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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

37.277 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:13
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Es sind halt lauter Aussage gegen Aussage Konstellationen und die Kammer wird im Urteil ausführen welcher Version jeweils gefolgt wird.
Aha, dann steht es also im Moment Unentschieden? Aussage gegen Aussage - ein Patt zwischen belastenden und entlastenden Faktoren? Und am Ende puzzelt das Gericht, wie man einzelne Details gegeneinander abwägt - und wohin das Pendel am Schluss ausschlägt (vielleicht 34 zu 32 für Verurteilung oder 35 zu 31 für Freispruch)?

In meiner schlichten Denkweise hatte ich immer angenommen, Basis für ein Urteil sei eine Gesamtschau, in der nicht jedes einzelne Indiz für sich ausschlaggebend ist, sondern in der beurteilt wird, ob diese Elemente sich insgesamt so schlüssig zusammenfügen, dass fundierte Zweifel an der Täterschaft der Angeklagten ausgeschlossen werden können oder eben nicht.

Das schließt ein, dass von der Fülle der hier zusammengetragenen Indizien das eine oder andere vom Gericht als vernachlässigbar eingestuft werden könnte - ohne damit unter dem Strich eine Verurteilung zu blockieren.

Denkbar wäre sogar, dass die Kammer auf die Feststellung eines zweiten Mordmerkmals -niedrige Beweggründe- verzichtet, weil ihr die Motivlage vielleicht zu diffus erscheint. Dennoch wäre es wegen der wohl unstreitigen Heimtücke
möglich, auf Mord zu erkennen und „lebenslängliche Haft“ zu verhängen.

Unabhängig davon ist es ja nicht so, dass man manch schwer wiegendes Beweisanzeichen einfach dadurch aushebeln kann, dass Angeklagte bzw. Verteidiger diesen Umstand schlichtweg in Abrede stellen. Beispiel Täterwissen: Die Kenntnis vom Tatort hatte Gina exklusiv; dies zu bestreiten, macht aus diesem Punkt noch keine Pattsituation, in der Aussage gegen Aussage gleichwertig nebeneinander stehen.

Ich gehe davon aus, dass das Gericht eine überzeugende Gesamtschau präsentieren und ihr Urteil präzise begründen wird. Ein Unentschieden dürfte es sicherlich nicht geben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:13
Zitat von BundeskanzleriBundeskanzleri schrieb:Abgesehen davon gibt es wohl kaum ein Motiv für den Mord an einem 8 jährigen, das rational betrachtet sinnvoll wäre.
Streiche mal das Wörtchen „kaum“.
Dann bin ich bei dir.

Ein Mord löst keine Probleme.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:15
Zitat von MINKA123MINKA123 schrieb:Fabian kam nur am Rande vor, denn Matthias R hatte in der Beziehung keinen Kontakt zu ihm. Jedenfalls die letzten zwei Jahre vor der Trennung.
Dennoch war es ihr wichtig, der Frisörin noch Samstag mitzuteilen, dass Fabian fett und gar nicht so nett war (WAR nicht IST), wie Alle sagen. Da war der Bub "nur" verschwunden für den Rest der Welt.

Auch nach dem Auffinden hatte sie in keiner dokumentierten Nachricht ein auch nur neutrales Wort für das Opfer. Es war ihr hier wichtig gegenüber Gesprächspartnern darzulegen, dass Fabian die Beziehung gestört hat und sie auseinander bringen wollte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:17
Zitat von BohoBoho schrieb:Dennoch war es ihr wichtig, der Frisörin noch Samstag mitzuteilen, dass Fabian fett und gar nicht so nett war (WAR nicht IST), wie Alle sagen. Da war der Bub "nur" verschwunden für den Rest der Welt.

