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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

14.352 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 14:16
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Im Rahmen der Hauptverhandlung, aber nicht davor.
Deshalb mein angeblich herablassender Hinweis, dass wir darauf wohl alle warten müssen.
Die Anklage ist ja auch noch gar nicht beim Landgericht angekommen. Die Neugier wird noch warten müssen.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 14:38
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Ich tippe auf Neugier
Ohne Neugier säße der Mensch noch auf den Bäumen. Wissens-Erwerb ist gut und sinnvoll für die Evolution.
Oder 'ne Nummer kleiner: Es hilft bei der Verarbeitung derartiger Geschehnisse und evtl. kann es sogar vermeiden dass sich derartige Geschehnisse wiederholen, einfach weil rechtzeitig jemand merkt dass etwas falsch läuft und Gegenmaßnahmen ergreift.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Sie kann sich sonst was mit ihrem Anwald zusammenreimen, damit es nur nicht noch schlimmer für sie wird.
Das kann sie. Und wenn dabei herauskommt dass es eben keinen Mord-Plan gab und sie einen Blackout hatte und plötzlich vor der Leiche stand und nicht erklären kann wie das passiert ist - dann könnte es z.B. ein psychologisches Gutachten geben.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Für mich: Austausch, nicht unbedingt die grenzenlose Neugier und Fantasie einiger hier.
Worüber willst Du Dich denn dann austauschen? Warum willst Du dann überhaupt hier mitlesen oder gar schreiben?
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Erklär es mir gern. Was hilft es euch über das Motiv zu spekulieren, wenn ihr die Antwort am Ende erst mit Prozess oder vlt auch nie erhaltet?
Es geht nicht darum ob das hilft. Die Staatsanwaltschaft hat ja schon ein, zwei neue Fakten rausgehauen, eben zum Beispiel dass sie davon ausgehen dass die komplette Tat ab Abholung bis zum Anzünden so geplant gewesen sei. Damit habe ich zum Beispiel nicht gerechnet und möchte mich hier darüber austauschen. Wäre uns das Motiv bekannt, könnte man ja vielleicht den Gedankengang der Beschuldigten nachvollziehen. Das ist eigentlich auch schon alles.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Selbst wenn sie es bei sich trug: Muss sie bewusst danach gegriffen haben.
Wenn es im Auto lag: Muss sie es bewusst geholt haben.
Meine Güte - vielleicht wollte sie ja wirklich ein paar Zweige abschneiden für irgendeine jahreszeitliche Dekoration um am Papa-Wochenende irgendwas zu feiern. Mir geht es darum dass sie das Messer eben nicht mit Mordplänen im Auto mit sich geführt oder in die Tasche gesteckt haben muß. Als sei das jetzt so selten dass Leute Messer dabei haben!
Wenn überhaupt wäre dann doch relevant wenn sie das Messer bewußt von zuhause mitgenommen hätte, ganz bewußt mit dem Plan im Kopf Fabian zu erstechen. Wenn sie ohnehin eines im Auto oder in der Tasche hatte, wäre das Vorhandensein des Messers nichts das man hätte planen müssen. Verstehst Du was ich meine?
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Und das berührt für mich auch die Frage des Motivs. Ich kann das verstehen, dass das Motiv für viele interessant ist und das Bedürfnis besteht, das Motiv nachvollziehen zu wollen. Für mich. Allerdings ist es so, dass ich mir hier überhaupt gar kein Motiv vorstellen kann, dass ich auch nur annähernd nachvollziehen könnte.
Das ist ja genau der Punkt: Das fühlt sich so unvorstellbar an, dass normal denkende, fühlende Menschen sich da garnichts vorstellen können, geschweige denn es nachvollziehen können. Deshalb ja das Interesse daran was da wirklich passiert ist, was im Kopf der Täterin vorgegangen ist.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Egal, welches Motiv am Ende vielleicht bekannt werden könnte, oder dahinter stecken könnte, es wird vermutlich -zumindest für mich- immer Ausdruck einer zutiefst selbstsüchtigen, niederträchtigen Gedankenwelt der Täterin sein.
Eben drum wär's ja interessant zu erfahren was genau sich in dieser Gedankenwelt so abgespielt haben könnte. Dass da etwas außerhalb der Norm und jenseits jeglicher Regeln getickt hat, hat Fabian ja das Leben gekostet.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Zumal die StA in ihrer Erklärung ja auch das Mordmerkmal "aus sonst niedrigen Beweggründen" genannt hat, auf das sie die Anklage wegen Mordes zumindst zum Teil stütz (eben neben der vorgeworfenen Heimtücke). Insofern sehe ich auch so, dass dem Motiv im Prozess eine sehr zentrale Bedeutung zukommen wird und somit ist es eben auch jetzt interessant, darüber zu diskutieren.
Genau so seh ich das auch.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Es ist keine Diskussion, wenn ihr euch gegenseitig fragt "Warum?" - das weiß ja hier niemand. Wenn ihr eine Theorie habt, kann man die im Rahmen diskutieren. Aber eben sachlich. Motive müssen nicht rational verständlich sein, dass habe ich ja nun mehrfach probiert euch zu erklären.
Für mich ist der Punkt der mich irritiert dass die Staatsanwaltschaft von einer Tötungs-Absicht bzw. einem entsprechenden Plan schon bei Abholung ausgeht. Und das ist nun mal eine ganz neue Information die es bisher so nicht gab, bisher war dahingehend alles offen, also auch eine Tötung im Affekt. Wenn es ein Plan war, dann war der nicht sonderlich durchdacht, schon klar, vielleicht überschätze ich auch einfach die Intelligenz der Beschuldigten. Ob wohl die Tümpelzeugen auch zum Plan gehört haben?
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Einfersucht kann ein Motiv sein. Dennoch werden jetzt einige Nutzer hier denken "Nein. Das macht man doch nicht aus eifersucht". Und dann drehen wir uns wieder 3 Seiten im Kreis.
Das Erstaunliche dabei ist ja - zumindest für mich - dass die Beschuldigte und der Kindsvater sich nach der Tat wieder angenähert zu haben scheinen.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Nein, aber ich erwarte eben auch nicht dass ich eine Tat nachvollziehen kann. Sie ist ja bereits geschehen, wenn wir hier darüber sprechen.
Aber wieso muss sie für mich verständlich sein? Das sind wohl 99% der Fälle nicht.
Es fällt natürlich deutlich leichter sowas wie Habsucht nachvollziehen zu können. Ich glaube auch nicht dass 99% der Fälle nicht verständlich sind. Nachvollziehen, Verstehen - das bedeutet ja alles noch lange nicht dass man es gutheißen würde.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Bei Mord ist doch nicht viel Spielraum, oder? Ich als juristischer Laie weiß jetzt ehrlichgesagt wirklich nicht, inwieweit sich da ein Geständnis positiv auswirkt, und ob man ihr da beim Strafrahmen überhaupt groß entgegen kommen kann.
Es würde zum Beispiel einen großen Unterschied machen ob sie wegen Mord oder wegen Totschlag verurteilt wird.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Ich bin überzeugt, dass niemand hier das Motiv nachvollziehen können wird, welches es auch immer gewesen sein mag. Das ist aber nun mal bei so gut wie allen Mordfällen so, denn man muss schon irgendwie anders gestrickt sein als Anna und Otto Durchschnittsmensch, um einen Mord zu begehen. Ich geh doch davon aus, dass die allermeisten von uns Konflikte und Probleme anders zu lösen wissen.
Das ist doch genau der Punkt warum wir überhaupt darüber diskutieren - dieses "irgendwie anders gestrickt sein".
Und ich finde das ganz normal dass wir das wissen wollen, auch zum Schutz von anderen bzw. uns selbst bzw. unseren Kinder oder sonstigen Nahestehenden. Man hat ja immer die Hoffnung sowas verhindern zu können indem rechtzeitig Anzeichen erkannt werden.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 14:48
Zitat von wobelwobel schrieb:Mir geht es darum dass sie das Messer eben nicht mit Mordplänen im Auto mit sich geführt oder in die Tasche gesteckt haben muß.
Sagt doch auch keiner, oder?
Zitat von wobelwobel schrieb:Wenn sie ohnehin eines im Auto oder in der Tasche hatte, wäre das Vorhandensein des Messers nichts das man hätte planen müssen. Verstehst Du was ich meine?
Ja, absolut. Jemand der nachweislich immer ein Messer dabei hat: Muss nicht planen eines einzustecken.
Jemand der nur manchmal eins dabei hat: schon eher
Jemand der nie eins dabei hat: Planung erforderlich oder auf Zufall hoffen.

