Lumina85 schrieb:Wenn der Vater nun aber die Beziehung zu Gina wieder aufgenommen hat, ist das passe. Allerdings ist natürlich auch gut vorstellbar, dass sie ohne das Wissen von Fabian schon wieder zusammen waren. Dazu passt allerdings die Nachricht vom Vortag nicht unbedingt.
Für mich klingt das ganze doch eh nach so einem On/Off-Ding. Es hieß, die Trennung war im August, ob Anfang, Mitte oder Ende August weiß ich nicht genau. Gina H. hat darauf, wie uns aus Presseberichten in der Zeit nach der Tat bekannt ist, sehr verzweifelt reagiert, was sie in SM kundgetan hat. Unter anderem hat sie dort verbreitet, sie habe eine Suizidversuchbegangen und hat Bilder der Schnitte am Handgelenk gezeigt. Man bekam da den Eindruck, das ganze wirkte eher wie Versuche, den Vater zu erreichen und ihm diese Sachen mitzuteilen, als dass es wirklich wir Nachrichten an ihre SM-Community rüberkam.
Jetzt hieß es, der Vater habe ihr am Tag vor der Tat per SMS mitgeteilt, dass die Trennung für ihn endgültig war. Daraus schließe ich, dass es aus ihrer Sicht in der Zeit zwischen der Trennung im August und dieser SMS offenbar nicht eindeutig war, dass man getrennt hat, sondern sie daran festhalten wollte, das auch mitgeteilt hat und sie zumindest noch Hoffnung hatte, dass die Beziehung fortgesetzt wird, in ihrem Kopf vielleicht sogar weiter besteht.
Wenn er mitteilt, dass für ihn entgültig Schluss ist, klingt dasd für mich wie eine Reaktion auf einen von ihr ausgehenden Kontaktversuch, vielleicht auch auf ein Ignorieren der Trennung.
wobel schrieb:Theoretisch möglich wäre das ja - zumindest gibt es mehrere populäre Filme in denen (Haus-)Schweine zur Leichenbeseitigung verwendet wurden. Ob das in der Realität und mit Wildschweinen auch so funktioniert würde ich aber in Frage stellen wollen, meines Wissens ernähren die sich weniger häufig von Aas als es Hausschweine tun, die (zumindest früher) eher mal mit Tisch-Abfällen gefüttert wurden und da garkeine Wahl hatten.
Es gibt den Fall der vermissten Birgit R., bei dem Spürhunde eine Spur in ein hunderte Kilometer weit entferntes Jagdgebiet gefunden haben, in dem Angehörige von ihr jagdlich aktiv waren. Dort wurde durchsucht, aber keine Leiche gefunden. Der StA hat damals gesagt:
„Es gibt leider in der Natur immer Konstellationen, wo eine tote, unter Umständen hinreichend im Hinblick darauf präparierte Person nicht lange in der Natur liegen bleibt, sondern Tierfraß einsetzt und es durchaus passieren kann, dass diese Leichenteile für uns nicht mehr auffindbar sind.“
Nachzulesen in diesem Beitrag aus dem Thread zu dem Fall:
Birgit Rösing, aus Mülheim an der Ruhr, vermisst (Seite 28) (Beitrag von Kreuzbergerin)Ich denke, dass er das nicht einfach so dahinsagt, sondern das die Ermittler damals Experten hinzugezogen haben, um das zu beurteilen.
Allerdings spricht er ja hier davon, dass eine Person mit Fachkenntnissen (also z.B. ein Jäger) die Leiche so präpariert, dass die für Tiere (er spricht nicht explizit von Wildschweinen, auch Füchse, Dachse, verschiedene Vögel fressen z.B. Aas) attraktiv ist. Genauer ausgeführt wurde damals nicht, wie so eine Präparation aussehen kann, aber ich denke, dass es zB. durchaus darum geht, wo eine Leiche angelegt wurde, damit sie schnell von verschiedenen Tieren entdeckt wird, vielleicht dass die nackt ist, weil dann mehr "Angriffsfläche" da ist, als bei bedeckter Haut, oder dass es vielleicht Lockstoffe gibt, um bestimmte Tier anzulocken.
Jetzt glaube ich nicht, dass Gina H. TrueCrime Nerd ist und die sich mit sowas schon mal beschäftigt hat. Und auch keine Jägerin.
Ich vermuet eher, sie hat beim "Finden" der Leiche gesehen, dass da Wildschweinspuren waren und hat versuch rauszufinden, ob es sien kann, dass die Tier zu ihren Gunsten Spuren vernichtet haben.
Ich vermute zum Tümpel eher, dass ihr Plan war, die Leiche dort zu versenken und damit zu verstecken. Es gibt durchaus Aspekte, die für so einen kleinen Tümpel sprechen, statt einen der größeren Seen zu nehmen, an denen man mit der Leiche wahrscheinlich viel weiter ins Wasser gehen müsste, um eine entsprechende Tiefe zu erreichen. Der Tümpel ist auch abgelegener und durch den Bewuchs zum Ort hin nicht einsehbar, wärhend an den größeren Seen in der Gegend tagsüber sicher immer auch Spaziergänger unterwegs sein können.
Ich denke, dass sie daran gescheitert ist, weil sie nicht bedacht hat, wie schwer so eine Leiche zu transportieren ist, gerade mit ihrer eher zierlichen Statur, und sie es einfach nicht geschafft hat, den toten Körper in den Tümpel zu bringen. Und dass sie deshalb den Plan gändert hat und sich das mit dem Verbrennen überlegt hat.
Ist natürlich Spekulation, aber für mich eine recht logische Erklärung.
wobel schrieb:Na weil sie den Bekannten anrufen mußte mit dem sie sich dann an diesem Bolzsee getroffen hat.
Und ich habe es auch so verstanden, dass sie das Handy nicht direkt am Tümpel wieder eingeschaltet, sondern erst ein Stück von dort aus weggefahren ist. Der Steinsammler hat das Fahrzeug gg. 12:30 Uhr vom Wald kommend in Richtunh Klein Upahl fahren gesehen, also vom Tatort weg. Und um 12:43 Uhr wurde das Handy wieder eingeschaltet. Der Steinsammler konnte den Zeitpunkt nicht auf die Minute genau sagen, aber in 10 Minuten kann man über eine Landstraße mit dem Auto durchaus 10 km weit weg sein.
Ich denke, dass die dachte, es sei nicht verfänglich, wenn man später hersausfindet, das das Handy ein paar km weit vom Tatort entfernt eingeschaltet wurde. Dass aber allein schon das Ab- und spätere wieder Einschalten des Handy verdächtig und ein Indiziz ist, hat sie nicht bedacht.