Auch nach dem Auffinden hatte sie in keiner dokumentierten Nachricht ein auch nur neutrales Wort für das Opfer. Es war ihr hier wichtig gegenüber Gesprächspartnern darzulegen, dass Fabian die Beziehung gestört hat und sie auseinander bringen wollte.
Das stimmt. Meine Aussage Bezog sich nur, innerhalb der Beziehung von Gina und MR. Also bis August 25


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:56
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Aha, dann steht es also im Moment Unentschieden?
Wurde von mir weder impliziert noch mit einer Silbe gesagt.
Glaub doch bitte, dass ich schreibe was ich sagen will!

Es gibt viele Aussagen, die Indizien gegen G. begründen oder zumindest stützen.
Die Verteidigung möchte durch das Anzweifeln der Glaubwürdigkeit diese Aussagen in Zweifel ziehen. Darunter fallen unter anderem, wer zum Auffindeort geführt hat, ob G Schuhe zu O gebracht hat, ob es irgendein verdächtiges Verhalten bezüglich dem Messer gegeben hat usw.
Das ist eine legitime Verteidigungsstrategie und muss nicht empört bekritelt werden, ob das zum Erfolg führen wird, dazu hab ich mich nicht geäussert. Da du aber scheinbar dringend meine Einschätzung dazu wissen willst: Nein ich glaube nicht, dass es der Verteidigung gelungen ist, dadurch bestimmte Indizien so weit in Zweifel zu ziehen, dass sich an der Gesamtschau etwas substantiell geändert hätte.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Unabhängig davon ist es ja nicht so, dass man manch schwer wiegendes Beweisanzeichen einfach dadurch aushebeln kann, dass Angeklagte bzw. Verteidiger diesen Umstand schlichtweg in Abrede stellen. Beispiel Täterwissen: Die Kenntnis vom Tatort hatte Gina exklusiv; dies zu bestreiten, macht aus diesem Punkt noch keine Pattsituation, in der Aussage gegen Aussage gleichwertig nebeneinander stehen.
Genau dieses Indiz sollte durch das Anzweifeln der Glaubwürdigkeit von CD entkräftet werden, da G ja behauptet hat, dass CD die treibende Kraft beim Auffinden der Leiche gewesen sei.
Wenn es gelungen wäre dieses Indiz zu entkräften, wäre der Verteidigung schon ein Einfluss auf die Gesamtschau zu Gunsten von G gelungen. (Man beachte den Konjunktiv.)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 12:06
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Genau dieses Indiz sollte durch das Anzweifeln der Glaubwürdigkeit von CD entkräftet werden, da G ja behauptet hat, dass CD die treibende Kraft beim Auffinden der Leiche gewesen sei.
Wenn es gelungen wäre dieses Indiz zu entkräften, wäre der Verteidigung schon ein Einfluss auf die Gesamtschau zu Gunsten von G gelungen. (Man beachte den Konjunktiv.)
Sie haben es aber während seiner Zeugenaussage vor Gericht überhaupt nicht versucht, seine Angaben zu entkräften. Sie hätten ja die Gelegenheit gehabt und die haben sie nicht wahrgenommen.

Damit nun beim Plädoyer um die Ecke zu kommen, ist auch etwas arm, für mein Empfinden.