Aber es kann auch einfach die Kette von Dingen sein, die den Schluss erlauben. Sie hat ihn nachweislich und bewusst aus dem Haus gelockt, zum späteren Fundort (der wohl auch der Tatort ist) und die Tat begangen. Dabei ist eigentlich egal, ob sie immer ein Messer dabei hat oder nicht. Die Planung ist ja mehr als nur die Tatwaffe. Oder was meinst du?
Zitat von wobelwobel schrieb:Die Staatsanwaltschaft hat ja schon ein, zwei neue Fakten rausgehauen, eben zum Beispiel dass sie davon ausgehen dass die komplette Tat ab Abholung bis zum Anzünden so geplant gewesen sei. Damit habe ich zum Beispiel nicht gerechnet und möchte mich hier darüber austauschen.
Das steht jetzt erstmal so in der Mordanklage und es wird gewiss auch Begründungen geben, wie man zu dem Schluss kam.
Ob es so war... weiß man nicht, was und ob Gina H. etwas dazu sagt: Abwarten

Ich denke aber das Handeln vin Gina H. ist allgemein schwer einzuordnen/einzuschätzen?
Ginge es nach Wahrscheinlichkeiten wäre der Täter ein Mann und keine Ex-Freundin vom Vater.
Über Gina H. weiß man nicht viel - ergo nochmal schwieriger einzuschätzen.
Zitat von wobelwobel schrieb:Und das ist nun mal eine ganz neue Information die es bisher so nicht gab, bisher war dahingehend alles offen, also auch eine Tötung im Affekt. Wenn es ein Plan war, dann war der nicht sonderlich durchdacht, schon klar, vielleicht überschätze ich auch einfach die Intelligenz der Beschuldigten. Ob wohl die Tümpelzeugen auch zum Plan gehört haben?
Sagen wir mal: Traurige Gewissheit. Im Affekt wäre wohl auch nur schwer erklärbar.
Die Intelligenz der Beschuldigten können wir nur schätzen. Immer wenn jemand was "plant" geht man ja erstmal von einem guten Plan aus. Aber so richtig gut war er ja dann doch wohl nicht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Tümpelzeugen auch zum Plan dazugehörten. Aber das macht wohl erst Sinn wenn man den Plan kennt. Den finde ich für den Moment interessanter als das Motiv. Hat sie den Plan gemacht und dann die passende Gelegenheit genutzt? Also dass Fabian allein zuhause war?


