Tiergarten
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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden
um 10:26Ich möchte noch mal auf einen Beitrag von Agrimomy zurückkommen.
In einer Reaktion auf meine Auflistung zentraler Belastungsindizien gegen Gina H. hatte Agrimony zu erkennen gegeben, dass der Punkt „Täterwissen“ von der Angeschuldigten wohl leicht ausgehebelt werden könnte.
Ich hoffe, ich habe die Version von Agrimony in aller Kürze richtig wiedergegeben; ansonsten bitte ich um Korrektur.
Dazu zwei Anmerkungen.
Erstens: Ich halte eine solche Geschichte für nicht überzeugend. Gina H. hatte über Jahre engsten Bezug zu Fabian. Wenn ausgerechnet sie am Tage des Verschwindens des Jungen ein Kind in der Begleitung eines Mannes am Tümpel beobachtet hätte, dann hätte sie das elektrisieren und zu einer sofortigen Meldung an die Polizei veranlassen müssen. Das hat sie aber nicht getan - wohlweislich, wie ich finde.
Das alleine reicht für mich, um diese Erzählung als unglaubwürdigen Versuch einer Ausrede einzustufen.
Zweitens: Gina H. könnte sich mit Blick auf den Vorwurf des Täterwissens nur dann erfolgreich „rausreden“, wie Agrimony glaubt, wenn sie tatsächlich reden würde. In der Untersuchungshaft hat sie jedoch geschwiegen, und das dürfte auf anwaltlichen Rat wohl auch für den Prozess gelten.
Sie kann sich im Übrigen nicht einen einzelnen Punkt für eine Stellungnahme herauspicken. Wenn, dann müsste sie insgesamt aussagen und sich auch auf Fragen einlassen, wenn ich das richtig sehe.
Wie aber will sie ohne solche Erklärungen dann den schwerwiegenden Vorwurf entkräften, dass sie zu einem Zeitpunkt mehrfach in Begleitung den Tatort mit der Leiche von Fabian aufsuchte, als noch niemand Kenntnis vom Tod des Jungen und dem Ablegeort des Leichnams haben konnte? Das wäre klassisches Täterwissen - und damit ein äusserst gravierendes Indiz.
In einer Reaktion auf meine Auflistung zentraler Belastungsindizien gegen Gina H. hatte Agrimony zu erkennen gegeben, dass der Punkt „Täterwissen“ von der Angeschuldigten wohl leicht ausgehebelt werden könnte.
Tiergarten schrieb:1.
Gina H. verfügte nachweislich über Täterwissen.
Die Angeschuldigte führte drei Personen zu einem Zeitpunkt an den Tatort mit der Leiche von Fabian, als noch niemand außer dem Täter/der Täterin Kenntnis vom Tod des Jungen und von der Ablegestelle des Leichnams haben konnte.
Daraufhin habe ich mir dieses Beispiel noch einmal angeschaut. Im Kern besagt es, dass Gina H. angeben könnte, im Bereich des Tümpels einen Mann mit Kind gesehen zu haben. Dem habe sie jedoch zunächst keine Bedeutung beigemessen. Erst später habe sie dann zwei Bekannte gebeten, mit ihr dort mal nachzuschauen und dabei einen toten Körper entdeckt. Auch aus Sorge, verdächtigt werden zu können, habe sie (wohl ebenso wie die Männer) eine Benachrichtigung der Polizei gescheut; dies sei erst bei der dritten Tour zum Tatort mit der Freundin geschehen.Agrimony schrieb:Da könnte sie sich ja noch rausreden. Ich hatte schonmal ein Beispiel dafür gepostet.
Ich hoffe, ich habe die Version von Agrimony in aller Kürze richtig wiedergegeben; ansonsten bitte ich um Korrektur.
Dazu zwei Anmerkungen.
Erstens: Ich halte eine solche Geschichte für nicht überzeugend. Gina H. hatte über Jahre engsten Bezug zu Fabian. Wenn ausgerechnet sie am Tage des Verschwindens des Jungen ein Kind in der Begleitung eines Mannes am Tümpel beobachtet hätte, dann hätte sie das elektrisieren und zu einer sofortigen Meldung an die Polizei veranlassen müssen. Das hat sie aber nicht getan - wohlweislich, wie ich finde.
Das alleine reicht für mich, um diese Erzählung als unglaubwürdigen Versuch einer Ausrede einzustufen.
Zweitens: Gina H. könnte sich mit Blick auf den Vorwurf des Täterwissens nur dann erfolgreich „rausreden“, wie Agrimony glaubt, wenn sie tatsächlich reden würde. In der Untersuchungshaft hat sie jedoch geschwiegen, und das dürfte auf anwaltlichen Rat wohl auch für den Prozess gelten.
Sie kann sich im Übrigen nicht einen einzelnen Punkt für eine Stellungnahme herauspicken. Wenn, dann müsste sie insgesamt aussagen und sich auch auf Fragen einlassen, wenn ich das richtig sehe.
Wie aber will sie ohne solche Erklärungen dann den schwerwiegenden Vorwurf entkräften, dass sie zu einem Zeitpunkt mehrfach in Begleitung den Tatort mit der Leiche von Fabian aufsuchte, als noch niemand Kenntnis vom Tod des Jungen und dem Ablegeort des Leichnams haben konnte? Das wäre klassisches Täterwissen - und damit ein äusserst gravierendes Indiz.