Ihm wurden ja sogar seitens des Richters Fragen dazu gestellt, ob sein Interesse an Gina nicht doch evtl. sexueller Natur gewesen wäre, was er verneint hat und das haben ja auch wir hier alle infrage gestellt, weil bei dem Ausmaß der Treffen, Chats, Telefonate, auch sehr unglaubwürdig. Und so schäbig ich auch heute noch finde, nicht in der Nacht die Polizei gerufen zu haben, glaube ich nicht, dass er mit der Tat an sich was zu tun hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 12:36
Hat man eigentlich an der berühmten Küchenrolle aus ihrem Auto noch weitere Spuren gefunden? Mich hat damals der Erklärungsversuch mit dem Badesee-Unfall sehr gewundert. Man benutzt doch wirklich nur die Rolle in ihrer Gänze, wenn man komplett vermeiden möchte/muss mit dem Abgetupften in Berührung zu kommen.Die Durchweichung wurde ja in Kauf genommen. An der Stelle hätte ich eigentlich erwartet, dass noch Faserspuren gesichert werden, konnte aber leider nichts darüber finden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 12:42
Zitat von InterestedInterested schrieb:Sie haben es aber während seiner Zeugenaussage vor Gericht überhaupt nicht versucht, seine Angaben zu entkräften. Sie hätten ja die Gelegenheit gehabt und die haben sie nicht wahrgenommen.
Ich finde schon, dass sie seine Glaubwürdigkeit schon während seiner Aussage in Zweifel ziehen wollten:
13.47 Uhr: Jetzt ergreift Gina H.s Verteidiger Thomas Löcker das Wort und hat ebenfalls noch einige Fragen an den Zeugen Christian D. Löcker wundert sich, dass D. beim Aussteigen aus dem Auto nicht seine im Rucksack befindliche Lampe mitnahm. Es sei schließlich "stockdunkel" gewesen. "Erklären Sie mir das doch mal, warum Sie das Naheliegende nicht mitnehmen." D. antwortet: "Weil ich eigentlich gar nicht loslaufen wollte." Löcker: "Oder hatten Sie vielleicht doch eine Lampe dabei?" Der Zeuge verneint. Dann macht Löcker eine Ankündigung: "Dann warten wir mal ab, was Frau H. später dazu sagt." Löcker hatte bereits in der vergangenen Woche in Aussicht gestellt, dass sich seine Mandantin im Laufe des Verfahrens noch äußern könnte.
13.58 Uhr: Außerdem googelte der Zeuge Christian D. offenbar, ob Fingerabdrücke auf der Brandleiche nachzuweisen seien. Anwalt Thomas Löcker bringt Unstimmigkeiten an. In einer Vernehmung habe er gesagt, er habe die Leiche nicht angefasst. In anderen Vernehmungen habe er etwas anderes gesagt.
14.11 Uhr: Auch Löcker kommt es komisch vor, dass D. nach dem Fund am Tümpel nicht wissen wollte, was genau es damit auf sich hatte. "Sie sind doch Jäger und einiges gewohnt", zitiert Löcker aus einer Befragung bei der Polizei. Dann will Löcker Unterlagen suchen und übergibt das Wort an seinen Kollegen, Verteidiger Andreas Ohm.
14.25 Uhr: Thomas Löcker ist wieder am Zug. Er will wissen, wie der Zeuge sein Erinnerungsvermögen einschätzt. "70 bis 80 Prozent", so seine Antwort. In einer Befragung bei der Polizei gab D. zu Protokoll: "Wenn ich noch ein paar Mal aussagen muss, dann sage ich vielleicht was anderes. Ich kann mir das alles nicht so lange merken." Löcker hakt noch einmal nach. Offenbar will er testen, wie glaubwürdig der Zeuge tatsächlich ist.
14.33 Uhr: Löcker greift den Zeugen jetzt massiv an, verschärft den Ton, wird lauter. Der Zeuge könne sich nicht erinnern, ob Gina H. im Auto am 13. Oktober auf der Fahrt weg vom Tümpel telefoniert habe oder nicht. Der Zeuge wirkt zunehmend genervt. "Eiern Sie hier nicht rum", so Löcker in Richtung des Zeugen. "Ich eiere hier nicht rum", antwortet dieser. "Sie müssen hier die Wahrheit sagen", betont der Verteidiger.
Quelle:https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101290686/zeuge-im-fall-fabian-gina-h-hat-gelacht-spaesse-gemacht-.html
Zitat von InterestedInterested schrieb:Und so schäbig ich auch heute noch finde, nicht in der Nacht die Polizei gerufen zu haben, glaube ich nicht, dass er mit der Tat an sich was zu tun hat.
Darum geht es nicht wirklich, man versucht ja nur die belastende Aussage zu entkräften und nicht zwangsläufig jemand anderen zu verdächtigen. Die Verteidigung würde mMn gerne an einem "Zufall" festhalten, aber lieber wäre es der Verteidigung, wenn der "Zufall" nicht von ihrer Mandantin ausgeht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 12:57
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Darum geht es nicht wirklich, man versucht ja nur die belastende Aussage zu entkräften
Darauf beziehe ich mich ja. Den Ort aufzusuchen wäre von. Ch.D. ausgegangen, obwohl nachweislich SN und chats belegen, dass sie ihn aufgefordert hat und sogar den konkreten Ort mit Acker angegeben hat.
Und da frage ich mich schon, wie Löcker das vergessen haben kann?