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 14:57
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Egal, welches Motiv am Ende vielleicht bekannt werden könnte, oder dahinter stecken könnte, es wird vermutlich -zumindest für mich- immer Ausdruck einer zutiefst selbstsüchtigen, niederträchtigen Gedankenwelt der Täterin sein.
Wie ungassbar erbarmungslos muss man sein, dem Expartner sein Kind zunehmen. Einer anderen Mutter ihr Kind zu nehmen.
Und den Satz finde ich besonders stark:
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Einer anderen Mutter ihr Kind zu nehmen.
Vorsätzliche Tötung aus niedrigen Beweggründen. War die Angeschuldigte mglw eifersüchtig auf den, trotz Trennung, irgendwie gelebten Zusammenhalt, auf die verantwortungsvolle Gemeinschaft Mutter/Vater/Kind?
Dorina hatte ein Kind, Fabian, mit IHM, ihrem (ehemaligen?) Geliebten. Sie nicht! Vielleicht wünschte sie sich auch ein Kind von ihm und er verweigerte es? Vielleicht war das mit ein Grund, deren, von beiden Seiten geliebtes Kind zu töten.

Alles, auch die Tatausführung selber, bleibt unvorstellbar grausam! Sie sieht dem Kind ins Gesicht und führt dann die Tat aus???


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:03
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Und den Satz finde ich besonders stark:
Es ist unfassbar grausam.
Ich würde mal in den Raum werfen, dass die Gedanken der mutmaßlichen Täterin nicht solche gewesen sein müssen.

Anstelle von "ich nehme der Mutter ihr Kind" wäre im Bereich Eifersucht eher ein Gedanke wie "Wenn ich ihn (d. Vater) nicht haben kann, dann auch kein anderer". Das "Täter-Ich" sprich keinerlei Empathie für die Betroffenen. Kein schmerzlicher Gedanke, wie das für die Mutter wird. Oder auch für den Jungen während der Tat etc.
All das was wir dann wohl als "kaltblütig" bezeichnen würden.
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Alles, auch die Tatausführung selber, bleibt unvorstellbar grausam! Sie sieht dem Kind ins Gesicht und führt dann die Tat aus???
Absolut. Inklusive den kleinen da liegen zu lassen all die Tage. Zu wissen, dass er dort allein zurückblieb.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:04
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Vielleicht hat sie mit ihrem Anwalt ja schon gesprochen, und ihm gegenüber gestanden? Der ist ja nach der anfänglichen Präsenz in den Medien doch auffallend unsichtbar geworden. Sollte sie ihm gegenüber gestanden haben, dann wird er doch gerade bei der Vorgeschichte ein Gutachten in Auftrag (ge) geben (haben), müsste er das nicht sogar um sie von Anbeginn optimal zu verteidigen?
Ne, müsste er sicher nicht, denn was soll so ein Gutachten für ein Ziel haben, was soll damit bewiesen werden?
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Bei Mord ist doch nicht viel Spielraum, oder? Ich als juristischer Laie weiß jetzt ehrlichgesagt wirklich nicht, inwieweit sich da ein Geständnis positiv auswirkt, und ob man ihr da beim Strafrahmen überhaupt groß entgegen kommen kann.
Nein, wenn das Gericht zu dem Urteil kommt, dass die Tötung des Jungen als Mord einzustufen ist, gibt es beim Strafmaß nicht viel Spielraum. Das einzieg was dann zählen würde, wären ihre Schuld mindernde Sachverhalte, aber ein Geständnis, noch dazu zu diesem Zeitpunkt an dem die Ermittlungen ja abgeschlossen sind und ihre die Beweislast nach meiner Einschätzung wahrscheinlich ziemlich erdrückend ist. Etwas einzugestehen, was einem nachgewiesen werden kann, ist halt nur Taktik und basiert sicher nicht auf Reue.
Es ging mir eher darum, dass sie bzw. die Verteidigung vielleicht versuchen könnte, den Tatablauf so zu schildern, dass es ein Totschlag ist und eben kein Mord. Während es für einen Mord lebenslange Haft gibt, gibt es für einen Totschlag "nur" bis zu 15 Jahre, also eine zeitlich begrenzte Haftstrafe.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:bezgl. der beiden vorliegenden Mordmerkmale: da kommt ja die von den Ermittlern angenommene Planung dazu
Dort soll sie den Jungen, wie von ihr alleine geplant und durchgeführt
wenn es für diese Planung ausreichende aussagekräftige Indizien gibt, dann kann die Verteidigung aber mit dem Versuch des Totschlags einpacken, oder?
Planung ist aber kein Mordmerkmal. Auch eine geplante Tötung kann juristisch ein Totschlag sein.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:11
Bei allen Überlegungen zu Gina H.s Motiven, einen Achtjährigen zu ermorden erschüttert mich nicht nur DASS sie es (wohl) überhaupt getan hat, sondern auch, dass sie es getan hat, obwohl sie selber ein noch recht kleines Kind hat.
Das bedeutet ja, dass ihr(e) Motiv(e) stärker und wichtiger war(en), als als Mutter für ihr Kind da zu sein.
Sie wird ja wohl nicht wirklich geglaubt haben, unentdeckt zu bleiben (??).


