weitem nicht der einzige Mensch der wahrnimmt, dass GH stolz auf ihre Tat ist.
Spoiler
Bild schrieb:18.06.2026 - 11:11 Uhr
„Sie war stolz, dass der Hund dort gepullert hat“

Richter Holger Schütt hält der Zeugin ihre erste Vernehmung vor. Darin hatte Heike M. erklärt, Gina H. sei mit ihrem Hund zum Tümpel hinuntergegangen. Der Hund habe eine Schleppleine getragen. „Damit das Spuren sind“, sagt die Zeugin heute.

Besonders irritierend: Anschließend habe Gina H. ihr erzählt, dass der Hund dort uriniert habe. Auf die Nachfrage des Richters, ob die Angeklagte stolz darauf gewirkt habe, dass der Hund am Fundort eine Spur hinterlassen habe, antwortet Heike M.: „Ja.“

Sie selbst habe zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht glauben wollen, dass Fabian tatsächlich dort unten lag. „Ich wollte das auch nicht glauben.“
Bild schrieb:18.06.2026 - 11:16 Uhr
„Der liegt da immer noch“

Richter Holger Schütt zitiert aus der ersten Vernehmung von Heike M. am Tag des Leichenfunds. Demnach habe Gina H. nach dem Gang zum Tümpel gesagt: „Der liegt da immer noch, es ist weniger geworden. Er hat keine Augen mehr, an einem Arm ist keine Hand mehr dran.“

Heike M. erklärt dazu heute vor Gericht: „Ich wollte gar nicht mehr wissen. Ich wollte das immer noch nicht wahrhaben.“
Bild schrieb:18.06.2026 - 11:31 Uhr
Zeugin wollte keine Details hören

Heike M. berichtet, Gina H. habe ihr angeboten, ein Bild von Fabian zu machen. „Ich wollte das nicht“, sagt die Zeugin.

Stattdessen habe die Angeklagte den Zustand des Jungen detailliert beschrieben. Auch das habe sie nicht hören wollen. Nach ihrer Erinnerung sagte Gina H. unter anderem, Wildschweine hätten an dem Leichnam gefressen.

Und jetzt den gesamten Prozess durchzugehen um Dinge rauszusuchen, die auf Stolz hindeuten spare ich mir.
Wenn jemand das nicht wahrhaben möchte kann ich auch damit leben. Der Richter hat zumindest Heike nicht umsonst gefragt, ob Gina H. stolz war.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 20:17
Noch ein offensichtliches Beispiel für Stolz aus dem Stehgreif.13.10.2025 Gina H Sprachnachrichten vor den Tümpelbesuchen. Es ging um die Suche am Inselsee und dass Hunde dort angeschlagen haben. (sinngemäß) "Tja, das wird man nie erfahren. Wasser- und Brandleichen haben keine DNA"
(stolzer selbstsicherer Täter)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.10.2026 um 20:27
Der Fall Fabian hat ja eine Vielzahl von Facetten, die hier mittlerweile in mehr als 36 000 Beiträgen diskutiert worden sind. Damit zählt dieser Thread aktuell zu den am stärksten frequentierten im heimischen Forum - mit der Hälfte mehr Posts als zum Beispiel der spektakuläre Entführungsfall Block.

Dass das Schicksal des kleinen Jungen aus Güstrow derart für Furore sorgte, mag nicht zuletzt der besonderen Konstellation geschuldet sein: Verantwortlich für den Mord zeichnet nach Lage der Dinge ausgerechnet die langjährige Freundin von Fabians Vater - und dieser Mann wiederum stützt die mutmaßliche Mörderin, weil er sie trotz aller erdrückenden Indizien für unschuldig hält.

So etwas ist außergewöhnlich und erregt Aufsehen. Von daher ist das große allgemeine Echo nachvollziehbar; auch wir im Thread saugen neue Informationen auf, bewerten ausgiebig die Entwicklung und warten gebannt auf den Ausgang des Verfahrens.