Und solche Fehlangaben von Löcker zogen sich durch sein Plädoyer, warum ich es auch sehr schlecht vorbereitet fand.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 13:07
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Genau dieses Indiz sollte durch das Anzweifeln der Glaubwürdigkeit von CD entkräftet werden, da G ja behauptet hat, dass CD die treibende Kraft beim Auffinden der Leiche gewesen sei.
Wenn es gelungen wäre dieses Indiz zu entkräften, wäre der Verteidigung schon ein Einfluss auf die Gesamtschau zu Gunsten von G gelungen. (Man beachte den Konjunktiv.)
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:man versucht ja nur die belastende Aussage zu entkräften und nicht zwangsläufig jemand anderen zu verdächtigen. Die Verteidigung würde mMn gerne an einem "Zufall" festhalten, aber lieber wäre es der Verteidigung, wenn der "Zufall" nicht von ihrer Mandantin ausgeht.
Eines vorweg: Es ist absolut legitim, seitens der Verteidigung die Glaubwürdigkeit von Zeugen anzuzweifeln.

Im vorliegenden Fall geht es um Täterwissen, das dadurch dokumentiert wird, dass Gina H. mehrere Personen zu einem Zeitpunkt zum Tatort mit der Leiche von Fabian geführt hat, als nur der Täter/die Täterin Kenntnis vom Tümpel als Ort des Geschehens haben konnte.

Von der Angeklagtenseite wurde dann behauptet, Christian D. sei es gewesen, der Gina zum Tümpel gelotst habe. Mit anderen Worten: Es müsste eher Herr D. gewesen sein, dem damit Täterwissen angelastet werden könnte. Insofern ging es also keineswegs darum, nur Belastendes zu entkräften, sondern ganz gezielt darum, jemand Anderen zu verdächtigen.

Tatsächlich haben es weder die Angeklagte noch die Verteidiger auch nur im Ansatz geschafft, die Initiative für die Tümpeltouren von Gina H. auf Christian D. abzuwälzen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 13:11
Zitat von InterestedInterested schrieb:Und da frage ich mich schon, wie Löcker das vergessen haben kann?
Naja, die Nachrichten seiner Mandantin kann er nicht ungeschehen machen, aber das Indiz "Kennen des Fundorts" wiegt halt so schwer, dass man es auch nicht einfach stehen lassen kann.

Deshalb der Versuch "Klein Upahl" auf socialmedia zu schieben und den Weg vom Auto zum Fundort auf CD. Ich denke auch nicht, dass die Kammer dem folgen wird.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 13:21
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Im vorliegenden Fall geht es um Täterwissen, das dadurch dokumentiert wird, dass Gina H. mehrere Personen zu einem Zeitpunkt zum Tatort mit der Leiche von Fabian geführt hat, als nur der Täter/die Täterin Kenntnis vom Tümpel als Ort des Geschehens haben konnte.
Dass sie mit Personen an der Fundstelle war, ist dokumentiert anhand Videos, Fußabdrücke etc. Dass sie die Zeugen hingeführt hat, ist ja nicht dokumentiert, dass geht nur auf Zeugenaussagen zurück und die versucht man als Verteidigungsstrategie zu entkräften.