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:11
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Auch eine geplante Tötung kann juristisch ein Totschlag sein.
Auch eine geplante Tötung kann juristisch ein Totschlag sein.

Wann Mord, wann Totschlag?

Der wesentliche Unterschied zwischen Mord (§ 211 StGB) und Totschlag (§ 212 StGB) liegt im Vorliegen sogenannter Mordmerkmale. Mord setzt mindestens ein Mordmerkmal voraus.

Mordmerkmale:

Mordlust
Befriedigung des Geschlechtstriebs
Habgier (wirtschaftlichen Vorteil)
Niedrige Beweggründe (z.B. Eifersucht, Missgunst)
Heimtücke (Opfer hängt keinerlei Verdacht, ist arg- und wehrlos)
Grausamkeit
Gemeingefährliche Mittel (unkontrollierbare Gefahr für eine unbestimmte Anzahl von Personen darstellt)
Verdeckung oder Ermöglichung einer anderen Straftat

Totschlag gemäß § 212 StGB beschreibt die vorsätzliche Tötung eines Menschen, bei der keine der besonderen Mordmerkmale vorliegt. Der Täter handelt zwar absichtlich, doch fehlen die besonderen, verwerflichen Beweggründe, die einen Mord ausmachen.


Eine geplante Tötung als Totschlag?
Da fällt mir jetzt tatsächlich kein Szenario ein. Magst du ein Beispiel nennen?
Zitat von FyraFyra schrieb:Sie wird ja wohl nicht wirklich geglaubt haben, unentdeckt zu bleiben (??).
Das glauben sicherlich sehr viele Täter...
Zitat von FyraFyra schrieb:Das bedeutet ja, dass ihr(e) Motiv(e) stärker und wichtiger war(en), als als Mutter für ihr Kind da zu sein.
Es kommt glücklicherweise nicht immer zu solch einer grausamen Tat, aber das Mütter ihre Motive über das Wohl von ihren Kindern stellen ist wohl nicht ganz so unüblich. Aber ja, schon krass. Wenn man sich das Ausmaß überlegt. Und natürlich die berechtigte Frage stellt, ob sie das Risiko bewusst eingegangen ist, im Sinne von "ist mir nicht wichtig". Sie ist ja nun auch (zumindest räumlich) von ihrem Kind getrennt und ihr Kind wurde ebenfalls völlig aus seinem Alltag und Leben gerissen.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:22
]Ichmöchte noch mal einen gestern hier eingestellten Bericht von t-online aufgreifen, der einige in meinen Augen interessante Informationen aufwies.

Zum einen ging es darin um einen Wahlverteidiger, der jetzt ebenfalls für Gina H. tätig sein soll. Er heißt Thomas Löcker, ist in Rostock ansässig und hat nach eigenen Angaben bislang 20 Beschuldigte in Tötungsdelikten verteidigt.

Bemerkenswert finde ich folgende Passage über Löcker im Bericht von t-online:



[quote
Er habe Gina H. vorher nicht gekannt, sagte Strafverteidiger Löcker. Seine Kanzlei scheut die große Öffentlichkeit, hat nicht einmal eine eigene Webseite. Der Anwalt vermutet, Gina H. sei seine Kanzlei von jemandem empfohlen worden.
.

[][/quote] https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_101161170/fabian-aus-guestrow-anwalt-von-gin-h-aeussert-sich-gibt-raetsel-auf-.html[/quote

Mir war bislang nicht bekannt, dass neben dem Pflichtverteidiger noch ein weiterer Anwalt für die Angeschuldigte aktiv ist. Aber vielleicht habe ich das schlicht überlesen.

Interessant fand ich auf jeden Fall auch die Mitteilung von Löcker, dass ein Gutachten zur Frage des Motivs in diesem Mordfall erstellt worden sei. Darin würden mehrere mögliche Optionen aufgelistet.

Ich bin ja nun juristischer Laie und muss gestehen, dass ich zum ersten Mal davon gehört habe, dass eigens ein Gutachten zur Klärung eines möglichen Mordmotivs in Auftrag gegeben worden sei.

Ist so ein Vorgehen üblich? Wer käme denn für die Ausfertigung einer solchen Expertise in Frage?

Und könnte die Vergabe eines Gutachtens mit mehreren Optionen darauf hindeuten, dass Polizei und Staatsanwaltschaft die Frage des Motivs bei der mutmaßlichen Täterin Gina H. nicht exakt klären konnte?