Was mir allerdings zu denken gibt: Mir scheint, dass selten zuvor ein Geschehen -einschließlich der involvierten Personen- derart öffentlich seziert worden ist wie in diesem Fall. Dabei wurden oft intimste Dinge ausgebreitet, und wiederholt gab es üble, haltlose Verdächtigungen. Davon blieben auch Angehörige des Opfers nicht verschont.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Natürlich ist es zur Wahrheitsfindung nötig, Angeklagte gerade bei Mordverdacht akribisch und schonungslos zu durchleuchten. Ebenso gilt es bei Bedarf Zeugen und andere Beteiligte kritisch zu hinterfragen. Da können dann bisweilen auch Sachen auf den Tisch kommen, die für den einen oder anderen peinlich und belastend sind.

Mein Eindruck ist jedoch, dass im Fall Fabian das Eindringen in Privatsphären ein besonderes Ausmaß angenommen hat. Das war meiner Einschätzung nach im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen: zum einen auf die riesige Masse an persönlich-heikler Kommunikation zwischen der Angeklagten und ihrem Umfeld, das in den Prozess einfließen musste, und zum anderen auf die ungezügelte Behandlung dieses Falles im Komplex Soziale Medien/Internet.

Zum ersten Aspekt: Es war wohl einzigartig, aber auch unvermeidlich, dass die Kammer in einem solch enormen Umfang Chats, Sprachnachrichten und abgehörte Telefonate einführte, die Aufschluss über die Denk- und Verhaltensweisen insbesondere von Gina H., aber auch von diversen Personen in ihrem Umfeld gaben. Zur Aufhellung der Tat und der Hintergründe waren diese -teils höchst intimen- Informationen wichtig.

In den Sog solch heikler Veröffentlichungen gerieten insbesondere die beiden „Tümpelzeugen“ Olaf K. und Christian D., aber auch weitere Männer wie der Künstler und Mathelehrer Jörg M., die Gina H. umschwärmten und ihr mit allerlei Gefälligkeiten dienten - zum Lohn dafür gabs dann zum Beispiel erotische Bildchen...

Das strahlte aber auch aus auf die Opferseite. Als hätte sie nicht schon genug Leid zu verkraften, sah sich vor allem Fabians Mutter vor und während des Prozesses mit Vorwürfen und Unterstellungen konfrontiert - von einer angeblichen Vernachlässigung ihres Sohnes bis hin zum kaum verhohlenen Gerücht, sie könnte direkt etwas mit Fabians Tod zu tun haben. Man erinnere nur an das bösartige Geraune, Dorina L. habe am Tattag für längere Zeit ihren Arbeitsplatz verlassen…

Beim Streuen infamer Verdächtigungen mischte die Angeklagte sogar selber mit. Aber es gab auf SM-Plattformen und auf anderen Kanälen auch genügend Leute, die das Thema Fabian mit obskuren Neuigkeiten immer wieder anfachten oder am Köcheln hielten. Und die locker bei der Hand waren, wenn es darum ging, Menschen in ein schiefes Licht zu rücken - außer Dorina L. beispielsweise auch deren Freundin Raffaela J.

Eine unrühmliche Rolle spielten in diesem Zusammenhang nicht zuletzt zwielichtige Hobbyermittler und vermeintliche Aufklärer wie etwa Jens S., die mit Podcasts und anderen Formaten den Fall Fabian zu vermarkten versuchten. Sie bedienten ihre Klientel -gerne per Abo- mit einem Gemisch aus Fakten, Halbwahrheiten, Spekulationen und wilden Gerüchten. Das erschien plötzlich wohl lukrativer als zuvor die mediale Begleitung eines in die Ostsee abgedrifteten Wales…

Fazit: Bei allem verständlichen und berechtigten Interesse an diesem spektakulären Kriminalfall gab es (maßgeblich via SM/Internet) Auswüchse, die hässlich waren. Dank der Besonnenheit und Konsequenz des Gerichts bin ich aber davon überzeugt, dass es allen Widrigkeiten zum Trotz ein gerechtes Urteil gibt.


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