Klar, wäre es gelungen, hätte man das Täterwissen jemand anderen zurechnen müssen oder sich doch auf den Zufall berufen müssen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:18
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Deshalb der Versuch "Klein Upahl" auf socialmedia zu schieben und den Weg vom Auto zum Fundort auf CD. Ich denke auch nicht, dass die Kammer dem folgen wird.
Man muss halt objektiver Weise sagen, dass klein Upahl circa 15 km von ihr entfernt ist.
Wenn ich jetzt mal von meinem Wohnort 15 km entfernt weitergehe. Das ist schon ein ganzes Stück. Und dass ich da durch Zufall jemanden finde. Weil ich da gerade spazieren bin, ist ausgeschlossen. Nahezu. Ausgeschlossen. Und dann nicht die Polizei informiere. Obwohl ich das Kind kenne. Obwohl ich den Vater kenne. Obwohl ich seine Mutter kenne. Das ist Wahnsinn.

Dann hab ich Dreck am stecken. In welcher Form auch immer.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:49
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Dass sie die Zeugen hingeführt hat, ist ja nicht dokumentiert, dass geht nur auf Zeugenaussagen zurück und die versucht man als Verteidigungsstrategie zu entkräften.
Diese Zeugenaussagen stehen aber nicht nur im Widerspruch zu Ginas Aussagen, Gina widerspricht auch sich selbst bzw. den objektiven Beweismitteln.
Auch daraus lässt sich auf Täterwissen schließen.

So ist dokumentiert, dass ihre Handytaschenlampe eingeschaltet war. Sie selbst behauptete jedoch, Ch.D. habe den Weg zur Leiche mit seiner Taschenlampe ausgeleuchtet.

Sie behauptete, nachtblind und ortsunkundig zu sein. Dennoch konnte sie O.K. durch den Wald bis zum Tümpel führen. Der von O.K. angegebene Weg durch den Wald wird durch eine zeitlich passende Kameraaufzeichnung gestützt, sie behauptet aber, mit O.K. den Weg über Klein Upahl genommen zu haben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:00
Zitat von BellingshausenBellingshausen schrieb:Hat man eigentlich an der berühmten Küchenrolle aus ihrem Auto noch weitere Spuren gefunden? Mich hat damals der Erklärungsversuch mit dem Badesee-Unfall sehr gewundert. Man benutzt doch wirklich nur die Rolle in ihrer Gänze, wenn man komplett vermeiden möchte/muss mit dem Abgetupften in Berührung zu kommen.Die Durchweichung wurde ja in Kauf genommen. An der Stelle hätte ich eigentlich erwartet, dass noch Faserspuren gesichert werden, konnte aber leider nichts darüber finden.
Faserspuren wurden durchaus in ihrem Auto gesichert - allerdings sind diese (je nach Sichtweise) nicht eindeutig Fabian zuordenbar (Ginas leiblicher Sohn habe auch so eine LIDL-Sweatjacke gehabt, Allerwelts-Materialien, Massenware usw.).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:39
Ich bin noch eine Antwort schuldig auf eine Frage von @wobel.

quote=wobel id=38162369]Und woher kommt die Info mit der Schuhgröße? Wäre 40 nicht ein bisschen groß für eine Frau von Ginas Körperlänge?[/quote]

Bezug genommen habe ich auf nachfolgenden Beitrag. Die Info mit der Schuhgröße 40 ist meines Wissens bislang nicht dementiert worden.
Zitat von GlupschGlupsch schrieb am 04.09.2026:Die Sichtung des Mädchens kann nicht hinkommen, da Fabians Körper um 15 Uhr im Vollbrand war und er somit etwa 1.5h gebrannt haben musste laut Gutachter. Warum sollten die Behörden etwas ermitteln wollen und Ressourcen verschwenden, wenn es absolut keinen Grund gibt, dass das der Wahrheit entsprechen könnte. Falsche Klamotten, aus einem Mann werden 2... Und nur 1Paar Pammys Größe 40 neben den Fußspuren von Fabian am Tümpel. Und nur Ginas Fasern unter seinem Daumennagel und am Bündchen? Wie sollen die Männer dahin gekommen sein ?
Meinetwegen kann die Verteidigun