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:24
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Sie hat ihn nachweislich und bewusst aus dem Haus gelockt, zum späteren Fundort (der wohl auch der Tatort ist) und die Tat begangen. Dabei ist eigentlich egal, ob sie immer ein Messer dabei hat oder nicht. Die Planung ist ja mehr als nur die Tatwaffe. Oder was meinst du?
Ich meine dass ich sehr gespannt bin wie bewiesen werden soll dass es wirklich einen Tötungs-Plan gab als sie Fabian abgeholt hat. Noch sehe ich da auch die Möglichkeit dass sie zu dem Zeitpunkt garnicht geplant hatte ihn zu töten.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Ich denke aber das Handeln vin Gina H. ist allgemein schwer einzuordnen/einzuschätzen?
[...]
Über Gina H. weiß man nicht viel - ergo nochmal schwieriger einzuschätzen.
Ich finde schon dass man erstaunlich viel über sie weiß - vor allem die Geschichte mit dem Sattel und die Geschichte mit der Pferde-Beerdigung. Man könnte aus beidem schließen dass sie bereit ist sich über die Gesetzgebung hinwegzusetzen, in beiden Fällen wußte sie ja dass sie sich strafbar macht. Auch sonst wissen wir so einiges darüber wie sie gelebt hat, was sie gearbeitet hat, dass sie zumindest phasenweise psychische Probleme hatte usw.. Wir kennen Chat-Auszüge und ähnliches. So wenig ist das jetzt auch nicht.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Sagen wir mal: Traurige Gewissheit. Im Affekt wäre wohl auch nur schwer erklärbar.
Im Affekt wäre sicherlich für einige nachvollziehbarer als ein von Anfang an geplanter Mord an einem Kind. Zumindest wenn man schon Menschen erlebt hat die völlig die Kontrolle verloren haben.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Die Intelligenz der Beschuldigten können wir nur schätzen. Immer wenn jemand was "plant" geht man ja erstmal von einem guten Plan aus. Aber so richtig gut war er ja dann doch wohl nicht.
Wenn man einen Mord plant - denkt man dann nicht vorher darüber nach wie man Spuren vermeidet/beseitigt und rüstet sich entsprechend aus? Überlegt man dann nicht wo das stattfinden soll und wie man sich vor Entdeckung schützt?
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Ich kann mir gut vorstellen, dass die Tümpelzeugen auch zum Plan dazugehörten. Aber das macht wohl erst Sinn wenn man den Plan kennt. Den finde ich für den Moment interessanter als das Motiv. Hat sie den Plan gemacht und dann die passende Gelegenheit genutzt? Also dass Fabian allein zuhause war?
Oder war die Tatsache, dass Fabian krank alleine zuhause war, vielleicht sogar der Auslöser ihn abzuholen egal mit welchem Plan dahinter?
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Anstelle von "ich nehme der Mutter ihr Kind" wäre im Bereich Eifersucht eher ein Gedanke wie "Wenn ich ihn (d. Vater) nicht haben kann, dann auch kein anderer". Das "Täter-Ich" sprich keinerlei Empathie für die Betroffenen. Kein schmerzlicher Gedanke, wie das für die Mutter wird. Oder auch für den Jungen während der Tat etc.
Sie hat aber ja mutmaßlich nicht den Vater sondern den Sohn getötet.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:All das was wir dann wohl als "kaltblütig" bezeichnen würden.
Sofern es nicht im Affekt geschehen ist...
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Eine geplante Tötung als Totschlag?
Da fällt mir jetzt tatsächlich kein Szenario ein. Magst du ein Beispiel nennen?
Damit wären wir wieder bei der Frage ob sie wirklich eine Tötung geplant hat als sie Fabian abgeholt hat. Die Staatsanwaltschaft scheint das zu glauben da sie ja von Planung ausgeht. Zudem müßte das ein recht spontaner Plan gewesen sein, denn dass Fabian sich entscheiden würde zuhause zu bleiben (das war ja seine Entscheidung und die war nicht vorhersehbar, zumal er am Nachmittag davor ja noch in den Jugendclub gehen konnte) konnte sie ja auch frühestens morgens erfahren haben.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:25
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Eine geplante Tötung als Totschlag?
Da fällt mir jetzt tatsächlich kein Szenario ein. Magst du ein Beispiel nennen?
Na, jede geplante Tötung, die nicht die im Paragraphen § 211 StGB genannten Mordmerkmale erfüllt. Die "niedrigen Beweggründe" sind nicht einfach ein "Auffangmerkmal" unter das man dann alle Motive zusammenfassen kann, die nicht Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Verdeckung oder Ermöflichung einer Straftat oder Habgier sind.

Damit die Beweggründe als "niedrig" im Sinne dieses Pragraphen angesehen werden können, müssen sie nach der allgemeinen sittlichen Wertung auf tiefster Stufe stehen. Dabei sind immer auch die Tatumstände, der Persönlichkeit des Täters und der Lebensverhältnisse von Täter und Opfer zu würdigen.
Insofern erfüllt nicht jede Tat, die z.B. aus Eifersucht oder Rache heraus begangen wird, automatisch dieses Kriterium, sondern es muss eine besondere Verwerflichkeit vorliegen. Eine starke Verzweiflung oder eine tiefe Krise des Täters können z.B. dagegen sprechen.


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gestern um 15:27
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Eine geplante Tötung als Totschlag?
Da fällt mir jetzt tatsächlich kein Szenario ein. Magst du ein Beispiel nennen?
Letztlich alle Fälle von Tötungen eines Menschen in offener Auseinandersetzung, bei denen die Tatmotivation keine der entsprechenden Mordmerkmale erfüllt, also auch nicht als ganz besonders verwerflich eingestuft wird. Klassische Konstellationen wären die Tötung des Nebenbuhlers oder eine Tötung als Reaktion auf eine zuvor (auch: Tage, Wochen oder Monate zuvor) erlittene Kränkung durch das Opfer.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:41
Natürlich kann es sein, dass noch weitere Dinge im Prozess dazukommen, aber lt. Berichten hieß es doch:
Gegen die Tatverdächtige wurde wegen des Verdachts des heimtückischen Mordes Anklage erhoben.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/fall-fabian-tatverdaechtige-wegen-mordes-angeklagt,fabian-134.html

Heimtücke =
Heimtückisch handelt, wer die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers in feindlicher Willensrichtung ausnutzt. Arglos ist, wer sich keines Angriffs versieht und wehrlos ist, wer infolge seiner Arglosigkeit in seiner Verteidigung stark eingeschränkt ist.