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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:39
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Das ist Wahnsinn.
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Diese Zeugenaussagen stehen aber nicht nur im Widerspruch zu Ginas Aussagen, Gina widerspricht auch sich selbst bzw. den objektiven Beweismitteln.
Auch daraus lässt sich auf Täterwissen schließen.
Absolut, dass sie sich mit ungefähr jedem Wort immer verdächtiger macht, finde ich auch faszinierend.
Dennoch muss so jemand verteidigt werden und es ist gängige Praxis die Glaubwürdigkeit der Belastungszeugen anzuzweifeln.
Ich fand ja den Part, als Löcker von der Wahrheitsliebe der Angeklagten sprach, außerordentlich befremdlich.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:56
Die Faserspuren entsprechen der Jacke vom Tag des Verschwindens und die in den Brandspuren noch erkennbar waren.
Die Faserspur unter dem Daumennagel einem Pullover von Gina - und es ist fernliegend, dass sie von vor Wochen stammen.
Die Faserspur am Ärmelbündchen der Reithose von Gina.
Die Schuhabdrücke beider am Tümpel.
Blut des Jungen an der Küchenrolle.
Viele Spuren Fabis im Fußraum hinten links, (möglicherweise Speichel, Tränen, Nasensekret vom Niesen oder anderweitiges Sekret).
Ihr Auto einen Tag vor der Tat in der Nebenstraße, die Fabi passiert, wenn er zum Jugendclub fährt.
Ihr Auto am Tattag an der Wohnadresse des Jungen.
Ihr Auto wie es wegfährt und sich Fabis Handy kurz davor abschaltet.
Ihr Spaziergang in Nähe des Fundortes.
Ihr Auto, wie es vom Fundort wegfährt.
Ihre Autoreinigung am Tattag.
Ihre Google Recherchen am Tattag.
Ihre Google Recherchen am Tag danach.
Ihre Alibibeschaffung bei Olaf.
Ihre Chat, SN und Gesprächsinhalte mit Unbeteiligten bezüglich Fabi.
Ihre Vorschläge zur Suche in Klein Upahl.
Ihre Fahrten dorthin mit 3 Tümpelzeugen.
Ihr Versuch, Schuhe bei Olaf unterzubringen.
Ihre unterschiedlichen Schilderungen, warum sie mit Christian zum Tümpel gefahren ist.
usw.

Das sind für meine Begriffe einfach zu viele Zufälle, als dass sie nicht mit dieser Tat in Verbindung stehen und sie die Täterin ist.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 16:36
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Bezug genommen habe ich auf nachfolgenden Beitrag. Die Info mit der Schuhgröße 40 ist meines Wissens bislang nicht dementiert worden.
Danke! Ist letztendlich garnicht so wichtig (und wird sicherlich geprüft worden sein), es kommt mir nur viel vor, Gina ist ja nicht sonderlich groß, da hätte ich eher mit 38 oder so gerechnet. Allerdings gibt's da ja keine festgelegten Verhältnisse bezüglich der Ableitbarkeit, höchstens Wahrscheinlichkeiten.

Anhand der Schuhgröße von dem einen speziellen Modell (von dem sie ja anscheinend mehr als "nur" drei Paar hatte) wird sich das mit den "Hunderttausenden" Verkäufen sicherlich auch nochmal deutlich reduzieren (aber das könnte der alleinige Vertrieb der Pammys in Deutschland mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ganz konkret aufklären - wenn er denn wöllte).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:22
Danke Wobel, dem entnehme ich, dass die Stelle nicht weiter untersucht wurde oder weiter untersuchbar gewesen wäre. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass sie sich damit einen Blutstropfen abgetupft hat und anschließend in ihrer Überheblichkeit es als Vermessen eingestuft hat, dass ihr Auto innerhalb des Komplexes je untersucht werden würde. Letztlich auch egal, vermutlich reichen bereits zwei der unzähligen Indizien aus um mathematisch jeden Zweifel sofort im Keim zu ersticken. Das unterstellte Motiv der StA basierend auf finanzieller Motivation ist jedenfalls mal wieder fragwürdig hinsichtlich der Menschenkenntnis der StA, da hätte ich mir mehr Analysefähigkeit erwartet. Der Richter war jedenfalls im Gegensatz dazu gefühlt deutlich scharfsinniger.


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