Ist ein Mordmerkmal und eins würde ja im Grunde schon reichen.
Zitat von wobelwobel schrieb:Ich meine dass ich sehr gespannt bin wie bewiesen werden soll dass es wirklich einen Tötungs-Plan gab als sie Fabian abgeholt hat. Noch sehe ich da auch die Möglichkeit dass sie zu dem Zeitpunkt garnicht geplant hatte ihn zu töten.
Du meinst sie hatte zwar Gedanken dazu, aber keinen richtigen Plan und als sich dann die Chance ergab hat sie einfach gehandelt?
Nachweis dass was geplant wurde, da könnte es ja mehrere Sachen geben:

Suchverlauf Internet wie man Spuren verwischt, was für ein Messer es bräuchte, etc.
Vielleicht auch andere Szenarien recherchiert.
Vielleicht extra Verabredungen/Termine schon einen Tag zuvor abgesagt.
Routen und Zeit berechnet und notiert.

Mal sehen ob wir da im Prozess mehr erfahren.
Zitat von wobelwobel schrieb:Ich finde schon dass man erstaunlich viel über sie weiß
Bei sowas bin ich immer sehr vorsichtig, weil wir ja nur wissen was durchsickerte. So ein Mensch ist ja mehr als das.
Im Grunde sagt uns das nur eins: Es war für niemanden absehbar, dass sie dazu fähig ist.
Zitat von wobelwobel schrieb:Im Affekt wäre sicherlich für einige nachvollziehbarer als ein von Anfang an geplanter Mord an einem Kind. Zumindest wenn man schon Menschen erlebt hat die völlig die Kontrolle verloren haben.
Das stimme ich dir voll und ganz zu
Zitat von wobelwobel schrieb:Überlegt man dann nicht wo das stattfinden soll und wie man sich vor Entdeckung schützt?
Ja, aber nicht jeder Gedanke ist gold wert. Wäre ihr Plan gewesen, dass man sie erwischt und sie ganz offensichtlich für diese Tat verantwortlich ist: hätte sie noch ganz anders gehandelt (denke ich). Aus ihrer Sicht war der Plan entweder ausreichend oder es lief gar nicht so nach Plan. Und den eigentlichen Plan kennen wir nicht..
Zitat von wobelwobel schrieb:Oder war die Tatsache, dass Fabian krank alleine zuhause war, vielleicht sogar der Auslöser ihn abzuholen egal mit welchem Plan dahinter?
Sehr gute Frage. Der Anklage nach gehörte das Abholen wohl bereits zum Plan. So verstehe ich es zumindest.
Zitat von wobelwobel schrieb:Sie hat aber ja mutmaßlich nicht den Vater sondern den Sohn getötet.
Ja, richtig. Klingt verwirrend ist es aber eigentlich nicht. In dieser Theorie störte das Opfer. Denn das Opfer hatte etwas was sie nicht hatte. Die beiden hatten ja wieder Kontakt und scheinbar lief das doch auch ganz gut. Aber eben ohne Sie. Vielleicht wollte sie ihn für sich. So wie es mal war zuvor.
Zitat von wobelwobel schrieb:Damit wären wir wieder bei der Frage ob sie wirklich eine Tötung geplant hat als sie Fabian abgeholt hat. Die Staatsanwaltschaft scheint das zu glauben da sie ja von Planung ausgeht. Zudem müßte das ein recht spontaner Plan gewesen sein, denn dass Fabian sich entscheiden würde zuhause zu bleiben (das war ja seine Entscheidung und die war nicht vorhersehbar, zumal er am Nachmittag davor ja noch in den Jugendclub gehen konnte) konnte sie ja auch frühestens morgens erfahren haben.
Ja, das erstaunt mich auch etwas. Das als eine Chance zu sehen und direkt zu nutzen. Puh, dass ist auch nicht ohne. Zumal ihr da ja auch nur "Glück" helfen konnte. Hätte ja auch sein können, dass die Mama viel eher anruft und merkt da stimmt was nicht. Oder, oder, oder
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Klassische Konstellationen wären die Tötung des Nebenbuhlers oder eine Tötung als Reaktion auf eine zuvor (auch: Tage, Wochen oder Monate zuvor) erlittene Kränkung durch das Opfe
Ich danke dir. Aber der Nebenbuhler darf dabei nicht arg- und wehrlos sein. Ergo wurde nicht im Schlaf oder dergleichen angegriffen.

So haben wir jetzt auch dafür ein gutes Beispiel, was es vlt auch für die anderen einfacher macht zu verstehen wieso die Anklage Mord lautet - was nicht allein durch die "Planung" geschieht.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 15:48
Zitat von wobelwobel schrieb:Das Erstaunliche dabei ist ja - zumindest für mich - dass die Beschuldigte und der Kindsvater sich nach der Tat wieder angenähert zu haben scheinen.
Kann es vielleicht sein, daß die sich vor der Tat schon dabei waren sich wieder näher zu kommen?

Ich bring das chronologisch nicht mehr ganz zusammen, aber, es gab da ja meiner Erinnerung nach doch irgendwann mal den Punkt an dem Fabians Mutter den Kontakt des Kindes zum Vater und der Angeklagten stoppte, weil die Beiden zuviel stritten, und sie Fabian da raushalten wollte bzw. ihm das nicht zumuten wollte.
Dann war Fabian ja für längere Zeit nicht mehr beim Vater, und an diesem Wochenende sollte doch wieder das erste „Papa-Wochenende“ sein.
Sprich: der Papa hätte da dann keine Zeit für die Angeklagte gehabt, und im nächsten Schritt hätte sie u. U. befürchten müssen, dass sie an den Wochenenden an denen Fabian beim Papa ist immer abgeschrieben war, im weiteren Verlauf und als nächste Konsequenz wäre dann die berechtigte Angst dazu gekommen, daß er sich (wieder) von ihr abwendet, wenn Dorina L. den Kontakt zum Vater unterbindet wenn Gina H. als Partnerin an den Wo-Enden mit dabei ist. Und der Vater sich für Fabian und nicht für GH entscheidet (Wie eben schonmal geschehen?)


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:04
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Kann es vielleicht sein, daß die sich vor der Tat schon dabei waren sich wieder näher zu kommen?
Quelle: Youtube: Die Wahrheit hinter den Gerüchten – Teil 1
Die Wahrheit hinter den Gerüchten – Teil 1
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Teil 1-3

Chatverlauf: Gina H. hat Probleme damit, dass der Vater von Fabian Kontakt zu Fabian + Familie hat – wo sie (Gina) doch nun seine neue Familie sei.
Betont aber, dass Fabian immer gern gesehen war.

Fabian hatte gut 1,5 Jahre kein Kontakt zu Vater
Gina H. hat den Kontakt zu Fabian aufrecht erhalten

In den letzten 8 Wochen hatte Fabian jedoch keinen großen Kontakt mehr zu Gina

WhatsApp vom 11.10.25 Gina steht mit Matthias (d. Vater) in Kontakt

Direkt nach dem Verschwinden hat der Vater Gina verdächtigt, dann nicht mehr und stand wohl sehr hinter ihr.

Ergo: Ich würde das so verstehen, dass sie (Gina/Mattias) vorher keinen Kontakt hatten aber durch die Tat der Kontakt wieder kam.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:09
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Alles, auch die Tatausführung selber, bleibt unvorstellbar grausam! Sie sieht dem Kind ins Gesicht und führt dann die Tat aus???
Das ist Dein ganz privates Kopfkino, welches Du hier auch für dumme Technik wie ChatGPT als Tatsache darstellst.

Mindestens 6 Messerstiche in den Oberkörper steht in der Pressemitteilung.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:25
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Du meinst sie hatte zwar Gedanken dazu, aber keinen richtigen Plan und als sich dann die Chance ergab hat sie einfach gehandelt?
Ich könnte mir vorstellen dass bei der Abholung (noch) kein Mord geplant war.
Interessant wäre auch die Antwort auf die Frage woher sie wußte dass Fabian alleine zuhause war - das war ja eine sehr spontane Entscheidung die nicht vorhersehbar war.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Vielleicht extra Verabredungen/Termine schon einen Tag zuvor abgesagt.
Passt nicht, da sie ja nicht wissen konnte dass Fabian zuhause bleiben wird.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Bei sowas bin ich immer sehr vorsichtig, weil wir ja nur wissen was durchsickerte. So ein Mensch ist ja mehr als das.
Im Grunde sagt uns das nur eins: Es war für niemanden absehbar, dass sie dazu fähig ist.
Im Grunde sagt es uns eher: Sie hat schon vorher bei klarem Bewußtsein Gesetze mißachtet. Das ist auch nicht "durchgesickert" sondern lässt sich bei Bedarf ja entsprechend recherchieren, dazu gibt's ja Unterlagen die zumindest theoretisch öffentlich einsehbar sein müßten.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Ja, aber nicht jeder Gedanke ist gold wert. Wäre ihr Plan gewesen, dass man sie erwischt und sie ganz offensichtlich für diese Tat verantwortlich ist: hätte sie noch ganz anders gehandelt (denke ich). Aus ihrer Sicht war der Plan entweder ausreichend oder es lief gar nicht so nach Plan. Und den eigentlichen Plan kennen wir nicht..
Ich sehe da nach wie vor nicht wirklich einen Plan - zumindest keinen gut überlegten. Auf mich wirkt das maximal wie eine spontane Entscheidung, ungeplant, dilettantisch, hilflos.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Sehr gute Frage. Der Anklage nach gehörte das Abholen wohl bereits zum Plan. So verstehe ich es zumindest.
Das ist halt die - bzw. meine - große Frage. Demnach hätte sie ihn mit einem Tötungsplan im Kopf abholen müssen, ganz spontan, entschieden zwischen 8:00 Uhr und ca. 10:30 Uhr (oder sowas um den Dreh, hab grad die genauen Uhrzeiten nicht mehr im Kopf). Und dann fährt sie da mit ihrem auffälligen Auto dort hin? Sonderlich clever war das ja nun wirklich nicht...
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Dann war Fabian ja für längere Zeit nicht mehr beim Vater, und an diesem Wochenende sollte doch wieder das erste „Papa-Wochenende“ sein.
Sprich: der Papa hätte da dann keine Zeit für die Angeklagte gehabt, und im nächsten Schritt hätte sie u. U. befürchten müssen, dass sie an den Wochenenden an denen Fabian beim Papa ist immer abgeschrieben war, im weiteren Verlauf und als nächste Konsequenz wäre dann die berechtigte Angst dazu gekommen, daß er sich (wieder) von ihr abwendet, wenn Dorina L. den Kontakt zum Vater unterbindet wenn Gina H. als Partnerin an den Wo-Enden mit dabei ist. Und der Vater sich für Fabian und nicht für GH entscheidet (Wie eben schonmal geschehen?)
Das ist es was ich mit den Konflikten zwischen Elternteilen bezüglich Patchwork im Hinterkopf hatte. Und wenn sich die Ex und die Neue nicht vertragen gibt es ja häufig solche Konstellationen. Normale Menschen können dafür aber Lösungen finden.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:27
Oopsi, der Herr Ohm meint da mit "so oder so" schon dass was ich unter so verstehe?
Zur Beweislage wollte sich Ohm am Montag noch nicht weiter äußern. Er gehe davon aus, dass ihm die Anklage bis Ende der Woche vorliege. „Mir ist aber zugetragen worden, dass in der vergangenen Woche noch Ermittlungen liefen“, sagte Ohm. Die ihm bisher bekannten Indizien, die die Ermittler zusammengetragen haben, könne man „so oder so bewerten“, erklärte der Güstrower Anwalt. Als Alternative wäre der Staatsanwaltschaft nur geblieben, das Verfahren einzustellen.

Ob er seiner Mandantin ein solch schweres Verbrechen zutraue, will der Verteidiger nicht sagen, ebenso wenig wie über ein mögliches Motiv. „Das Motiv zu suchen, ist ja nicht meine Aufgabe.“
Sobald ihm die Anklage vorliege, werde er mit seiner Mandantin einen Termin ausmachen und mit ihr über die Vorwürfe sprechen.
Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/guestrow/mordfall-fabian-8-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-und-nennt-details-zum-schrecklichen-verbrechen-4419068


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:32
Zitat von wobelwobel schrieb:Ich könnte mir vorstellen dass bei der Abholung (noch) kein Mord geplant war.
Interessant wäre auch die Antwort auf die Frage woher sie wußte dass Fabian alleine zuhause war - das war ja eine sehr spontane Entscheidung die nicht vorhersehbar war.
Also die Tat dann doch spontan umgesetzt wurde?
Soweit ich weiß ist bis heute in der Öffentlichkeit nichts bekannt, wie sie davon Kenntnis erwarb.
Zitat von wobelwobel schrieb:Passt nicht, da sie ja nicht wissen konnte dass Fabian zuhause bleiben wird.
Das sind nur Beispiele wie man einem Verdächtigen einen Plan nachweisen könnte.
Zitat von wobelwobel schrieb:Im Grunde sagt es uns eher: Sie hat schon vorher bei klarem Bewußtsein Gesetze mißachtet. Das ist auch nicht "durchgesickert" sondern lässt sich bei Bedarf ja entsprechend recherchieren, dazu gibt's ja Unterlagen die zumindest theoretisch öffentlich einsehbar sein müßten.
Das trifft auf Millionen von Menschen zu, die zu ihren Gunsten Gesetze brechen/sich nicht dran halten.
Deshalb direkt Mord/Totschlag zuzumuten, finde ich bisschen schwierig
Zitat von wobelwobel schrieb:Ich sehe da nach wie vor nicht wirklich einen Plan - zumindest keinen gut überlegten. Auf mich wirkt das maximal wie eine spontane Entscheidung, ungeplant, dilettantisch, hilflos.
Naja es hat 4 Tage geklappt und am Ende ging es dann nur so schnell, weil Gina H. die Polizei zur Leiche führte.
Wäre dem nicht so gewesen, wer weiß wie lange er unentdeckt geblieben wäre.
Zitat von wobelwobel schrieb:Das ist halt die - bzw. meine - große Frage. Demnach hätte sie ihn mit einem Tötungsplan im Kopf abholen müssen, ganz spontan, entschieden zwischen 8:00 Uhr und ca. 10:30 Uhr (oder sowas um den Dreh, hab grad die genauen Uhrzeiten nicht mehr im Kopf). Und dann fährt sie da mit ihrem auffälligen Auto dort hin? Sonderlich clever war das ja nun wirklich nicht...
Vielleicht war der Plan auch noch gar nicht so konkret, als das es ein Datum gab? Und dann ergab sich eine Gelegenheit.
Nein, nicht clever. Aber wie gesagt.. aus ihrer Sicht war es das vielleicht.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:44
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich sehe halt keinen Anlass, warum die Verteidigung so ein Gutachten in Auftrag geben sollte. Die Angeschuldigte und ihr Verteidiger befinden sich ja nach wie vor auf dem Standpunkt, dass sie es nicht gewesen ist.
Vielleicht ist die Beweislast so erdrückend, dass sie noch umschwenken und versuchen werden, es als einen Totschlag darzustellen (auf Notwehr werden sie sich kaum berufen können). Aber auch bei dieser Verteidigungsstrategie sehe ich halt keinen Nutzen für ein psychologisches Gutachten.

In welchen Zusammenhang denkst Du denn, das ein psychologisches Gutachten erstellt werden könnte
Das Gutachten muss jja nicht von der Verteidigung in Auftrag gegeben werden. Es gibt ja mehrere Beteiligte bei dem Verfahren..

Ein Anlass dazu ist der Öffentlichkeit bisher nicht bekannt, muss es aber ja auch nicht, wie so vieles Andere.


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